DE352671C - Verfahren zur Gerbung, Impraegnierung usw. von Stoffen - Google Patents

Verfahren zur Gerbung, Impraegnierung usw. von Stoffen

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DE352671C
DE352671C DE1918352671D DE352671DA DE352671C DE 352671 C DE352671 C DE 352671C DE 1918352671 D DE1918352671 D DE 1918352671D DE 352671D A DE352671D A DE 352671DA DE 352671 C DE352671 C DE 352671C
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/30Chemical tanning using physical means combined with chemical means

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren --zur Gerbung, Imprägnierung usw. von Stoffen. Bei der Gerbung mit Hilfe der Elektroosmose, wie sie z. B. nach dem Verfahren der Patentschrift 283285 erfolgt, hat sich gezeigt, daß die Blößen auch bei Anwendung unreiner Gerbstoffe besonders rasch durchbissen werden. Die vollständige Überführung in Leder anderseits erfordert gegenüber dieser Vorgerbung eine erheblich größere Zeit.
  • Es wurde nun die Beobachtung gemacht, daß mit Hilfe der Elektroosmose in kurzer Zeit oberflächlich durchbissene Blößen, d. h. vom Gerbstoff durchdrungene, jedoch nicht sattgegerbte Blößen, sich durch Einlegen oder Walken in Gerbstofflösung außerordentlich rasch füllen. Demnach wird zur Gerbung und Imprägnierung von Stoffen in der Weise vorgegangen, daß man die zu behandelnden Stoffe mit Hilfe der Elektroosmose bis zur Erzielung durchbissener Blößen vor,-erbt und hierauf im Gerbbottich oder Walkfaß in üblicher Weise ohne Anwendung von elektrischem Strom, zweckmäßig unter Benutzung stärkerer Gerbstofflösungen, fertig gerbt.
  • Diese Kombination der elektroosmotischen und mechanischen Gerbung bietet den Vorteil, daß es möglich wird, sämtliche Gerbstoffe, insbesondere auch die inländischen Gerbstoffe, mit günstiger Wirkung zu verwenden. Das vorliegende Verfahren gestattet ferner eine sehr schnelle Gerbung, indem durch die elektroosmotische Vorgerbung die Bedingungen geschaffen werden, daß der Gerbstoff leicht von der Haut aufgenommen wird. Es läßt sich so eine rasche Gerbung auch mit solchen Gerbstoffen durchführen, die, wie z. B. Eiche oder Kastanie sonst eine sehr lange Gerbdauer erfordern, während bisher eine Schnellgerbung nur mit solchen Mitteln durchführbar war, welche an sich leicht von der Haut aufgenommen werden und diese schnell durchdringen (vgl. Zeidler, die moderne Lederfabrikation 1914 S.85, Abs. 2). Ein weiterer Vorzug des vorliegenden Verfahrens besteht darin, daß die mechanische Gerbung ohne Dauerbewegung einfach in einer Grube vorgenommen werden kann, womit eine Vereinfachung des Verfahrens gegeben ist. Außerdem wird eine erhebliche Stromersparnis gegenüber dem rein elektroosmotischen Gerbverfahren erreicht. Das nach dem neuen Verfahren gewonnene Leder ist geschmeidig, nicht narbenbrüchig und von großer Zähigkeit und Festigkeit. Ausführungsbeispiel. In einem dreiteiligen Gerbapparat wird die Blöße während zwei bis drei Stunden unter An-@ wendung des elektrischen Gleichstromes nach dem Verfahren der Patentschrift 283285 angegerbt und hierauf etwa 2 Tage im Walkfaß oder Gerbbottich mit etwa io° B6 starker Gerblösung behandelt. _ Als Gerbstoffe können bei der elektroosmotischen Behandlung vorzugsweise vegetabilische Gerbstoffe wie Fichtenrindenextrakt und Eichenholzextrakt Verwendung finden. Die Brühenstärke wird zweckmäßig auf 2 bis 3° B6 gehalten. Als Brühen für die Gerbung im Faß können die gleichen Gerbstoffe benutzt werden, wobei eine entsprechend stärkere Konzentration, etwa von io ° B6, vorgesehen wird.
  • Das vorliegende Gerb- und Imprägnierverfahren ist außer bei tierischen Häuten auch bei anderen Stoffen mit Vorteil benutzbar. So kann es z. B. bei mit Leimen oder Gelatine belegten Geweben und ähnlichen Stoffen verwendet werden, wenn es sich z. B. darum handelt, solche Gewebe mit Chrom, Metallsalzen oder kolloidalen Stoffen zu imprägnieren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gerbung, Imprägnierung usw. von Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man die zu behandelnden Stoffe mit Hilfe der Elektroosmose vörgerbt und hierauf im Gerbbottich oder WalMaß in üblicher Weise ohne Zuhilfenahme von Strom, zweckmäßig unter Verwendung stärkerer Gerbstofflösungen fertig gerbt.
DE1918352671D 1918-11-30 1918-11-30 Verfahren zur Gerbung, Impraegnierung usw. von Stoffen Expired DE352671C (de)

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IT201800002822A1 (it) * 2018-02-19 2019-08-19 Milano Politecnico Processo intensificato di concia al cromo

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GB143921A (en) 1921-04-07

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