DE232986C - - Google Patents

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DE232986C
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carboxylic acid
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/30Indoles; Hydrogenated indoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D209/32Oxygen atoms
    • C07D209/36Oxygen atoms in position 3, e.g. adrenochrome

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 232986 KLASSE XIp. GRUPPE
Dr. FRANZ MICHEL in LUXEMBURG.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. August 1909 ab.
Bei der Darstellung von Indoxylcarbonsäure bzw. Indoxyl durch Verschmelzen von Phenylglycin-o-carbonsäure mit Ätzalkalien wurde bisher so verfahren, daß man entweder die trockenen Salze der Phenylglycin-o-carbonsäure mit überschüssigem ' Alkalihydroxyd in möglichst wasserfreiem Zustande durch Zusammenmahlen in der Kälte innig mischte und dann auf die erforderliche Reaktionstemperatur brachte oder die freie Phenylglycin-o-carbonsäure bzw. ihre Alkalisalze mit überschüssiger Alkalilauge bei Gegenwart von Wasser mischte und hierauf bis zur Beendigung der Ringschließung im Vakuum erhitzte.
Das zuletzt erwähnte Verfahren ermöglicht in einfacher Weise eine innige Durchmischung der Phenylglycin-o-carbonsäure mit dem Kondensationsmittel und liefert Indoxylverbindungen in einer Ausbeute von über 90 Prozent der Theorie.
Es wurde nun gefunden, daß man, und zwar ohne Anwendung eines Vakuums, nahezu quantitative Ausbeuten an Indoxylcarbonsäure bzw. Indoxyl erhalten kann, wenn man die Phenylglycin-o-carbonsäure oder deren Alkalisalze mit einer so kleinen Alkalimenge, daß diese das Gewicht der Phenylglycin-o-carbonsäure oder ihrer Alkalisalze nicht oder nicht wesentlich überschreitet, unter gleichzeitigem Zusatz von festem Paraffin als indifferentem Verdünnungsmittel verschmilzt. #
Der Zusatz von Paraffin zur Schmelze ist notwendig, da andernfalls, wie Vergleichsversuche ergeben haben, bei der hohen Reaktionstemperatur (bis zu 300 °) eine zu heftige Einwirkung des Alkalihydroxyds auf die Phenylglycino-carbonsäure stattfindet und unter teilweiser Verkohlung der Schmelze nur geringe Indoxylausbeuten erhalten werden.
Gegenüber den oben erwähnten bekannten Verfahren wird somit durch das vorliegende Verfahren infolge der Ersparnis an Alkali bei der Schmelze und die noch höheren Ausbeuten an Indoxylverbindungen ein erheblicher gewerblicher Fortschritt erzielt.
Beispiel.
10 Teile phenylglycin-o-carbonsaures Natrium werden in einer Lösung von 7 bis höchstens 10 Teilen Natriumhydroxyd in etwa der zwei- bis vierfachen Menge Wasser aufgelöst und die Lösung zur staubigen Trockne verdampft. Man pulverisiert das Salzgemisch möglichst gut und trägt das Pulver allmählich in auf etwa 270 bis 300 ° erhitztes festes Paraffin (etwa 8 bis 14 Teile) unter tüchtigem Umrühren ein. Unter starkem Schäumen entweicht Wasserdampf, und nach weiterem Erhitzen tritt allmählich Reaktion ein, wobei sich bei etwa 250 bis 280° Indoxylverbindungen bilden und sich an der stark gelben Färbung der Schmelze das Ende der Reaktion zu erkennen gibt.
Sobald dies eingetreten ist, ist meistens der größere Teil der Paraffins verdampft und die Masse homogen breiartig geworden. Man läßt dann erkalten und kann entweder das rohe paraffinhaltige Produkt als solches nach den üblichen Methoden in Indigo überführen oder das Paraffin mit Tetrachlorkohlenstoff, Ligroin oder Xylol aus dem Reaktionsprodukt entfernen, wobei ein gelblich gefärbtes, aus indoxylcarbonsaurem Natrium, Indoxylnatrium,
Natriumhydroxyd und Natriumcarbonat bestehendes Gemisch zurückbleibt, das in dieser Form für Färberei- und Druckereizwecke besonders geeignet ist. Ersetzt man in dem obigen Beispiel das phenylglycin-o-carbonsaure Natrium durch die freie Säure, so muß man der Formel C6 H4 N H C H2 C O2 H (C O2 H) + 2 Na O H entsprechend mehr Natriumhydroxyd zur Verschmelzung anwenden. Die ίο Ausbeute an Indoxylverbindungen erreicht nahezu den theoretischen Wert von etwa 98 Prozent.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Indoxylcarbonsäure bzw. Indoxyl durch Verschmelzen von Phenylglycin-o-carbonsäure oder deren Alkalisalzen mit Ätzalkalien, gekennzeichnet durch die Verwendung einer so kleinen Alkalihydroxydmenge, daß sie das Gewicht der Phenylglycin-o-carbonsäure oder deren Alkalisalze nicht oder nicht wesentlich überschreitet, und den gleichzeitigen Zusatz von festem Paraffin als indifferentem Verdünnungsmittel.
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