DE349944C - Farbenphotographisches Verfahren - Google Patents
Farbenphotographisches VerfahrenInfo
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Classifications
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- G—PHYSICS
- G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
- G03C—PHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
- G03C7/00—Multicolour photographic processes or agents therefor; Regeneration of such processing agents; Photosensitive materials for multicolour processes
- G03C7/46—Subtractive processes not covered by the group G03C7/26; Materials therefor; Preparing or processing such materials
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Description
- Farbenphotographisches Verfahren. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines photographischen Abzuges in natürlichen Farben, bei dem von zwei den gleichen Gegenstand zeigenden und in verschiedenen Farbenwerten gehaltenen Negativen Abzüge gemacht werden, von denen_der eine mit einer vom zugehörigen Negativ verschiedenen Farbe gefärbt wird.
- Das Neue des Erfindungsgegenstandes besteht darin; daß der gefärbte Abzug wieder lichtempfindlich gemacht und eingefärbt wird, um dann in bekannter Weise unter dem anderen Abzug hindurch belichtet und nach Belichtung wieder in einer anderen Farbe eingefärbt zu werden, so daß. der zuletzt angewendete Farbstoff nur an solchen Stellen der Gelatineoberfläche des einen Abzuges absorbiert wird, die von dem Licht mit Rücksicht auf die Dichte des Silberniederschlages auf dem anderem Abzug unbeeinflußt geblieben sind.
- Bei der Ausführung der Erfindung besteht der erste Schritt darin, daß zwei Belichtungen auf verschiedenen, empfindlichen Oberflächen gemacht - werden. Diese beiden Aufnahmen werden vorzugsweise -gleichzeitig von derselben Stelle aus gemacht, gegebenenfalls mit nur einem einzigen, besonders zu diesem Zweck ausgebildeten Apparat. Diese beiden Aufnahmen werden durch Filter verschiedener Farben hergestellt; und zwar ist einer dieser Filter vorzugsweise rot und der andere grün. Die auf diese -Weise erzeugten Negative werden auf bekannte Weise entwickelt. Man er-,hält ein Negativ, das durch Belichtung durch einen roten Filter, und ein Negativ, das durch Belichtung durch .einen grünen Filter erzeugt--#\orden ist, d. h. zwei Negative des gleichen Gegenstandes mit verschiedenen Farbenwerten.
- Von jedem dieser Negative wird dann ein Abdruck gemacht, um ein Positiv zu erhalten, und zwar auch in bekannter -Weise. In der nachstehenden Beschreibung ist der vom Negativ, der durch den roten Filter hergestellt ist, gewonnene Abzug Nr. i, der andere- Abzug Nr. 2 bezeichnet. Sollen diese beiden Abzüge zu Projektionszwecken" benutzt werden, so werden sie auf durchsichtigen Unterlagen, etwa auf Film angefertigt, während zur Herstellung gewöhnlicher Bilder in. natürlichen Farben nur der Abdruck Nr. a auf durchsichtiger Unterlage angefertigt wird.
- Nun wird Abzug Nr. i getont, und zwar in einer Farbe, die verschieden ist von der Farbe des Filters, durch weleihen,das Negativ Nr. i gewonnen wurde, und zwar sei für ein durch einen roten Filter hergestelltes Negativ blaue Tönung für den Abzug gewählt. Der auf diese Weise gefärbte Abzug wird dann ausgewaschen und für ungefähr drei bis vier Minnten in einer Lösung von Kaliumbichromat gelassen, der ein' passender Farbstoff zugesetzt ist, vorzugsweise ein gelber Farbstoff,. um den nunmehr gefärbten Abzug wieder lichtempfindlich zu machen. Wenn diese Lösung die Emulsionsoberfläche des Abzuges durchdrungen hat, wird der Abzug aus der Lösung entfernt und getrocknet. Die Kaliumbichroinatlösung macht nämlich den Abzug wieder lichtempfindlich, und die Gelbfärbung -in der Lösung während der Waschung des gefärbten Abzuges. mischt sich mit dem Gelatineüberzug desselben' und erzeugt auf diese Weise eine grüne Färbung für jene Stellen des Abzuges, die vorher blau gefärbt waren. Der Abzug Nr. 2, welcher seine Entstehung einem durch den grünen Filter erzeugten Negativ verdankt, wird nun dazu benutzt, als Negativ zu dienen, um von ihm jenen Abzug herzustellen, der als einziger Film @ in dem Projektionsapparat benutzt werden soll. Dieser einzige Film wird dadurch erzeugt, daß der entwickelte Abzug Nr. 2, der, wie oben erwähnt; auf durchsichtiger Unterlage kopiert wurde, in genauer Eindeckung mit dem entwickelten und wieder lichtempfindliclzen Abzug Nr. i gebracht wurde. Während sich die beiden Abzüge in solch genauer Eindeckung befinden, findet wieder eine Belichtung statt. Bei dieser Belichtung wirken die durch den Abzug Nr. 2 gehenden Strahlen auf die wieder empfindlich gemachte Oberfläche des Abzuges Nr. i ein, und zwar je im Verhältnis zur Dichte des Silberniederschlages auf dem Negativabzug Nr. 2. Hierauf wird der Abzug Nr. r entfernt niid ausgewaschen, um auf diese Weise die 1 Ficbromatflecken und den gelben Farbstoff zu entfernen, soweit diese Teile. des Abzuges noch nicht durch die Wirkung des Lichtes während der Belichtung unter dem Abzug Nr. 2 geändert öder entfernt worden sind. Der auf diese Weise gewaschene und gereinigte Abzeig Nr. i wird nun rot eingefärbt, wieder gewaschen und getrocknet, und da die Emulsionsfläche dieses Abzuges vorher mit Kalitunbichromat und gelbem Farbstoff behandelt worden ist und belichtet wurde, und da diese Behandlung auch die lichtempfindliche Schicht des Abzuges angegriffen und die Gelbfärbung zu einer festen Färbung gemacht hat, so wird der rote Farbstoff nicht die Emulsionsoberflache des Abzuges durchsetzen, soweit diese Oberfläche bereits fixiert worden ist. Der rote Farbstoff wird also von der lichtempfindlichen Emulsion des Abzuges- Nr. i nur an jenen Stellen absorbiert, welche noch nicht der Einwirkung des Lichtes ausgesetzt waren, wobei ; die Verhinderung der Einwirkung des Lichtes an diesen Stellen der Dichte des Silberniederschlages am Negativ Nr. 2 zuzuschreiben ist. Der auf diese Weise gewonnene Abzug Nr. i ist ein positiver Abzug und trägt das Bild in natürlichen Farben. Wenn dieser Abzug auf durchsichtiger Untertage gemacht worden ist, kann das so gewon-. rene Positiv mit irgendeinem bekannten Projektionsapparat, beispielsweise mit einem Kinematograph en, Verwendung finden.
- In dem eben beschriebenen Verfahren wird voii einer größeren Anzahl von Negativen, die in verschiedenen Farbenwerten gehalten sind, ein einziger Abzug gewonnen, der das Fild positiv in den natürlichen Farben zeigt, und zwar ist die Gewinnung des Positivs mit weniger Ausgaben und Arbeit verbunden als die gegenwärtig im Gebrauch befindlichen positiven Abzüge in natürlichen Farben.
- Das Verfahren, wie es hier beschrieben wurde, ist>das vorzugsweise benutzte Verfahren. Es können jedoch die einzelnen Teilschritte des Verfahrens geändert werden. Wenn einer der Abzüge Nr. i oder 2 auf, Material hergestellt ist, dessen Färbung an und für sich blau ist, so ist es natürlich nicht mehr notwendig, dem Abzug eine Blaufärbung besonders zu verleihen. Soll die Benutzung des Iialiumbichromats umgangen werden, so wird von einem der durch den Filter hergestellten Negative ein Abzug gemacht, und dieser Abzug wird rot neingefärbt, gewaschen und auf beliebige Weise wieder lichtempfindlich gemacht. Wird dann dieser Abzug in Eindekkung mit dein anderen Negativ belichtet, so entsteht bei der Entwicklung ein Abzug, der im Zusatz zu den Blaufärbungen auch die Roten aufweist. Die -auf diese Weise herge= stellte Kopie wird in ein gelbes Bad eingebracht, gewaschen, um den gelben Niederschlag zu. entfernen, und getrocknet. Der Ab= zug zeigt dann das Bild in natürlichen Farben.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRuCH: Verfahren zur Herstellung eines photographischen Abzuges in natürlichen Farben, bei dem von zwei den gleichen Gegenstand zeigenden und in verschiedenen Farbenwerten gehaltenen Negativen Abzüge gemacht werden, von denen der eine mit einer vom zugehörigen Ngeativ verschiedenen Farbe gefärbt wird, dadurch gekennzeichnet, daß der gefärbte Abzug gleichzeitig wieder lichtempfindlich gemacht und eingefärbt wird, um dann in bekannter Weise unter dem anderen Abzug hindurch belichtet und nach Belichtung wieder in einer anderen Farbe eingefärbt zu werden, so daß der zuletzt angewendete Farbstoff nur an solchen Stellen der Gelatineoberfläche des einen Abzuges absorbiert wird, die von dem Licht finit Rücksicht auf die Dichte des Silberniederschlages auf dem anderen Abzug unbeeinflußt geblieben sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE349944T | 1916-11-25 |
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|---|---|---|---|
| DE1916349944D Expired DE349944C (de) | 1916-11-25 | 1916-11-25 | Farbenphotographisches Verfahren |
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| DE (1) | DE349944C (de) |
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- 1916-11-25 DE DE1916349944D patent/DE349944C/de not_active Expired
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