DE894432C - Verfahren zum Zurichten von Rauchwaren - Google Patents

Verfahren zum Zurichten von Rauchwaren

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DE894432C
DE894432C DEC901D DEC0000901D DE894432C DE 894432 C DE894432 C DE 894432C DE C901 D DEC901 D DE C901D DE C0000901 D DEC0000901 D DE C0000901D DE 894432 C DE894432 C DE 894432C
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DE
Germany
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acid
oil
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salt
fatty
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DEC901D
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Gruenau Illertissen GmbH
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Chemische Fabrik Gruenau AG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C1/00Chemical treatment prior to tanning
    • C14C1/08Deliming; Bating; Pickling; Degreasing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatments For Attaching Organic Compounds To Fibrous Goods (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Zurichten von Rauchwaren Das gebräuchlichste Verfahren zum Zurichten von Rauchwaren, das in Fachkreisen unter der Bezeichnung Leipziger Zurichtungsmethode bekannt ist, besteht darin, daß die Pelzfelle, nachdem sie geweicht und entfleischt sowie gegebenenfalls mit Formaldehyd, Aluminiumsalzen oder anderen schwach gerbenden Mitteln vorbehandelt sind, mit einem salzhaltigen Säurepickel behandelt werden. In der Regel werden hierfür ziemlich konzentrierte Lösungen von Kochsalz in wäßriger Schwefelsäure verwendet. Jedoch sind auch andere Säuren, beispielsweise Ameisensäure oder andere Salze wie Natriumsulfat, Kaliumchlorid u. d;gl. für die Herstellung derartiger Zurichterbeizen geeignet. Durch diese Behandlung wird den Pelzfellen zwar die für ihre weitere Verwendung erforderliche Widerstandsfähigkeit, nicht aber dieerwünschte Weichheit, Geschmeidigkeit und Zügigkeit verliehen. Um diese Eigenschaft zu erzielen, ist es nötig, die gepickelten Pelzlederfelle in einem weiteren besonderen Arbeitsgang auf der Lederseite mit einem Fettungsmittel, wie z. B. einem sulfonierten Öl oder einer mit Hilfe von Seifen, Türkischrotöl oder ähnlichen Emulgatoren zubereiteten Ölemulsion zu behandeln.
  • Die vorliegende Erfindung besteht darin, die in der üblichen Weise vorbereiteten Pelzfelle in. einem einzigen Arbeitsgang gleichzeitig zu pickeln und zu fetten.
  • Man verwendet erfindungsgemäß solche Säurepickel, die neben den bisher üblichen Neutralsalzen noch Emulsionen von Mineralölen, höheren Fettsäuren, fetten Ölen od. dgl. als fettenden. Bestandteil enthalten. Diese Fettemulsionen werden mit Hilfe von Emulgatoren hergestellt, die die Eigensdhaft besitzen, Emulsionen zu liefern, die gegen die in der Zurichterbeize herrschenden Salz- und Säurekonzentrationen beständig sinid.
  • Die für die Herstellung von Lederfettungsmitteln üblichen Emulgatoren, wie z. B. Seifen, sulfonierte Öle, saure Fettalkoholschwefelsäureester, Kondensationsprodukte von Fettsäuren mit Eiweißspaltprodukten oder mit Aminosulfonsäuren oder ähnliche anionaktive Verbindungen sind für den erfindungsmäßigen Zweck in :der Regel nicht brauchbar, denn die mit ihrer Hilfe hergestellten Ölemulsionen zeigen eine ungenügende Salz- b.zw. Säurebeständigkeit. Dagegen sind nichrt ionogene Emulgatoren, d. h. solche, die keine salzbildenden Gruppen im Molekül enthalten, für den. erfindungsmäßigen Verwendungszweck geeignet. Besonders gut habenr sieh die: Polyglykoläther bewährt, die im Molekül einen öllöslich machenden aliphatischen oder aliphatischaromatis0hen Rest und einen Polyglykolätherrest mit mindestens - drei C2 H4 O-Gruppen enthalten. Derartige - Produkte können nach bekannten Methoden durch Anlagerung von Äthylenoxyd an höhere Fettsäuren wie z. B. Laurinsäure, Palmkernfett-särure, Ölsäure oder an Fettalkohole, wie z. B. Laurinalkehol, 0@leinalkohol, Cetyl-alkohol oder Spermölalkoh.ol, ferner an ähnliche, auf synthetischem Wege zugängliche Verbindungen, -die auch zurGruppe der isocyclischenStoffe gehörenkönnen, wie z. B. Isdhexylphenoloder Isooktylkresol erhalten wenden.
  • Außer diesen nicht ionogenen Emulgatoren lassen sich für die Herstellung der erfindungsgemäß zu benutzenden Öl- oder Fettemulsionen auch noch solche Emulgiermittel verwenden, die im Kation einen oder mehrere öllöslich machende aliphatische oder aliphatisch-aromatische Reste enthalten, wie z. B. quarternäre Ammonium- oder Sulfoniumverbindungen.
  • Die neue Arbeitsweise bedeutet im Vergleich zu der bisher gebräuchlichen Arbeitsmethode eine erhebliche Vereinfachung und Verbilligung. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die Säurekonzentration der Zurichterbeize erheblich vermindert werden kann., so daß man Rauchwaren erhält, die sich durch eine bessere Haltbarkeit auszeichnen.
  • Durch die folgendien Beispiele s011 die vorliegende Erfindung noch näher erläutert werden: Beispiel i Geweichte und- entfleischte Kaninfelle werden im Flottenverhältnis i : 3 bei einer Temperatur von 15 bis 2.o° während 16 Stunden in; einer Zurichtebeize behandelt, die folgendermaßen zusammengesetzt ist: i2o g Kochsalz, 15 g Schwefelsäure (92o/oig), 86o g Wasser, 5 g einer Mineralölemulsion, die durch Vermischen von 9o Teilen Vaselinöl mit io Teilen eines Anlagerungsproduktes von Oleinalkohol an Äthylenoxyd erhalten ist. Die Kaninfelle werden von Zeit zu Zeit in der Beizflotte bewegt. Zum Schluß werden die Felle von der überschüssigen Beizflüssigkeit durch Abschleudern befreit, bei einer Temperatur von 4o bis 5o° getrocknet und in der üblichen Weise fertig gemacht. Bei.-spiel 2 An Stelle der im Beispiel i genannten Mine-raliih:mulsion wird eine solche verwendet, die durch Vermischen von 40 Teilen Oleyloxymethylpyridiniumchlorid (vgl. Patentschrift 662 5,gi8) mit 5o Teilen Vaselinöl und io Teilen Äthylenglykolmonoäthyläther hergestellt worden ist.
  • Beispiel 3 Geweichte und entfleischte Lammfelle werden, wie im Beispiel i beschrieben, in einer Zurichterbeize der folgenden ,Zusammensetzung behandelt: ieo g Kochsalz, 25 g Ameisensäure (85o/oig), 85o g Wasser, 5 g einer Ölemulsion, die- durch Verrühren von 87 Teilen Mineralöl (russisches Weißöl), 2 Teilen Ölsäure und 3 Teilen Wasser mit 8 Teilen eines Kondensationsproduktes von Dodecylphenol mit Äthylenoxyd hergestellt ist.
  • Beispiel ,¢ Kaninfelle werden im Flottenverhältnis i : 30, hei Raumtemperatur während 12 Stunden mit einer Formaldehydlösung, die 5 g Formaldehyd (3o°/oig), 0,5 g Soda, 995 g Wasser enthält, vorgebeizt. Im Anschluß daran werden die Felle noch 3 Stunden lang in. einem Säurepickel, der je Liter roo g Kochsalz, 8 g Ameisensäure (85o/aig)' und, 5 g der im Beispiel 3 beschriebenen Mineralölemulsion enthält, behandelt. Nach dem Ab.schleudern; oder Abquetschen von der oüberschüssigen Zurichterbeize werden die Felle bei einer 5o° nicht übersteigenden Temperatur getrocknet und in der üblichen Weise fertig gemacht.
  • Beispiel 5 An Stelle der im Beispiel 4 genannten M.ineralölemulsion wird eine solche verwendet, die durch Vermischen von 35 Teilen Cetylpyridiniumchlorid mit 65 Teilen. Vaselinöl erhalten worden ist.
  • Beispiel 6 Geweichte und entfleischte Lamm- oder Kaninfelle werden auf derFleischseite mit einer Zurichterbeize bestrichen, die folgendermaßen zusammengesetzt ist: ioo g Kochsalz, 2o g Schwefelsäure (92o/aig), 940 g Wasser, 2o g einer Mineralölemulsion, die durch Vermischen von 9o Teilen Vaselinöl mit io Teilen eines Anlagerungsproduktes von Oleinalkohol an Äthylenoxyd erhalten worden ist.
  • Man. läßt die Lamm- oder Kaninfelle, Fleischseite auf Fleischseite geschichtet, einige Zeit lagern, bis die Zurichterbeize die Haut völlig durchdrungen hat. Falls erforderlich, wird der obige Beizstrich noch ein oder mehrere Male wiederholt. Zum Schluß werden die Felle bei mäßiger Temperatur getrocknet und durch Läutern oder andere bekannte Arbeitsweisen fertig gemacht.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum Zurichten von Rauchwaren durch Behandlung mit einem Neutralsalze enthaltenden Säurepickel, dadurch gekennzeichnet, daß die Pelzfelle mit einem solchen Säurepickel behandelt werden, der weben den bisher üblichen Säuren und Neutralsalzen noch einen. Gehalt an emulgierten Fettstoffen, wie z. B. von Mineralölen, fetten Ölen, höheren Fettsäuren, Fettalkoholen od. d-gl. aufweist.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß aus solchen Emulgierm.itteln hergestellte Fettemulsionen verwendet werden, welche salz- und säurebeständig sind.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß solche Emulgatoren Verwendung finden, die keine salzbildenden Gruppen im :Molekül enthalten.
  4. Verfahren nach Ansprüchen i bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Emulgatomen Polyglykolätbher verwendet werden, die im Molekül einen, öllöslich machenden aliphatischen oder aliphatisoh-aromatischen Rest und einen Polyglykolätlherrest mit mindestens drei C2H40-Gruppen enthalten.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch i oder 2, dadurch gekennzeichnet, d.aß als Emu.lgatoren kationaktive Verbindungen verwendet werden, die im Kation einen oder mehrere öllöslich machende alipnatische oder aliphatisch-aromatische Reste enthalten.
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