DE260243C - - Google Patents

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DE260243C
DE260243C DENDAT260243D DE260243DA DE260243C DE 260243 C DE260243 C DE 260243C DE NDAT260243 D DENDAT260243 D DE NDAT260243D DE 260243D A DE260243D A DE 260243DA DE 260243 C DE260243 C DE 260243C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/02Bis-indole indigos

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in BASEL (Schweiz).
Zusatz zum Patent 259145.
Durch das Patent 259145 ist ein Verfahren zur Herstellung neuer Kondensationsprodukte aus Indigo oder dessen Halogenderivaten geschützt, darin bestehend, daß man Indigo
5 oder dessen Halogenderivate mit aromatischen Säurehalogeniden, wie z. B. Benzoylchlorid, behandelt. In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens wurde nun gefunden, daß man zu roten Kondensationsprodukten gelangt, wenn man arylierte Fettsäurehalogenide vom Typus Aiy\-(CH2) x-CO-Ba\ogen, wie z. B. Phenylessigsäurechlorid, auf Indigo oder dessen Derivate einwirken läßt.
Beispiel 1.
20 Teile Indigo und 80 Teile Phenylessigsäurechlorid werden zusammen im Ölbad unter Rückfluß zum Sieden erhitzt, wobei sich die
ao Reaktionsmasse unter starker Salzsäureentwicklung in kurzer Zeit intensiv blaurot färbt. Nach etwa halbstündigem Erhitzen läßt man etwas erkalten, verdünnt die Reaktionsmasse mit 250 bis 300 Teilen Nitrobenzol oder Xylol, erhitzt nochmals kurze Zeit zum Sieden und filtriert sodann von allfällig vorhandenen ungelösten Anteilen. Beim Erkalten des Filtrats scheidet sich das neue Kondensationsprodukt in Form leuchtend roter glänzender Kriställchen aus, welche abfiltriert, mit Alkohol gewaschen und getrocknet werden. Die so erhaltene Verbindung ist in Wasser, verdünnten
Alkalien und Säuren vollständig unlöslich. In organischen Lösungsmitteln, wie Xylol, Toluol, Nitrobenzol, löst sie sich in der Kälte schwer, leicht dagegen in der Wärme mit karminroter Farbe und intensiver gelber Fluoreszenz. Konzentrierte Schwefelsäure löst mit gelboranger Farbe und schwacher gelber Fluoreszenz. Beim Verdünnen der schwefelsauren Lösung mit Wasser scheidet sich das unveränderte Kondensationsprodukt in Form von karminroten Flocken ab. In 24 prozentigem Oleum löst sich die Verbindung mit intensiv oranger Farbe; beim Erwärmen der Lösung tritt SuI-üerung ein, indem bei nachfolgendem Eingießen in Wasser keine Ausscheidung mehr erfolgt, sondern eine rot gefärbte Lösung entsteht, aus welcher die entstandene Sulfosäure mittels Kochsalz abgeschieden werden kann. Dieselbe färbt Wolle und Seide aus saurem Bade in karminroten Nuancen an. Beim Erhitzen des Kondensationsproduktes auf höhere Temperatur sublimiert es unter Bildung von karminroten Dämpfen.
Beispiel 2.
5 Teile Indigo werden zusammen mit 25 Teilen Nitrobenzol und 12 Teilen Phenylessigsäurechlorid im Ölbad während 1 bis I1Z2 Stunden unter Rückfluß zum Sieden erhitzt. Beim Erkalten der Reaktionsmasse scheidet sich das Kondensationsprodukt in Form glänzender roter Kristallenen ab,
Beispiel 3.
3 Teile Dibromindigo werden zusammen mit 12 Teilen Phenylessigsäurechlorid zum Sieden erhitzt, wobei sich die Reaktionsmasse dunkelrot färbt. Nach etwa halbstündigem Erhitzen verdünnt man mit 30 Teilen Nitrobenzol, erwärmt nochmals kurze Zeit zum Sieden und filtriert. Aus dem Filtrat scheidet sich das bromhaltige Kondensationsprodukt beim Erkalten in Form blaurot gefärbter Kristalle aus. In seinem chemischen und physikalischen Verhalten verhält es sich durchaus analog dem aus Indigo erhältlichen Kondensationsprodukt. Seine karminroten Lösungen in organischen Lösungsmitteln zeigen ebenfalls die für vorliegende Gruppe von Verbindungen charakteristische intensive gelbe Fluoreszenz.
-n ■ · ί
Beispiel 4.
3 Teile Tetrabromindigo werden mit 10 bis 12 Teilen Phenylessigsäurechlorid einige Zeit zum Sieden erhitzt. Die Reaktionsmasse wird
I. C6H4-
,NH-
CO
CO -
in der oben beschriebenen Weise aufgearbeitet, wobei das Kondensationsprodukt zunächst als graues Kristallpulver erhalten wird, das jedoch beim Zerreiben blaurote Farbe annimmt. Gießt man dessen orangegelb gefärbte schwefelsaure Lösung in Wasser, so scheidet sich die unveränderte Verbindung in intensiv blaurot gefärbten Flocken aus. In organischen Lösungsmitteln, wie z. B. Xylol, löst sich das vorliegende Tetrabromderivat ebenfalls mit karminroter Farbe und gelber Fluoreszenz.
In ganz analoger Weise erfolgt die Herstellung von Kondensationsprodukten unter Verwendung von Homologen bzw. anderen Substitutionsprodukten des Indigos oder unter Ersatz des Phenylessigsäurechlorids durch dessen Homologe und Substitutionsprodukte.
Aus den bei der Elementaranalyse erhaltenen Zahlen ist zu schließen, daß die Bildung der vorliegenden roten Kondensationsprodukte durch Einwirkung von zwei Molekülen des arylierten Fettsäurehalogenids auf ein Molekül Indigo stattfindet, vermutlich nach folgenden Gleichungen:
'C6H4 + 2C6H5-CH2-COCl
co
-CH2-C6H5
-CO-
= 2HC/ + C6H4
C = C
CO
N -.
yCO,
N /
I
CO
H5C6 - CH2
C6H4 = 2H2O + C6H4
CO
Ns.
CO
C = C
C6H4
-CO
Berechnet für C32 H18 N2 O2:
C =
TT
N —
O =
83,11 Prozent
3.90
6,o6 -
6,93
Gefunden:
82,79 Prozent
4,29
5.95
Die gemäß vorliegendem Verfahren erhältlichen Produkte sollen in der Farbenindustrie Ver- 110 Wendung finden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Weitere Ausbildung des durch Patent 259145 geschützten Verfahrens zur Darstellung von Kondensationsprodukten aus Indigo und dessen Halogensubstitutionsprodukten, darin bestehend, daß man hier behufs Erzielung von rot gefärbten Kondensationsprodukten arylierte Fettsäurehalogenide auf Indigo, dessen Homologe und Substitutionsprodukte eventuell unter Mitverwendung von Verdünnungs- oder Kondensationsmitteln einwirken läßt.
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