DE438459C - Verfahren zur Gewinnung von technisch chromfreier sowie vollkommen chromfreier Gelatine und Leim - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung von technisch chromfreier sowie vollkommen chromfreier Gelatine und Leim

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DE438459C
DE438459C DEE30204D DEE0030204D DE438459C DE 438459 C DE438459 C DE 438459C DE E30204 D DEE30204 D DE E30204D DE E0030204 D DEE0030204 D DE E0030204D DE 438459 C DE438459 C DE 438459C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H1/00Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue
    • C09H1/04Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue of hides, hoofs, or leather scrap

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description

  • Verfahren zur Gewinnung von technisch chromfreier sowie vollkommen chromfreier Gelatine und Leim. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von technisch chromfreier sowie vollkommen chromfreier Gelatine und Leim aus chromgarem Leder bzw. dessen Abfällen. Wie sich gezeigt hat, ist es möglich, das Chromleder, dessen Abfälle u. dgl. ohne besondere Vorbereitung direkt in schwach alkalischer Lösung auf Leim zu verkochen, ohne zuvor das Chrom ganz oder teilweise in Lösung zu bringen oder zu entfernen, also recht betrachtet, nicht, wie bisher gewöhnlich, das Leder zu entchromen, sondern e"s zu entleimen und so die sonst übliche Vorbereitungsbehandlung, welche die völlige oder teilweise Entchromung des Leders zum Ziel hat, zu ersparen. Wichtig ist für das neue Verfahren aber, daß die gewöhnliche Siedetemperatur nicht überschritten wird, wenn die Qualität des Leims durch die V erkochung nicht erheblichen Schaden erleiden soll. Bei Anwendung höherer Temperaturen von etwa iio bis iao ° C nimmt die Gelatinierfähigkeit des Leims sehr stark ab, derart, daß bei so hoher Temperatur verkochte Leimbrühen vielfach überhaupt nicht zum Erstarren zu bringen sind. Durch Zusatz geringer Mengen von Phosphatsalzen zu der schwach alkalischen Kochbrühe wird dabei das Inlösunggehen des Chroms vollständig oder nahezu vollständig verhindert, so daß man technisch chromfreie bzw. vollkommen chromfreie Gelatine oder Leim nach diesem Verfahren erhalten kann: Man hat bereits vorgeschlagen, Chromleder unmittelbar auf Leim zu verkochen, und zwar unter Zusatz von Calciumphosphat oder gemahlenen Knochen. Dabei soll aber die Verkochung bei erhöhten Temperaturen von iio bis i2o ° stattfinden, also bei solchen Temperaturen, die eine Schädigung des Leims bzw. der Gelatine zur Folge haben, und zwar auch dann, wenn das Verkochen in Gegenwart von Phosphaten stattfindet. Auch soll nach dem bekannten Vorschlage die Verkochung mittels der Phosphatsalze ohne Zusatz von freiem Alkali erfolgen. Beim Fehlen eines solchen Zusatzes wird aber trotz Gegenwart der Calciumphosphate die Leimsubstanz vom Chrom zurückgehalten und geht daher nicht in Lösung. Glatt durchführbar wird das Verfahren gemäß der Erfindung erst, wenn außer den Phosphaten noch freies Alkali zugegen ist.
  • Bei Anwendung des Verfahrens gemäß vorliegender Erfindung verkocht man das Ausgangsmaterial, z. B. Chromfalzspäne, ohne besondere Vorbehandlung direkt bei einem Alkaligehalt von o,oz bis 0,05 unter Zugabe geringer Mengen von Phosphatsalzen. Der Alkalitätsgrad ist dabei dahin zu verstehen, daß er die Anzahl Kubikzentimeter einer 1)l, normalen Salzsäure angibt, die zur Neutralisation von i cbcm der Kochbrühe nötig ist. Als Phosphatsalz kommen zweckmäßig wasserlösliche Phosphate in Anwendung, und zwar in Mengen von o,i bis i Prozent (berechnet auf das Gewicht des Ausgangsmaterials).
  • Betriebsversuche haben ergeben, daß der Zusatz derartig geringer Mengen löslicher Phosphate die Lösung des Chroms bei der direkten Verkochung der Chromlederabfälle u. dgl. verhindert und so bei der schwach alkalischen Verkochung die Lederabfälle o. dgl. vollkommen entleimt werden. Die erhaltene Leimlauge ist völlig chromfrei und gallertfähig. Sie wird in der üblichen Weise eingedampft und der Leim in der bekannten Weise getrocknet. Man erhält einen sehr hellen, durchsichtigen Leim.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRLCFi: `erfahren zur Herstellung von technisch chromfreier sowie vollkommen chromfreier Gelatine und Leim aus chromgarem Leder bzw. dessen Abfällen, dadurch gekennzeichnet, daß chromgares Leder bzw. Chromfalzspäne ohne besondere Vorbereitung bei der gewöhnlichen Siedetemperatur direkt schwach alkalisch, zweckmäßig in Gegenwart geringer Mengen von leicht löslichen Phosphatsalzen (etwa = Prozent oder weniger), verkocht werden.
DEE30204D 1924-01-12 1924-01-12 Verfahren zur Gewinnung von technisch chromfreier sowie vollkommen chromfreier Gelatine und Leim Expired DE438459C (de)

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