DE626787C - Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten aus hoehermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten aus hoehermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffen

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DE626787C
DE626787C DEI48493D DEI0048493D DE626787C DE 626787 C DE626787 C DE 626787C DE I48493 D DEI48493 D DE I48493D DE I0048493 D DEI0048493 D DE I0048493D DE 626787 C DE626787 C DE 626787C
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Germany
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oxidation
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higher molecular
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paraffin hydrocarbons
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DEI48493D
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Dr Emil Keunecke
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J19/00Chemical, physical or physico-chemical processes in general; Their relevant apparatus
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C11ANIMAL OR VEGETABLE OILS, FATS, FATTY SUBSTANCES OR WAXES; FATTY ACIDS THEREFROM; DETERGENTS; CANDLES
    • C11CFATTY ACIDS FROM FATS, OILS OR WAXES; CANDLES; FATS, OILS OR FATTY ACIDS BY CHEMICAL MODIFICATION OF FATS, OILS, OR FATTY ACIDS OBTAINED THEREFROM
    • C11C1/00Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids
    • C11C1/02Preparation of fatty acids from fats, fatty oils, or waxes; Refining the fatty acids from fats or fatty oils

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten aus höhermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffen Bei den bekannten Verfahren zur Oxydation von höhermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffen, wie Paraffin, Geregin, Ozokerit, paraffinhaltigen Mittelölen u. dgl., in -flüssiger Phase mit sauerstoffhaltigen Gassen erhält man bei der Aufarbeitung der Reaktionsprodukte Rohfettsäuren, die meistens einen verhältnismäßig hohen- Gehalt an petrolätherunlöslichen Stoffen, insbesondere Oxysäuren, aufweisen. Man hat zwar schon versucht, durch Änderung der Arbeitsbedingungen, z. B. durch Zugabe bestimmter Katalysatoren u. dgl., die Reaktion so zu leiten, daß diese unerwünschten Produkte nicht oder nur in geringem Maße entstehen; befriedigende Resultate konnten bis jetzt noch nicht erzielt- werden.
  • Es wurde nun gefunden, daß man hochmolekulare Fettsäuren erhält, die keine oder nur ganz geringe Mengen petrolätherunliösliche Bestandteile enthalten, wenn man die Oxydation in Gegenwart von Katalysatoren vornimmt, die aus Gemischen von Verbindungen des Mangans einerseits und der Alkali-Z, andererseits bestehen, und außerdem die sauerstoffhaltigen Gase in feiner Verteilung, wie sie etwa durch Anwendung poröser Körper von der Art der bekannten Filterkerzen oder porösen Platten aus keramischem Material oder gesintertem Metall erhalten wird, in die zu oxydierenden Kohlen-Wasserstoffe -einleitet. Die Oxydation wird hierbei bei verhältnismäßig niedrigen, nicht über :etwa 125' liegenden Temperaturen, zweckmäßig bei 9o bis r2o° und darunter, durchgeführt. Die Oxydation kommt trotz der niedrigen Reaktionstemperaturen rasch in Gang und ist in verhältnismäßig kurzer Zeit beendet.
  • Das Verfahren sei an Hand der beiliegenden Zeichnung näher beschrieben: In das zylindrische GefäßA wird das zu oxydierende Gut, in dem der Katalysator gelöst oder suspendiert ist, durch B eingefüllt. Bei C befindet sich eine poröse Platte aus keramischem Material, Glas oder gesintertem Metall, deren Porengröße z. B. 40 u beträgt und durch die das oxydierende Gas, z. B. Luft, in den zu oxydierenden Paraffinkohlenwasserstoff eingeführt wird. An Stelle einer porösen Platte können auch andere poröse Körper; z. B. Filterkerzen, verwendet werden. Die unverbrauchten Oxydationsgase entweichen durch D; sie werden zwecks Abscheidung gegebenenfalls mitgeführter dampf- oder nebelförmiger Produkte durch eine Abscheidungsvorrichtung geleitet. Durch den Umlauf B. der zur Temperaturregelung dient, zirkuliert dauernd ein Teil der zu oxydierenden Kohlenwasserstoffe. Das aus dem oberen Teil des Oxydationsgefäßes in den Umlauf einmündende Rohr F führt das nach G übergetretene Produkt wieder in den Oxydationsraum zurück.
  • Infolge der feinen Verteilung der oxydierenden Gase und des Arbeitens bei verhältnismäßig niedrigen Temperaturen ist die Reaktion mit starker Schaumbildung verbunden. Die Aufnahme des aus dem Oxydationsraum austretenden Schaumes und seine Rückverwandlung in Flüssigkeit .erfolgt in dem Ringraum G. Die Temperatur wird durch den mit Wasserdampf beschickten Mantel H geregelt.
  • Es ist bereits bekannt, einen aus Manganoxalat und Kochsalz bestehenden Katalysator bei der Oxvdation von Paraffinkohlenwasserstoffen zu verwenden. Ferner hat man schon vorgeschlagen, bei der Oxydation von Paraffinkohlenwasserstoffen die Oxydationsgase in feiner Verteilung zuzuführen. Die Kombination der bei dem vorliegenden Verfahren angewandten Maßnahmen, nämlich der Verwendung von Katalysatoren aus Mischungen von Verbindungen des Mangans einerseits und der Alkalimetalle andererseits, unter Zuführung der sauerstoffhaltigen Gase in besonders feiner Verteilung unter Einhaltung von Temperaturen unterhalb i25° ist bisher noch nicht bekanntgeworden. Gerade dieses Verfahren gestattet, bei vollständiger Oxydation der Ausgangsstoffe in guter Ausbeute besonders helle Fettsäuren zu gewinnen, die keine oder nur sehr geringe Mengen petrolätherunlösliche Bestandteile enthalten und die sich daher mit besonderem Vorteil in der Seifenfabrikation verwenden lassen. Beispiel In dem oben beschriebenen Oxydationsgefäß werden 8o kg Rohparaffin (Schmelzpunkt 5i°), dem Zoo g Manganstearat und 120 g Soda zugesetzt sind, bei i io bis 115' mittels Luft während 12 Stunden oxydiert. Es werden stündlich i 8 cbm Luft durch eine poröse Platte aus keramischem Material von unten eingeführt. Man erhält ein Produkt von sehr heller Farbe (heller als das angewandte Rohparaffin) und folgenden Kennzahlen: Säurezahl - 96, Verseifungszahl - 156. Der Gehalt an Unverseifbarem beträgt 49,50;0.
  • Der Oxysäuregehalt der aus dem Produkt durch Verseifen und Spalten der Seife mit Schwefelsäure gewonnenen hellen Rohsäure beträgt o,5%. Sie kann zwecks vollständiger Reinigung einer Destillation mit Wasserdampf unter vermindertem Druck unterworfen werden. Die destillierte Säure ist rein weiß.
  • Bei der beschriebenen Arbeitsweise ,wird eine gute Ausbeute an Oxydationsprodukt erhalten. Aus i oo Teilen Rohparaffin erhält man 103 Teile Oxydationsprodukt, bestehend aus: 51 Teilen Unverseifbarem, das nahezu restlos aus unverändertem Ausgangsmaterial besteht und als solches dem Verfahren wieder zugeführt wird, 5 Teilen wasserlöslichen Fettsäuren, 47 Teilen hochmolekularen Fettsäuren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten aus höhermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffen durch Oxydation mit sauerstoffhaltigen Gasen in der flüssigen Phase, dadurch gekennzeichnet, daß man die Oxydation bei Temperaturen unterhalb etwa i25° in Gegenwart von Katalysatoren vornimmt, die aus Gemischen von Verbindungen des Mangans einerseits und der Alkalimetalle anderer-_ seits bestehen, und die sauerstoffhaltigen Gase in .feiner Verteilung, wie sie etwa durch Anwendung poröser Körper von der Art der bekannten Filterkerzen oder porösen Platten aus keramischem Material eder gesintertem Metall erhalten wird, in die zu oxydierenden Kohlenwasserstoffe einleitet.
DEI48493D 1933-12-06 1933-12-06 Verfahren zur Herstellung von Oxydationsprodukten aus hoehermolekularen Paraffinkohlenwasserstoffen Expired DE626787C (de)

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Cited By (6)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748194C (de) * 1937-06-03 1944-10-28 Verfahren zur Gewinnung hochwertiger Seifenfettsaeuren
DE746691C (de) * 1936-10-22 1944-12-27 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Oxydationserzeugnissen aus aliphatischen oder naphthenartigen Kohlenwasserstoffen
DE879245C (de) * 1936-09-30 1953-06-11 Karl-Heinz Dr Imhausen Verfahren zur Herstellung von Fettsaeuren im Gemisch mit anderen Oxydationserzeugnissen
DE886454C (de) * 1937-09-02 1953-08-13 Karl-Heinz Dr Imhausen Verfahren zur Herstellung von Gemischen hoehermolekularer aliphatischer Carbonsaeuren
DE889892C (de) * 1937-03-26 1953-09-14 Karl-Heinz Dr Imhausen Verfahren zur Herstellung von Gemischen aliphatischer Carbonsaeuren durch Oxydation von Kohlenwasserstoffgemischen
DE1171891B (de) * 1960-05-27 1964-06-11 Kernforschung Mit Beschraenkte Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Eisenhydroxydsuspensionen

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