AT159833B - Verfahren zur Behandlung eines Reihenbildfilms, dessen Negativ mittels eines Zweifarbenfilters hergestellt wurde, für die Wiedergabe in den Naturfarben. - Google Patents
Verfahren zur Behandlung eines Reihenbildfilms, dessen Negativ mittels eines Zweifarbenfilters hergestellt wurde, für die Wiedergabe in den Naturfarben.Info
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Description
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Verfahren zur Behandlung eines Reihenbildfilms, dessen Negativ mittels eines Zweifarhenfilters hergestellt wurde, für die Wiedergabe in den Naturfarben.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Verfahren zur Behandlung des Positivs eines solchen Reihenbildfilms, dessen Negativ unter Verwendung eines Zweifarbenfilters, vorzugsweise aus einem abwechselnd gelbgrünen und einem rotgelben Feld bestehenden Filters, hergestellt wurde und der, zwecks Wiedergabe in den Naturfarben, durch ein Zweifarbenfilter projiziert wird, dessen Farben von den Farben des Aufnahmefilters verschieden sind und im angeführten Falle aus abwechselnd lichtblauen und gelbbraunen Feldern besteht. Die Erfindung selbst besteht, dem Wesen nach, darin, dass der Positivstreifen vorerst in seiner ganzen Länge in einer der beiden Filterfarben, z. B. lichtblau, eingefärbt und dann jedes zweite Feld auf geeignete Weise, z. B. durch Einwalzen des entsprechenden Farbstoffes, mit der zweiten Filterfarbe, z. B. Gelbbraun, versehen wird.
Auf diese Weise wird die Verwendung von synchron mit dem Bildband laufenden Filterbändern, Scheiben, Blenden oder Pendeln entbehrlich und für diese ein leicht herstellbares und verlässlich wirkendes Mittel geschaffen.
Das erfindungsgemässe Verfahren kann in der Weise ausgestaltet werden, dass der Film vorerst in seiner ganzen Länge mit einer Farbe, z. B. Rot, versehen wird, welche durch Behandlung mit einem lichtempfindlichen Stoff, z. B. Ammon-oder Kaliumbichromat und nachherige Belichtung nicht nur in eine der beiden Filterfarben, in diesem Falle in Gelbbraun, umgewandelt bzw. getönt, sondern auch gegerbt wird. Demgemäss wird jedes zweite Feld auf zweckmässige Weise, etwa durch Einwalzen, mit der lichtempfindlichen Lösung überzogen und der ganze Streifen belichtet, wodurch diese zweiten Felder gegen eine darauffolgende Behandlung mit Wasser, Farbe od. dgl. unempfindlich gemacht sind.
Wird nun der ganze Filmstreifen mit Wasser, dem zwecks Beschleunigung etwas Säure oder Alkalien beigemengt werden, gewaschen, dann bleiben die gegerbten Felder in der gelbbraunen Farbe unverändert, während die dazwischen liegenden roten Felder von ihrem Farbstoff befreit werden, demnach ungefärbt erscheinen, worauf der ganze Streifen mit der zweiten Filterfarbe, also lichtblau, überzogen wird, die nur an den ungefärbten Feldern haften bleibt, von den gegerbte Feldern aber abgestossen wird.
Bei allen diesen Färbungen ist zu beachten : l. dass die Filterfarben lichtdurchlässiger sein sollen als jene, welche für die Aufnahme verwendet wurden, und 2. dass beide Filterfarben ungefähr die gleiche Transparenz besitzen, was durch entsprechende Wahl der zweiten Filterfarbe (des Blau) oder sonstiger Mittel herbeigeführt werden kann.
Die Lösung des lichtempfindlichen Stoffes kann dem ersten Farbstoff (dem Rot) auch gleich beigemengt werden, wodurch die Belichtungen nur jedes zweiten Feldes (und nicht des ganzen Streifens) erforderlich ist.
Schliesslich ist das Verfahren auch in der Weise ausführbar, dass zur Färbung solche Substanzen verwendet werden, welche, nach Fixierung jedes zweiten Feldes durch Behandlung mit einem lichtempfindlichen Stoff und Belichtung, auf chemischem Wege durch Reagenzeinwirkung in die erforderliche Farbe umgewandelt werden. Für die Umwandlung von Rot in Blau oder umgekehrt kommen beispiels-
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CMBNsO + 2 H20 od. dgl. künstliche oder natürliche Farbstoffe.
Als Reagenzmittel eignen sich hiezu : Hydrosulfitlösungen, verdünnte Säuren, Ammoniak oder andere alkalische Lösungen.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur Behandlung eines solchen Reihenbildfilms für die Wiedergabe in den Naturfarben, dessen Negativ mittels eines Zweifarbenfilters hergestellt wurde, dadurch gekennzeichnet, dass der Positivfilm in seiner ganzen Länge in-einer der beiden Filterfarben in wasserlöslichem Zustand derselben, z. B. gelbbraun gefärbt, dann jedes zweite Feld fixiert und nachher jedes der dazwischenliegenden Felder in der zweiten Filterfarbe,. z. B. lichtblau, dadurch eingefärbt wird, dass der ganze Streifen mit dieser Farbe überzogen wird.2. Verfahren nach Anspruch l, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierung der Farbe jedes zweiten Feldes durch Auftragui'g einer lichtempfindlichen Lösung etwa von Ammon- und Kaliumbichromat und darauffolgenden Belichtung erfolgt, wodurch gleichzeitig Tönung der Farbe erzielt wird.3. Ausführungsform des Verfahrers nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die lichtempfindliche Lösung der Farbe gleich beigesetzt wird, wodurch die Belichtung nur jedes zweiten Feldes notwendig wird.4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die nichtbelichteten Felder durch Behandlung des ganzen Films mit Wasser, von ihrer Farbe befreit werden, worauf die Einfärbung mit der zweiten Filterfarbe erfolgt.5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Färbung des ganzen Films, in einer der beiden Filterfarben, z. B. Gelbbraun, eine Substanz, z. B. Lakmus, Congorot, Brasilian Indigotin, Hematoxylin od. dgl. verwendet wird, die sieh durch Eeagenzmittel, etwa durch Hydrosulfitflösungen, verdünnte Säuren, Ammoniak od. dgl. in die zweite Filterfarbe, z. B. lichtblau, umwandeln lässt.
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