DE554647C - Verfahren zum Ersatz von Aminogruppen oder Alkylaminogruppen in Anthrachinonderivaten durch Sauerstoff oder Oxygruppen - Google Patents

Verfahren zum Ersatz von Aminogruppen oder Alkylaminogruppen in Anthrachinonderivaten durch Sauerstoff oder Oxygruppen

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DE554647C
DE554647C DE1930554647D DE554647DD DE554647C DE 554647 C DE554647 C DE 554647C DE 1930554647 D DE1930554647 D DE 1930554647D DE 554647D D DE554647D D DE 554647DD DE 554647 C DE554647 C DE 554647C
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Dr Kurt Bamberger
Dr Robert-Emanuel Schmidt
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  • Verfahren zum Ersatz von Aminogruppen oder Alkylaminogruppen in Anthrachinonderivaten durch Sauerstoff oder Oxygruppen Behandelt man i - 4-Diaminoanthrachinon in konzentrierter Schwefelsäure mit einem geeigneten Oxydationsmittel, z. B. mit Braunstein, in einer solchen Menge, daß auf i Mol Dieser Körper, der in konzentrierter Schwefelsäure beständig ist, ist dadurch charakterisiert, daß er durch Reduktion, z. B. wenn man die schwefelsaure Lösung vorsichtig in Wasser gießt, das mit einem Reduktionsmittel, wie schweflige Säure oder Zinnchlorür, versetzt ist, in i - 4-Diaminoanthr#achino-n zurückverwandelt wird. I - 4-Diaminoanthrachinon i Atom Sauerstoff verfügbar ist, so erhält man das I - 4-Diiminoanthrachinon Gießt man aber die Schwefelsäurelösung des I - 4-Düminoanthrachinons in reines Wasser, so entsteht im ersten Moment eine wenig gefärbte Lösung, aus der sich sehr rasch ein lehmgelber Niederschlag von Chinizarinchinon abscheidet Gibt man jetzt etwas schweflige Säure hin-zu, so verwandelt sich das lehmgelbe Chinizarinchinon durch Reduktion sofort in rotes Chinizarin. Letzteres entsteht auch durch Selbstreduktion, wenn man die erhaltene Suspension von Chinizarinchinon einige Zeit stehenläßt oder leicht erwärmt (vgl. D im -roth und S chultze, Annalen 411, 346).
  • Es wurde nun gefunden, daß, wenn man Man kann dabei so verfahren, daß man die bei der Oxydation von i - 4-Diaminoanthrachinon in konzentrierter Schwefelsäure erbältlicbe Lösung von i - 4-Diiminoanthrachinon mit Wasser auf die erforderliche Schwefelsäurekonzentration verdünnt, oder daß man i - 4-Diaxninoanthr,achinon von vornherein in Schwefelsäure von der betreffenden Stärke oxydiert.
  • Zwischen der Konzentration der Schwefelsäure und der Temperatur, bei welcher sich der Ersatz einer =: NH-Gruppe durch =-- 0 vollzieht, bestehen gewisse Beziehungen derart, daß bei einer stärkeren Schwefelsäure, etwa So bis 85 %, eine höhere Temperatur erforderlich ist als bei schwächeren Säuren. Die Grenzen der Konzentration der Schwefelsäure nach oben und nach unten sind dadurch gegeben, daß i - 4-Diiminoanthraebinon in einer Schwefelsäure von go % und darüber auch bei Wasserbadte#mperatur beständi- ist; während bei einer Konzentration unter 5o 0/, bereits die Bildung von Chinizarinchinon bzw. Chinizarin beginnt. Man hat es mithin in der Hand, durch Wahl der Säurekonzentration und der Temperatur die Reaktion so zu leiten, daß nur eine == NH-Gruppe durch = 0 ersetzt wird und man so 1 - 4-Oximinoanthrachinon bzw. i - 4-Aminooxyanthrachinon in recht guter Ausbeute und großer Reinheit erhält.
  • Auch hier ist eine Selbstreduktion des i -4-Oximinoanthrachinons zu 1 -4-Am-inooxyanthrachinon möglich, indem man z. B. die Lösung des ersteren in Schwefelsäure von 70 bis 8o 1 ' 1, auf go bis ioo' C erwarmt. Hierbei bildet sich, ähnlich wie bei der Selbstreduktion von Chinizarinchinon zum Chinizarin, etwas Phthalsäure, was einen gewissen Ausbeuteverlust an i - 4-Aminooxyanthrachinon zur Folge hat.
  • Das Verfahren ist auch anwendbar auf die Kernsubstitutionsprodukte des 1 - 4-Diaminoauf das i - 4-Diiminoanthrachinon nicht Wasser bzw. verdünnte Schwefelsäure, sondern eine Schwefelsäure von 5o bis 85 0/, H2 S 04-Gehalt einwirken läßt, nur eine ==-- NH-Gruppe durch = 0 ersetzt wird und man so das i - 4-Oximincranthrachinon erhält, welches durch Reduktion in das technisch wertvolle i - 4-Aminooxyanthrachinon übergeht: anthriachinons, ferner auf I - 4 - 5-Tri- und I - 4 - 5 - 8-Tetraminoanthrachinon, die ebenfalls noch anderweitig substituiert sein können. Endlich ist es auch anwendbar auf Diaminodioxyanthrachinone, wie z. B. p-Diaminoanthrarufin, p-Diaminochrysazin und deren Sulfonsäuren.
  • Behandelt man I - 4 - 5 - 8-Tetraminoanthrachinon in konzentrierter Schwefelsäure mit i Mol wirksamen Braunsteins, so erhält man das i - 4-Diirnino-5 - 8-diaminoanthrachinon welches mit dem i - 4-Diiminoanthrachinon große Ähnlichkeit hat und wie dieses in konzentrierter Schwefelsäure recht beständig ist. Behandelt man es mit wasserhaltiger Schwefelsäure, so kann man-, je nach den Bedingungen, nacheinander eine, zwei, drei und schließlich alle vier = NH- bzw. NH,-Gruppen durch == 0 bzw. OH ersetzen.
  • Man erhält so mit einer Schwefelsäure von 8o "/" bei kurzer und gelinder Einwirkung das I-OxY-4 - 5 - 8-triaminoanthrachinon, mit der gleichen Schwefelsäure bei etwas längerer Einwirkung und bei höherer Temperatur ein Gemisch vonetwa gleichen Teilen, i - 4-Dioxy-5 - 8-diaminoanthrachinon und i - 5-DiOxv 4 - 8-dia,minoanthrachinon (p-Diaminoanthrarufin). Mit einer Schwefelsäure von 621/, 0/0 H.SO, erhält man ausschließlich I - 4 - 5-Trioxy-8-aminoanthrachinon; mit verdünnter Schwefelsäure endlich erhält man I - 4 - 5 - 8-Tetraoxyanthrachinon. In allen Fällen entstehen zunächst die chinoiden Formen der betreffenden Körper, welche durch Reduktion (mittels eines Reduktionstnittels oder durch Selbstreduktion) in die Aminooxyverbindungen bzw. in das Tetraoxyanthrachinon übergeführt werden.
  • Wie die Aminoderivate selbst verhalten Beispiel i 2,38 Gewichtsteile 1 - 4-Diaminoanthrachinon werden in 5o Gewichtsteilen Schwefelsäure von 96 "/, gelöst. Hinzu gibt man unter Rühren eine Arischlämmung von i, 16 Teilen fein verteiltem synthetischem Braunstein von 75 0/, Mii 0.-Gehalt in :2o Teilen Schwefelsäure von 96 0/" indem man die Temperatur auf 15 bis 20' C hält. Hierbei geht die farblose Schwefelsäurelösung des i - 4-Diaminoantlirachitions in die blutrote Lösung des i - -1-Diiminoaiithrachinens über. Wenn aller Braunstein aufgebraucht ist, läßt man unter Umrühren 33 Gewichtsteile Wasser einlaufen, indem man durch Kühlung Sorge trägt, daß die Temperatur 4o' C nicht überschreitet. Die Schwefelsäure ist jetzt 65prozentig. Man erwärmt nun auf 45 bis 5o' C, bis eine in Wasser. das schweflige Säure enthält, gegebene Probe bei der Untersuchung ergibt, daß alles I - 4-Diiminoanthrachinon umgewandelt ist, was nach ganz kurzer Zeit der Fall ist. Man gießt dann das Ganze sofort in i ooo Gewichtsteile Wasser, dem vorher 5 Gewichtsteile Natriumbistilfit zugesetzt waren, kocht auf und filtriert nach dem Erkalten das kristallinisch abgeschiedene i -4-Aminooxyaiithrachinon ab.
  • Beispiel 2 2,38 Gewichtsteile I - 4-Diaminoantlirachinon werden in 6o Teilen Schwefelsäure von 65 '/, eingetragen und gegebenenfalls unter leichter Erwärmung so lange gerührt, bis ein cs - r ",leichrnäßi,e weißer Brei, bestehend aus i - 4-Diaminoanthracliinonsulfat, entstanden ist. Man gibt dann bei einer Temperatur von sich deren -J\-Monoalkvlsubstitutionsprodulite. So erhält man beispielsweise aus dem i - 4-Di-(methylamina)-anthrachinon nach der Arbeitsweise von Beispiel i und.2 das i-Oxv-4-methylaminoanthracliinon nach folgendem Schema: 15 bis 2o' C eine Anschlämmung von 1,16 Teilen synthetischem Braunstein von 75 % Mii 0.-Gehalt in 15 Teilen Schwefelsäure von #5 0/, unter gutem Rühren portionsweise hinzu. Die Masse wird zunächst sehr dick und nimmt eine intensiv braunschwarze Farbe an, herrührend von einer intermediär gebildeten chinhydronartigen Verbindung aus i - 4-Diaminoanthrachinon und r - 4-Diiminoanthrachinon. Dann wird die Masse dünnflüssiger, und schließlich erhält man eine blutrote Lösung von i - 4-Diiminoanthrachinon. Man erwärmt dann wie in Beispiel I auf 45 bis 50' C, bis die Umwandlung in I - 4-Oximinoanthrachinon nach kurzer Zeit beendet ist, und arbeitet dann sofort auf, wie in Beispiel i angegeben ist.
  • Arbeitet man in diesen Beispielen mit stärkerer Säure, z. B. 7o bis 8o 0/, IT. S 0,-G-ehalt, so erfolgt die Umwandlung des i - 4-Diiminoanthrachinons in i - 4-Aminooxyanthrachinon bei etwas höherer Temperatur, etwa 6o bis 7o' C.
  • Man kann selbstverständlich, statt bei niedriger Temperatur zu oxydieren und dann zu erwärmen, von vornherein bei der zur Umwandlung nötigen erhöhten Temperatur oxy dieren und so das nachträgliche Erwärmen ersparen.
  • In ganz ähnlicher Weise erhält man aus i-4-Diamin0-2-3-dichloranthrachinon das r-Amino--t-GXV-2 - 3-dichloranthrachinoii und aus 1 - 4-Diarnino-5-nitroanthrachinon ein 5-Nitro-p-aminooxvanthrachinon.
  • Beispiel 3 6115 Gewichtsteile i - 4-Diamino- 2 - 3-dichloranthrachinon werden in go Gewichtsteilen Schwefelsäure von go 0/, gelöst und bei etwa 20' C mit einer Suspension vonS Gewichtsteilen svnthetischein Braunstein von 85 '/" in 6o Gewichtsteilen Schwefelsäure von go 0/, oxydiert, bis eine Probe in Wasser nunmehr einen weißlichen Niederschlag gibt. Die Lösung, welche das I - 4-Diimino-2- - 3-dichloranthrachinon enthält, wird nunmehr unter Kühlung mit 25o Gewichtsteilen Schwefelsäure von 65 0/, verdünnt. Darauf wird auf :25' C erwärmt, und man läßt bei dieser Temperatur so lange stehen, bis eine in mit schwefliger Säure versetztes Wasser ge- gossene, erwärmte und abfiltrierte, in Bor-, schwefelsäure gelöste und erwärmte Probe im Spektrum keine Spur i -,#-Diamino-2 - 3-dichloranthrachinon mehr erkennen läßt. Dieses ist nach etwa 5 Minuten der Fall. Alsdann wird die Schmelze in 2 ooo Gewichtsteile Wasser eingegossen, das mit 5 Teilen Natriumbisulfit versetzt war, aufgekocht und, wie üblich, isoliert. Aus dem Rohprodukt, das ein schon sehr reines i - 4.#-Aminoc>xy-2 - 3-dichloranthrachinon ist, erhält man durch Auflösen in reichlich Chlorbenzol, Abfiltrieren bei etwa 8o' C und sofortiges Verdünnen des Filtrates mit dem gleichen Volumen Methan01 5,1 Gewichtsteile (= 83 "/o der Theorie) vorzüglich kristallisiertes reines 1 - 4-Amino-Oxv-2 - 3-dichloranthrachinon. Beispiel 4 2,68Gewichtsteilei -4- 5 - 8-Tetraminoanthr.-tchinon werden in 6o Gewichtsteilen Schwefelsäure von 96 0/, gelöst und mit i, 16 Gewichtsteilen synthetischem Braunstein von 75 0/0 Mn 02-Gehalt, angeschlämmt in 2o Teilen Schwefelsäure von 96 '/" bei 5 bis io' C oxydiert. Hierbei geht die farblose Schwefelsäurelösung des Tetraminoanthrachinons in die blutrote Farbe der Lösung des i - 4-Diimino-5 - 8-diaminoanthrachinons über. In die Schmelze läßt man jetzt unter Rühren 6o Teile Schwefelsäure von 70 0/, so einlaufen, daß die Temperatur nicht über 25' C steigt. Die Mischung hat dann einen Schwefelsäuregehalt von 85 04- Man erwärmt nun vorsichtig auf 55 bis 6o' C, bis die Schmelze selbst eine schieferblaue Färbung angenominen hat und eine in Schwefelsäure von 960/" gelöste Probe eine violette Lösung ergibt. Man gießt dann sofort in 3 ooo Gewichtsteile Wasser, dem 5 Teile Natriumbisulfit zu- gesetzt waren, kocht auf, läßt erkalten und filtriert den dunkelvioletten Niederschlag von i-Ox3r-4-5-8-triamino#anthrachinon ab. Durch Lösen in konzentrierter Schwefelsäure und vorsichtiges Versetzen mit Wasser kann man die ganz reine Verbindung als schön kristallisiertes Sulfat erhalten. Das freie i-Oxy-4 - 5 - 8-triaminoanthrachinc)n löst sich in Pyridin mit rein grünblauer Farbe. Die Lösung in konzentrierter Schwefelsäure ist schwach gelb gefärbt. Setzt man Borsäure hinzu und erwärmt im Wasserbad, so erhält man eine intensiv violette Lösung, die ein ausgezeichnetes und durchaus charakteristisches Spektrum zeigt. Beispiel 5 Man oxydiert 2,68 Gewichtsteile I - 4 - 5 Tetraminoanthrachinon, wie in Beispiel 4 angegeben, und vermischt die Oxydationsschmelze mit 125 Gewichtsteilen Schwefelsäure von 70 0/" so daß die Mischung einen Gehalt von 8o 0/#, H, S 04 hat. Man erwärmt dann auf 70' C und löst von 5 zu 5 Minuten eine Probe in konzentrierter Schwefelsäure. Wenn diese Lösung eine schöne reinblaue Farbe angenommen hat, die sich bei weiterem Erhitzen nicht mehr ändert, gießt man die Schmelze in 3 ooo Gewichtsteile Wasser, dem vorher 5 Teile Natriumbisulfit zugesetzt waren, kocht auf, läßt erkalten und filtriert ab. Der so erhaltene, zum Teil makrokristallinische Niederschlag besteht aus einem Gemisch von i - 5-DiOxv-4 - 8-diaminoanthrachinon (p-Diaminoanth;arufin) und i - 4-Dioxy 5-8-diaminoanthrachinon (5-8-Diaminochinizarin). Die beiden Körper lassen sich ausgezeichnet trennen durch Lösen in konzentrierter Schwefelsäure und fraktioniertes Ab- scheiden der schön kristallisierten Sulfate durch Wasser. Das Sulfat des p-Diaminoanthrarufins ist ganz erheblich schwerer löslich als dasjenige des 5 - 8-Diaminochinizarins und scheidet sich mithin zuerst ab. Das aus dem Sulfat durch Wasser in Freiheit gesetzte 5 - 8-Diaininochinizarin läßt sich durch Lösen in Pyridin und Versetzen der Lösung mit Methanol schön kristallisiert erhalten. In konzentrierter Schwefelsäure löst es sich kirschrot, auf Zusatz von Borsäure wird die Lösung schön blaurot und gibt nun ein ausgezeichnetes Spektrum, das von dernjenigen des p-Diaminoanthrarufins ganz verschieden ist. Beispiel 6 Vermischt man eine nach Beispie14 aus 2,68Gewichtsteileni-4-5-8-Tetraminoanthrachinon erhaltene Oxydationsschmelze mit 2oo Gewichtsteilen Schwefelsäure von 50'/#, so daß die Mischung 63 % H2 S 04 enthält, und erwärmt nun auf 7o bis 8o' C, so erhält man das I - 4 - 5-Trioxy-8-aininoanthrachinon. Das Ende der Reaktion erkennt man daran, daß eine in mit schwefliger Säure versetztes Wasser gegossene, abfiltrierte und in Borsch-wefelsäure gelöste Probe in Farbe und Spektrum mit dem Aminotrioxyanthrachinon übereinstimmt. Die Aufarbeitung geschieht wie in Beispiel -i. Beispiel 7 2,7o Gewichtsteile p-Diaminoanthrarufin werden in 6o Teilen Schwefelsäure von 96 0/0 gelöst und unter Rühren bei 15 bis 2o' C mit einer Anschlämmung von 1,16 Gewichtsteilen svnthetischem Braunstein von 75 0/, Mn 0.,-dehalt versetzt. in Die 2o Teilen gelbe Schwefelsäurelösung Schwefelsäure von 96#/0 des p-Diaminoanthrarufins geht dabei in die intensiv kornblumenblaue Lösung des einseitigen Chinonimins über. Vermischt man die Oxydationslösung mit 2oo Teilen Schwefelsäure von 5o'/, und erwärmt auf 7o bis So' C, so erhält man glatt das i - 4 - 5-Trioxy-8-atninoanthrachinon bzw. dessen chinoide Form. Im übrigen ist die Arbeitsweise die gleiche wie die des Beispiels 6.
  • Ähnlich wie das p-Diaminoanthrarufin verhalten sich das p-Diaminochrysazin sowie die Sulfosäuren dieser Verbindungen.
  • Der in obigen Beispielen verwendete Braunstein kann selbstverständlich auch Der chemische Vorgang bei der Bildung des I - 4 - 5-Trioxy-8-aniinoanthrachinons wird durch folgendes Schema ausgedrücktdurch natürlichen feinst vertnahlenen Braunstein oder durch andere geeignete Oxydationsmittel, wie z. B. Bleisuperoxyd, ersetzt werden. Statt der zur Reduktion benutzten schwefligen Säure kann man auch andere Reduktionsmittel, wie z. B. Zinnchlorür, verwenden.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE. i. Verfahren, um in unsubstituierten oder kernsubstitnierten Di- und Polyaininoanthrachinonen, welche mindestens zwei Aminogruppen oder eine Amino- und eine HydrGxylgruppe in Parastellung zueinander enthalten, oder in den entsprechenden am Stickstoff monoalkylierten Derivaten die Aminogruppen bzw. die Alkylaminogruppen stufenweise durch Sauerstoff bzw. durch Hydroxyl zu ersetzen, dadurch gekennzeichnet, daß man die genannten Verbindungen durch Oxydation in konzentrierter Schwefelsäure in ihre chinoiden Derivate überführt, letztere mit wasserhaltiger Schwefelsäure von 85 bis 5o0/" H.S 0,-Gehalt behandelt und die dabei entstehenden neuen chinoiden Verbindungen gegebenenfalls reduziert.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, darin bestehend, daß man die Oxydation der dort verwendeten Verbindungen statt in konzentrierter Schwefelsäure unmittelbar in solcher von 85 bis 5o 0/, H. S 0,-Gehalt ausführt.
DE1930554647D 1930-10-21 1930-10-21 Verfahren zum Ersatz von Aminogruppen oder Alkylaminogruppen in Anthrachinonderivaten durch Sauerstoff oder Oxygruppen Expired DE554647C (de)

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