DE397255C - Schi- (Schneeschuh-) Bindung - Google Patents

Schi- (Schneeschuh-) Bindung

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DE397255C
DE397255C DEB106876D DEB0106876D DE397255C DE 397255 C DE397255 C DE 397255C DE B106876 D DEB106876 D DE B106876D DE B0106876 D DEB0106876 D DE B0106876D DE 397255 C DE397255 C DE 397255C
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63CSKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
    • A63C9/00Ski bindings
    • A63C9/10Non-self-releasing toe jaw-irons; Non-self-releasing binding hooks made of one piece

Landscapes

  • Footwear And Its Accessory, Manufacturing Method And Apparatuses (AREA)

Description

Bei den bekannten Schibindungen sitzt der Schuh entweder zwischen feststehenden Bindungsbacken (Huitfeld-Art) oder zwischen drehgelenkigen Bindungsbacken (Müller-, BiI-ger-, Schuster-Bindung), in welch lezterem Falle Spannfedern angeordnet sind, welche verhindern sollen, daß die hintere Schihälfte beim Abheben des Schis vom Boden nach unten klappt. Diesem Bekannten gegenüber ίο sind gemäß der vorliegenden Erfindung feststehende und drehgelenkige Bindungsbacken vorhanden, welche hintereinanderliegen, um den Schuh zugleich zu erfassen. Die angelenkten Backenteile sind außerdem je mit Sohlenplattenlappen ausgestattet, die die Federkraft und Federwirkung der Schuhsohle zur leichteren Vorwärtsbewegung der Schis ausnutzen.
Der Gegenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in einer beispielsweisen Ausfülirungsform dargestellt, und zwar in
1 Abb. ι in einer Seitenansicht und in
Abb. 2 in der Draufsicht.
α, α sind feststehende, mit Lederfutter b versehene Backen, welche mit den durch das
Schiholz c hindurchgehenden Schraubenbolzen d, d an diesem befestigt sind und an \veichen der Zehenriemen c angeschlossen ist. Ziemlich am rückwärtigen Ende von α, α sind die um eine Achse schwingbar beweglichen Backen f, f angelenkt, welche außerdem Sohleuplattenlappen /; zur Auflage der Schuhsohle besitzen und an welchen der Bindungsriemen i durchgezogen ist, der von einem Querriemen ίο (Ristriemen) k getragen ist. Mit strichpunktierten Linien ist in Abb. ι Stellung der Backen /, f bei angehobenem Fuße angedeutet. Sowohl die feststehenden als die beweglichen Backen sind zwecks leichter Queranpassung nach bekanntem Muster voneinander getrennt. Die feststehenden Backen können entweder atif das Schiholz aufgeschraubt werden, oder sie können auch durch einen Schlitz im Schiholz quer durchgezogen sein und bestehen dann aus einem Stück. Die strichpunktierte Umrißlinie des Schuhes (angenommen ist der linke Schuh) in Abb. 2 läßt, erkennen, wie der Schuh an den feststehenden und beweglichen Backen zugleich anliegt, an ersteren an deren Lederfutter und an letzteren am Leder des Bindungsriemens i und noch in der Nähe des Gelenks. Wichtig ist die Anlage an den Enden M und Ar, deren Entfernung voneinander die Bindungslänge ausmacht. Das Lederfutter wird bei entsprechender Kröpfung der feststehenden Backen entbehrlich.
Durch das Vorhandensein von feststehenden und schwingbar gelenkigen Backen, in Hinter einanderanordnung, ist die Bindungslänge etwa auf das Doppelte der Huitfeldbacken ausgedehnt, die Reibungsfläche für die Schuhsohlenkanten aber nur auf eine kleine Stelle beschränkt, da der Gelenkteil mit dem Schuh sich gleichzeitig bewegt. Die Folge der Neuerung ist eine sichere und wirksamere Führung der Schier in der Vorwärts- und Seitenrichtung, eine leichtere Lenkbarkeit derselben sowie eine bessere Ausnutzung der Fußkraft bei ' geringerer, kräftesparender Arbeitsleistung und größerer Beweglichkeit des Fußes.
Die Führungsvorrichtung erstreckt sich infolge der beweglichen Verlängerung bis zum Fußballen, in welchem die stärkste Fußkraft ruht. (Bei Bindungen mit ausschließlich feststehenden Führungsbacken ist die Arbeitsleistung mit der Führungsvorrichtung nur auf die Zehenpartie beschränkt, auch ist der Fuß weit weniger beweglich, gleichgültig, auf welche Art und Weise der Bindungsumfassungsriemen festgehalten wird. Würden aber bei Bindungen mit nur feststehenden Führungsbacken diese verlängert, so würde die Beweglichkeit des Schuhes infolge der zu starken Reibung unerträglich beeinträchtigt \verden.) Die Stelle der Wirksamkeit der Führungsvorrichtung liegt zentraler, unmittelbar unter der Führung des Ballens; auch hierdurch wird die Arbeit des Fußes erleichtert. Im Gegensatz hierzu befindet sich der Wirkungspunkt "des Hebels der Führungsvorrichtung aller Federbindungen vorn an der Spitze des Fußes, was an die Arbeit des Fußes größere Anforderungen stellt.
Gegenüber der Müller-, Bilger-, Schuster-Bindung ferner ist erreicht, daß Spannfedern ausgeschaltet sind, da das zweckmäßig angeordnete Gelenk der beweglichen Backen das Herunterklappen der hinteren Schihälfte beim Abheben des Fußes vom Schi verhindert. Den an den beweglichen Backen angebogenen Sohlenplattenlappen ist eine bei keiner anderen Bindung beabsichtigte oder erreichte Wirkung eigen, nämlich die Erzeugung einer stärkeren Federung der Schuhsohle und ihre Ausnutzung für den Gebrauch des Schneeschuhs. Beim Schreiten des Schneeschuhläufers erhält die Sohlenplatte des zurückgestellten Fußes eine scharfe Winkelstellung zur Fläche des Schis, da, wo der Schuh aufliegt, wodurch die Schuhsohle in der Zehengegend stärker abgebogen 8g wird; ihre Entspannung beim Weiterschreiten, im Augenblick des Xachziehens des Fußes, die sich durch schnellen Druck (Wippen) auf die vordere Hälfte des Schneeschuhs äußert, verleiht dem Schneeschuh einen kräftigen Vorwärtsschwung (ähnlich wie bei der Maschine das Schwungrad). Diese Mitarbeit erzeugt eine ungemein leichte \*orwärtsbewegung, ein leichtes Gehen, insbesondere aufwärts, sie wirkt somit außerordentlich kräftesparend. Dies wird noch dadurch unterstützt, daß die Lage des Gelenkes des beweglichen Backens mit demjenigen des natürlichen Gelenkes des Fußballens des Schneeschuhläufers übereinstimmt und hierdurch die natürliche und taglieh gewohnte Gehbewegung sichert und gewährleistet. (Die Erschwerungen für die Gehorgane, die den meisten Bindungen eigen sind, fallen weg.)

Claims (1)

105 Patent-Anspruch:
Schi- (Schneeschuh-) Bindung, gekennzeichnet durch feststehende (a-b, a-b) und schwingbar an diesen angelenkte Bindung«- no backen (/, /) in Hintereinanderanordnung zum gleichzeitigen Erfassen des Schuhes, von denen die schwingbaren Backenteile (/, /) zur Aufnahme des LTmfassur:gsriemens (f) dienen und außerdem mit Sohlenplattenlappen (//) ausgestattet sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DEB106876D 1922-10-24 1922-10-24 Schi- (Schneeschuh-) Bindung Expired DE397255C (de)

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