DE415095C - Verfahren zur Herstellung einer in Wasser leicht loeslichen Wismutkomplexverbindung der Chinolinreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer in Wasser leicht loeslichen Wismutkomplexverbindung der Chinolinreihe

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DE415095C
DE415095C DEB110662D DEB0110662D DE415095C DE 415095 C DE415095 C DE 415095C DE B110662 D DEB110662 D DE B110662D DE B0110662 D DEB0110662 D DE B0110662D DE 415095 C DE415095 C DE 415095C
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bismuth
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complex compound
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bismuth complex
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DEB110662D
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English (en)
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Dr Wilhelm Kohlhaas
Dr Friedrich Krollpfeiffer
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Siemens Healthcare Diagnostics GmbH Germany
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Behringwerke AG
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/94Bismuth compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung einer in Wasser leicht löslichen Wismutkomplexverbindung der Chinolinreihe. Es ist seit langem bekannt, daß Hydroxylgruppen in aliphatischer Bindung die Ausfällung basischer Wismutsalze durch Komplexbildung verhindern, hierauf gründet sich die Anwendung des Glycerins und der Glucose zur Darstellung von in Wasser klar löslichen Wismutpräparaten, ebenso benutzt das Nylandersche Zuckerreagenz diese Erscheinung in dem Zusatz von Weinsäure. Aromatisch gebundenen Oxygruppen geht diese Eigenschaft ab, vielmehr bilden diese schwer lösliche Wismutverbindungen, von denen eine große Anzahl als Heilmittel Vcr-Wendung finden.
  • Es wurde nun versucht, ob es nicht möglich sei, in Wismutsalzen aromatischer Oxysulfosäuren, die Bismutylgruppe von der Sulfogruppe in die Oxygruppe zu überführen und durch Bildung der Natriumsalze an der Sulfogruppe dieser Wismutverbindungen zu löslichen Wismutverbindungen zu gelangen. Alle in dieser Richtung in großer Anzahl angestellten Versuche verliefen zunächst völlig erfolglos. So werden nach den Beobachtungen der Erfinder z. B. die Wismutsalze der Phenolsulfosäuren, der i-Oxynaphthalin-4.-sulfosäure, i-Brom-:2-oxynaphthalin-6-sulfosäure, die entweder durch Digerieren äquivalenter Mengen von frisch gefälltem Wismuthydroxyd und Sulfosäure oder durch doppelte Umsetzung zwischen Wismutnitrat und dem Natriumsalz der Sulfosäuren erhalten wurden, in wäßriger Suspension durch Zusatz von Alkalien oder kohlensauren Alkalien zerlegt. Dic Filtrate hiervon enthalten keine Spur M'ismut. Es war deshalb nicht vorauszusehen und überraschend, daß bei Behandlung der wäßrigen Suspension des Wismutsalzes der 7-Jod-8-oxychinolin-5-sulfosäure mit Alkalien oder kohlensauren Alkalien Lösung eintritt. Die so erhältlichen- gelben bis grünlichgelben Lösungen lassen sich ohne Zersetzung zu einem gelben wasserlöslichen Pulver eindampfen. Aus Lösungen mit einem Gehalt von io mg an metallischem Wismut pro i ccm fällt auf Zusatz von Alkohol nichts aus. Konzentrierte Lösungen geben mit Alkohol einen feinen eigelben, schwer filtrierbaren, wasserlöslichen Niederschlag. Aceton bewirkt nur in großem L'berschuß die gleiche Fällung, mit Wasser unmischbare Lösungsmittel, wie Äther, Benzol u. a., entziehen den Lösungen keine Substanz.
  • Nach eingehenden klinischen Untersuchungen besitzen di.-se Lösungen für die Behandlung der Lues ausgezeichnet therapeutisch wertvolle Eigenschaften, namentlich, wenn sie zusammen mit der unlöslichen Chinin-Wismutverbindung der 7 -Jod-8-oxychinolin-5-sulfosäure einseitig intravenös-intraglutäal injiziert werden.
  • Während nämlich unlösliche Wismutverbindungen nur für intramuskuläre Injektionen in Betracht kommen, können die nach dem vorliegenden Verfahren erhälilichen Lösungen ohne schädlicüe Nebenwirkungen unmittelbar intravenös injiziert werden.-' - hierdurch wird das Wismutpräparat wesentlich schneller über den ganzen Körper verteilt, wodurch seine: spirochätentötende Wirkung schneller und gründlicher zur Wirkung kommt als bei der langdauernden Resorption eines intramuskulär ange:egten Depots des bekannten un:öslichen -jod-8-oxychino'io-5-sulfosauren Wismuts, das außerdem bei intramuskulärer Injektion sehr schmerzhafte Infiltrate hervorruft.
  • Die Lösungen sollen in dieser Richtung verwandt werden, auch sollen sie als Zwischenprodukte für die Darstellung anderer therapeutisch wertvoller Präparate dienen. Beispiel. 5 Teile des in der üblichen Weise dargestellten 7-jod-8-oxychino:in-5-sulfosauren Wismuts werden in ioo Teilen Wasser suspendiert und mit 4705 Teilen wasserfreiem Natriumcarbonat versetzt. Es erfolgt Lösung mit gelber Farbe. Die Soda kann durch Bicarbonat, Alkalihydroxyde oder Ammoniak ersetzt werden; Die Lösungen lassen sich zu gelben wasserlöslichen Pulvern eindampfen. Aus Lösungen mit einem Gehalt von i o mg Bi in i ccm fällt auf Zusatz von Alkohol nichts aus. Konzentrierte Lösungen geben mit Alkohol einen feinen eigelben, schwer filtrierbaren, wasserlöslichen Niederschlag. Aceton bewirkt nur in großem überschuß die gleiche Fällung. Mit Wasser unmischbare Lösungsmittel, wie Äther, Benzol u. a., entziehen den Lösungen keine Substanz. Beim Übersäuern mit Salzsäure scheidet sich 7-Jod-8-oxychinolin-5-sulfosäure aus, bei verdünnten Lösungen erfolgt die Ausscheidung erst nach Stehen über Nacht.

Claims (1)

  1. PATRNT-ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer in Wasser leicht löslichen Wismutkomplexverbindung der Chinolinreihe, darin bestehend, daß man das normale Wismutsalz der 7-Jod-8-oxychinolin-5-sulfosäure in wäßriger Suspension mit Alkalien oder Alkalicarbonaten behandelt und aus der so entstandenen Lösung die Wismutkomplexverbindung durch Eindampfen der Lösung oder Fällung mit Alkohol in fester Form abscheidet.
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