DE633522C - Verfahren zur Darstellung von indigoiden Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von indigoiden Kuepenfarbstoffen

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DE633522C
DE633522C DE1930633522D DE633522DD DE633522C DE 633522 C DE633522 C DE 633522C DE 1930633522 D DE1930633522 D DE 1930633522D DE 633522D D DE633522D D DE 633522DD DE 633522 C DE633522 C DE 633522C
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DE1930633522D
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English (en)
Inventor
Dr Rudolf Brune
Dr Alfred Hagenboecker
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM
29. JULI 1936
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 22 e GRUPPE Toi
22 el 5. jo Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: p. Juli
I. G. Farbenindustrie Akt.-Ges. in Frankfurt a. M.*)
Verfahren zur Darstellung von indigoiden Küpenfarbstoffen
Zusatz zum Patent 623 713 **)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Februar 1930 ab Das Hauptpatent hat angefangen am 17. Juli 19128.
In den Patentschriften 623713 und fj3° 391 ist es beschrieben, Druckpasten, die indigoide Farbstoffe enthalten, noch geringe Mengen von Schwermetallsalzen zuzusetzen. Es wurde nun gefunden, daß der Zusatz der Schwermetallverbindungen vorteilhaft schon während der Fabrikation des Farbstoffes vorgenommen werden kann. Es ist dabei naturgemäß Sorge dafür zu tragen, daß die zugesetzte Schwermetallverbindung während der gegebenenfalls nachfolgenden Operationen der Farbstoffherstellung nicht wieder aus dem Farbstoff herausgewaschen wird, sondern in ihm enthalten bleibt. Die Schwermetallverbindungen verteilen sich, gegebenenfalls in einer durch den Fabrikationsprozeß bedingten veränderten Form, in den Präparaten äußerst fein und durchdringen die Farbstoffkristalle gleichmäßig.
Die auf diesem Wege dargestellten Farbstoffpräparate zeigen gegenüber denen, die ohne Metallsalzzusätze dargestellt sind, folgende Vorteile: Die Reduktion zur Leukoverbindung geht bedeutend schneller, auch ziehen diese Farbstoffe schneller aus der Färbeflotte auf. Die Leukoverbindungen kristallisieren erst bei tieferen Temperaturen aus der Flotte aus. Hierdurch kann die Flotte kälter gehalten werden. Verwendet man die Farbstoffe in der Zeugdruckerei, so zeigen sie beim Hydrosulfit- und Formaldehydsulfoxylatverfahren ein erheblich besseres Fixationsvermögen, und die Nuancen sind voller als bei solchen Farbstoffen, die ohne Zusatz von Metallsalzen dargestellt werden. Das vorliegende Verfahren bringt bei allen indigoiden Farbstoffen einen technischen Effekt mit sich, der jedoch je nach der Reaktionsfähigkeit, der Löslichkeit und den sonstigen Eigenschaften der verschiedenen Farbstoffe in gewissen Grenzen schwankt.
Es sind Verfahren bekannt, bei denen Oxythionaphthencarbonsäuren bzw. Oxythionaphthene durch Oxydation mittels Metallsalzlösungen in die entsprechenden thioindigoiden Farbstoffe übergeführt werden. Die auf die Oxydation nachfolgenden Verfahrensstufen werden dort jedoch derartig ausgeführt, daß die Metallverbindungen aus dem Farbstoff wieder entfernt werden.
*) Von dem Patentsucher sind als die Erfinder angegeben worden:
Dr. Alfred Hagetiböcker und Dr. Rudolf Brune in Prankfurt a. M.-Höchst. '*) Früheres Zusatzpatent 630 391
Beispiele
ι. Eine'in bekannter Weise dargestellte^ * Alkalischmelze von ioo· GewichtstjäP13* 5 -Äthoxyphenyl -1 - thioglykol -2- carbonsäiig amid, die die 6-Äthoxy-3-oxythionaph 2-carbonsäure enthält, wird in 8ooo Gewichts teilen Wasser gelöst und filtriert. Diese geklärte Lösung wird mit einer Lösung von
ίο ι bis io Gewichtsteilen Eisensulfat in 5 bis io Gewichtsteilen Wasser versetzt. Die stark alkalische Lösung wird zum Sieden erhitzt. Hierbei geht das Eisenvitriol in ■ Eisenhydroxydul .bzw. Eisenoxydul über.
Zu der siedenden Lösung gibt man dann 30 Gewichtsteile Schwefel und kocht so lange, bis die Farbstoffbildung zu Ende ist. Der Farbstoff wird dann abfiltriert, gut ausgewaschen und entweder durch Trocknen auf Pulver oder durch Anteigen mit Wasser auf Teig verarbeitet. Statt Eisenvitriol kann auch irgendeine andere Eisenverbindung genommen werden. · -
2. 100 Gewichtsteile 4-Methyl-6-chlor-3-oxythionaphthen werden mit 80 Gewichtsteilen Schwefel, 200 Gewichtsteilen Alkohol und ι bis 10 Gewichtsteilen Kupfersulfat in S bis 50 Gewichtsteilen Wasser angerührt. Dann wird mit Wasser auf 3000 Gewichtsteile eingestellt und auf 600C erhitzt. Es werden nun 200 Gewichtsteile Natronlauge von 40° Be zugegeben. Die Temperatur wird nun zum Sieden gebracht, und es wird so lange nacherhitzt, bis die Farbstoffbildung beendet ist. Dann wird filtriert, ausgewaschen, und die Preßkuchen werden entweder getrocknet oder zu wäßriger Paste verarbeitet. Statt Kupfersulfät kann auch irgendeine andere Kupferverbindung genommen werden.
3. 30 Gewichtsteile 6-Äthoxy-3-oxythionaphthen werden mit 600 Gewichtsteilen Wasser, 1,5 Gewichtsteilen Eisensulfat (Fe S O4 ·7 H2 O) und 27 Gewichtsteilen Schwefel angerührt. Dann werden 35 Gewichtsteile Natronlauge von 40 ° Be zugesetzt. Es wird nun zum Sieden erhitzt und so lange pchend gehalten, bis die Farbstoffbildung det ist. Dann wird abfiltriert und mit lern Wasser nachgewaschen. Der Färb-
wird dann mit 500 Gewichtsteilen ■asser und 40 Gewichtsteilen Schwefelnatrium angerührt, gekocht, wieder abfiltriert und ausgewaschen. Die so erhaltene Paste wird unter Zusatz von Wasser auf den gewünschten Prozentgehalt eingestellt. Statt Eisensulfat kann auch irgendeine andere Eisenverbindung genommen werden.
4. 30 Gewichtsteile ö-Chlor^-methyl-S-oxythionaphthen, 600 Gewichtsteile Wasser, ι ,2Gewichtsteile Nickelsulf at (Ni · S O4- 7 H2O) und 27 Gewichtsteile Schwefel werden zusammen verrührt. Dann werden 35 Gewich tsteile Natronlauge von 40 ° Be zugesetzt. Es wird nun zum Sieden erhitzt 6g und so lange kochend gehalten, bis die Farbstoffbildung beendet ist. Dann wird abfiltriert und mit. heißem Wasser nachgewaschen. Der Farbstoff wird dann mit 500 Gewichtsteilen Wasser und 40 Gewichtsteilen Schwefelnatrium angerührt, gekocht, wieder abfiltriert und ausgewaschen. Die so erhaltene Paste wird unter Zusatz von Wasser auf den gewünschten Prozentgehalt eingestellt.

Claims (1)

  1. Patentanspruch :
    Ausbildung des Gegenstandes des Patents 623 713, dadurch gekennzeichnet, daß zur Darstellung von indigoiden Küpenfarbstoffen Schwermetallverbindungen iii einer Phase des an sich bekannten Herstellungsverfahrens dem Reaktionsgemisch zugesetzt und die gegebenenfalls nachfolgenden Operationen des Herstellungsprozesses derart geführt werden, daß die zugesetzte Schwermetallverbindung in dem Endfarbstoff enthalten ist.
DE1930633522D 1930-02-23 1930-02-23 Verfahren zur Darstellung von indigoiden Kuepenfarbstoffen Expired DE633522C (de)

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