AT152814B - Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen. - Google Patents

Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen.

Info

Publication number
AT152814B
AT152814B AT152814DA AT152814B AT 152814 B AT152814 B AT 152814B AT 152814D A AT152814D A AT 152814DA AT 152814 B AT152814 B AT 152814B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
tanning
skins
tanned
polyphosphate
hours
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Benckiser Gmbh Joh A
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Benckiser Gmbh Joh A filed Critical Benckiser Gmbh Joh A
Application granted granted Critical
Publication of AT152814B publication Critical patent/AT152814B/de

Links

Landscapes

  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen. 



   Im Stammpatente wurde ein Verfahren beschrieben, welches die Verwendung von polymeren   Metaphosphorsäuren   oder ihren wasserlöslichen Salzen mit ein-oder mehrwertigen Metallen, Ammoniak oder organischen Basen als alleinige Gerbmittel in Gerbstoffgemischen oder zum Angeben bzw. Nachgerben bei der Herstellung von Leder und Pelzwerk betraf. 



   Es wurde nun gefunden, dass wenigstens gleichwertige Gerbwirkungen durch die Polyphosphorsäuren bzw. ihre Salze erhalten werden können. Polyphosphate sind Produkte, bei denen das Verhältnis von   Na20     zu POg nicht l   : 1 wie bei den Metaphosphaten ist, sondern verschiedene Relationen aufweisen kann, je nach ihrer Zusammensetzung. Polyphosphate gemäss vorliegender Anmeldung sind beispiels- 
 EMI1.1 
 erhalten durch Zusammenschmelzen oder Fritten von Metaphosphaten und Pyrophosphaten in dem betreffenden Verhältnis. Durch den Schmelzprozess erfolgen dann ähnliche Polymerisationen, wie bei der Metaphosphorsäure und ihren Salzen. Auch die Neigung zur Komplexbildung mit   Hydroxyden   bzw.

   Salzen zwei-oder mehrwertiger Metalle ist bei den Polyphosphaten in der gleichen Weise vorhanden wie bei den entsprechenden Metaphosphaten. 



   Einige Beispiele sollen das Wesen der Erfindung näher erläutern. 



   1. Gebeizte Kalbblössen werden in einer Flotte, welche 0-8% Salzsäure, 6% eines polymeren Polyphosphates der Zusammensetzung   Na12P10031 und 120%   Wasser berechnet auf das   Blössengewieht   enthält, zwei Stunden lang gewalkt und dann erst mit 3% Chromalaun und weiter mit 2% Chromoxyd in Form von reduzierter Brühe ausgegerbt und in üblicher Weise auf farbiges Boxkalbleder zugerichtet. Diese Angerbung, welche gleichzeitig den Pickel ersetzt, bedingt einen besonders   schönen   und festen Narben und gibt dem Leder einen sehr vollen Griff. 



   2. In üblicher Weise gebeizte und gepickelte   Kalbblössen   werden mit 20% eines polymeren Natriumpolyphosphates der Zusammensetzung   Na7Ps016, 3% Kochsalz   und   150%   Wasser innerhalb von 24 Stunden ausgegerbt. Das Polyphosphat wird anteilsweise innerhalb von vier Stunden zugefügt, wobei die Gerbbrühe auf pH = 2. 5 gehalten wird. Gegen Ende der Gerbung wird etwas mit Soda abgestumpft. Dann wird in üblicher Weise gespült, im Bedarfsfalle neutralisiert und gelickert. Es entsteht ein reinweisses Kalbleder. 



   3. Gebeizte Kalbblösse wird innerhalb von zwölf Stunden mit 2% einer 40% igen Formaldehydlösung in schwach alkalischer Flotte angegerbt und dann in saurer Brühe mit   15%   des in Beispiel 2 genannten Polyphosphates ausgegerbt. Man kann auch in umgekehrter Reihenfolge arbeiten. Es entstehen waschbare Kalbleder von weisser Farbe. 



   4. Leichte Rindblössen werden mit 10% eines polymeren Polyphosphates der Zusammensetzung Na6P4O13 innerhalb von zwölf Stunden bei pH = 3-3-5 angegerbt und dann innerhalb von zwei bis drei Tagen mit 40% eines festen sulfitierten Quebrachoextraktes ausgegerbt. Die Ausgerbung verläuft wesentlich schneller als beim Fehlen der Polyphosphatangerbung. Die in üblicher Weise fertiggestellten Leder sind voll und griffig. 



   5. Kalbblösse wurde mit 5% des in Beispiel 4 genannten Polyphosphates innerhalb von sechs Stunden in saurer Flotte angegerbt und dann mit 40% eines künstlichen weissgerbenden Gerbstoffes (Benzidinabkömmling) während 30 Stunden ausgegerbt.. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 


AT152814D 1936-03-31 1936-12-21 Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen. AT152814B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE150997X 1936-03-31
DE152814X 1936-09-23

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT152814B true AT152814B (de) 1938-03-10

Family

ID=29421233

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT152814D AT152814B (de) 1936-03-31 1936-12-21 Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT152814B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT152814B (de) Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen.
DE743175C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen
DE649047C (de) Verfahren zur Herstellung von Leder
DE593053C (de) Verfahren zum Gerben
DE2424300A1 (de) Verfahren zur herstellung von leder
DE883187C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen
DE2424301C3 (de) Verfahren zum Chromgerben und Gerbmischung dafür
DE629996C (de) Verfahren zum Fetten von tierischen Haeuten und Leder
AT148982B (de) Verfahren zum Gerben mit Chromsalzen mehrbasischer aromatischer Säuren.
DE906135C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen
DE643087C (de) Verfahren zum Gerben von tierischen Haeuten und Fellen
AT155140B (de) Verfahren zum Gerben von Häuten und Fellen.
DE642728C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen mittels Eisenverbindungen
DE747248C (de) Verfahren zum Gerben von tierischen Haeuten und Fellen mit Chromgerbstoffen
DE291457C (de)
AT158168B (de) Verfahren zum Gerben von Leder oder Pelzfellen mit gerbenden Verbindungen des dreiwertigen Chroms oder Eisens.
DE863241C (de) Gerbverfahren
DE319859C (de) Verfahren zur Herstellung zaeher und lagerbestaendiger Eisenleder jeder Art
DE601912C (de) Verfahren zur Herstellung von mineralgaren Ledern mit eisenhaltigen Gerbstoffen
DE3931978A1 (de) Lederbehandlungsmittel
DE747173C (de) Verfahren zum Entfetten von Haeuten und Fellen
DE857424C (de) Verfahren zum Gerben von Haeuten und Fellen mittels Eisenverbindungen
DE668181C (de) Verfahren zur Herstellung von Unterleder
DE747743C (de) Verfahren zum kochfesten Gerben von Haeuten
AT109978B (de) Verfahren zur Herstellung leicht wasserlöslicher Präparate.