DE443339C - Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Huminsaeurederivate - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Huminsaeurederivate

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DE443339C
DE443339C DEB109125D DEB0109125D DE443339C DE 443339 C DE443339 C DE 443339C DE B109125 D DEB109125 D DE B109125D DE B0109125 D DEB0109125 D DE B0109125D DE 443339 C DE443339 C DE 443339C
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08HDERIVATIVES OF NATURAL MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08H99/00Subject matter not provided for in other groups of this subclass, e.g. flours, kernels

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Description

  • Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher Huminsäurederivate. Bekanntlich sind die einen wesentlichen Bestandteil aller Huminstoffe bildenden, in Alkalien löslichen sogenannten Huminsäuren in Wasser unlöslich. Es wurde nun gefunden, daß man zu wasserlöslichen freien Säuren oder ihren wasserlöslichen Derivaten gelangen kann, wenn man die Huminsäuren oder ihre Alkalisalze mit schwefliger Säure oder ihren Salzen in Gegenwart oder Abwesenheit von Aldehyden und mit Halogenen behandelt.
  • Zwecks Sulfitierung kann man die Ausgangsstoffe mit schwefliger Säure oder neutralen oder sauren Sulfiten behandeln. Die Produkte können durch Einwirkung von Chlor oder von Chlor entwickelnden Mitteln halogeniert werden. Die Reaktionen können bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck ausgeführt werden.
  • Beispiel i.
  • Fein gepulverte Braunkohle wird mit so viel Alkalilauge oder Ammoniak behandelt, um die Huminsäuren in Lösung zu bringen. Eine Menge dieser Lösung, entsprechend i oo Gewichtsteilen Huminsäure, wird mit etwa i oo Gewichtsteilen einer 38prozentigen Natriumbisulfitlösung einige Stunden mit Rückflußkühlung gekocht, Die Lösung, die sich äußerlich nicht wesentlich verändert, gibt beim An=-säuern keine oder nur eine geringe Fällung eines ebenfalls wasserlöslichen Produktes. Die Reaktion kann in analoger Weise mit einem neutralen Sulfit oder schwefliger Säure auch im geschlossenen Gefäß evtl. unter Druck ausgeführt werden und führt zu ähnlichen Produkten. Diese wässerigen, dunkelbraun gefärbten Lösungen fällen Gelatine und verwandeln tierische Haut in Leder. Die Schwermetallsalze sind wasserunlöslich. Durch Verdampfen des Wassers können die Produkte auch als braunes, in Wasser lösliches Pulver erhalten werden.
  • Beispiel e.
  • ioo Gewichtsteile Huminsäuren in Form ihrer Alkalisalze werden mit 5o Gewichtsteilen Natriumsulfit wasserfrei und' ioo Teilen Wasser unter Zusatz von ioo Teilen Formaldehyd 3oprozentig mit Rückflußkühler erhitzt. Bereits nach einer Stunde ist der Geruch nach Formaldehyd verschwunden und ein auch nach dem Ansäuern wasserlösliches Produkt entstanden. Man kann in. analoger Weise auch ein saures Sulfit und einen anderen Aldehyd gegebenenfalls im geschlossenen Gefäß und unter Druck zur Reaktion bringen. Die so erhaltenen Produkte sind amorph, von dunkelbrauner Farbe, und die Lösungen verwandeln tierische Haut in Leder. Beispiel 3.
  • In eine Lösung der nach einem in den vorhergehenden Beispielen , beschriebenen wasserlöslichen Huminsäurederivate wird Chlor eingeleitet. Nach einiger Zeit beginnt bereits ein gelbbrauner bis rotbrauner Körper auszufallen, und nach wenigen Stunden ist das ganze Produkt umgewandelt. Es wird abgesaugt und mit Kochsalzlösung gewaschen. Das so erhaltene Produkt reagiert schwach sauer, ist amorph, löst sich leicht in warmem Wasser, in kaltem etwas schwerer. In Alkohol und Pyridin ist es leicht löslich, gegen in Eisessig schwer und in Äther, Benzol und Chloroform praktisch unlöslich.
  • Mit Salzen der alkalischen Erden und. den Schwermetallen wird die Lösung gefällt. Gelatinelösung wird stark gefällt und tierische Haut. in Leder verwandelt. Beispiel q.. Rohhumus in Form von Torf oder Moor wird unter Erwärmen mit so viel Sodalösung behandelt, bis die sauren Bestandteile in Lösung übergegangen sind. Auf ioo Gewichtsteile der gelösten Huminsäure werden etwa 3o Gewichtsteile Natriumsulfit oder die entsprechende Menge Bisulfit zugesetzt und die Reaktionsmasse im geschlossenen Gefäß einige `Stunden auf i oo° erwärmt.
  • Durch Einleiten von schwefliger Säure in die fertige Reaktionsmasse werden die Huminsäuren ausgefällt und durch Waschen mit Kochsalzlösung von der überschüssigen Säure befreit.
  • Die zurückgewonnene Natriurnsulfit- bzw. Bisulfitlösung kann für den nächsten Ansatz Verwendung finden.
  • Die Eigenschaften der erhaltenen wasserlöslichen Huminsäure entsprechen den nach Beispiel i und z erhaltenen Produkten.
  • Die Behandlung der Huminsäuren, wie sie in den Beispielen i bis q. angegeben ist, kann auch in anderer Reihenfolge vorgenommen werden, und man gelangt hierdurch zu Körpern gleicher Art.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung wasserlöslicher Huminsäurederivate, dadurch gekennzeichnet, daß man Hum;risäuren oder ihre Alkalisalze in Gegenwart oder Abwesenheit von Aldehyden bei gewöhnlichem oder erhöhtem Druck mit schwefliger Säure, neutralen oder sauren Sulfiten und gegebenenfalls mit Chlor oder Chlor entwickelnden Mitteln behandelt.
DEB109125D 1923-03-29 1923-03-29 Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Huminsaeurederivate Expired DE443339C (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3903773A1 (de) * 1988-02-11 1989-09-14 Nat Energy Council Eine mischung mit bakteriozider oder bakteriostatischer aktivitaet

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