DE396864C - Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen aromatischer Stibinsaeuren - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen aromatischer Stibinsaeuren

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/90Antimony compounds

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  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen aromatischer Stibinsäuren. Es wurde gefunden, daß die organischen Stibinsäuren sich mit Salzen, Oxyden oder Hydroxyden von Metallen zu Verbindungen vereinigen lassen, in denen die zugesetzten anorganischen Stoffe die gewöhnlichen analytischen Reaktionen nicht mehr oder nur teilweise geben, also komplex gebunden sind. Diese Komplexverbindungen lassen sich durch einfaches Vereinigen bzw. Digerieren von Lösungen der Komponenten herstellen und auch meistens, z. B. mit Alkalien, in lösliche Salze überführen.
  • Sie finden therapeutische Verwendung. Beispiel z.
  • 36g p-acetylaminophenylstibinsaures Natrium werden in i 50o ccm Wasser gelöst und dazu unter Rühren 6o ccm einer 1/Z n-Silbernitratlösung zugefügt. Die Lösung bleibt klar. Man fügt zoo ccm 2 n-Natronlauge hinzu. Nach kurzem Stehen wird durch Ansäuern mit verdünnter Salpetersäure ein Niederschlag ausgefällt, abgesaugt und gewaschen. Es ist die komplexe Silberverbindung der p-Acetylaminophenylstibinsäure, im Filtrat sind höchstens Spuren von Silber nachweisbar. Das Produkt ist leichtlöslich in verdünnter Natronlauge, es läßt sich ein lösliches Natriumsalz herstellen. Die verdünnte Lösung gibt mit Kochsalzlösung keine Fällung von Chlorsilber, wohl aber mit Schwefelammonium schwarzes Schwefelsilber.
  • Es lassen sich auch andere Wege einschlagen: So z. B, wird frisch gefälltes Silberoxyd von einer alkalischen Lösung der genannten Stibinsäure glatt gelöst. Man kann auch Produkte herstellen mit anderem Silbergehalt. Man erhält eine Silberkomplexverbindung z. B. auch, wenn man Silbernitrat und p-acetylaminophenylstibinsaures Natrium in methylalkoholischer Lösung vereinigt und dann mit Äther fällt.
  • Beispiel 2.
  • 6 g p-acetylaminophenylstibinsaures Natrium werden in 35 ccm Methylalkohol gelöst, 0,95 g Quecksilberchlorid in methylalkoholischer Lösung zugefügt, dann 7 ccm n-Natronlauge, wobei eine Fällung eintritt. Durch Zufügen von Äther wird diese Fällung vervollständigt, dann abgesaugt und mit Äther gewaschen. Man erhält ein in Wasser mit nahezu neutraler Reaktion lösliches Pulver; überschüssige Natronlauge fällt kein Quecksilberoxyd aus. Beispiel 3.
  • log p-acetylaminophenylstibinsaures Natrium werden in 125 ccm Methylalkohol gelöst und eine Lösung von 24 g Antimontrichlorid in 3o ccm Methylalkohol hinzugefügt. Man läßt längere Zeit stehen, zuletzt unter Kühlung, wobei eine reichliche Abscheidung eintritt, diese wird alsdann abgesaugt und mit Methylalkohol gewaschen. Sie löst sich leicht in Natronlauge auf, es läßt sich aus ihr ein lösliches Komplexsalz der p-Acetylaminophenylstibinsäure.mit Antimonoxyd herstellen, Beispiel 4.
  • 34 g phenylstibinsaures Natrium werden in 5oo ccm Wasser gelöst und unter Rühren eine Lösung von io g Ferrosulfat in Zoo ccm Wasser zugegeben. Man rührt noch kurze Zeit, saugt ab und wäscht. Irrach dem Trocknen und Zerkleinern erhält man ein Pulver, das sich leicht in stark verdünnter Natronlauge klar auflöst. Erst durch Zusatz von Schwefelammonium kann man den Gehalt an Eisen nachweisen. Ebenso kann man z. B. eine in Alkalien lösliche Komplexverbindung des dreiwertigen Eisens herstellen.
  • Beispiel 5.
  • 33 g p-acetylaminophenylstibinsaures Natrium werden in 1200 ccm Wasser gelöst und g g Kupfersulfat in go ccm Wasser gelöst, unter Rühren zugefügt. Man gibt dann 35 ccm 2 n-Natronlauge hinzu und bald danach 85 ccm n-Schwefelsäure. Man saugt ab und wäscht. Das nach dem Trocknen und Verreiben erhaltene Pulver löst sich leicht in verdünnten Alkalien. Man kann ein lösliches Natriumsalz herstellen. In der alkalischen Lösung kann man mit wenig Schwefelammonium das Kupfer nachweisen.
  • Beispiel 6.
  • 8,7 g p-benzolsulfonamidophenylstibinsaures Natrium werden in ioo ccm Methylalkohol gelöst, dann eine methylalkoholische Lösung von 0,74 g Silbernitrat zugefügt und gerührt. Etwa 3.5 ccm 2 n-Natronlauge müssen noch nachgegeben werden. Dann wird Äther zugefügt und abgesaugt. Das erhaltene Produkt löst sich klar in Wasser auf und enthält das Silber in komplexer Bindung.
  • In ähnlicher Weise wie in den vorstehenden Leispielen beschrieben lassen sich auch Komplexverbindungen einerseits von anderen aromatischen Stibinsäuren, anderersei'.s mit anderen Salzen, Oxyden oder Hydroxyden von Metallen herstellen.
  • Hasenbäumer hat bereits die von ihm hergestellte vermeintliche Phenylstibinsäure in Form ihres Ammonsalzes mit Kupfersulfat gefällt. Ob hierbei ein Komplexsalz wie bei vorstehendem Beispiel entsteht, ist nicht aufgeklärt.

Claims (1)

  1. P ATRNT-Ax SPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Komplexverbindungen aromatischer Stibinsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man die Stibinsäure als solche oder in Form ihrer Salze mit Salzen, Hydroxyden oder Oxyden von Metallen zur Umsetzung bringt unter Ausschluß der gegenseitigen Einwirkung von phenylstibinsaurem Ammoniak und Kupfersalzen.
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