DE651992C - Verfahren zur Herstellung von Unterleder - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Unterleder

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DE651992C
DE651992C DER93717D DER0093717D DE651992C DE 651992 C DE651992 C DE 651992C DE R93717 D DER93717 D DE R93717D DE R0093717 D DER0093717 D DE R0093717D DE 651992 C DE651992 C DE 651992C
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leathers
tanning
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    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Unterleder Die meisten Unterleder werden heute mit pflanzlichen Gerbstoffen hergestellt. Die besonderen Eigenschaften des lobgaren Unterleders sind: beschränkte Luftdurchlässigkeit, beschränkte Wasseraufnahmefähigkeit, schnelle Abgabe des Wassers unter Druck, beschränkter Gehalt an wasserlöslichen Stoffen und ein bestimmtes spezifisches Gewicht. Außerdem gewinnt das lobgare Leder an Festigkeit, wenn man es unter -hohem Druck walzt, während das mineralgare Leder dabei weicher wird. Diese Eigenschaften machen sich bei der Verarbeitung des Leders als Schuhsohlen und beim Tragen der Schuhe geltend. Beim Verarbeiten kommt es darauf an, claß das Leder genäht und genagelt werden kann, daß die Nägel halten und daß man das Leder auf dem Schnitt schön glänzend machen kann. Das lobgare Leder liefert, wie der Fachmann sich ausdrückt, einen guten Ausputz. Beim Tragen zeigen sich die Eigenschaften darin, daß man auf lobgaren Sohlen in der Nässe nicht ausgleitet und daß die Sohlen beim Naßwerden nicht quellen und dadurch die Schuhform verändern.
  • Um einerseits die Gerbdauer abzukürzen, andererseits um sich von der Einfuhr ausländischer pflanzlicher Gerbstoffe unabhängig zu machen, bemühen sich die Fachleute seit Jahren ohne wesentlichen Erfolg, mit Hilfe von :Mineralgerbstoffen die pflanzlichen Gerbstoffe bei der Herstellung von Unterleder zu ersetzen.
  • Die Ursache des Mißerfolges liegt darin, claß die pflanzlichen Gerbstoffe dem Leder die obenerwähnten besonderen Eigenschaften verleihen, die mit den Mineralgerbstoffen nicht zu erzielen sind.
  • Man hat auch bereits versucht, Sulfitcelluloseextrakte für die Herstellung von Unterleder zu verwenden, und diese mit Mineralgerbstoffen kombiniert. Es sind auch Verfahren bekanntgeworden, bei denen man die Blößen vor der Einwirkung der Sulfitcelluloseextrakte mit Kieselsäure oder kieselsäurehaltigen Mineralien vorbehandelt. Mit dieser Vorbehandlung verfolgt man nur den Zweck, die Blößen ähnlich wie durch die Anwendung eines Pickels zu entwässern, um sie für den Sulfitcelluloseextrakt aufnahmefähiger zu machen.
  • Ferner sind Verfahren bekanntgeworden, bei denen man den Sulfitcelluloseextrakt mit Oxydationsmitteln, wie Bichromat, behandelte, teils um eine Verringerung der Wasserlöslichkeit der organischen Bestandteile der Ablauge zu erreichen, teils um durch Beseitigung des an den organischen Gerbstdff gebundenen Schwefels eine Erhöhung der Gerbwirkung herbeizuführen. In anderen Fällen wiederum wurde Bichromat zugesetzt, um sich die Gerbwirkung des bei der Umsetzung mit der Sulfitablauge entstehenden Chromsalzes zunutze zu machen.
  • Alle diese verschiedenen Methoden unter Anwendung von Sulfitcelluloseextrakt führten jedoch zu keinem brauchbaren Leder.
  • Es wurde nun gefunden, daß man ein Unterleder von ganz hervorragenden Eigenschaften dadurch erhält, daß man gepickelte oder ungepickelte Blößen mit Sulfitcelluloseextrakt gerbt, dem man zur Erzielung einer ansprechenden Lederfarbe ,geringe Mengen, von Oxydationsmitteln zusetzt, dann die Leder mit saurer Kieselsäurelösung füllt und schließlich in an sich bekannter Weise mit' wenigHartfett, wie Talg, Paraffin, Karnaubawachs, synthetischen Wachsarten usw., mit oder ohne Zusatz von Lösungsmitteln imprägniert.
  • Erwiesen ist, daß man Leder mit ganz verschiedenen Eigenschaften bekommt, wenn man Kieselsäure vor oder nach der Gerbung anwendet. Es ist unmöglich, dem Sulfitcelluloseleder durch eine Vorbehandlung mit Kieselsäure die gleichen Eigenschaften zu erteilen wie durch eine Füllung nach der Sulfitcellulosegerbung. Durch die Kieselsäurefüllung wird der Auswaschverlust des Leders verringert, die Wasseraufnahme erniedrigt, das Gleiten beim Gehen in der Nässe verhindert. -Das so hergestellte Leder läßt sich ohne Schwierigkeiten verarbeiten, sowohl bei der Hand- als auch bei der Maschinenarbeit. Kurz gesagt, dem Sulfitcelluloseleder werden weitgehend die Eigenschaften erteilt, wie sie ein gutes lohgares Leder aufweist.
  • In der Haltbarkeit übertrifft das auf -diese Weise hergestellte Leder sogar die meisten lohgaren Unterleder. Dies wurde auf Grund von Tragversuchen und durch Bestimmung des Abnutzungswiderstandes einwandfrei festgestellt. Auch die Luftdurchlässigkeit dieses Leders ist mindestens so gut wie die von lohgarem Leder, was das Tragen dieses Unterleders sehr angenehm macht.
  • Nicht zuletzt ist auch darauf hinzuweisen, daß dem Sulfitcelluloseleder nur durch die angewandte Kieselsäurefüllung die gute Farbe erteilt wird, wie sie von einem verkaufsfähigen Unterleder unbedingt verlangt werden muß.
  • Die als solche bekannte Verwendung von Hartfetten oder Wachsen zur Nachbehandlung von Unterleder wird in dem vorliegenden Verfahren empfohlen, da sich diese Methode auch gerade für die Leder nach dem beschriebenen Verfahren besonders gut eignet. Beispiel ,' Wie üblich geäscherte, gebeizte und gepickelte Blößen werden mit 5o °/o Sulfitcelluloseextzakt von 28 bis 3o° Be, auf das Blößengewicht bezogen, I °/o Natrium- oder Kaliumbichromat und 25 0l0 Wasser 2 Tage lang je 8 Stunden im Faß gewalkt. Nach dieser Zeit bleiben die Leder 2 Tage auf dem Bock liegen. Anschließend wird nochmals mit 50°1a Sulfitcelluloseextrakt von 28 bis 3.o°Be, i °/o Natrium- oder Kaliumbichromat und 25 01o Wasser --,Tage lang je 8 Stunden gewalkt. Nach 2tägigem Lager- werden die Leder mit einer Lösung aus q.1% Ameisensäure, 85 o/oig, zo °/o Wasserglaslösung mit 251/, Si O, und r5 01o Wasser q. Stunden gewalkt, bis die gesamte Brühe aufgenommen ist.
  • Über Nacht werden die Leder auf dein Bock gelagert.
  • Am anderen Morgen wird in die Leder im Schmierwalkfaß ein Gemisch aus 5 01o Paraffin-f-,2,5 0l0 Tetrahydronaphthalin eingewalkt. Die über Nacht auf dem Boden gelagerten Leder werden am anderen Morgen ausgesetzt und aufgetrocknet. Die Zurichtung wird in der gleichen Art ausgeführt wie bei lohgarein Unterleder.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Unterledern durch Gerbung von gepickelten oder ungepickelten Blößen mit Sulfitcelluloseextrakten, dadurch gekennzeichnet, daß man die Blößen mit einem mit geringen Mengen Oxydationsmitteln versetzten Sulfitcelluloseextrakt gerbt, mit Kieselsäurelösungen füllt und in bekannter Weise mit Hartfetten und bzw. oder Wachsarten mit oder ohne Zusatz von Lösungsmitteln imprägniert.
DER93717D 1935-07-03 1935-07-03 Verfahren zur Herstellung von Unterleder Expired DE651992C (de)

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DER94230D DE655735C (de) 1935-07-03 1935-09-17 Verfahren zur Herstellung von Unterleder
FR817102D FR817102A (fr) 1935-07-03 1936-06-29 Procédé pour la production du cuir à semelles

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