DE582900C - Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Kunstseide, Filmen und sonstigen Produkten aus Viscose - Google Patents

Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Kunstseide, Filmen und sonstigen Produkten aus Viscose

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DE582900C
DE582900C DEB124716D DEB0124716D DE582900C DE 582900 C DE582900 C DE 582900C DE B124716 D DEB124716 D DE B124716D DE B0124716 D DEB0124716 D DE B0124716D DE 582900 C DE582900 C DE 582900C
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/06Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from viscose
    • D01F2/08Composition of the spinning solution or the bath
    • D01F2/10Addition to the spinning solution or spinning bath of substances which exert their effect equally well in either

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Description

  • Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Kunstseide, Filmen und sonstigen Produkten aus Viscose Den aus Cellulose, ihren Athern und ihren Estern durch eine Fälloperation künstlich hergestellten Gebilden, wie Spinnfasern, Filmen usw., haften auch heute noch Nachteile an, die vor allem in der geringen Festigkeit der Fäden usw. sowie in ungenügender Weichheit und Schmiegsamkeit bestehen. Man hat vielfach, um diesen Nachteilen zu begegnen, den Spinnlösungen oder Fällbädern oder beiden Zusätze gemacht, um ein möglichst hochwertiges Fertiggut zu erreichen. So ist der Zusatz von Glycerin, Glucose und anderen Zuckerarten sowie von Gelatine, Olivenöl, rizinusölsaurem Natrium und anderen mehr zur Spinnlösung der Kupferoxydammoniakcellulvse und der Celluloseacetatlösungen schon seit längerer Zeit bekannt. Ähnliche Stoffe hat man auch den Fällbädern bei der Herstellung von Viscoseseide zugegeben. Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren, das darin besteht, daß den Spinnflüssigkeiten oder Fällhädern bei der Herstellung von Viscosesei.de bestimmte Sulfurierungsprodukte von Ölen zugesetzt werden. Der Zusatz von organischen Sulfosäuren, insbesondere auch von Türkischrotölen, ist an sich bekannt. Man hat schon Keton- und Aldehydsulfosäuren, organische Sulfosäuren und Sulfosäuren hydrierter-und substituierter Naphthaline u. dgl. den, Fällbädern zugesetzt, um den Fällungsvorgang zu beeinflussen, auch hat man den Spinnlösungen für Viseoseseide Rizinussulfonate zugesetzt. Die Erfindung beruht aber auf der Erkenntnis, daß bestimmte Sulfurierungsprodukte des Rizinusöles von ausschlaggebender Wirkung sind, nämlich die, die durch Sulfurierung von Rizinusöl oder anderen Ölen und Fetten oder Öl- und Fettsäuren bei Gegenwart organischer Säurechloride oder Säureanhy-= dride gemäß dem französischen Patent 624 425 entstehen. Diese Produkte haben nicht allein die Eigenschaften des Türkischrotöles, sondern sie unterscheiden sich vom Türkischrotöl durch einen sich in einem höheren Gehalt an gebündener Schwefelsäure ausdrückenden höheren Sulfurierungsgrad, und sie haben gegenüber dem Türkischrotöl die Eigenschaft, daß sie sowohl in Säuren wie in Laugen höherer Konzentration sich vollkommen klar lösen, während z. B. die Rizinusölseifen und naphthalinsulfosaure Salze durch Säuren bzw. Laugen aus ihren wäßrigen Lösungen ausgeschieden werden. Bei Benutzung der Sulfos,äuren, wie sie erfahrensgemäß angewendet werden, bleiben die Fällbäder bei Zusatz dieser Stoffe klar, selbst wenn z. B. als Fällsalz neben der Schwefelsäure Magnesiumsulfat oder Calciumchlorid o. dgl. verwendet werden. Dadurch, daß die zugesetzten Sulfonate in dem Fällbade nicht zersetzt werden, können sie sich in der Richtung auswirken, daß sie das Eindringen der Fällsäure in den Fasen beschleunigen und somit die Fällung schneller und gleichmäßiger gestalten. Da das Bad nicht durch Ausscheidungen irgendwie verändert wird, ist eine Verunreinigung der entstehenden Ware durch Flecken, die sonst später auf chemischem Weges entfernt werden mußten, von vornherein vermieden. Ein Kennzeichen für die in Frage kommenden hochsulfurierten Öle ist die Prüfung ihrer Säure-, Kalk- und Magnesiafestigkeit. Die Prüfungen werden am besten nach den Ergebnissezi der heute üblichen TitratIonsmethoden unter Verwendung einer Schriftprobe als Behelf zur Feststellung des Trübungsgrades durchgeführt, und zwar z. B. wie folgt 5 g des zu prüfenden sulfurierten öles mit 40 °% Fettsäuregehalt werden in 500 g destilliertem Wasser gelöst und bei Zimmertemperatur mit 2 n-Schwefelsäure versetzt, bis durch eine etwa 8,5 cm starke Flüssigkeitsschicht hindurch normale Schreibmaschinenschrift nicht mehr zu lesen ist.
  • Bei dieser Probe verbraucht ein erfahrensgem,äß zu verwendendes Sulfurierungsprodukt z. B. ¢1o CCM 2 n-Schwefels.äure, d. h. also auf i g Fettsäure gerechnet 2o,ög g Schwefelsäure. Gewöhnliches Türkischrotöl mit demselben Fettsäuregehalt ist bereits nach Zusatz von 1,7 ccm doppeltnormaler Schwefelsäure, also von nur 0,0933 g Schwefelsäure auf i g Fettsäure, völlig getrübt.
  • Die Beständigkeit auf Magnesiasalze wird geprüft durch Zusatz von io g Sulfurierungsprodukt mit q.o g Fettsäuregehalt, gelöst in io ccm destilliertem Wasser zu einem Liter Bittersalzlösung von bekanntem Gehalt. Dabei wird gewöhnliches Türkischrotöl bereits in einer i °/oigen Bittersalzlösung sofort als flockige Maggnesiumseife vollkommen ausgefällt. Die bei Gegenwart von organischen Säureanhydriden oder -chloriden gemäß dem- französischen Patent 624 425 sulfurierten Öle dagegen, wie sie für das vorliegende Verfahren verwendet werden' ergeben unter den, gleichen Verhältnissen mit einer 5o °1oigen Bittersalzlösung eine klare und auch noch nach 2¢ Stunden klar bleibende Lösung.
  • Beispiel i 30o kg abgepreßte Alkalicellulose werden mit 6ö kg Schwefelkohlenstoff sulfidiert und das Xanthogenat mit verdünnter Alkalilauge zu iooo kg gelöst. Dieser Spinnlösung setzt man dann i % eines Produktes zu, das durch Sulfonieren von iookg Rizinusöl bei Gegenwart von 3o kg Essigsäureanhydrid mittels ioo kg konzentrierter Schwefelsäure, Auswaschen und Neutralisieren hergestellt ist. Beispiel e Einem Spinnbad, das aus gesättigter Ammonsulfatlösung besteht, setzt man i % des Produktes zu, das durch Sulfonieren, von ioo kg Rizinusfettsäure bei Gegenwart von ioo kg Acetylchlorid mittels ioo kg konzentrierter Schwefelsäure, Auswaschen und Neutratisieren hergestellt ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Viscoseseide, Filmen und sonstigen Produkten aus Viscose durch Zusatz von Sulfurierungsprodukten von Ölen und Fetten zu den Spinnflüssigkeiten oder Fällbädern, gekennzeichnet durch die Verwendung von Sulfosäuren, die' durch Sulfurierung von Ölen und Fetten oder Öl-und Fettsäuren gemäß dem französischen Patent 624 425 bei Gegenwart organischer Säurechloride oder -nnhydride erhalten werden.
DEB124716D 1926-03-27 1926-03-27 Verfahren zur Verbesserung der Eigenschaften von Kunstseide, Filmen und sonstigen Produkten aus Viscose Expired DE582900C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE752623C (de) * 1941-05-25 1951-08-02 Glanzstoff Ag Verfahren zur Herstellung von hochfester Zellwolle aus Viskose

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