AT137326B - Verfahren zur Färbung von Silberbildern. - Google Patents
Verfahren zur Färbung von Silberbildern.Info
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Landscapes
- Silver Salt Photography Or Processing Solution Therefor (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zur Färbung von Silberbildern. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Färbung von Silberbildern, insbesondere von photographischen Positiven und Negativen. Bisher wurden Silberbilder mit Lasur oder deckenden Farben koloriert. Bei diesen Verfahren kann man jedoch nicht die Abstufungen von hell nach dunkel in der richtigen Weise wiedergeben, da der graue Silberton der Bilder durch die Farben hindurchscheint und diese daher nie rein, sondern getrübt wirken. Ferner ist es notwendig, bei diesen Färbungsverfahren die Lichter sorgfältig auszusparen. Dies ist schwer durchführbar, so dass es z. B. üblich ist, die Blätter von Baumgruppen oder Büschen einfach mit Grün zu übermalen, obwohl innerhalb jedes einzelnen Blattes Abstufungen vorhanden sind. Infolgedessen können selbst sorgfältig kolorierte photographische Bilder niemals eine wahrhaft künstlerische Wiedergabe der Natur darstellen. Das Wesen des neuen Verfahrens besteht darin, dass die Färbung in der Weise erfolgt, dass auf das photographische Negativ oder Positiv Farbstoffe aufgetragen werden, iiber die eine gefärbte oder ungefärbte Kolloidschicht gestrichen wird, worauf eine Bleichung und Auswaschung erfolgt. Dabei verschwinden die überschüssigen Farben und Gelatineteilchen. Dann wird das weisse Silberbild durch Fixieren entfernt, gewässert und das reine Farbbild bleibt bestehen. Das Verfahren bei einem photographischen Positiv geht etwa folgendermassen vor sich : Das Bild wird mit Pulverfarben oder Farbstiften oder Farblösungen, bestehend aus reiner Farbe und Wasser, Benzin, Äther, Terpentinöl od. dgl., welche Lösungsmittel nach dem Verdunsten reine Farbkörper als Rückstand auf dem Bilde stehen lassen, grob eingefärbt ohne Rücksicht auf Licht und Schatten, so dass etwa Häusergruppen braun oder gelb, Wald und Wiese grün, Himmel blau, eingefärbt werden. Über das so eingefärbte Bild wird eine Kolloidschicht, zweckmässig Gelatine, die gefärbt oder ungefärbt sein kann, gestrichen. Wird das Bild uur mit hellen Farben eingefärbt, so wird es mit einer dunkel gefärbten Gelatinelösung überstrichen. Färbt man dagegen neben hellen Farben die Schattenpartien mit schwarzen oder dunklen Farben, so wird danach das Bild mit einer farblosen Gelatinelösung überstrichen. Das Bild kann dann getrocknet werden, es kann aber auch feucht bleiben. Es wird sodann einer Bleichung unterzogen, wobei die bekannten Bleichlösungen des Bromöl-und Ozobrom- drucks Verwendung finden können. Diese Lösung durchdringt sämtliche Schichten und führt das geschwärzte Silber des Originalbildes wieder in weisses Silber über. Bei diesem Vorgang tritt zu gleicher Zeit die bekannte Ozobromwirkung des Bleichers ein, in dem die über dem Silberbild gelagerten mehrfarbigen Leimschichten dem Bilde entsprechend gehärtet werden. Darauf wird eine Auswaschung mit Hilfe von lauwarmem Wasser vorgenommen. Nach dem durch das Auswaschen erreichten Ablösen der weichgebliebenen Kolloidschichten wird das Bild mit einem weichen Pinsel nachbehandelt, wobei gleichzeitig eine Retouche erfolgen kann. Darauf erfolgt die Fixierung und Wässerung in üblicher Weise. An Stelle der Einfärbung mit Farbstiften oder Pulverfarblösungen können auch gefärbte oder ungefärbte, regelmässige oder unregelmässige Kristalle oder Kreide, Bleistift oder Kohle, ferner Bronzefarbe, kurze gefärbte Seidenfäden u. dgl. Verwendung finden. <Desc/Clms Page number 2> Bei einer Einfärbung mit Hilfe von Fettfarben kann zur Erzielung stichähnlicher Wirkung in folgender Weise vorgegangen werden : Zunächst werden reine Pulverfarben auf einer Glasplatte oder in einer Reibschale mit einem fetten Öl vermischt, oder es werden fertige Buch-oder Steindruckfarben mit Terpentinöl od. dgl. verdünnt. Die fettigen Farblösungen werden nun z. B. in Strichen auf ein Portrait aufgetragen, u. zw. in den Lichtern mit Hilfe einer Zeichenfeder in dünnen Strichen und grösseren Zwischenräumen, in den Tiefen mit einer gröberen Schreibfeder und mit kleinen Zwischenräumen. Nach Fertigstellung kommt das Bild in einen Bleiche, wobei nur das in den Zwischenräumen liegende schwarze Silber wieder in weisses überführt wird. Nach dem Trocknen entfernt man die Fettbestandteile der Farben in einem Benzinbad. Es liegen dann nur noch reine Farbkörper in Form von dünnen und dicken Strichen auf dem Bilde. Es wird jetzt wieder wie vorbeschrieben mit einer Kolloidschicht überzogen gebleicht, ausgewaschen usw. und es resultiert ein farbiges Photobild in Strichen aufgelöst, wobei aber die einzelnen Striche in sich abgestuft erscheinen, wie die ursprüngliche Photographie an diesen Stellen. Bei den bisher üblichen Kolorierverfahren, wie auch beim D. R. P. 497859, Poschinger, werden Silberbilder mit Lasurfarben oder auch Pastellkreiden in den Lokalfarben eingefärbt. Dies hat folgende Nachteile : Die Abstufungen des Bildes werden durch Farben und den Silberton wiedergegeben, dadurch erscheinen hauptsächlich die Farben in den hellen Lichtern getrübt und schmutzig. Weiters werden die feinen Einzelheiten hauptsächlich bei Anwendung von Pastellfarben zugedeckt. Bei dem vorliegenden Verfahren dagegen bestehen die Abstufungen der hellen Lichter aus reiner Farbe, da das Silberbild entfernt wird. Die eigentliche Zeichnung des Bildes liegt nun nicht mehr unter den Farben, sondern wird z. B. bei Anwendung einer dunklen Leimschiebt auf dieselben gelegt. Der Vorgang ist also der gleiche wie z. B. bei einer farbigen Tuschzeichnung, bei welcher ebenfalls zuerst die Farben aufgetragen werden und dann erst erfolgt die eigentliche Zeichnung mit Tusche auf dieselben. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Färbung von Silberbildern, dadurch gekennzeichnet, dass das Bild mit Farbstiften oder Pulverfarben oder Lösungen von Farben in Wasser, Terpentinöl, Benzin, Äther usw., welche nach dem Verdunsten des Lösungsmittels reine Farbkörper als Rückstand bestehen lassen, in einer oder mehreren Schichten eingefärbt und mit einer gefärbten oder ungefärbten Kolloidschicht überzogen wird, worauf die Bildherstellung in bekannter Weise durch Gerben der über dem Silberbilde befindlichen farbstoffhältigen Leimschicht durch Ausbleichen des Silberbildes, Auswaschen des löslich gebliebenen Leimes und Fixieren des Silberbildes nach dem Bleichen erfolgt.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einfärbung des Bildes mit Hilfe von Fettfarben in Strich-oder Punktmanier erfolgt, worauf durch Bleichung das zwischen den Strichen und Punkten liegende Silberbild und durch Behandlung von Benzin die Fettbestandteile der Farben entfernt und danach das Bild durch Kolloidüberzug, Bleichen, Auswaschen und Fixierung im Sinne des Anspruches 1 fertig gestellt wird.
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