DE616029C - Verfahren zur Herstellung von Seifen mit einem hohen Gehalt an Pineoel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Seifen mit einem hohen Gehalt an Pineoel

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DE616029C DEM117029D DEM0117029D DE616029C DE 616029 C DE616029 C DE 616029C DE M117029 D DEM117029 D DE M117029D DE M0117029 D DEM0117029 D DE M0117029D DE 616029 C DE616029 C DE 616029C
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    • C11D9/00—Compositions of detergents based essentially on soap
    • C11D9/04—Compositions of detergents based essentially on soap containing compounding ingredients other than soaps
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Seifen mit einem hohen Gehalt an Pineöl Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von Seifen u: dgl. unter Verwendung von Pineöl als Lösungsmittelzusatz =und bezweckt, durch neuartige Maßnahmen in einfacher Weise einen besonders hohen Pineölgehalt der in fester Form herzustellenden Seife zu erzielen.
  • Es ist bereits eine flüssige Pineölseife bekannt, welche insbesondere für Scheuerzwecke verwendet werden soll. Diese flüssige Pineölseife wird in der Weise hergestellt, daß zunächst eine gewöhnliche Seifenlauge erzeugt und dann dieser Seifenlauge das - Pineöl mit erheblichen Wassermengen zugesetzt wird. Das sich in Form einer Seifenlösung ergebende Enderzeugnis enthält einen verhältnismäßig geringen Prozentsatz Pineöl. Der Pineölgehalt kann auch nicht willkürlich gesteigert werden, weil sonst die Homogenität der Emulsion gestört wird. Der prozentuale Pineölgehalt der Seife könnte auch nur unbedeutend dadurch gesteigert werden, daß man die Pineölseife durch nachträgliches Abdampfen des Wassers in feste Form bringt, da hierbei eine teilweise Verflüchtigung des Pineöls nicht zu vermeiden ist. Auch kann leicht eine Entmischung der Komponenten eintreten.
  • Es sind auch schon unter Verwendung von Cyclohexanolen, mit denen das Pineöl in chemischer Hinsicht eine gewisse Ähnlichkeit besitzt, wasserfreie Seifen, sog. Hexalinseifen, hergestellt worden. Ferner hat man vorgeschlagen, schwer verseifbare Rohstoffe in Gegenwart von Cyclohexanol nach dem Vorbild der fettanalytischen Methode im technischen Großbetrieb zu verarbeiten. Hierbei soll das Cyclohexanol als Lösungs- oder Verdünnungsmittel für die zu verseifenden Rohstoffe wirken, um die letzteren in möglichst feiner Verteilung der Einwirkung des Alkalis auszusetzen. Der durch dieses Verfahren in einer festen Seife erzielte Cyclohexanolgehalt ist beschränkt und läßt sich nicht willkürlich steigern. -Auch steht der Verwendung großer Mengen von Cyclohexanol als Bestandteil der Seife der hohe Preis dieses Produktes entgegen. Schließlich ist es auch mit Schwierigkeiten verbunden, die feste Form der Seife herbeizuführen.
  • Nach der Erfindung geschieht die Herstellung einer wasserarmen Pineölseife in der Weise, daß man das Pineöl mit festem Alkalihydroxyd bei höheren Temperaturen behandeIt -und dann durch Vereinigung mit Fettsäuren oder ihren Glycerideneine feste Neutralseife herstellt. Es hat sich gezeigt, daß das Alkali, beispielsweise Ätznatron oder Ätzkali, unter Abspaltung von Wasser und unter Bildung von ungesättigten Verbindungen auf das -Pineöl chemisch einwirkt und - daß in dem entstehenden Reaktionswasser das Alkali schmilzt. Durch die dann stattfindende Neutralisation ergibt sich unmittelbar eine feste wasserarme Seife mit einem sehr hohen Pineölgebalt. Letzterer kann beispielsweise ohne Schwierigkeit auf etwa 8o Prozent und mehr gesteigert werden. Hierfür ist es wesentlich, daß das Pineöl ein billiges Abfallprodukt darstellt. Die erzielte Lösungsmittelseife kommt daher für die praktische Verwendung in einem ganz anderen Umfang in Betracht als die bekannten wasserfreien Hexalinseifen o. dgl. An Stelle des Pineöls können sogar die bei seiner. Weiterverarbeitung, beispielsweise auf°9'..P'erpineol oder Borneol, auszuscheidenden, bisher unbrauchbaren Bestandteile dem angegebenen Zweck zugeführt werden.
  • Das neue Verfahren ist in seiner Durchführung wesentlich einfacher als die bekannten Maßnahmen zur Erzielung wasserfreier Seifen. Mit Rücksicht auf die bei der Reaktion zwischen dem Alkali -und dem Pineöl sich ergebende Abspaltung von Wasser, in dem das AlkaIi schmilzt, ist es möglich, das Alkali in beliebiger Stückform dem Pineöl zuzusetzen, so daß die bisherigen Gefahren des Pulverisierens vermieden werden. Gegenüber der bekannten Cyclohexanolseife hat die Pineölseife verschiedene Vorteile. Insbesondere ist die Benetzungsfähigkeit der Pineölseife größer als die der CyclohexanoIseife. Die Pineölseife läßt sich hoch transparent herstellen. Bei Verwendung der Emulsion der Pineölseife zum Waschen von Wolle hat sich gezeigt, daß die Emulsion nicht in das Innere des Wollhaares eindringt und somit die wichtigsten inneren Fettbestandteile der Wolle ,unberührt läßt. Die Wolle bleibt infolgedessen geschmeidiger als bei Behandlung mit Cyclohexanolseife.
  • Beispiel i i oo Gewichtsteile Pineöl werden bei einer Temperatur von 8 o bis i oo° C mit 12,5 Gewichtsteilen K O H (8q.%) behandelt. Danach wird unter Zugabe von 18 bis 25 Gewichtsteilen Kokosölfettsäure neutralisiert. Das Ergebnis ist eine feste, praktisch wasserfreie Seife. Beispiel z i oo Gewichtsteile Pineöl werden mit q. Gewichtsteilen Na O H (g5 %) bei 8o bis ioo° C behandelt. Bei der nachfolgenden Neutralisation mit i 9 Gewichtsteilen Fettsäure ergibt sich eine feste wasserfreie Seife von hoher Transparenz.

Claims (1)

  1. PATnrrTANsrRTJCH Verfahren zur Herstellung von Seifen mit einem hohen Gehalt an Pineöl, dadurch gekennzeichnet, daß man Pineöl mit festem Alkalihydroxyd bei höheren Temperaturen: behandelt und dann durch Vereinigung mit Fettsäuren oder ihren Glyceriden eine feste Neutralseife herstellt.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
FR2399239A1 (fr) * 1974-10-02 1979-03-02 Vosganiantz Jean Jacques Parfums solidifies et leur procede de preparation

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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FR2399239A1 (fr) * 1974-10-02 1979-03-02 Vosganiantz Jean Jacques Parfums solidifies et leur procede de preparation

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