DE77120C - Verfahren zur Darstellung von blauen beizenfärbenden Oxazinfarbstoffe^ - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von blauen beizenfärbenden Oxazinfarbstoffe^

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DE77120C
DE77120C DENDAT77120D DE77120DA DE77120C DE 77120 C DE77120 C DE 77120C DE NDAT77120 D DENDAT77120 D DE NDAT77120D DE 77120D A DE77120D A DE 77120DA DE 77120 C DE77120 C DE 77120C
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nitroso
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oxy
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Bayer AG
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Farbenfabriken Vorm Friedr Bayer and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B19/00Oxazine dyes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der Patentschrift Nr. 59034 wurde gezeigt, dafs die Nitrosoverbindungen tertiärer Amine, und zwar die Nitrosoverbindungen der alkylirten Benzylanilinsulfo säuren bezw. der Dibenzylanilindisulfosäure auf (3 - Naphtohydrochinon unter Bildung eigenthUmlicher, mit Chromsalzen vorgebeizte Wolle echt blaugrau bis schwarz anfärbender Farbstoffe einwirken.
Wenn man nun an Stelle der oben erwähnten Nitrosoverbindungen diejenigen des m-Oxydialkylanilins verwendet, so entstehen blaue Farbstoffe, die gleichfalls die Eigenschaft besitzen, gebeizte Wolle in walk- und lichtechten Nuancen anzufärben.
Diese neuen Farbstoffe besitzen höchstwahrscheinlich folgende Constitution:
N(CH3j
gehören also einem, bis jetzt noch nicht bekannten Typus von Farbstoffen an. Sie sind in Wasser äufserst schwer löslich und werden deshalb vortheilhaft durch Sulfuriren in. einen für die Zwecke der Färberei geeigneten Zustand übergeführt. Wendet man indefs an Stelle des β - Naphtohydrochinons die Sul.fosäure desselben an, ζ. Β. α, P1- Naphtohydrochinon -ß3-sulfosäure (Patentschrift Nr. 50506), so erhält man direct wasserlösliche Farbstoffe, die den obigen durch Sulfuriren erhaltenen sehr ähnlich sind.
Es ist nicht erforderlich, zur Herstellung dieser Producte das fertig gebildete β-Naphtohydrochinon bezw. dessen Sulfosäuren zu verwenden, sondern man kann direct vom Ci1- Amido - β,- Naphtol oder P1- Amido -Ci1-Naphtol oder deren Sulfosäuren ausgehen. Es spaltet sich dann während der Reaction die Amidogruppe in Form von Ammoniak ab und wird durch. Sauerstoff ersetzt.
Beispiele:
i. Zu einer heifsen Lösung von 23 Theilen salzsaurem Nitroso-m-oxydiäthylanilin in der ca. 30fachen Menge Wasser fügt man eine concentrate Lösung von 28 Theilen U1 P1-1 naphtohydrochinon - ß3- monosulfosaurem Kalium und 25 Theilen krystallisirtem Natriumacetat und erwärmt unter fortwährendem Rühren zum Sieden. Die Lösung färbt sich sehr bald tiefblau und nimmt an der Oberfläche Kupferglanz an. Wenn eine Probe beim Abkühlen den gebildeten Farbstoff in schönen, messingglänzenden, grünlich schillernden Krystallen absetzt, kann man die Farbstoff bildung als beendet ansehen. Man läfst alsdann erkalten, filtrirt den ausgeschiedenen Farbstoff ab und trocknet ihn.
Aus der Mutterlauge gewinnt man durch Aussalzen noch eine weitere Menge des Farbstoffes. Er ist in heifsem Wasser leicht löslich mit schön blauer Farbe und färbt mit Chromsalzen vorgebeizte Wolle in lebhaften licht- und walkechten reinblauen Tönen an. In concentrirter Schwefelsäure löst er sich mit dunkelgrüner Farbe, die beim Verdünnen mit Wasser in Rothbraun und "-dann^^taf Zusatz von essigsaurem Natrium in Blau übergeht. Natronlauge- fällt aus der wasserigen Lösung
des Farbstoffes das in überschüssiger Natronlauge schwer lösliche basische Natriumsalz in blauen Flocken aus.
Ganz ähnliche Farbstoffe erhält man, wenn man an Stelle der Ct-^1-Naphtohydrochinonß3-monosulfosäure die isomeren Sulfosäuren des ßrNaphtohydrochinons oder die Disulfosäuren anwendet. Der Farbstoff aus Ct1P1-Naphtohydrochinon - ß4- monosulfosäure z. B. ist von obigem nur sehr wenig verschieden, er besitzi;Tnde"fs;"eMi;:"gedngeres Krystallisationsvermo|enV;-'iijiSv-~Naphtohydrochinon - ct4- mono- |äor£^iÄKrVeinfe'rr-\e1was grüneren, schwerer
jjjpy
ß3 ct4-disulfosäure""*'ein' 'sehr leicht lösliches, ebenfalls grüner färbendes Product.
Die entsprechenden Farbstoffe aus Nitrosom - oxydimethylanilin zeigen durchgehende eine etwas rothere und stumpfere Nuance, in noch höherem Mafse diejenigen aus Nitroso-m-oxymonoalkylanilin.
Die Farbstoffe aus den Nitrosoverbindungen der m - Oxydialkyl - ο - toluidine sind ebenfalls etwas rother als die entsprechenden Producte aus m-Oxydialkylanilin.
2. Bei Darstellung der Farbstoffe aus ß-Naphtohydrochinon arbeitet man vortheilhaft mit alkoholischen Lösungen.
Zu einer Lösung von 16 Theilen ß-Naphtohydrochinon in der ca. 25 fachen Menge Alkohol fügt man 24 Theile salzsaures Nitrosom-oxydiäthylanilin hinzu und hierauf 8 Theile krystallisirtes essigsaures Natrium in concentrirter wässeriger Lösung und erwärmt am Rückflufskühler auf dem Wasserbade. Nach einiger Zeit ist eine tiefblauviolette Lösung entstanden, die bei fortgesetztem Erwärmen bereits Krystalle des gebildeten Farbstoffes ausscheidet. Nach ca. 12 stündigem Erwärmen destillirt man den gröfsten Theil des Alkohols ab, versetzt den Rückstand mit Wasser und filtrirt den in rothbraunen Kryställchen ausgeschiedenen, in Wasser unlöslichen Farbstoff ab.
Nach dem Trocknen trägt man ihn zum Zwecke der Sulfurirung in die drei- bis vierfache Menge rauchender Schwefelsäure von 25 pCt. Anhydridgehalt ein und erwärmt die Mischung auf go bis 100°. Wenn sich eine Probe nach dem Verdünnen mit Wasser auf Zusatz von essigsaurem Natrium mit blauer Farbe löst, giefst man die Masse nach dem Erkalten in Eiswasser, neutralisirt nahezu mit Soda, fügt eine zur Bildung des Natriumsalzes genügende Menge essigsauren Natriums zu und filtrirt das ausgeschiedene Salz des Farbstoffes ab.
Das so gewonnene Product zeigt grofse Aehnlichkeit mit dem aus Ct1 β j-Naphtohydrochinon-ß4-monosulfosäure und Nitro-m-oxydiäthylanilin gewonnenen.
3. Dieselben Producte erhält man, wenn man an Stelle des β - Naphtohydrochinons und seiner Sulfosäuren Ct1-Amido-ßx-Naphtol oder ßj-Amido-cij-Naphtol bezw. deren Sulfosäuren anwendet. Die Arbeitsbedingungen sind im wesentlichen dieselben, wie die in obigen Beispielen eingehaltenen. Es ist indefs vortheilhaft, mit verdünnteren Lösungen zu arbeiten.
26 Theile ctj-amido-ßj-naphtol-ßg-monosulfosaures. Natrium werden in der ca. 80 bis loofachen Menge heifsen Wassers gelöst. Nach Zusatz von. 23 Theilen salzsaurem Nitroso -moxydiäthylanilin wird die Lösung zum Sieden erhitzt, bis sie eine reinblaue Farbe angenommen hat. Alsdann fügt man 25 Theile krystallisirtes essigsaures Natrium zu und erhitzt noch so lange auf dem Wasserbade'(ca. 6 bis 8 Stunden), bis eine Probe nach dem Erkalten auf Zusatz von etwas Kochsalzlösung und Essigsäure messingglänzende Krystalle absetzt. Man läfst alsdann erkalten, fügt zur Bindung des in Lösung befindlichen, aus der Amidonaphtolsulfosäure abgespaltenen Ammoniaks, etwas Essigsäure zu und salzt den Farbstoff aus. Er ist mit dem nach Beispiel 1. erhaltenen identisch.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Verfahren zur Darstellung von blauen beizenfärbenden Oxazinfarbstoffen, darin bestehend, dafs man die Nitrosoverbindungen der alkylirten m-Oxyaniline bezw. m-Oxy-otoluidine bei Gegenwart eines geeigneten Lösungsmittels aufctjßj-Naphtohydrochinon, O1-Amido-ßj-Naphtol und ßj-Amido-ctj-Naphtol bezw. deren Sulfosäuren einwirken läfst.
  2. 2. Die besonderen Ausführungsformen des unter 1. geschützten Verfahrens unter Anwendung von
    a) Ct1 ßj-Naphtohydrochinon,
    «j-Amido - ßj-Naphtol,
    ßj-Amido - Ct1- Naphtol,
    Ct1P1-Naphtohydrochinon- (bezw. Ct1-Amido - ßj - Naphtol) - ß3- monosulfosäure,
    A1 ß^Naphtohydrochinon- (bezw. Ct1-Amido - ßj - Naphtol) - ß4- monosulfosäure,
    Ct1 ßj-Naphtohydrochinon- (bezw. Ct1-Amido - ß1 - Naphtol) - a4- monosulfosäure,
    U1 ß,- Naphtohydrochinon- (bezw. Ct1-Amido - ßj - Naphtol) - ß3 a4- disulfosäure;
    b) Nitroso -m- oxy- diäthylanilin,
    Nitroso - m - oxy - dimethylanilin,
    Nitroso - m - oxy - monoäthylanilin,
    Nitroso - m - oxy - dimethyl - ο - toluidin.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6688817B2 (en) 1999-02-11 2004-02-10 Kennametal Inc. Drill for drilling, a method for making a drill for drilling, and a cutting tool

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