DE548616C - Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der 1íñ2íñ2'íñ1'-Anthrachinonazinreihe - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der 1íñ2íñ2'íñ1'-Anthrachinonazinreihe

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DE548616C
DE548616C DEI40248D DEI0040248D DE548616C DE 548616 C DE548616 C DE 548616C DE I40248 D DEI40248 D DE I40248D DE I0040248 D DEI0040248 D DE I0040248D DE 548616 C DE548616 C DE 548616C
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anthraquinonazine
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blue
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Expired
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DEI40248D
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Inventor
Dr Heinrich Neresheimer
Dr Wilhelm Schneider
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IG Farbenindustrie AG
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IG Farbenindustrie AG
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  • Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen der 1 - 2 - 2'- 1'-Anthrachinonazinreihe In der Patentschrift 159,942 und in dem Patent 547707 sind Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen der N-Dihydroi - 2 - 2'- i'-anthrachinonazinreihe beschrieben, bei denen man auf N-Dihydro-i - z - 2'- i'-anthrachinonazine Formaldehyd oder Formaldehyd abgebende Mittel einwirken läßt. Die so erhaltenen Farbstoffe färben Baumwolle im allgemeinen aus blauer bis grünblauer Küpe in grünstichiger blauen Tönen als das Ausgangsmaterial.
  • Es wurde nun gefunden, daß man zu ähnlichen grünstichigblau färbenden Farbstoffen gelangt, wenn man Formaldehyd oder Formaldehyd abgebende Mittel statt auf N-Dihydro-i - 2 - 2' - i'-anthrachinonazine auf i - 2 - 2'- i'-Anthrachinonazine einwirken läßt. Je nach den Arbeitsbedingungen erhält man hierbei die neuen Farbstoffe entweder wieder in Form der Azine oder aber teilweise oder ganz als N-Dihydroazine. Azine entstehen hauptsächlich dann, wenn mildere Bedingungen, z. B. verhältnismäßig niedrige Temperaturen, eingehalten oder geringe Mengen Formaldehyd oder Formaldehyd abgebende Mittel verwendet werden, während unter schärferen Bedingungen, z. B. bei höheren Temperaturen, und bei Verwendung größerer Mengen Formaldehyd sich teilweise oder ausschließlich die N-Dihydroazine bilden. Natürlich kann man das primär entstehende Azin auch nachträglich durch Behandlung mit einem Reduktionsmittel im gleichen oder in einem gesonderten Arbeitsgange in das entsprechende N-Dihydroazin überführen. Die Herstellung der als Ausgangsmaterial verwendeten Anthrachinonazine kann mit derjenigen der Endprodukte. zu einem einzigen Arbeitsgang vereinigt werden.
  • Man ist so in der Lage, ausgehend von ungereinigtem N-Dihydro-i - 2 - 2' - i'-anthrachinonazin des Handels, zu reineren Kondensationsprodukten zu gelangen, als nach dem Verfahren der Patenschrift 159 942 möglich ist, indem man z. B. ungereinigtes N-Dihydroi - 2 - 2'- i'-anthrachinonazin in Schwefelsäure gemäß dem Verfahren des Patents 498 292 mit Mangansuperoxyd behandelt und auf das so erhaltene reine i - 2 - 2'- i'-Anthrachinonazin im gleichen Arbeitsgang Formaldehyd einwirken läßt. Nötigenfalls kann man die Reaktionsprodukte im gleichen oder in einem gesonderten Arbeitsgang reinigen, z. B. durch Fällen ihrer Lösungen in konzentrierter Schwefelsäure mit einer beschränkten Menge Wasser. Außerdem kann man sie einer weiteren Behandlung, wie Oxydation, Dehydrierung oder Halogenierung oder mehreren dieser Operationen gleichzeitig oder nacheinander, unterwerfen. Beispiel i Eine Lösung von io Teilen reinem Anthrachinon-i -2-2'- i'-azin, hergestellt durch Oxydation von reinem N-Dihydro-i - 2 -:2'- 1'-anthrachinonazin mit Salpetersäure in konzentrierter Schwefelsäure und Fällung des Sulfats mit Eisessig, wird mit 5 Teilen Paraformaldehyd versetzt und das Reaktionsgemisch io Stunden lang bei etwa 35° gerührt. Der beim Eingießen in Wasser sich hauptsächlich als Azin abscheidende Farbstoff färbt Baumwolle aus blauer Küpe in grünstickiger blauen Tönen als das Ausgangsmaterial.
  • Beispiel e io Teile des in Beispiel i als Ausgangsmaterial verwendeten Azins werden in Zoo Teilen Schwefelsäure von 66° Be gelöst. Man trägt 2 Teile Paraformaldehyd in die Lösung ein, erwärmt das Reaktionsgemisch auf etwa 6o° und rührt bei dieser Temperatur 3 Stunden lang. Beim Eingießen in Eiswasser scheidet sich der neue Farbstoff als Azin in Form grüner Flocken aus. Er färbt Baumwolle aus blauer Küpe ähnlich wie der nach Beispiel i erhaltene Farbstoff.
  • Erhitzt man eine etwa 5 °1oige wäßrige Paste des so erhaltenen Produktes 2o Stunden lang im geschlossenen Gefäß auf etwa 25o°, so erhält man einen Farbstoff, welcher Baumwolle aus grünstichigblauer Küpe wesentlich grünstickiger blau färbt als der nach Abs. i erhaltene Farbstoff.
  • Beispiel 3 io Teile i - 2 - 2'- i'-Anthrachinonazin, dargestellt durch vorsichtige Oxydation von ungereinigtem N-Dihydro-i - 2 - ä - i'-anthrachinonazin mit Salpetersäure in konzentrierter Schwefelsäure und Eingießen der Lösung in Wasser, werden in ioo Teilen Schwefelsäure von 66° Be gelöst. Die Lösung wird sodann mit 2 Teilen Paraformaldehyd versetzt und das Reaktionsgemisch etwa io Stunden lang bei 5o bis 55° gerührt. Nach dem Erkalten fällt man den neuen Farbstoff durch Eingießen in Wasser in Form blaustichiggrüner Flocken - vermutlich ein Gemisch von Azin und N-Dihydroazin - aus. Er färbt Baumwolle aus blauer Küpe grünstickiger als der Farbstoff des Beispiels i. io Teile des so erhaltenen Produktes werden in Zoo Teilen Nitrobenzol suspendiert. Nach Zugabe von 2o Teilen Sulfurylchlorid rührt man das Reaktionsgemisch zStunden lang bei etwa 9o°. Nach dem Erkalten gibt man Zoo Teile Benzol hinzu, saugt den ausgeschiedenen halogenierten Farbstoff ab und wäscht ihn mit Benzol aus. Er färbt Baumwolle aus blauer Küpe in rotstickigeren und reineren Tönen als das Ausgangsmaterial.
  • Beispiel q.
  • io Teile technisch reines N-Dihydroi - 2 - 2'- i'-anthrachinonazin werden, gelöst in io5-Teilen Schwefelsäure von 9o°/0, wie im Beispiel des Patents 498292, beschrieben. durch Zugabe von Braunstein in reines i - 2 - 2'- i'-Anthrachinonazin übergeführt. Man versetzt sodann das Reaktionsgemisch mit ioo Teilen io °/oigem Oleum, gibt 6 Teile Paraformaldehyd zu und rührt io Stunden lang bei 5o bis 6o°. Beim Eingießen in Wasser scheidet sich der neue Farbstoff in Form blaugrüner Flocken aus. Er färbt Baumwolle aus blauer Küpe in viel grünstickiger blauen Tönen als das Ausgangsmaterial.
  • Beispiel s Man versetzt eine Lösung von io Teilen 3 - Chlor - i - 2 - 2'- 1'- anthrachinonazin in ioo Teilen Schwefelsäure von 9611, mit 2,5 Teilen Paraformaldehyd und rührt das Reaktionsgemisch io Stunden lang bei etwa 6o°. Beim Eingießen in Wasser scheidet sich der neue Farbstoff in Form blaugrüner Flokken ab. Er färbt Baumwolle aus blauer Küpe in grünstickiger blauen Tönen als das Ausgangsmaterial.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstöffen der i - 2 # 2'- i'-Anthrachinonazinreihe, dadurch gekennzeichnet, daß man Formaldehyd oder Formaldehyd abgebende Mittel auf i - 2 - 2'- i'-Anthrachinonazine einwirken läßt und die so erhaltenen Farbstoffe gegebenenfalls einer weiteren Behandlung, wie Reinigung, Reduktion, Oxydation, Halogenierung, unterwirft.
DEI40248D 1929-12-28 1929-12-28 Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der 1íñ2íñ2'íñ1'-Anthrachinonazinreihe Expired DE548616C (de)

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