DE254098C - - Google Patents

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DE254098C
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methylbenzanthrone
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blue
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/12Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds
    • C09B49/124Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds from polycarbocyclic compounds

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Heterocyclic Carbon Compounds Containing A Hetero Ring Having Oxygen Or Sulfur (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Im Hauptpatent 209351 nebst Zusatzpatent 243751 ist die Herstellung von schwefelhaltigen Küpenfarbstoffen durch Erhitzen von 2-Methylbenzanthron mit Schwefel oder Alkalipolysulfiden mit oder ohne Anwendung von Verdünnungsmitteln beschrieben worden. In weiterer Ausbildung dieses Verfahrens wurde gefunden, daß man in den genannten Verfahren das 2-Methylbenzanthron durch seine Substitutionsprodukte sowie durch Derivate isomerer Benzanthrone ersetzen kann, wobei ebenfalls wertvolle Küpenfarbstoffe erhalten werden. Hierbei hat sich gezeigt, daß bei einigen Substitutionsprodukten während der Schwefelung der Substituent eliminiert wird und an dessen Stelle Schwefel eintritt. Gegenüber dem Verfahren des Hauptpatents 209351 bietet der Ersatz des 2-Methylbenzanthrons durch Substitutionsprodukte den Vorteil, daß die Farbstoffbildung viel leichter und glatter vor sich geht, was sowohl in der Ausbeute als auch in der reineren Nuance sowie größerer Färbekraft zum Ausdruck kommt. Zum Teil liefern die Substitutionsprodukte auch Farbstoffe von durchaus anderer Nuance.
Beispiel 1.
100 Teile Chlormethylbenzanthron vom Schmelzpunkt 175 ° (wie solches z. B. durch Behandlung des 2-Methylbenzanthrons vom F. P. 199 ° mit Chlor bzw. chlorabgebenden Substanzen, wie Sulfurylchlorid oder Kaliumchlorat und Salzsäure, erhalten werden kann) werden mit . 600 Teilen Schwefel während 2 Stunden auf 200 bis 240 ° erhitzt. Die erkaltete und pulverisierte Schmelze wird durch Extraktion mit Schwefelkohlenstoff oder Schwefelnatrium vom überschüssigen Schwefel befreit und das verbleibende, dunkelblau gefärbte Pulver behufs weiterer Reinigung mit Nitrobenzol ausgekocht. Der reine Farbstoff wird auf diese Weise in Form kupferglänzender Nädelchen erhalten, die sich in konzentrierter Schwefelsäure mit braunvioletter Farbe lösen. Beim Verdünnen der schwefelsauren Lösung mit Wasser erfolgt Ausscheidung von blauen Flocken. In 2oprozentigem Oleum löst sich der Farbstoff mit schmutzig blauvioletter Farbe. In den gewöhnlichen Lösungsmitteln, wie Eisessig, Alkohol, Toluol, ist er unlöslich; in hochsiedenden Lösungsmitteln, wie Nitrobenzol, Chlornaphtalin, löst er sich bei Siedehitze in geringer Menge mit grünlichblauer Farbe. Bei Behandlung mit Natronlauge und Hydrosulfit entsteht eine violettblaue Küpe, aus welcher Baumwolle zunächst in rein blauen Nuancen angefärbt wird, die beim Verhängen an der Luft und nachfolgendem Seifen
*) Früheres Zusatzpatent: 243751.
in ein reines, intensives Grünblau von vorzüglichen Echtheitseigenschaften übergehen. Dem Farbstoff kommt voraussichtlich folgende Formel zu:
Berechnet:
11,72 Prozent
Beispiel 2.
20 Teile bromiertes Methylbenzanthron (dargestellt z. B. durch Behandeln von 2-Methylbenzanthron vom F. P. 199 ° mit Brom in siedendem Eisessig) werden mit 20 Teilen Schwefel und 100 Teilen Naphtalin während 8 Stunden unter Rückfluß zum Kochen erhitzt. Die noch heiße Schmelze wird filtriert und der Rückstand mit heißem Xylol ausgewaschen. Der Farbstoff hinterbleibt in Form metallisch glänzender Kristallenen. Er färbt Baumwolle aus alkalischer Küpe in graublauen bis blaugrünen Tönen. Durch Lösen des Farbstoffs in konzentrierter Schwefelsäure bei etwa 50° C. und Eingießen in Wasser wird er in leicht verküpbarer Form erhalten. Gleichzeitig tritt durch diese Behandlung eine Vertiefung der Nuance sowie erhebliche Verschieschiebung des Farbtons nach Rot ein.
Beispiel 3.
20 Teile Dichlor-2-methylbenzanthron (dargestellt z. B. durch Behandeln von 2-Methylbenzanthron in Gegenwart eines Verdünnungsmittels mit Sulfurylchlorid in der Wärme) werden zusammen mit 150 Teilen Monochlornaphtalin und 20 Teilen Schwefel während 8 Stunden unter Rückfluß zum Kochen erhitzt. Die Schmelze wird in heißem Zustande filtriert, wobei der ausgeschiedene Farbstoff auf dem Filter verbleibt. Er wird mit SoI-ventnaphta ausgewaschen uud bildet dann ein schwarz gefärbtes Pulver, das eine grünblaue Hydrosulfitküpe liefert, aus welcher Baumwolle in wasch-, licht- und chlorechten oliven Tönen angefärbt wird.
Beispiel 4.
300 Teile Aminomethylbenzanthron (erhältlich durch Reduktion des Nitromethylbenzanthrons) werden zusammen mit 2000 Teilen Schwefel nach und nach auf 240 ° erhitzt und während χ/2 Stunde bei dieser Temperatur belassen. Die Schmelze wird in üblicher Weise aufgearbeitet, wobei der Farbstoff in Form eines schwarzen Pulvers erhalten wird, das
— C = C
Schwefelgehalt auf obige Formel
Gefunden:
ΐΐ,δο Prozent.
mit Hydrosulfit eine rot violette Küpe liefert, aus welcher Baumwolle in echten, grünlich schwarzen Tönen angefärbt wird.
Beispiel 5.
Man ersetzt in vorstehendem Beispiel 4 das Aminomethylbenzanthron durch dessen Acetylverbindung und erhitzt auf 240 bis 270 °. Es resultiert hierbei ein Farbstoff, welcher aus alkalischer Küpe Baumwolle ebenfalls in schwarzen Tönen anfärbt.
Beispiel 6.
20 Teile des durch Nitrieren des Methylbenzanthrons vom Schmelzpunkt 170 ° (vgl. franz. Patentschrift 407593) erhältlichen Nitromethylbenzanthrons werden mit 100 Teilen Schwefel während I1Z2 Stunden auf 240 bis 260 ° erhitzt. Es resultiert ein Farbstoff, welcher in gereinigtem Zustande ein rotbraunes Pulver bildet, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit schmutzig violetter Farbe löst und aus der Hydrosulfitküpe Baumwolle in intensiven rotbraunen Tönen anfärbt.
Beispiel 7.
1000 Teile kristallisiertes Schwefelnatrium werden mit 400 Teilen Schwefel zusammengeschmolzen, worauf die Schmelze durch allmähliches Erwärmen auf 145° unter Rühren entwässert wird. Das auf diese Weise erhaltene Natriumpolysulfid wird zusammen mit 80 Teilen Chlormethylbenzanthron mit 150 Teilen Alkohol während mehrerer Stunden im Autoklav unter Rühren auf 220° erhitzt. Nach Erkalten der Reaktionsmasse wird mit Wasser ausgekocht, filtriert und der Filterrückstand getrocknet. Derselbe bildet ein schwarzes Pulver und färbt Baumwolle aus der Hydrosulfitküpe in schwärzlichgrünen Nuancen.
Das in vorstehenden Beispielen beschriebene Verfahren bleibt im wesentlichen dasselbe, wenn an Stelle der genannten Methylbenzanthronderivate andere Substitutionsprodukte verwendet werden. So können beispielsweise beliebige Acidylaminomethylbenzanthrone, Alkyl-, Aryl-, Aralkyl- sowie Benzylidenamino-
derivate, ferner Halogennitro-, Halogenamido-, Dinitro- oder Nitroaminoderivate des 2-Methylbenzanthrons bzw. der isomeren Methylbenzanthrone in ganz analoger Weise durch Schwefeln in Küpenfarbstoffe übergeführt werden.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Weitere Ausbildung des durch Patent 209351 und Zusatzpatent 243751 geschützten Verfahrens zur Herstellung schwefelhaltiger Küpenfarbstoffe, darin bestehend, daß man an Stelle des dort verwendeten 2-Methylbenzanthrons hier Substitutionsprodukte des 2-Methylbenzanthrons (mit Ausnahme des Nitro-2-methylbenzanthrons vom Schmelzpunkt 243 °) oder dessen Isomeren mit Schwefel oder Alkalipolysulfiden mit oder ohne gleichzeitige Anwendung von Verdünnungsmitteln auf höhere Temperatur erhitzt.
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