DE567754C - Verfahren zur Herstellung von komplexen Metallsalzen aromatischer Verbindungen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von komplexen Metallsalzen aromatischer Verbindungen

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DE567754C
DE567754C DE1930567754D DE567754DD DE567754C DE 567754 C DE567754 C DE 567754C DE 1930567754 D DE1930567754 D DE 1930567754D DE 567754D D DE567754D D DE 567754DD DE 567754 C DE567754 C DE 567754C
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DE1930567754D
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Dr Hans Schmidt
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C309/00Sulfonic acids; Halides, esters, or anhydrides thereof

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von komplexen Metallsalzen aromatischer Verbindungen Es ist bekannt, Komplexsalze von Metallenmit aromatischen o-Dioxyverbindungen, die saure salzbildende Gruppen enthalten, darzustellen. Als alkalische Stoffe sind dabei Alkalien und Stickstoffbasen verwendet «-orden.
  • Es wurde gefunden, daß man neutral lösliche Komplexsalze der Metalle auch herstellen kann, wenn man als basische Stoffe zur Salzbildung die Oxyde oder Hydroxyde des Magnesiums, Calciums oder Strontiums verwendet.
  • Zu den Komplexbildnern der gekennzeichneten Art gehören z. B. die Carbonsäuren und Sulfonsäuren des Brenzcatechins und seiner Substitutionsprodukte, wie Pyrogallol, des o-Dioxynaphthalins und dero-Dioxyanthracenverbindungen.
  • Als Metalle kommen diejenigen in Frage, deren Ordnungszahl gleich oder größer als .2 ist.
  • Zur Herstellung der neuen Produkte kann man in verschiedener Weise verfahren. -Man kann z. B. von den Magnesium-, Calcium-oder Strontiumsalzen der gekennzeichneten Komplexbildner ausgehen und diese unter X'erwendung der Hy droxvde eines der drei genannten basenbildenden Metalle oder von Alkalien oder von Stickstoffbasen mit Salzen, Oxyden oder Hvdroxv den solcher Metalle, deren Ordnungszahl gleich oder größer als 22 ist, zur Umsetzung bringen.
  • Oder man kann die Salze der aromatischen Komplexbildner mit Alkalien oder Stickstoffbasen mit dem Salz, Oxyd oder Hydroxy d eines Metalls, dessen Ordnungszahl gleich oder größer als 22 ist, umsetzen und ein Hydroxyd von Magnesium, Calcium oder Strontium oder ein Salz dieser Basen unter Zusatz von Alkali zum Neutralisieren verwenden.
  • Es ist überraschend, daß auch bei dem vorliegenden Verfahren lösliche Komplexsalze erhalten werden, die es ermöglichen, Kombinationen von arzneilich verwendeten Komplexsalzen der Metalle, deren Ordnungszahl gleich oder größer als 22 ist, mit Magnesium, Calcium und Strontium herzustellen. Ihre Zusammensetzung ist an stcchiometrische Verhältnisse nicht gebunden.
  • Die neuen Kombinationen haben Bedeutung für die therapeutische Anwendung, besonders als Injektionspräparate. Hierbei haben sich die Verfahrensprodukte vielfach geeigneter erwiesen als die entsprechenden Alkali- bzw. Aminsalze der betreffenden Metallkomplexverbindungen. In einer Reihe von Fällen haben die Produkte des Verfahrens auch ein höheres Molekulargewicht als die entsprechenden Alkali- oder Aminsalze, so daß sich vielfach von den neuen Produkten isotonische Lösungen von hoher Konzentration herstellen lassen.
  • Beispiel i Zu einer Lösung von i 8 g breilzcatechindisulfonsaurem Calcium (aus Brenzcatechindisulfonsäure und Chlorcalcium hergestellt) in 5o ccm heißem Wasser werden 8 g feuchte Antimonoxydpaste hinzugegeben. Unter fortgesetztem Kochen wird Kalkmilch bis zur neutralen Reaktion hinzugefügt. Man kocht noch kurze Zeit weiter, filtriert vom überschüssigen Antimonoxyd ab, engt das Filtrat ein und fällt durch Einrühren in Methylalkohol das gebildete antimonlItbrenzcatechindisulfonsaure Calcium aus. Man erhält ein farbloses Pulver, das sich leicht und mit neutraler Reaktion in Wasser löst. Die w *isserige Lösung gibt mit verdünnter Salzsäure oder verdünnter Natronlauge keine Fällung. Die gewebsisotonische Lösung des Präparats zeigt eine erheblich höhere Konzentration- als diejenige des entsprechenden V atriunisalzes, was die Herstellung konzentrierter Injektionslösungen ermöglicht. Beispiel e Man verfährt wie in Beispiel i., nur verwendet man zum Neutralisieren verdünnte ',; atronlauge. Man erhält das antimonlllbrenzcatecliindisulfonsaure Calciumnatriüm mit gleichen Eigenschaften, aber mit niedrigerem Calciumgehalt als bei dem Produkt nach Beispiel i. Beispiel 3 Eine heiße Lösung von 33 g brenzcatechindisulfonsaurem Natrium in Wasser wird mit 16 g feuchter Antimonoxydpaste versetzt und unter fortgesetztem Kochen mit Kalkmilch neutralisiert. Nach kurzem Kochen filtriert man vom überschüssigen Antimonoxyd ab, engt das Filtrat ein und fällt durch Einrühren in 2#letliylall:oliol das antimonIII-brenzcatechindisulfonsaure Calciumnatrium aus. Man erhält ein Pulver von ähnlichen Eigenschaften wie in 'den Beispielen i und 2, aber niedrigerem Calciumgehalt. mit verdünnter Salzsäure oder verdünnter Natronlauge keine Fällung. Die Lösung reagiert sauer; durch Zugeben von z. B. verdünnter Natronlauge oder von Diäthylamin oder von Kalkmilch bis zum \ eutralpunkt wird eine neutrale Lösung hergestellt.
  • Man kann die Neutralisation auch vor dem Ausfällen vornehmen und erhält dann ein Produkt, das sich unmittelbar mit neutraler Reaktion in Wasser löst. Gewebsisotonische Lösungen haben eine erheblich höhere Konzentration als diejenigen des entsprechenden atriumsalzes. Beispiel Zu einer Lösung von 18 g brenzcatechindisulfonsaurem Calciurn (hergestellt wie in Beispiel i) in 5o ccm heißem Wasser werden .4,3 g Kupferchlorid hinzugefügt. Man versetzt mit Kalkmilch bis zum neutralen Punkt, filtriert und fällt das gebildete kupferbrenzcatechindisulfonsaure Calcium durch Einrühren in Alkohol aus. Nach dem Abtrennen und Trocknen erhält man ein blau gefärbtes Pulver, das sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser löst. Verdünnte :N atronlauge bewirkt keine Ausfällung. Mit Oxalsäure kann man den Calciumgehalt, mit Schwefelwasserstoff den Kupfergehalt nachweisen. Beispiel 6 Aus einer Lösung von 24,5 g Kupfersulfat in Wasser wird mit überschüssiger verdünnter Natronlauge Kupferhydroxyd ausgefällt. Man saugt ab und wäscht mit Wasser gründlich aus. Die erhaltene Paste rührt man mit wenig Wasser an und trägt 8o g calciumbrenzcatechindisulfonsaures Calciumnatrium (hergestellt nach dem Verfahren des Patents 549 207) unter Rühren ein. Nach kurzem Rühren erhält man eine klare Lösung. aus der man das gebildete Komplexsalz z. B. in der Weise ausfällen kann, daß man mit Methylalkohol verdünnt und dann in Alkohol einrührt. Man erhält das kupfercalciumbrenzcatechindisulfonsaure C alciumnatrium als ein dunkelgrünes Pulver, das leicht in Wasser löslich ist. Beispiel Zu einer Lösung von 36 g brenzcatechindisulfonsaurem Calcium (hergestellt wie in Beispiel i) in 5o ccm Wasser wird Wismuthvdroxydpaste, aus 25 g Wismutnitrat frisch hergestellt, hinzugefügt. Das Hydroxyd löst sich auf. Man engt die Lösung ein und fällt durch Einrühren in Methvlalkohol das wismutbrenzcatechindisulfonsaure Calcium aus. Man erhält ein gelbes Pulver, das sich leicht in Wasser löst. Die wässerige Lösung gibt Beispiel ? Eine wie in Beispiel 6 aus 2,4g Kupfersulfat hergestellte Kupferhy droxvdpaste wird mit wenig Wasser angerührt. 66 g br enzcatechindisulfonsaures Natrium werden hinzugefügt. Danach wird mit Kalkmilch neutralisiert. Man filtriert und fällt durch Einrühren in Alkohol, dem man Methylalkohol zugesetzt hat, das gebildete Komplexsalz aus. Man erhält nach dem Abtrennen und Trocknen ein grünes Pulver, das sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser löst. Calciuin und Kupfer 1:;@riiieii xie in Beispiel 5 nachgewiesen werden.
  • Wiihrend bei den nach Beispiel 5 und 6 erlialtenen Kupfercalciumkomplexsalzen die gewebsisotonische Lösung eine höhere Konzentration zeigt als bei dem entsprechenden :\ atriunisalz, ist bei dem Produkt nach dem vorliegenden Beispiel kein wesentlicher Unterschied vorbanden.
  • Zu Kupfercalciunil:omplexsalzen kann nian z. B. noch gelangen, wenn inan auf brenzcatechindisulfonsaures -Natrium und Kupferchlorid Kalkmilch oder Chlorcalcium und Natronlauge einwirken läßt. Beispiel 8 24 g calciunibrenzcatecliindisulfonsaures Calciumnatriuin, gewonnen nach dem Verfahren des Patents 549 207, werden mit zoo ccin Wasser und 6,3 g Bleioxyd in einer Flasche geschüttelt. Nach kurzem Schütteln ist Lösung eingetreten. Man fällt dann das gebildete Komplexsalz durch Einrühren in Jletlivlalkoliol aus und erhält nach dein Abtrennen und Trocknen ein weißes Pulver, das leicht finit nahezu neutraler Reaktion in Wasser löslich ist. Mit Schwefelwasserstoff läßt sich der Bleigehalt, mit Oxalsäure das Calciuin nachweisen. Beispiel () 85g brenzcatechindisulfonsaures Natrium «-erden finit z 3o ccin Wasser auf dein Wasserbad erwärmt und unter häufigem Schütteln a11111' 5o g frisch hergestellte Antimon-« eingetragen. Die s 'itirel)aste (etwa 50'1,i9) . III erhaltene Lösung wird nach dein Erkalten finit 2 n-Iiallzmilcli neutralisiert. Man filtriert und fällt das gebildete Komplexsalz durch Zufügen von llethvlallzoliol und Äthylalkohol aus. Nach dein Abtrennen und Trocknen erhält inan das antinionv'-calciumbrenzcatecliindisulfonsaure Natrium als ein weißgraues Pulver, das leicht mit neutraler Reaktion in Wasser löslich ist. Beispiel l0 i 58g hyrogalloldisulfonsaures N atriuni «-erden finit @,oo ccin Wasser auf dem Wasserbad erw:irmt und yo g frisch hergestellte Antinionsii.urepaste (etwa 5o°/oig) unter häufigem Schütteln eingetragen. Die erhaltene Lösung wird nach dem Erkalten mit 2 n-Kalkinilch neutralisiert, filtriert und durch Metlivlalkoliol und Ätlivlallcoliol ausgefällt.
  • acli dem Abtrennen und Trocknen erhält nian (las antiinon v--p@yrogalloldisulfonsaure Calciumnatrium als ein weißgraues Pulver, (las leicht finit neutraler Reaktion in Wasser löslich ist. Beispiel 1i Zu einer Lösung von 33 g brenzcatechindisulfonsaurem Natrium in Wasser wird eine Lösung von i i g Zinnclilorür in wenig Wasser und unter Schütteln Magnesiumoxed bis zu neutralen bzw. schwach alkalischen yReaktion hinzugefügt. Man schüttelt kurze Zeit, filtriert vom Ungelösten ab und fällt durch Zugeben von Methyl- und Äthylalkohol die gebildete Verbindung aus. Man saugt ab, w iischt mit go°/oigein Alkohol chlorfrei und erhält - gegebenenfalls nach nochmaligem Umläsen aus Wasser-Methylalkohol-Äthvlalkohol und Trocknen. im Exsiccator - das zinnbrenzcatechindisulfonsaure Magnesiumnatrium als ein schwach gefärbtes Pulver, (las sich leicht mit nahezu neutraler Reaktion in Wasser löst.
  • In analoger Weise kann z. B. das kupferbrenzcat(chindisulfonsaure Magnesiumnatrium hergestellt werden. Beispiel 12 33g brenzcatechindisulfonsaures Natrium «-erden mit 7 5 ccm Wasser übergossen und 8,5g kristallisiertes Kupferchlorid hinzugegeben. Dazu fügt man eine, wässerige Suspension von frisch gefälltem Strontiumlivdroxyd, bis eine verdünnte Probe der Lösung neutral reagiert. Man filtriert und fällt durch Einrühren in 1Iethylalkohol die gebildete Verbindung aus. \ ach dem Waschen mit go°/oigem Methylalkohol und Trocknen erhält man das kupferbrenzcatechindisulfonsaure Strontiumnatrium als grünes Pulver, das :ich beim leichten Erwärmen mit nahezu neutraler Reaktion in Wasser löst. Bei Zusatz von verdünnter \ atronlauge oder Salzsäure bleibt die Lösung klar. Zusatz von Oxalsä ure bewirkt die Abscheidung von o@xalsaurem Strontiuni. Beispiel 13 13 g 2, 3-dioxy naphthalin-6-sulfonsaures Kalium «-erden mit 35 ccm Wasser übergossen. Dazu werden eine Auflösung von .4,5g kristallisiertem Eisenchlorid in 1o ccni Wasser und 2 n-Kalkmilch hinzugefügt, bis eine verdünnteProbe der Lösung nach einigem Schütteln neutral bleibt. Man filtriert vom Ungelösten ab, engt das Filtrat ein und fällt durch Einrühren in Alkohol aus. Nach dem Abtrennen und Trocknen erhält man das eisendioxynaphthalinsulfonsaure C alciumkalium als ein dunkelrotes Pulver, das sich leicht mit nahezu neutraler Reaktion in Wasser löst. Beispiel 14 9 g Brenzcatechin-o-carbonsiiure werden niit 5o ccin Wasser übergossen und 549 kristallisiertes Eisenchlorid, in io ccm Wasser gelöst, hinzugefügt. Man gibt 2 n-Kalkmilch hinzu, bis nach einigem Schütteln eine Probe, mit Wasser verdünnt, neutral ist. Dann wird abfiltriert und das Filtrat durch Einrühren in 96°loigen Alkohol ausgefällt.
  • ach dem Abtrennen und Trocknen erhält man das eisenbrenzcatechin-o-carbonsaure Calcium als ein dunkelviolettes Pulver, das sich leicht mit nahezu neutraler Reaktion in Wasser löst. Beispiel 15 4o g calciumbrenzcatechindisulfonsaures Calciumnatrium - gewonnen nach dem Verfahren des Patents 549 2o7 - werden mit 125 ccm Wasser und 4 g Zinkoxyd gekocht, bis Lösung eingetreten ist, was nach kurzer "Zeit der Fall ist. Man filtriert und fällt durch Einrühren in Methylalkohol die gebildete Verbindung aus. Nach dem Abtrennen und Trocknen erhält man das zinkbrenzca.techindisulfonsaure Calciumnatrium als ein weißes Pulver, das leicht mit neutraler Reaktion in Wasser löslich ist. Beispiel 16 Zu einer Lösung von4og calciumbrenzcatechindisulfonsaurem Calciumnatrium - gewonnen nach dem Verfahren des Patents 549 207 - in 125 ccm Wasser «-erden 24 g Kobaltchlorür hinzugefügt und 5 n-.Tatronlauge zugegeben, bis eine stark verdünnte Probe neutral reagiert. Man filtriert und fällt durch Einrühren in Methylalkohol die gebildete Verbindung aus. Nach dem Abtrennen und Trocknen erhält man das kobaltbrenzcatechindisulfonsaure Calciumnatrium als ein bläulichrotes Pulver, das sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser löst. Bei Anwendung dieser Mengenverhältnisse wird ein Komplexsalz erhalten, das etwa i Grammatom Kobalt auf i Mol Komplexbildner enthält. Bei Abänderung der Mengenverhältnisse kann man z. B. auch das Verhältnis i :2 herstellen. Beispiel 17 Zu einer Lösung von 8o g calciumbrenzcatechindisulfonsaurem Calciumnatrium - gewonnen nach dem Verfahren des Patents 549 2o7 - in 25o ccm Wasser werden i 6, 5 g kristallisiertes Kupferchlorid hinzugefügt und unter Rühren 5n-Natronlauge hinzugegeben, bis eine verdünnte Probe der Lösung neutral ist (etwa 37 ccm). Man filtriert und fällt durch Einrühren in Alkohol die gebildete Verbindung aus. Man saugt ab. wäscht mit 9o °loigem Alkohol die chlornatriumhaltige Mutterlauge aus und trocknet an der Luft. Man erhält das kupferbrenzcatechindisulfonsaure Calciumnatrium als ein grünes, mit neutraler Reaktion in Wasser lösliches Pulver. Auf Zusatz von Oxalsäure zu der Lösung wird oxalsaures Calcium ausgefällt.
  • Beispiel 18 78 g calciumbrenzcatechindisulfonsaures Calciumnatrium - hergestellt nach dem Verfahren des Patents 5492o7 - werden auf dem Wasserbad gelöst. Unter fortgesetztem Erwärmen und Umschütteln wird eine wässerige Suspension von Wismuthydroxyd eingetragen, die man aus 31 g Wismutnitrat frisch hergestellt hat. Das Wismuthydroxyd löst sich auf. Man filtriert, fällt die gebildete Verbindung durch Einrühren in Methylalkohol aus und erhält nach dem Abtrennen und Trocknen das wismutcalciumbrenzcatechindisulfonsaure Calciumnatrium als ein farbloses Pulver, das sich leicht in Wasser löst. Die wässerige Lösung bleibt auf Zusatz von verdünnter Salzsäure oder verdünnter Natronlauge klar. Oxalsäure fällt oxalsaures Calcium, Schwefelwasserstoff Wismutsulfid aus. Beispiel i9 8o g calciumbrenzcatechindisulfonsaures Calciumnatrium - hergestellt nach dem Verfahren des Patents 549 2,07 - werden mit i2o ccm Wasser erwärmt. Dazu wird eine Lösung von 23 g Antimontrichlorid in 30 ccm Methylalkohol gegeben. Man fügt unter Rühren 5 n-N atronlauge hinzu, bis die Lösung neutral reagiert, filtriert und fällt durch Einrühren in Äthylalkohol dasi gebildeteKomplexsalz aus. Nach dem Waschen, zweckmäßig mit go°loigem Äthylalkohol, undTrocknen erhält man das antimoncalciumbrenz_-catechindisulfonsaure Calciumnatrium als ein farbloses, leicht in Wasser lösliches Pulver. Die Lösung bleibt auf den Zusatz von verdünnter Natronlauge oder verdünnter Salzsäure klar. Oxalsäure fällt oxalsaures Calcium, Schwefelwasserstoff nach dem Ansäuern Antimonsulfid aus.
  • Neutralisiert man anstatt mit Natronlauge mit Kalkmilch, erhält man ein Produkt mit analogen Eigenschaften, aber höherem Calciumgehalt. Gewebsisotonische Lösungen der so . erhältlichen Calciumantimonkomplexsalze haben eine höhere Konzentration an Antimon als die Lösungen des entsprechenden N atriumantimonkomplexsalzes.
  • Zu Calciumantimonkomplexsalzen kann man z. B, auch gelangen, wenn man statt von dem obengenannten fertigen Ausgangsmaterial unmittelbar von der bei der Herstelhing dieses Produktes anfallenden Lösung ausgeht. Man kann auch brenzcatechindisulfonsaures Natrium, C alciunichlorid und Antiniontrichlorid zugleich aufeinander einwirken lassen und durch Zusatz von Calciunihvdroxvd bis zur etwa neutralen Reaktion das neutral lösliche antimoncalciumbrenzcatecliindisulfonsaure Calciumnatrium herstellen. Beispiel 2o Eine Lösung von 18g brenzcatecliindisulfonsaurem Calcium in wenig Wasser wird mit frisch gefälltem Strontiumhvdroxyd ileutralisiert. \ acli einigem Stehen wird filtriert und aus dein Filtrat das gebildete Komplexsalz durch Alkohol ausgefällt. Nach dem Abtrennen und Trocknen erhält man das strontiumbrenzcatechindisulfonsaure Calcium als ein farbloses, leicht und neutral in Wasser lösliches Pulver. Die wässerige Lösung bleibt auf "Zusatz von verdünnter Salzsäure oder verdünnter Natronlauge klar. Strontium läßt sich z. B. durch die rote l# laminenfärbung nachweisen. Beispiel 21 4o g calciuinbrenzcatechindisulfonsaures Calciumnatrium - hergestellt nach dem Verfahren des Patents 549 2o; - «-erden in ioo ccin Wasser in der Wärme gelöst, eine wässerige Lösung von 2o g Thoriumchlorid wird hinzugefügt und mit verdünnter N atronlauge neutralisiert. -Man filtriert und fällt aus dem Filtrat durch Alkohol das gebildete Komplexsalz aus. Nach dem Abtrennen und Trocknen erhält man das thoriumbrenzcatecliindisulfonsaure Calciiimnatrium als ein schwach gefärbtes Pulver, das sich leicht finit neutraler Reaktion in Wasser löst. Beispiel 22, .Man löst 186 g brenzcatechindisulfonsaures Natrium in 400 ccm Wasser und fügt in der Wärme eine aus 1.16 g Wismutnitrat frisch hergestellte Suspension von Wismuthydroxyd allmählich in dem Maße zu, wie sie sich auflöst. Man engt die Lösung auf etwa 3;o ccin ein, neutralisiert mit 2 n-Kalkmilch, filtriert und fällt das gebildete Produkt durch Einrühren in Methylalkohol aus. Nach dem Abtrennen und Trocknen erhält man das « isinutcalciunibrenzcatecliindisulfonsaure. N atrituu als ein schwach gefärbtes Pulver, <las sich leicht mit neutraler Reaktion in Wasser löst. Auf Zusatz von verdünnter Salzsäure oder verdünnter Natronlauge bleibt die Lösung klar. Schwefelwasserstoff fällt Schwefelwismut aus. Eine etwa io°loige Lösung ist blutisotonisch.
  • Zu Wismutcalciumkomplexsalzen kann man z. B. auch gelangen, indem man zu einer Lösung von brenzcatechindisulfonsaurem Natrium Wismutchlorid, in Aceton gelöst, hinzufügt und, gegebenenfalls unter Zusatz von C alciumchlorid, . Kalkmilch bis zur nahezu neutralen Reaktion hinzugibt. Das gebildete Komplexsalz wird wie oben angegeben abgetrennt.
  • In ähnlicher Weise kann man z. B. calciumbrenzcatechindisulfonsaures Calciumnatrium mit Wismutchlorid und Alkalilauge oder Kalkmilch oder mit Wismuthydroxyd umsetzen. Beispiel :23 Zu einer Lösung von 66 g brenzcatecliindisulfonsaur em Natrium und 23 g C alciumchlorid in 2.4o ccm Wasser wird eine Lösung von 23 g Antimonchlorid in Zlethylallzohol und Kalkmilch bis zur etwa neutralen Reaktion hinzugefügt. Das gebildete Komplexsalz wird durch Einrühren in Alkohol ausgefällt.
  • Das so erhaltene antiinoncalciumbrenzcatecliindisulfonsaure Calciumnatrium enthält weniger Calcium als das nach Beispiel i9 erhältliche. Der Calciumgehalt läßt sich noch weiter herabsetzen, wenn man den Zusatz von Clilorcalcium bei der obigen Umsetzung unterläßt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von komplexen Metallsalzen aromatischer Verbindungen, dadurch gekennzeichnet, daß man bei der an sich bekannten Herstellung neutral löslicher Komplexsalze aus solchen aromatischen o-Dioxvverbindungen, die saure, salzbildende Substituenten enthalten, und Metallen, deren Ordnungszahl gleich oder größer als 22 ist, Oxyde oder Hvdroxvde des Magnesiums, Calciums oder Strontiums als basische Stoffe verwendet.
DE1930567754D 1930-06-04 1930-06-04 Verfahren zur Herstellung von komplexen Metallsalzen aromatischer Verbindungen Expired DE567754C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2514186A (en) * 1945-10-22 1950-07-04 Firestone Tire & Rubber Co Antimony phenol sulfides

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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US2514186A (en) * 1945-10-22 1950-07-04 Firestone Tire & Rubber Co Antimony phenol sulfides

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