DE358583C - Verfahren zur Herstellung von handgemaltem Buchbinderleinen u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von handgemaltem Buchbinderleinen u. dgl.

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DE358583C
DE358583C DEB98521D DEB0098521D DE358583C DE 358583 C DE358583 C DE 358583C DE B98521 D DEB98521 D DE B98521D DE B0098521 D DEB0098521 D DE B0098521D DE 358583 C DE358583 C DE 358583C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B44DECORATIVE ARTS
    • B44DPAINTING OR ARTISTIC DRAWING, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PRESERVING PAINTINGS; SURFACE TREATMENT TO OBTAIN SPECIAL ARTISTIC SURFACE EFFECTS OR FINISHES
    • B44D2/00Special techniques in artistic painting or drawing, e.g. oil painting, water painting, pastel painting, relief painting

Landscapes

  • Application Of Or Painting With Fluid Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von handgemaltem Buchbinderleinen u. dgl. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein neuartiges Verfahren zur Herstellung von handgemaltem Buchbinderleinen .u. dgl.
  • Während die bisherigen Verfahren, Leinen oder andere Stoffe zu bemalen oder zu bedrucken, sei es auf dem Wege der Handarbeit oder auf maschinellem Wege unter Anwendung von Walzen, Druckmaschinen o. dgl. ausschließlich auf einem Positivverfahren beruhen und beruhten, bezieht sich das Verfahren nach der Erfindung auf ein in gewissem Sinne negatives Verfahren.
  • Im Positivverfahren wird der aufzudruckende Farbstoff durch Beimengung entsprechender Chemikalien derart präpariert, daß; er, auf die Leinwand verbracht, nicht zerfließt, sondern die gewollte Auftragsform beibehält.
  • Bei dem Verfahren nach der Erfindung wird nun nicht der Farbstoff, sondern der Grundstoff (Leinen o. dgl.) präpariert, wie dies vor der Bemalung mit Ölfarben bekannt ist, da jede unpräparierte Leinwand die aufgetragene Farbe einsaugt und so ihre ursprüngliche Farbe verändert wird, so daß diese, beispielsweise die ursprünglich weiße Grundfarbe einer Leinwand, beim Überstreichen mit einer schwarzen, roten oder sonstigen, den Grundstoff durchschlagenden Farbe, in eine schwarze, rote o. dgl. verwandelt wird.
  • Im Positivverfahren wird das Muster auf den Grundstoff aufgedruckt, indem die einzelnen Zeichnungen, Farben und Farbentöne, die das Muster wiedergeben sollen, beim Handverfahren mittels Pinsel und anderer Hilfsmittel, beim maschinellen Verfahren durch Walzen o. dgl. aufgetragen werden.
  • Beim Verfahren nach der Erfindung hingegen wird der präparierte Grundstoff zunächst völlig mit der Hauptfarbe überstrichen und das Muster dann mit Hilfe von Modeln oder sonstigen Instrumenten herausgearbeitet. Dies ist naturgemäß aber nur dann möglich, wenn der Stoff derart präpariert ist, daß sich die aufgetragene nasse Grundfarbe nicht in den Grundstoff einsaugt.
  • Beim mehrfarbigen Verfahren muß im positiven Vorgang ein Farbengang auf den anderen erfolgen, wobei Voraussetzung ist, daß jeder Aufstrich oder Aufdruck entsprechend eingetrocknet ist, ehe der nächste Farbenüberdruck erfolgen kann.
  • Beim Verfahren, wie es die vorliegende Erfindung schafft, ist dies nicht nötig, da- die aus dem überstrichenen, noch aus nasser Farbe bestehenden Grund herausgeholten Muster sofort mit neuen Farbenaufdrucken versehen und behandelt werden können, wobei gerade durch das Ineinanderarbeiten der nassen Farben besonders wirkungsvolle Muster erzielt werden.
  • Die Präparation des Grundstoffes kann in bekannter Weise beispielsweise mittels Gelatinelösung, mit einer Tonerdesulfatlösung o. dgl. erreicht werden, was sich nach der je- weiligen Beschaffenheit des Stoffes richtet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von handgemaltem Buchbinderleinen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daB der zu bemalende Stoff vorher in an sich bekannter Weise so präpariert wird, daB eine auf demselben aufgetragene Farbe nicht eingesaugt wird, worauf der Stoff zunächst völlig mit der Hauptfarbe überstrichen und dann das gewünschte Muster mit geeigneten Geräten n.aß in naß derart herausgearbeitet wird, daB der Untergrund des Bildes die natürliche Färbung des Grundstoffes wiedergibt.
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