DE84609C - - Google Patents
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
von deren Salzen.
In der Patentschrift Nr. 81202 ist ein Verfahren zur Darstellung von Nitrosaminen solcher
primärer aromatischer Amidoverbindungen beschrieben, welche keine substituirenden sauren
Gruppen enthalten. Das Verfahren besteht darin, dafs man die betreffende Diazoverbindung
mit Lösungen von Aetzalkalien erhitzt, bis eine Probe der Mischung, mit Wasser verdünnt
und mit einer alkalischen Lösung von ß-Naphtol vermischt, auch bei längerem Stehen
keinen Farbstoff mehr bildet.
Von den in den Beispielen angeführten Nitrosaminen zeigte das Nitrosamin des Amidoazobenzols
damals ein etwas abweichendes Verhalten, insofern als dasselbe nur bei Anwesenheit
eines Ueberschusses an Natronlauge an der sofortigen Farbbildung gehindert wurde, und nur
in stärker alkalischer Lösung in dieser Beziehung ganz das Verhalten eines Nitrosaminsalzes erkennen
liefs.
Es hat sich nun gezeigt, dafs das bei Temperaturen von 500 C. und ebenso bei niederen
Temperaturen entstehende, schön krystallisirende Product nur zum kleineren Theil das Natronsalz
des Nitrosamins darstellt, zum gröfseren Theil aber aus dem Natronsalz der Diazoverbindung
des Amidoazobenzols besteht, und dafs wesentlich bessere Resultate zu erzielen sind,
wenn das Amidoazobenzol ebenso wie andere nicht durch saure Gruppen substituirte Basen
mit stärkerer Lauge auf höhere Temperatur erhitzt wird.
Ersetzt man sonach im Beispiel II der Patentschrift Nr. 81202 die Lösung des Diazobenzolchlorids
durch eine Lösung des Diazoazobenzolchlorids und verfährt im Uebrigen wie dort angegeben, so gelangt man zu den Alkalisalzen
des Nitrosamins von Amidoazobenzol.
An Stelle der Lösung der salzsauren Diazoverbindung
des Amidoazobenzols kann man auch, wie bei Diazobenzol, das zuerst durch Einwirkung einer mäfsig concentrirten Aetzalkalilauge
ohne Anwendung einer höheren Temperatur dargestellte Alkalisalz der Diazoverbindung
verwenden.
i. 1,0 Gewichtstheil einer 15procentigen
Lösung bezw. Paste von Diazoazobenzolchlorid wird in 2,0 Gewichtstheile Natronlauge 400B.
eingerührt, wobei die Temperatur durch Kühlung unter 4-50C. gehalten wird. In den
entstandenen dünnen Brei werden nach und nach unter Rühren und Kühlen 3,0 Gewichtstheile
gepulvertes Aetznatron eingetragen, wobei die Temperatur auf -f- io° C. gehalten
wird.
Hierauf wird über freier Flamme unter Rühren erhitzt, bis eine in Wasser gelöste Probe der
Schmelze bei Zusatz einer ß-Naphtolnatriumlösung keinen Farbstoff mehr giebt. Dieser
Punkt tritt ein, wenn die Temperatur der Schmelze etwa 130 bis 150° erreicht hat. Das
auf der Schmelze schwimmende Natronsalz des
(2. Auflage, ausgegeben am iS. August i8gS.)
Nitrosamins wird abgeschöpft; es kann durch Umkrystallisiren gereinigt werden.
Man kann auch die Gesammtmenge des Alkalis gleich von vornherein zur Anwendung
bringen. Zweckmäfsig verwendet man in diesem Falle an Stelle von Natronhydrat das leichter
lösliche Kalihydrat und verfährt folgendermafsen:
ι Gewichtstheil der Diazolösung bezw. Paste wird unter Rühren und Kühlen in 8 Gewichtstheile
einer 75 procentigen Kalilauge allmSlig eingetragen. Das Anfangs ausgeschiedene Kalihydrat
geht dabei zum Theil wieder in Lösung. Dann wird, wie vorstehend beschrieben, erhitzt,
bis bei der Naphtolprobe die Farbstoffbildung ausbleibt.
2. Das beim Eingiefsen der Diazolösung des Amidoazobenzols in das doppelte Volumen einer
etwa 10 procentigen Natronlauge sich abscheidende Natronsalz der Diazoverbindung wird
auf einem Saugfilter von der verdünnten Natronlauge getrennt, dann in etwa 60 bis 8oprocentige
Natronlauge bezw. in ein entsprechendes Gemisch von Natronhydrat und Wasser eingerührt
und der entstandene Brei über freier Flamme erhitzt, bis die unter 1. beschriebene
Endreaction eintritt.
Ersetzt man in diesen Beispielen die Diazoverbindung
des. Amidoazobenzols durch diejenige des o-Amidoazotoluols, p-Amidoazotoluols,
m-Amidoazoxylols oder des Benzolazo-a-naphtylamins,
so erhält man die entsprechenden Nitrosamine in Form ihrer Alkalisalze. Zur Charakterisirung dieser Nitrosamine
diene nachfolgende Tabelle.
| Nr. | Natronsalz der Nitrosamine aus |
Aussehen | Verhalten der angesäuerten Lösung zu alkalischer ß-Naph- tollösung auf der Faser |
| I 2 3 4 5 |
Amidoazobenzol o-Amidoazotoluol p-Amidoazotoluol m-Amidoazoxylol Benzolazo-ct-naphtylamin .... |
I hellbraune Krystalle gelbbraune Krystalle rothbraune Krystalle rothbraune Krystalle dunkelbraune Krystalle |
rother Farbstoff rothvioletter Farbstoff rothvioletter Farbstoff blauvioletter Farbstoff blauer Farbstoff. |
Je nach der mehr oder weniger leichten Abscheidbarkeit der Alkalisalze der Diazoverbindung
und deren Beständigkeit ist die eine oder andere der angegebenen Methoden zu
wählen.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ausführungsform des in Anspruch 3 des Patentes Nr. 81202 geschützten Verfahrens behufs Darstellung der Salze der Nitrosamine von Amidoazobenzol, o-Amidoazotoluol, p-Amidoazotoluol, m-AmidoazQxylol oder des Benzolazo-ß-Naphtylamins, darin bestehend, dafs man die Diazoverbindungen der genannten Amidoverbindungen mit Lösungen von Aetzalkalien statt nach Mafsgabe des Beispiels V der Patentschrift Nr. 81202 auf 500C. hier auf höhere Temperaturen, etwa 130 bis 150°, so lange erhitzt, bis eine Probe der Mischung mit Wasser verdünnt und mit einer alkalischen Lösung von ß-Naphtol vermischt auch ohne Anwesenheit von überschüssiger Natronlauge keinen Farbstoff mehr giebt.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE84609C true DE84609C (de) |
Family
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT84609D Active DE84609C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE84609C (de) |
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- DE DENDAT84609D patent/DE84609C/de active Active
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