DE643429C - Verfahren zur Herstellung eines farbigen Bildfilms, bei dem zwei Seiten eines Positivs verschieden angefaerbt werden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines farbigen Bildfilms, bei dem zwei Seiten eines Positivs verschieden angefaerbt werden

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DE643429C
DE643429C DEG88829D DEG0088829D DE643429C DE 643429 C DE643429 C DE 643429C DE G88829 D DEG88829 D DE G88829D DE G0088829 D DEG0088829 D DE G0088829D DE 643429 C DE643429 C DE 643429C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C7/00Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
    • G03C7/26Silver halide emulsions for subtractive colour processes

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Optical Filters (AREA)
  • Spectrometry And Color Measurement (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung eines farbigen Bildfilms, bei dem zwei Seiten eines Positivs verschieden angefärbt werden Die Erfindung bezieht sich auf Farbenphotographien und insbesondere auf die Herstellung von farbigen Filmen. Sie stellt eine Verbesserung der bekannten Verfahren dar, bei denen das Bild auf zwei Negativfilmen aufgenommen wird und diese Negative dann gegebenenfalls über ein Gelbfilter auf die entgegengesetzten Seiten eines Positivfilms kopiert werden. Die beiden Seiten des Bositivs werden dann so angefärbt, daß sich bei der Vorführung ein Bild in natürlichen Farben ergibt. Der Positivfilm wird hierbei zunächst gewässert, um das Aufbringen der Farben mittels der Farbtrommeln zu erleichtern.
  • Der Zweck des neuen Verfahrens besteht darin, die Farben der einzelnen Positivseiten und die Zusammensetzung der Behandlungsbäder so aufeinander abzustimmen, daß beide Positivseiten gleichzeitig in den Bädern behandelt und trotzdem verschieden b.eeinflußt werden können, so daß man in jedem Fall auf besonders einfache Weise einen Film erhält, der im Gesamteindruck einem echten Dreifarbenfilm nahekommt.
  • Es ist bereits ein Verfahren bekannt, ein oder mehrere Teilbilder durch Farbstoffgemische Moder aufeinanderfolgende Verwendung verschiedener Farbstoffe in der Weise anzufärben, daß den verschiedenen Helligkeitsgraden verschiedene Farbnuancen entsprechen. 0 Es ist weiterhin bereits bekannt, für Farbfilmzwecke diachroitisch@e . Rot-Gelb-Piositive in der Weise herzustellen, daß in den dünnen Lagen ein gelber Farbton und nach dickeren Lagen fortschreitend orange und rote Farbtöne erhalten werden. Diese Positive wurden jedoch für sich hergestellt.
  • Bei keinem dieser bekannten Verfahren war es möglich, beide Positive gemeinsam im Beizbad zu behandeln und gleichzeitig durch -die Nachbehandlung selbst noch die Farbwerte zu beeinflussen.
  • Gemäß der Erfindung wird die eine Seite des Positivs mit einem Gemisch folgender Zusammensetzung angefärbt
    Malachitgrün ...... 5 Teile,
    Brillantgrün ...... 5 -
    Rhodamrn B . . . . . . 2 -
    Wesentlich für die Zusammensetzung dieses Gemisches ist, daß grüne Farbstoffe verw endet werden, die sich gut beizen und gut klären, und sein rotvioletter Farbstoff, der sich gut beizt, aber schlechter klärt.
  • Aus den Farben wird mit destilliertem.. Wasser bei Zimmertemperatur eine r %igle Lösung hergestellt, die nach dem Filtrieren mit o,5 % Essigsäure angesäuert wird.
  • Für die andere Seite wird ein Farbgemisch folgender Zusammensetzung verwendet:
    Rhodamin B ...... r Teil,
    Auramin . . . . . . . . . r -
    In diesem Gemisch müssen sich beide Farben in bezug auf die Anlagerung an das Silberbild und bezüglich der Schnelligkeit des Beizens verschieden verhalten. Das Rhödamin B läßt sich gut und das Auramin nur sehr langsam beizen. Die Farben werden ebenfalls in i oJoiger Lösung hergestellt. Um im Bild eine Trennung der roten und gelben Stellen zu erhalten, ist es notwendig, die Lösung, z. B. durch Zugabe von Ammoniak, alkalisch zu machen.
  • Das anschließende Beizbad besitzt folgende Zusammensetzung, in der beide Seiten des Films gleichzeitig gebeizt werden, Bohne daß sich die verwendeten Farbstoffe lösen: Wasser . . . . . . . . . iooo g, Reine Chromsäure . . 3 g, Kaliumferricyanid.. . 5 g, I o!oige Schwefelsäure 6 ccm. Die Anwesenheit der Schwefelsäure oder einer analog wirkenden Säure ist erforderlich, da die Beizung sonst nicht stattfindet. Die Beizung ist nach etwa 15 Minuten beendet. Der Film wird dann kurz gewaschen und dann etwa 15 Minuten in einem Bade folgender Zusammensetzung behandelt: Wasser . . . . . . . . . i ooo g, Natriumbisulfit . . . . 20 ccm. Diese Behandlung, die zu einer verschieden schnellen und intensiven Entfernung des überflüssigen Farbstoffs führt, wird als Klärung bezeichnet.
  • Anschließend wird der Film 15 bis 45 Minuten gewaschen und dann getrocknet.
  • Die Behandlung der angefärbten und gebeizten Positive sowohl mit Natriumbisulfit als auch mit Wasser ist für die endgültige Farbwirkung sehr wichtig und hat folgende Bedeutung: Um gute Bilder zu erhalten, ist es erwünscht, die Stärke der einzelnen Farbtöne verschieden abstufen zu können. Aus diesem Grunde sind in dem vorstehenden Beispiel die Farben so ausgewählt, daß die eine, und zwar blaue Seite, sehr viel schneller geklärt wird als die rote Seite und gegen das anschließende «raschen praktisch unempfindlich ist, während im Gegensatz dazu die rote Seite sehr empfindlich gegen das Waschen ist. Die Farben können natürlich auch umgekehrt gewählt werden; es kommt nur darauf an, daß die Eigenschaften der beiden Filmseiten und der Farben jeder Seite und gegebenenfalls auch die beiden Bildseiten selbst gegeneinander in Bezug auf das Klären und das Waschen verschieden sind.
  • Im vorliegenden Falle wird z. B. durch das Waschen der Film so beeinflußt, daß bei längerer Einwirkung des Wassers die rote Seite mehr und mehr gelb und die blaue Seite mehr und mehr grün wird, da sich das Rhodamin besonders leicht auswäscht. Will man nur die eine Seite beeinflussen, kann man diese entweder abdecken oder eine andere Farbe verwenden, die weniger gegen das Waschen empfindlich ist.
  • Ein weiterer Vorteil des Verfahrens besteht darin, daß die Aufnahme der Negative ohne Gelbfilter erfolgen kann. Es ist nur notwendig, ein einigermaßen kontrastreiches Silberbild zu erhalten. Man kann beim Kopieren zwischen die Kopierlampe und den Film ein Gelbfilter einschalten. Auf diese Weise hat man es durch die Regelung der Lichtintensität in der Hand, auf jeder der Seiten eine gute Tiefenwirkung zu erhalten, ohne die andere Seite des Films zu beeinflussen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung eines farbigen Bildfilms, bei dem zwei Seiten eines Positivs verschieden angefärbt werden, dadurch gekennzeichnet, daß die eine Seite des Positivs mit einem angesäuerten Gemisch aus Malachitgrün, Brillantgrün und Rhodamin B und die andere Seite des Positivs mit einem zweckmäßig mit Ammoniak alkalisch gemachten Gemisch aus Rhodamin B und Auramin angefärbt wird, daß beide Seiten des Films dann gleichzeitig in einer mit Schwefelsäure angesäuerten Lösung von Chromsäure und Kaliumferricyanid gebeizt, gewaschen und dann in einem Natriumbisulfitbad behandelt, wieder gewaschen und getrocknet werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Negative durch ein Gelbfilter auf das Positiv kopiert werden.
DEG88829D 1934-09-25 1934-09-25 Verfahren zur Herstellung eines farbigen Bildfilms, bei dem zwei Seiten eines Positivs verschieden angefaerbt werden Expired DE643429C (de)

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DEG89925D DE645445C (de) 1934-09-25 1935-03-01 Verfahren zur Weiterbehandlung nach Patent 643429 hergestellter farbiger Bilder
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