DE758673C - Verfahren zum Entkaelken von geaescherten Bloessen - Google Patents

Verfahren zum Entkaelken von geaescherten Bloessen

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DE758673C
DE758673C DEB189303A DEB0189303A DE758673C DE 758673 C DE758673 C DE 758673C DE B189303 A DEB189303 A DE B189303A DE B0189303 A DEB0189303 A DE B0189303A DE 758673 C DE758673 C DE 758673C
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DE
Germany
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procedure
ashed
liming
bare
decalcifying
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Expired
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DEB189303A
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English (en)
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Alfred Jeremias
Friedrich Dr Schmitt
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Boehme Fettchemie GmbH
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Boehme Fettchemie GmbH
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Publication date
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C1/00Chemical treatment prior to tanning
    • C14C1/08Deliming; Bating; Pickling; Degreasing

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Detergent Compositions (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zum Entkälken von geäscherten Blößen Als Entkälkungsmittel wurden bisher in der Lederindustrie anorganische und organische Säuren und einige Salze dieser Säuren angewendet. Bei dem Entkälkungsvorgang ist es wichtig, daß die entstehenden Kalkverbindungen sich leicht aus der Blöße entfernen lassen, da sie sonst dem fertigen Leder unerwünschte und: nachteilige Eigenschaften erteilen. So wird z. B. die Schwefelsäure kaum nach als. Entkälkungsmittel gebraucht, weil das entstehende unlösliche Calciumsulfat das Leder brüchig macht. Salzsäure liefert zwar das leichtlösliche Calcium-Chlorid, doch treten bei Verwendung dieiser Säure andere unerwünschte Erscheinungen auf. Es ist- nämlich nicht möglich, eine Erntkälkung über den ganzen Querschnitt der Blöße gleichmäßig durchzuführen:, weil Adsorpti.ons- und Quellungserscheinungen an der Oberfläche der Blöße ein Eindringen der freien Säure in die inneren Schichten verhindern,. so daß der dort eingelagerte, Kalk nicht entfernt werden kann. Außerdem wirkt das außen an der Blöße entstehende Calciumchlorid peptisierend, wodurch Hautsubstanzverluste entstehen. Die gleichen Quellungs- .erscheinungen treten bei Anwendung voll niedrigen aliphatischen Säuren, wie Ameisensäure, Essigsäure und Propionsäure auf. Die freie Buttersäure gestattet zwar ein einwandfreies En@thällcen ohne zusätzliche Oberflächenquellung, dafür stört jedoch der unangenehme und anhaftende Geruch dieser Säure. Das ebenfalls bekannte Entkälken mit Milchsäure hat gegenüber den bisher genannten Verfahren wesentliche Vorteile, denn das gebildete Ca.lciumlal:tat ist leichtlöslich und läßt sich gut aus der Haut entfernen. Jedoch kann auch bei Anwendung von Milchsäure, besonders in kalten Bädern, eine Überquellung der Haut eintreten. Die bekannte entkälkelnde Wirkung einiger Ammonsalze, nämlich des Ammonchlorids, -sulfates und -laktates, beruht darauf, daß sie in wäßriger Lösung infolge Hydrolyse saure Reaktion aufweisen. Man hat diese Salze als Zusatz. zu Beizmitteln verwendet. Der gemeinsame :Fachteil aller genannten Entkälkungsverfahren ist der, daß die Blöße mit einem pH-We,r@t von 5 bis 6 aus dem Entkälkungsbad kommt, oder, falls der PH-Wert höher liegt, dies nur für die Innenschichten zutrifft:. Der nachfolgende Vorgang der enzymatischen Beize verläuft aber am günstigsten im p11-Bereich von 8,5. Dieser günstigste pH-Wert für die Beize kann daher bei Anlvendung der bekannten Entkälktlllgsverfahrein nur durch sorgfältigstes Oberwachen der zugesetzten Entkälkungsmittelmengen eingestellt werden. Die stark saure Reaktion der Entkälkungsbäder bringt ferner den Übelstand mit sich, daß eine Fixierung des Gneistes (Grundes) erfolgt. Es is ianzustreben, die Blöße vor dem Streichen so weit verfallen zu lassen, daß der Grund und die Haarreste möglichst locker sind und der mechanischen Entfernung den geringsten Widerstand entgegensetzen. Dies kann nur bei alkalischer Reaktion, und zwar in der Nähe des Neutralpunktes, der Fall sein. Dieses Gebiet iss zugleich jenes der günstigstell Beizwirkung, nämlich etwa PH = 8,0 bis 8,5-Gemäß der Erfindung "werden die bescIlriebenen Forderungen erfüllt und die angeführt.en Nachteile ausgeschaltet, wenn man mit wäßrigen Lösungen der Ammonsalze der alipathischen Monocarbonsäuren mit d. bis 8 hohlenstoffatomen als Entkälkun.gsmitttel arbeitet. Die Löslichkeit der genannten. Salze und ihr Eindringungsvermögt-n in die Haut sind vorzüglich. Die entstehenden Kalksalze bleiben durch die geringen Mengen der iiu Entkälkungsbade gelösten Eiweißkörper gut dispergiert und lassen sich leicht aus der Blöße auswaschen. Die Blößen und das Entkälkungsbad stellen sich voll selbst auf die gewünschte schwach alkalische Reaktion ein, die Grundlockerung läßt nichts zll wünschen übrig und für die nachfolgende Beize ist voll Anfang an der günstigste pH-Wert vorllallden. Überdosierung des Enbkälkungsmittels durch ungeschulte- Leute oder Unachtsalnkeit hat keinerlei nachteilige Folgen. Durch nachfolgendes Spülen kann die Blöße, falls eine Beize nicht erwünscht ist, leicht auf den \eutralpunkt gebracht werden. Die so erzielte Blöße ist schlank, besonders rein, und das fertige Leder zeigt einen sehr elastischen arben. Beispiel ioo kg Ziegenblöße werden im Haspel oder im Faß mit 3001 `Wasser gespült und ;,Inschließend mit 3001 einer wäßrigen, 28 his 30'@ warmen Lösung von i kg des Entkälkungsmittels i Stunde lang in Bewegung gehalten. Das Entkälkungsmittel besteht aus den Ammonsalzen des Gemisches der alipllatischen Säuren voll 4 bis 8 Kohlenstoffatomen. wie es im Vorlauf der Paraffinoxydationsfettsäuren vorliegt. Die so behandelte Blöße ist schlank, rein und enthält keinen freien Kalk.
  • Anstatt des beschriebenen Gemisches voll .^\mmonsalze-n können auch die Ammonsalve jeder der genannten Säuren von. der Buttersäure bis aufwärts zur Caprylsäure für sich verwendet «erden. Die Verwendung des technischen Gemisches der Vorlauffettsäuren aus der Oxvdatio,n von bei der CO-Hydrierung gewonnenem Paraffin ist aber besonders günstig, da hierdurch ein bisher als wertlos betrachtetes Abfallprodukt der Synthese höherer Fettsäuren nutzbar gemacht wird.

Claims (1)

  1. PATIiNTANSPRUCII: Verfahren zum Entkälken voll geäscherten Blößen mittels wäßriger Ammonsalzlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Amlnonsalze der aliphatischell Monocarbonsäuren mit d. bis Kohlenstoffatomen verwendet.
DEB189303A 1939-12-09 1939-12-09 Verfahren zum Entkaelken von geaescherten Bloessen Expired DE758673C (de)

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CH217247D CH217247A (de) 1939-12-09 1940-10-14 Verfahren zum Entkälken von geäscherten Blössen.
NL99299A NL58144C (nl) 1939-12-09 1940-10-22 Werkwijze voor het ontkalken van met kalk behandelde blooten

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DE1207037B (de) * 1960-11-12 1965-12-16 Hoechst Ag Verfahren zur Entkaelkung geaescherter Haeute und Felle

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