DE499352C - Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen

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DE499352C
DE499352C DEI36056D DEI0036056D DE499352C DE 499352 C DE499352 C DE 499352C DE I36056 D DEI36056 D DE I36056D DE I0036056 D DEI0036056 D DE I0036056D DE 499352 C DE499352 C DE 499352C
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DE
Germany
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yellow
vat
color
dyes
dye
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Expired
Application number
DEI36056D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Georg Boehner
Dr Heinrich Neresheimer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE499352C publication Critical patent/DE499352C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings
    • C09B3/02Benzathrones
    • C09B3/06Preparation from starting materials already containing the benzanthrone nucleus
    • C09B3/10Amino derivatives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen Es wurde gefunden, daß die Küpenfarbstoffe, die man nach dem Verfahren der Patentschrift 212471 erhält und deren einfachster Vertreter wahrscheinlich die Formel hat oder deren Abkömmlinge durch oxydativen Abbau in neue, wertvolle Küpenfarbstoffe übergehen. Der Abbau verläuft unter reichlicher Entwicklung von Kohlendioxyd und führt sehr wahrscheinlich zu Abkömmlingen des Phenanthridons.
  • Aus dem einfachsten, nach der genannten Patentschrift erhältlichen, wahrscheinlich nach der oben angegebenen Formel konstituierten Kondensationsprodukt erhält man so z. B. einen olivgelben Küpenfarbstoff, der wahrscheinlich als Diphthaloylphenathridon von der Formel aufzufassen ist. In analoger Weise kann man Abkömmlinge des genannten Kondensationsproduktes, deren Substituenten am Kohlenstoff oder am Stickstoff haften oder auch Glieder von weiteren isozyklischen oder heterozyklischen Ringen sein können, z. B. die nach dem Patent 461193 oder dem französischen Patent 640 939 erhältlichen Produkte, dem oxydativen Abbau unterwerfen.
  • Die neuen Farbstoffe, deren. Farbton von demjenigen der Ausgangsmaterialien meist stark abweicht, sind im allgemeinen charakterisiert durch die gelbe bis olivgrüne Farbe ihrer Lösungen in konzentrierter. Schwefelsäure und durch braune bis violette Küpenfarbe.
  • Man kann dein Abbau mit den verschiedensten sauren oder alkalischen Oxydationsmitteln durchführen; unter Umständen erzielt man besondere Wirkungen durch Kombination mehrerer Oxydationsverfahren. Beispiel i Eine etwa 5prozentige wäßrige Suspension des nach der Patentschrift 212 471, Beispiel i bis 3, erhältlichen grünen Küpenfarbstoffes wird bei 70° so lange mit Natriumhypochloritlösung versetzt, bis ihre Farbe von dunkelgrün nach gelbbraun umgeschlagen ist. Man filtriert, wäscht mit Wasser, trocknet und erhält einen braungelben Körper, der sich mit gelboliver Farbe in konzentrierter Schwefelsäure löst. In heißem Nitrobenzol ist die Substanz mit olivgelber Farbe löslich; sie kristallisiert beim Erkalten in gelben, garbenförmig gruppierten Nadeln. Baumwolle wird aus braunroter Küpe in olivgelben Tönen gefärbt. Beispiel 2 Man löst io Teile des nach dem Beispiel der Patentschrift 461193 hergestellten grünen Küpenfarbstoffes in 36o Teilen. Schwefelsäure von 96% und trägt in die Lösung 36o Teile Eis ein. Darauf erhitzt man auf 9o° und gibt 4o Teile kristallisiertes Kaliumbichromat in kleinen Anteilen zu. Es findet eine kräftige Kohlendioxydentwicklung statt, und die grüne Farbe der Teilchen geht dabei in Gelb über. Man arbeitet nach dem Verdünnen mit Wasser, wie in Beispiel i angegeben, auf; das Reaktionsprodukt stellt ein gelbbraunes Pulver dar, das sich mit ebensolcher Farbe in konzentrierter Schwefelsäure löst. Die Substanz ist in siedendem Trichlorhenzol schwer mit gelber Farbe löslich und kristallisiert daraus beim Erkalten in gelben, in Drusen angeordneten Nadeln. Aus braunvioletter Küpe wird Baumwolle in gelben Tönen gefärbt. Beispiel 3 i oTeile des aus Bz # i-Benzanthronyl- i-amino-4-benzoylaminoanthrachinon durch alkalische Kondensation hergestellten, aus dunkelblauer Küpe Baumwolle oliv färbenden Küpenfarbstoffes werden in 9o Teilen. Schwefelsäure von 96% gelöst. Man versetzt die Lösung mit ioo Teilen Eis und trägt bei j25° 121/2 Teile Kaliumbichromat in kleinen Portionen ein. Wenn die Kohlendioxydentwicklung nachgelassen hat, wird das Reaktionsprodukt, wie in Beispiel e angegeben, isoliert. Es löst sich in' konzentrierter Schwefelsäure mit oliver Farbe und färbt Baumwolle aus trübvioletter Küpe braun. Oxydiert man den Farbstoffteig bei etwa 40° mit Natriumhypochloritlösung, so geht die dunkelbraune Farbe des Teigs in Rot über. Der so erhaltene Farbstoff färbt Baumwolle in reinen rotbraunen Tönen. Beispiel 4 1oTeile des ausBz. i-B,enzanthronyl-i-a,mino-5-benzoylaminoanthrachinon durch alkalische Kondensation hergestellten, aus blauvioletter Küpe Baumwolle grünoliv färbenden Küpenfarbstoffes werden, wie in Beispie13 ausgeführt, - behandelt. Das in konzentrierter Schwefelsäure olivgrün lösliche Reaktionsprodukt färbt Baumwolle olivbraun. Durch Behandlung mit Natriumhypochloritlösung erhält man daraus einen gelborange färbenden Farbstoff. Beispiel 5 In eine Suspension von io Teilen fein verteiltem Benzanthronpyrazolanthron (dargestellt nach dem französischen Patent 640 939, Beispiel i) in 27o Teilen einer 6o- bis 65prozentigen Schwefelsäure trägt man bei 5o bis 6o° allmählich Kaliumbichromat ein. Die Umsetzung ist beendet, wenn eine Probe mit rotvioletter Farbe küpt. Man verdünnt mit Wasser und erhält nach der Aufarbeitung ein grünes Pulver, das. sich in konzentrierter Schwefelsäure mit gelboliver Farbe löst. Baumwolle wird aus rotvioletter Küpe in chlorechten, gelbgrünen Tönen gefärbt. Man kann den Farbstoff noch reiner, gelbstichiger färbend erhalten, wenn man ihn einer Nachbehandlung mit einem anderen. als dem angewandten Oxydationsmittel, z. B. mit Kaliumpermanganat in verdünnt schwefelsaurer Suspension, unterwirft. Der Farbstoff löst sich in siedendem Nitrobenzol mit brauner Farbe und ebensolcher Fluoreszenz; beim Erkalten kristallisieren aus der heißen. Nitrobenzollösung gelbe, sternförmig angeordnete Nädelchen. Erwärmt man eine Suspension des Farbstoffes in 5prozentiger Natronlauge auf 7o bis 8o° C, so tritt, vermutlich nach folgender Gleichung, Ringöffnung ein Es entsteht eine karminrote Lösung, in der wahrscheinlich das Natronsalz der neuen Carbonsäure enthalten ist. Die freie Säure ist ein hellgrünes Pulver, das sich in kalten Ätzalkalien mit karminroter, in alkalischer Hydrosulfitlösung mit braunroter Farbe löst, aus der jedoch die Faser nicht gefärbt wird.
  • Man kann sie durch Lösen in kalter Chlorsulfonsäure in den Farbstoff zurückverwandeln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach der Patentschrift z 122 47 i erhältlichen Küpenfarbstoffe oder ihre Abkömmlinge dem oxydativen Abbau, gegebenenfalls unter Anwendung mehrerer Oxydationsverfahren, unterwirft.
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