AT137847B - Verfahren zum Gerben von Leder. - Google Patents
Verfahren zum Gerben von Leder.Info
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Description
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Verfahren zum Gerben von Leder.
Durch das den Erfindungsgegenstand bildende Verfahren werden in technisch und wirtschaftlich vorteilhafter Weise die für Gerbung dienenden Häute einer solchen Vorbehandlung unterworfen, dass sie für den eigentlichen darauf folgenden Gerbprozess eine ganz besondere Eignung aufweisen. Dies sowohl im Hinblick auf die erzielte Qualität des Leders als auch auf die Abkürzung des gesamten Gerbprozesses, wodurch sich dieses Verfahren auch besonders für Sehnellgerbverfahren eignet bzw. solche erst möglich macht.
Es ist bereits bekannt, Häute und Felle mit sauren Bädern zur Entkalkung vorzubehandeln.
Solchen Bädern wurden auch schon Borsäure, Zucker, Sulfite zugesetzt.
Die zu verarbeitende Haut wird in üblicher Weise durch ein Äscherungsverfahren, vorzugsweise mit Kalk, von den Haaren befreit, der Überschuss an Fett und Fleisch entfernt und im Walkfass oder Grube gewaschen. Trotzdem bleiben in der Haut noch schädliche Kalkreste od. dgl. zurück, die dann das Leder fleckig machen und auch eine gleichmässige Durchgerbung erschweren würden. Die gewaschenen : noch Kalkreste u. dgl. enthaltenden Häute werden auf kurze Zeit in einem sauren, wässerigen Bad, enthaltend Sulfitsalze, Borsäure bzw. deren Salze und lösliche Kohlehydrate, vorzugsweise Glukose (z. B. etwa 10 bis 30 Minuten) behandelt.
Beispielsweise hat sich zu diesem Zwecke eine Lösung von 50 bis 150 9 Alkalibisulfit, 50 bis 150 9 Borsäure, 150 bis 500 9 Glukose, berechnet auf eine Ochsenhaut, wobei die Behandlung zweckmässig im Paddelfass erfolgt, bewährt. Auf diese Weise werden die Häute gut entkalkt, in vorteilhaft plumpen Zustand gebracht und für die weitere Behandlung vorteilhaft vorbereitet.
Erfindungsgemäss werden hierauf die Häute, die sauer gehalten werden sollen, zweckmässig in manchen Fällen einige Tage vorgegerbt und sodann in ein Bad gebracht, welches die Bestimmung hat, die Poren der Haut entsprechend zu öffnen, um ein rascheres Eindringen der später verwendeten Gerbflüssigkeit zu ermöglichen.
Dieses Bad enthält in wässeriger Lösung Sulfosäuren, vorzugsweise aromatische Sulfosäuren, wie Benzolsulfosäure oder deren Gemische, weiters Chinone bzw. Hydrochinone, gegebenenfalls auch Aldehyde wie Formaldehyd. Gut bewährt hat sich eine wässerige Lösung, in welcher auf je eine Haut 100 bis 500 9 Benzolsulfosäure, 50-200 9 Chinon bzw. Hydrochinon, gegebenenfalls 50-200 9 Formaldehyd zugesetzt werden. In diese Lösung werden die Häute etwa zwei Tage derart eingehängt, dass sie vollständig mit der Flüssigkeit bedeckt sind.
Hierauf sind nun die Häute vorbereitet, um ohne Verluste an Schwellung und Hautsubstanz nach bekannten Gerbverfahren fertig gegerbt zu werden. Das geschilderte Verfahren eignet sich vorzüglich zur Schnellgerbung von schweren Ledern, wie z. B. Sohlen-, Riemenleder u. dgl. Die verfahrensgemäss behandelten Häute können nun in einem rotierenden Gerbfass unter beschleunigter Drehung (bisher konnte man mit höchstens zirka sechs Umdrehungen pro Minute arbeiten) in schweren Gerbbrühen (12-140 Bé Tanninlösung) und Absaugen der sich während der Behandlung bildenden schädlichen Gase in 12-24 Stunden vollständig fertig gegerbt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE
1. Verfahren zum Gerben von Leder, wobei die in üblicher Weise vorbereiteten und gewaschenen Häute zur Entkalkung in einem sauren, beispielsweise Sulfitsalze, Borsäure bzw. deren Salze, lösliche Kohlehydrate, vorzugsweise Glukose enthaltenden Bade vorbehandelt werden, dadurch gekennzeichnet. dass diese hierauf, gegebenenfalls nach einer Vorgerbung, in einem wässerigen, Sulfosäuren, vorzugsweise aromatische Sulfosäuren, wie Benzolsulfosäure und Chinone bzw. Hydrochinone, gegebenenfalls Aldehyde wie Formaldehyde enthaltenden Bade behandelt und schliesslich der Hauptgerbung unterworfen werden.
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Claims (1)
- 2. Ausführungsform nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Vorbereitung der Häute für die Hauptgerbung eine wässerige Lösung von 100 bis 500 9 Benzolsulfosäure, 50 bis 200 9 Chinon bzw. Hydrochinon, gegebenenfalls 100 bis 300 9 Formaldehyd, berechnet pro Haut, verwendet wird.3. Ausführungsform des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass die derart behandelten Häute einem Schnellgerbprozess, vorzugsweise in einem rotierenden Fasse unter beschleunigter Drehung und Absaugen der schädlichen Gase in schweren Gerbbrühen (12-14 Be Tanninlösung) während 12-24 Stunden unterworfen werden. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
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