DE616138C - Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten von chromhaltigen Azofarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten von chromhaltigen Azofarbstoffen

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DE616138C
DE616138C DEG85315D DEG0085315D DE616138C DE 616138 C DE616138 C DE 616138C DE G85315 D DEG85315 D DE G85315D DE G0085315 D DEG0085315 D DE G0085315D DE 616138 C DE616138 C DE 616138C
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chromium
azo dyes
oxynaphthalene
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/48Preparation from other complex metal compounds of azo dyes

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten von chromhaltigen Azofarbstoffen Es wurde gefunden, daB neue chromhaltige Azofarbstoffe aus solchen Chromverbindungen der Azofarbstoffe aus dianotierten i-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäuren und Oxynaphthalinen, die auf jede chromierbare Gruppe des Farbstoffmoleküls mindestens ein Atom Chrom enthalten, durch Behandeln mit alkalischen Mitteln hergestellt werden können, wenn diese Behandlung durch mindestens sechsstündiges Kochen erfolgt.
  • Zur Herstellung der dem vorliegenden Verfahren als Ausgangsprodukte dienenden Chromverbindungen können die Azofarbstoffe aus beispielsweise dianotierter i-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure, dianotierter Chlor-bzw. Brom-i-amino-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure, nitrierter i-Diazo-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäure und z- oder 2-Oxynaphthalinen sowie dessen Substitutiönsprodukten, wie z. B. Chlor-, Brom-, Methyl- und Alkoxyoxynaphthalinen, verwendet werden.
  • Die Herstellung der dem vorliegenden Verfahren als Ausgangsprodukte dienenden Chromverbindungen der Azofarbstoffe aus dianotierten i-Amino-2-oxynaphthalin-4-sulfonsäuren und Oxynaphthalinen, die auf jede chromierbare Gruppe des Farbstoffmoleküls mindestens ein Atom Chrom enthalten, kann aus den entsprechenden Azofarbstoffen nach den verschiedensten bekannten Verfahren und mit den verschiedensten Chromierungsmitteln erfolgen. Derartige Verfahren sind beispielsweise das Chromieren mit chromabgebenden Mitteln in saurem, neutralem oder alkalischem Medium, offen oder unter Druck, in Gegenwart oder Abwesenheit von geeigneten Zusätzen, wie z. B. anorganischen oder organischen Säuren bzw. deren löslichen Salzen, oder andern Substanzen, wie z. B. organischen Lösungsmitteln.
  • Als alkalische Mittel, die für die Behandlung der chromierten Farbstoffe unter energischen Bedingungen inBetracht kommen, seien beispielsweise Soda, Pottasche, Borax, Magnesiumoxyd, Calciumhydroxyd, Ammoniak, Trialkaliphosphat, ferner Ätzalkalien, wie Kalium- oder Nstriumhydroxyd, sowie organische Basen, allein oder unter sich gemischt, genannt.
  • Besonders gute Ergebnisse in bezug auf das färberische Verhalten der nach dem vorliegenden Verfahren hergestellten chromhaltigen Äzofarbstoffe werden jedoch unter Verwendung von Ätzalkalien erhalten. Für die Behandlung mit den alkalischen Mitteln können sowohl abgeschiedene chromierte Azofarbstoffe als auch Reaktionsgemische, wie sie bei den Chromierungen erhalten werden, verwendet werden.' Bei der Behandlung der Chromverbindungen der Azofarbstoffe aus diazotierten i-Amino-2-oxynaphthalin-q.-sulferisäuren und Oxynaphthalinen, die auf jede chromierbare Gruppe des Farbstoffmoleküls mindestens ein Atom Chrom enthalten, mit alkalischen Mitteln nach dem vorliegenden Verfahren wird ein Teil des im Farbstoff komplex gebundenen Chroms aus dem Ausgangsfarbstoffe entfernt, so daß chromierte Azofarbstoffe erhalten werden, die auf jede chromierbare Gruppe des Farbstoffmoleküls weniger als ein Atom Chrom enthalten. Um dieses Ziel zu erreichen, muß die Behandlung mit den alkalischen Mitteln durch mindestens sechsstündiges Kochen, offen oder unter Druck, erfolgen. Um zu möglichst guten Ergebnissen zu gelangen, ist eine geeigneteWahl des alkalischen Mittels und der Alkalikonzentration notwendig. Die Arbeitsbedingungen können in der mannigfachsten Art und Weise geändert werden. Sie sind insbesondere abhängig von den stärkeren oder schwächeren komplexchemischen Bindungen des Chroms in den als Ausgangsfarbstoffe zu verwendenden chromierten Azofarbstoffen, und es ist Sache einer handwerksmäßigen Ausarbeitung, von Fall zu Fall die günstigsten Bedingungen zu bestimmen.
  • Die nach dem vorliegenden Verfahren herstellbaren Chromverbindungen zeichnen sich durch sehr gute Wasserlöslichkeit aus. Sie eignen sich zumFärberi von tierischenFasern, wie z. B. Wolle und Seide. Beim Färben von Wolle bedient man sich mit Vorteil .des aus der- Patentschrift 550 93o bekannten Verfahrens oder der Verfahren nach Patent 59z 362 bz-,V. 596 727.
  • Nach dem vorliegenden Verfahren werden echt schwarz oder solche marineblau färbende Farbstoffe erhalten, deren Färbungen entgegen den Färbungen mit bisher bekannten und in ähnlichenTönen färbenden Farbstoffen dieser Gruppe auch in tiefen Tönen gleichmäßig und in jeder Beziehung echt sind. Beispiel i Man suspendiert 41,6 Teile des Azofarbstoffs aus diazotierter i-Amino-2-oxynaphthalin-q.-sulfonsäure und 2-Oxynaphthalin unter Rühren in iooo Teilen Wasser, fügt eine 8,4Teilen Cr, 0, entsprechende Menge Chromformiat hinzu und kocht rückfließend io bis 12 Stunden.
  • Zu dernReaktionsgemisch gibt man133Teile Natronlauge 3oprozentig, wobei die erhaltene ungelöste Chromverbindung mit rotvioletter Farbe in Lösung geht, und kocht unter Rückflußkühlung weitere 8 Stunden. Die blauviolett gewordene Lösung wird nach dem Abkühlen mit ioprozentiger Salzsäure neutralisiert und hierauf mit 3 Teilen Ameisensäure angesäuert. Nach dein Abfiltrieren von Verunreinigungen wird der neue chromhaltige Farbstoff durch Kochsalz abgeschieden.
  • Er stellt nach dem Trocknen ein violettschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer, roten Dichroismus zeigender Farbe löst. Er löst sich ferner in ioprozentiger Sodalösung schwer mit blauer, in ioprozentiger Natronlauge sehr schwer mit violettroter und in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer Farbe.
  • Er färbt Wolle aus saurem Bade in marineblauen Tönen von vorzüglichen Echtheiten. Einen chromierten Farbstoff mit denselben Eigenschaften erhält man, wenn der als Ausgangsfarbstoff dienende ehromierte Azofarbstoff aus dem Reaktionsgemisch abgeschieden und hierauf mindestens 6Stunden mitNatronlauge zum Sieden erhitzt wird. Beispiel 2 4,6 Teile des Azofarbstoffs aus diazotierter i-Amino-2-oxynaphthalin-q-sulfonsäure und 2-Oxynaphthalin werden nach den folgenden Angaben chromiert: .
  • In einem eisernen Kessel werden bei 6o bis 70 0 C 41 Teile Ätznatron in 8o Teilen einer wässerigenChromhydroxydpaste, die 7,6Teile Cr2 03 enthält, gelöst. Das Reaktionsgemisch wird hierauf mit 15 Teilen 2-Oxynaphthalin versetzt und auf 15 0 C abgekühlt. Hierauf fügt man 27,3 Teile diazotierte i-Amino-2-oxynaphthalin-¢-sulfonsäure hinzu und erwärmt so lange auf 40 0 C, bis die Diazoverbindung verschwunden ist. Man erhitzt dann auf 7o bis 75 0 C und hält bei dieser Temperatur, bis der Farbstoff vollständig in seine Chrömverbindung übergegangen ist.
  • Das Chromierungsgemisch wird hierauf mit Wasser auf i2oo Raumteile verdünnt und 30 Stunden rückfließend gekocht. Die anfänglich rotviolette Lösung färbt sich dabei blauviolett. Nach dem Abkühlen auf etwa So 0 C wird mit ioprozentiger Salzsäure neutralisiert, dann mit 3 Teilen -Ameisensäure angesäuert. Nach Abfiltrieren von unlöslichen Anteilen und ausgeschiedenem Chromhydroxyd wird der chromierte Farbstoff durch Beigabe i von Kochsalz ausgesalzen.
  • Er stellt ein violettschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer, roten Dichroismus zeigender Farbe löst. Er löst sich ferner in ioprozentiger Sodalösung mit , blauer, in ioprozentiger Natronlauge sehr schwer mit rotvioletter und in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer Farbe. Er färbt Wolle aus saurem Bade in marineblauen Tönen von sehr guten Echtheiten.
  • Ähnliche Ergebnisse werden erhalten, wenn man den als Ausgangsfarbstoff dienenden chromierten Farbstoff abscheidet, dann in verdünnter Natronlauge wieder auflöst und mindestens 6 Stunden kocht.
  • Beispiel 3 41,6 Teile des Azofarbstoffs aus diazotierter i-Amino-2-oxynaphthalin-q.-sulfonsäure und i-Oxvnaphthalin werden in ähnlicher Weise, wie es in Beispie12 angegeben ist, chromiert.
  • An Stelle von Ätznatron kann auch Ätzkali verwendet werden.
  • Nach beendeter Chrormerung wird die Reaktionsmasse mit iooo Teilen Wasser verdünnt und unterRückflußkühlung 6bis8Stunden gekocht. Nach dem Abkühlen -auf 5o bis 6o o C wird mit ioprozentiger Salzsäure neutralisiert, mit 3 Teilen Essigsäure angesäuert, von unlöslichen Anteilen abfiltriert und im Vakuum zur Trockne verdampft. -Die neue Chromverbindung stellt ein violettschwarzes Pulver dar, das sich in Wasser mit blauer, rotvioletten Dichroismus zeigender Farbe löst. Es löst sich ferner in ioprozentiger Sodalösung schwer mit blauer, in ioprozentiger Natronlauge sehr schwer mit rotvioletter und in konzentrierter Schwefelsäure mit schwärzlichgrüner Farbe. Es färbt aus saurem Bade Wolle in marineblauen Tönen von sehr guten Echtheiten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten chromhaltiger Azofarbstoffe durch Behandeln von Chromverbindungen der Azofarbstoffe aus diazotierten i-Amino-2-oxynaphthalin-q.-sulfonsäuren und Oxynaphthalinen, die auf jede chromierbare Gruppe des Farbstoffmoleküls mindestens ein Atom Chrom enthalten, mit alkalischen Mitteln, dadurch gekennzeichnet, . daß diese Behandlung durch mindestens sechsstündiges Kochen erfolgt.
DEG85315D 1933-03-31 1933-04-13 Verfahren zur Herstellung von Umwandlungsprodukten von chromhaltigen Azofarbstoffen Expired DE616138C (de)

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