DE595987C - Verfahren zur Gewinnung von Produkten mit besonders hohem Emulgierungsvermoegen aus den alkalischen Raffinationsabfaellen der Mineraloele - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von Produkten mit besonders hohem Emulgierungsvermoegen aus den alkalischen Raffinationsabfaellen der Mineraloele

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DE595987C
DE595987C DES76575D DES0076575D DE595987C DE 595987 C DE595987 C DE 595987C DE S76575 D DES76575 D DE S76575D DE S0076575 D DES0076575 D DE S0076575D DE 595987 C DE595987 C DE 595987C
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products
emulsifying power
water
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mineral oils
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DES76575D
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English (en)
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Dr-Ing Milan Gelbke
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Sudfeldt & Co
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Sudfeldt & Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof
    • C07C309/01Sulfonic acids
    • C07C309/62Sulfonated fats, oils or waxes of undetermined constitution

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von Produkten mit besonders hohem Emulgierungsvermögen aus den alkalischen Raffinationsabfällen der. Mineralöle Bei der Raffination von DZineralölen oder deren Fraktionen durch Behandeln derselben mit konzentrierter .oder rauchender Schwefelsäure bilden sich bekanntlich zwei Schichten, von denen die ;ob.ere ein Gemisch von nichtsulfonierten Mineralölen mit deren Sulfons,äuren darstellt.
  • Man hat nun schon zum Zwecke feiner Trennung der nichtsulfonierten Mineralöle von deren Sulfons.äuren vorgeschlagen, aus solchen Gemischen die Sulfonsäuren mit Wasser, Alkohol, Aceton o. dgl. wasserlöslichen Lösungsmitteln auszuwaschen, erhält auf diese Weise aber nur Produkte von verhältnismäßig geringem Emulsionsvermögen, weshalb solche beispielsweise zur Herstellung von sugenannten -wasserlöslichen ölen nur unter Zuhilfenahme - von Lösungsvermittlern, wie Sprit o. dgl., Verwendung finden. können. Ebensowenig erhält man Produkte von besonders hohem Emulgierungsvermögen, wenn man in ebenfalls bekannter Weise Sulfonate, wie sie aus den obenerwähnten Produkten mit wässerigem Alkali erhalten werden, in gleicher Weise behandelt.
  • Die Erfindung gründet sich nun auf die Beobachtung, daß das Emulgierungsvermögen von Mineralölsulflons,äuren oder Mineralölsulfonaten keineswegs davon abhängt, ob diese mehr oder weniger frei von nichtsulfonierten Mineralölen sind. Es hat sich vielmehr gezeigt, daß die sich bei der Behandlung von Mineralölen mit konzentrierter oder rauchender Schwefelsäure bildenden Sulfonsäurenaus verschiedenartigen Verbindungen vonversc'hieden hohem Emulgierungsvermögen bestehen, die bei den bekannten Verfahren zur Trennung der Mineralöle von deren Sulfonsäuren oder Sulfonaten stets vergemeinschaftet gewonnen werden und in diesem Zustand nur ein geringes Emulgierungsvermögen besitzen, weil die Sulfonate mit hohem Emulgierungsvermögen in dem Maße ihre emulgierenden Eigenschaften verlieren, als sie mit Sulfonaten von schlechtem Emulgierungsvermögen vermischt sind.
  • Die Erfndung besteht nun.in einem Weg, aus Gemischen von Mineralölen und Mineralölsulfonaten, wie solche in bekannter Weise durch Extrahieren der sauren oder vorher mit wässerigen Alkalien neutralisierten Sulfonierüngsgemischen von Mineralölen mit wässerigen oder verdünnten wasserlöslichen organischen Lösungsmitteln erhalten und als Seifenöle bezeichnet werden, Produkte von derart hohem Emulgierungsvermögen herzustellen, daß 9 bis 15 Teile von solchen mit 9 i bis 85 Teilen Weißöl vermischt auf Wasserzusatz (i : 9) eine schneeweiße unbegrenzt haltbare, Mineralöl nicht ausscheidende Emulsion ergeben. Bei Verwendung von höheren Prozentsätzen des Sulfonats erhält man auf Wasserzusatz klare Lösungen, die in der Türkischrotölfärberei sowie zum Färben von Kunstseide mannigfache Verwendung finden können. Mit nach den bekannten Verfahren. erhältlichen NIineralölsulfonaten sind derartige Resultate selbst bei Anwendung von sogenannten Emulsionsüberträgern nicht zu erzielen.
  • Das neue Verfahren besteht darin, da.ß man die wie vorbeschrieben angegeben -.erhältlichen rohen Seifenöle nach erfolgter Entwässerung mit der mehrfachen Menge wasserfreien oder wasserarmen (höchstens io % Wasser enthaltenden) Acetons bei gewöhnlicher oder mäßig erhöhter Temperatur extrahiert oder unter Rückfluß auflöst und die so erhalte# nen Auszüge oder Lösungen bei gewöhnlicher oder auch unter o° liegender Temperatur bis zur völligen Klärung stehenläßt und hierauf die klare Lösung durch Destillation vöm Aceton befreit, wobei man zur Entfernung der letzten Mengen des Lösungsmittels auch im Vakuum arbeiten kann. Der Rückstand stellt dann das emulsionsbildende Mineralölsulfonat dar.
  • Das so erhaltene Mineralölsulfonat ist -ein springhartes bis weichharziges, sich klebrig anfühlendes, ,äußerst hygroskopisches Produkt von dunkelroter bis hellgelber Farbe, das die typischen Eigenschaften der organischen Kolloide aufweist. Es ist in kaltem Wasser ziemlich schwer, leichter in heißem Wasser und sehr leicht in den meisten organischen Lösungsmitteln löslich und bildet wasserunlösliche Schwermetall- und Erdalkalisalze. Es besteht, wenn man von Seifenölen ausgegangen ist, in der Hauptsache, d. h. zu etwa 6o bis 85 %, aus mineralölsulfosaurem Natrium, im übrigen aus Mineralöl und ,etwaigen Spuren von Aceton und Wasser. Von diesen Beimengungen kann das Sulfonat, wenn gewünscht, in bekannter Weise ganz oder teilweise befreit werden, indessen erübrigt sich das für die meisten Zwecke seiner technischen Verwendung, da es auch in Mischung mit etwa q.o % Mineralöl durch ein außergewöhnlich hohes Emulgierungsvermögen für Mineralöle, Fettöle und Kohlenwasserstoffe aller Art ausgezeichnet ist, wodurch @es ohne weiteres in den verschiedensten Zweigen, der Technik Anwendung finden kann. Insbesondere kann es in Mischung mit Mineralölen eine vielseitige Verwendung als Bohröl, Schmälzöl, Gerberöl, Narbenöl und Fettlicker filnden, während seine konzentrierten wässerigen Lösungen sich als Degumniierungsmittel für Rohseide, als Weichmachungsmittel für Textilfasern sowie in der Färberei bewährt haben.
  • Als Ausgangsmaterial für das vorliegende Verfahren können an Stelle der alkalischen, sich bei dem Verfahren deralkalischen Wäsche der gesäuerten Öle ergebenden Raffinationsabfäll:e, der sogenannten Seifenöle, auch die beim Ausziehen der gesäuerten öle mittels wässerigen Alkohols erhältlichen Auszüge nach vorheriger Neutralisation derselben mittels alkoholischer Natronlauge und Abdestillieren des Alkohols, d. h. gewissermaßen künstlich hergestellte Seifenöle, verwendet werden.
  • Die zur Erzielung einer guten Abtrennung der gewünschten Sulfonate von den emulsionshindernden Stoffen erforderliche Acetonmenge sowie auch deren günstigste Konzentration richtet sich nach der Zusammensetzung und damit den Eigenschaften der zu verarbeitenden Seifenöle, die je mach Herkunft der Destillate und der Raffmationsbedingungen verschieden sind. Demgemäß bewegt sich die anzuwendende Acetonmenge zwischen der 4-und iofachen Menge des Seifenöls, während die Konzentration des Acetons 9o bis ioo betragen kann. Beispiel iooo kg bei der Herstellung von Weißöl abfallendes und -entwässertes Seifenöl werden in der mehrfachen, d. h. ¢- bis i ofachen Menge wasserfreien oder wasserarmen (höchstens i o % Wasserenthaltenden) Acetons unter Rückfluß gelöst und dann bei gewöhnlicher oder zweckmäßiger unter o° gekühlter Temperatur bis zur vollständigen Klärung stehengelassen, worauf die klare Acetonlösung vom Lösungsmittel durch Destillation befreit wird. Der Rückstand stellt das Sulfonat von besonders hohem Emulgierungsvermögen dar.
  • Die verstärkte emulgierende Kraft der nach vorliegendem Verfahren .erhältlichen Sulfonate ergibt sich aus nachstehenden Vergleichsversuchen: iooo kg Mineralöldestillat vom spezifischen Gewicht 890/02o wurden mit Monohydrat und darauf mit 25 % rauchender Schwefelsäure in mehreren Stufen gesäuert und dann der Säureteer abgezogen. Ein Drittel des sauren Raffinats wurde durch Auslaugen mit wässerigem Alkohol auf Sulfonsäure verarbeitet, die in folgendem mit A bezeichnet werden soll.
  • Aus dem zweiten. Drittel wurden durch Neutralisation des wie vorstehend angegeben erhaltenen sauren Raffinats mit wässerigem Alkali und darauffolgende Extraktion mit Sprit Sulfonate gewonnen, die mit B bezeichnet werden sollen.
  • Aus dem dritten Drittel wurden Sulfonate in Form von sogenaxmtem Seifenöl nach der in der Weißölfabrikation üblichen Arbeitsweise mit wässeriger alkoholischer Natronlauge gewonnen, diese zuerst @entwässert und dann, wie im vorstehenden Beispiel angegeben, weiterbehandelt. Das so gewonnene Sulfonat soll mit C bezeichnet werden.
  • Mit den so erhaltenen Produkten A, B und C wurden folgende Versuche angestellt: i. Zoo g Produkt A wurden mit Soo g Spindelölraffinat zu :einer homogenen Lösung verrührt und mit konzentriertem Alkali neutralisiert. Das so gewonnene Gemisch ergab auf Wasserzusatz überhaupt keine, vielmehr erst unter Mitverwendung von 3 bis 5 % Sprit eine gute Emulsion.
  • 2. Derselbe wie unter i angegeben ausgeführte Versuch mit Produkt B vergab ebenfalls ein völlig negatives Resultat; nur durch einen Spritzusatz war eine Emulsion herbeizuführen.
  • 3. Derselbe wie unter i angegeben ausgeführte Versuch mit Produkt C ergab allein auf Wasserzusatz eine unbegrenzt haltbare schneeweiße Emulsion.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung von Produkten von besonders hohem Emulgierungsvermögen aus den alkalischen Raffinatioansabfällen der Mineralölindustrie durch Auslaugen mit einem wasserlöslichen Lösungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß man die zuvor entwässerten alkalischen Rafflnationsabfälle mit der mehrfachen Menge wasserfreien oder wasserarmen Acetons auslaugt, die so erhaltene Lösung durch Stehenlassen oder Kühlen völlig klärt und dann aus der klaren Lösung das Lösungsmittel abdestilliert.
DES76575D 1926-10-19 1926-10-19 Verfahren zur Gewinnung von Produkten mit besonders hohem Emulgierungsvermoegen aus den alkalischen Raffinationsabfaellen der Mineraloele Expired DE595987C (de)

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