DE466112C - Retuschier- oder Kolorierverfahren fuer Photographien - Google Patents
Retuschier- oder Kolorierverfahren fuer PhotographienInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C11/00—Auxiliary processes in photography
- G03C11/04—Retouching
Landscapes
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Description
- Retuschier- oder Kolorierverfahren für Photographien Das Retuschieren der Photographien erfolgte bisher mit einem Pinsel, einem Retuschierstift o. dgl. in der Weise, daß jeder einzelne Fleck mit Farbe abgedeckt, d. h. durch Auftragen von Farbe zum Verschwinden gebrachtwurde. Hierbei sind dieverschiedensten Farben bzw. Farbstifte erforderlich, da jeder einzelne Fleck nur durch Auftragen derjenigen Farbe, welche genau der Farbtönung seiner Umgebung entspricht, abgedeckt werden kann. Das Herausarbeiten von Licht und Schatten auf den Photographien wird in ähnlicher Weise vorgenommen, indem man wiederum j edesmal diejenigen Farben verwenden muß, welche genau den Farbtönen der heller oder dunkler zu machenden Stellen entsprechen. Das bisherige Verfahren zum Retuschieren bzw.Kolorieren von Photographien ist überhaupt äußerst zeitraubend und schwierig, benötigt insbesondere hochwertige Arbeitskräfte.
- Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zum Retuschieren bzw. Kolorieren von Photographien, welches wesentlich einfacher und billiger als das bisherige ist. Gemäß der Erfindung wird die Photographie zunächst mit einem durchsichtigen Überzug versehen, dieser mit einer einheitlichen Farbe bedeckt und dann das Retuschieren der Photographie mit der gleichen Farbe vorgenommen.
- Das Verfahren kann z. B. in nachstehender Weise durchgeführt werden.
- Man nimmt eine Lösung von etwa 75 0h hydriertem Naphthalin (einem benzinartigen Leichtöl), . von etwa 15 °/o Leinöl und von etwa io °h einer solchen Tinktur, wie sie zur Herstellung von Bronzelack u. dgl. gebräuchlich ist. Das prozentuale Verhältnis der einzelnen Bestandteile der Lösung braucht nicht unbedingt das angegebene zu sein, kann vielmehr auch innerhalb brauchbarer Grenzen abgeändert werden. Mit dieser Lösung überstreicht man die ganze Photographie und bedeckt dann die trockene Lösungsschicht mittels eines Farbstiftes, eines Pinsels o. dgl. mit Farbe. In einfachster Weise kann man diesen Farbüberzug dadurch herstellen, daß man mit dem Farbstift einige Male die Photographie überstreicht und dann die derart aufgetragene Farbe mittels eines Lappens o. dgl. gleichmäßig verreibt. Die Farbe entspricht demjenigen Farbton, welchen die Photographie erhalten soll. Wünscht man einen grünen Grundton der Photographie, so nimmt man eine grüne Farbe. Soll ein brauner Grundton erzielt werden, so nimmt man einen braunen Farbstift usw.
- Die Photographie ist nunmehr gleichmäßig grundiert, und durch diese Grundierung sind gleichzeitig sämtliche Flecken der Photographie verschwunden. Sollte trotzdem noch der eine oder andere Flecken vorhanden sein, so kann man diesen durch stärkeres Auftragen der gleichen Farbe oder durch Wegnehmen der an der betreffenden Stelle zu stark aufgetragenen Farbe beseitigen. Jedenfalls braucht man nicht mehr darauf zu achten, daß man eine bestimmte Farbe nimmt, welche der Umgebung des Fleckens genau entspricht, man verwendet vielmehr stets die Farbe des Grundtons. Das Einarbeiten von Licht und Schatten-in die Photographie erfolgt in der gleichen Weise mittels derselben Farbe. Will man hellere Stellen der Photographie erzeugen, so nimmt man die Grundierung an den betreffenden Stellen durch ein Radiergummi oder ein anderes geeignetes Mittel fort. Die Schatten erzeugt man durch stärkeres Auftragen von Farbe, und zwar jedesmal wiederum mit der Farbe des Grundtons, so daß man keine Sorgfalt auf die Auswahl eines bestimmten Farbtons zu verwenden braucht.
- Die fertigbehandelte Photographie gibt ein derart plastisches Bild, wie es bisher niemals erzeugt werden konnte. Insbesondere können nach dem Verfahren der Erfindung überbelichtete oder unterbelichtete Plattenverwendetwerden, welche bisher als unbrauchbar fortgeworfen werden mußten. Die unterbelichteten und überbelichteten Platten sind entweder zu dunkel oder zu hell und besitzen keine Zwischentöne. Diese Zwischentöne werden jetzt nach Aufbringen der Lösung und der Grundierung durch Wegnahme und Verstärkung der Grundierung an den betreffenden Stellen erzeugt. Die als Ausführungsbeispiel erwähnte Lösung hat sich als besonders geeignet herausgestellt. Trotzdem ist es naturgemäß möglich, auch eine andere Lösung zu verwenden, sofern sie nur den Auftrag einer gleichmäßigen Grundierung auf die Photographie ermöglicht, -welche ihrerseits wieder durch Verstärkung und Abschwächung der Farben die erwähnte Tönung der Photographie ermöglicht.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Retuschier- oder Kolorierverfahren für Photographien, dadurch gekennzeichnet, daß man die Photographie zunächst mit einem durchsichtigen Überzug versieht, dann diesen Überzug mit einer farbigen Grundierung bedeckt und schließlich durch Abschwächen bzw. Verstärken der Grundierung Licht und Schatten erzeugt.
- 2. Retuschier- oder Kolorierverfahren für Photographien nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man als Grundierung für die Photographie eine Lösung aus etwa 75 °/o hydriertem Naphthalin, etwa 15 °/o Leinöl und etwa io °/o Tinktur verwendet.
Priority Applications (1)
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| DEF65342D DE466112C (de) | 1928-02-09 | 1928-02-09 | Retuschier- oder Kolorierverfahren fuer Photographien |
Applications Claiming Priority (1)
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| DEF65342D DE466112C (de) | 1928-02-09 | 1928-02-09 | Retuschier- oder Kolorierverfahren fuer Photographien |
Publications (1)
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| DE466112C true DE466112C (de) | 1928-10-01 |
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ID=7110183
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEF65342D Expired DE466112C (de) | 1928-02-09 | 1928-02-09 | Retuschier- oder Kolorierverfahren fuer Photographien |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE466112C (de) |
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1928
- 1928-02-09 DE DEF65342D patent/DE466112C/de not_active Expired
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