DE237546C - - Google Patents

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DE237546C
DE237546C DENDAT237546D DE237546DA DE237546C DE 237546 C DE237546 C DE 237546C DE NDAT237546 D DENDAT237546 D DE NDAT237546D DE 237546D A DE237546D A DE 237546DA DE 237546 C DE237546 C DE 237546C
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV* 237546 KLASSE 22b. GRUPPE
Zusatz zum Patente 237236 vom 8. Juni 1910.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. November 1910 ab. Längste Dauer: 7. Juni 1925.
In dem Patent 237236 ist ein Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen beschrieben, welches darin besteht, daß man die durch Einwirkung von Arylaminen auf i-Halogen- bzw. i-Nitroanthrachmon-2-carbonsäuren erhältlichen Aryl-i-aminoanthrachinon-2-carbonsäuren mit Kondensationsmitteln behandelt. Die so erhaltenen Produkte sind Akridone der Anthrachinonreihe.
Wie nun weiter gefunden wurde, werden, wenn man in diesem Verfahren als Arylamine die Aminoderivate von Diarylketon-o-carbonsäuren verwendet, zunächst Arithrachinon akridone erhalten, welche einer weiteren Kondensation fähig sind, bei welcher die erst entstehenden, carboxylhaltigen, alkalilöslichen Körper unter erneutem Wasseraustritt zur Bildung von weiteren Anthrachinonkomplexen führen, welche in Alkali nicht mehr löslich sind.
Beispielsweise nimmt die Reaktion zwischen 3-Amino -4-methyldiphenylketon-2'· carbonsäure und i-Chloranthrachinon-2-carbonsäure folgenden Verlauf:
35
40
45
COOH'
/CO\/N/NH
CO.
,CO. III
v^\
co/Y^co
,NH
50
55
C e
Die so erhaltenen Körper sind vorzügliche
Küpenfarbstoffe und lassen sich in üblicher Weise auf der Faser fixieren. Die Färbungen zeichnen sich durch hervorragende Echtheitseigenschaften aus.
Beispiel i.
A. i-Chloranthrachinon^-carbonsäure -f- 3-Amino-4-methyldiphenylketon-2'-car bonsäure.
76,5 Teile 3-Amino-4-methyldiphenylketon-2'-carbonsäure werden mit 86 Teilen i-Chloranthrachinon-2-carbonsäure, 3 Teilen Kupferpulver, 150 Teilen calc. Soda, 36 Teilen Natriumbicarbonat und 750 Teilen Wasser etwa 7 Stunden unter Rückfluß gekocht. Die Reaktionsmasse wird nach Verdünnen mit heißem Wasser filtriert. Aus dem Filtrat fällt durch Essigsäure das Kondensationsprodukt (I) aus, das durch Auskochen mit verdünnter Salzsäure gereinigt werden kann. Es stellt ein violettes Pulver dar, das in Alkali mit rotvioletter Farbe löslich ist; auf Zusatz von Hydrosulfit geht die Farbe der alkalischen Lösung in helles Braunrot über. Konzentrierte Schwefelsäure löst mit bräunlichgelber Farbe. B. 10 Teile des nach A. hergestellten Kondensationsproduktes werden mit 100 Teilen konzentrierter Schwefelsäure 4 Stunden auf dem Wasserbad erwärmt; durch Eingießen in . Wasser kann das Reaktionsprodukt (II) isoliert werden, das zwar in Alkali noch mit rotvioletter Farbe löslich ist, aber im Gegensatz zum Ausgangsprodukt sich in .alkalischem Hydrosulfit mit der charakteristischen, tiefvioletten Farbe der Anthrachinonakridone löst. Zur Herbeiführung des Anthrachinonringschlusses erhitzt man alsdann die schwefelsaure Lösung so lange auf etwa 170 °, bis sich eine Probe in verdünnten Alkalien nicht mehr löst. Das Reaktionsprodukt (III) wird durch Eingießen in Wasser isoliert. Es stellt nach dem Trocknen ein rötlichbraunes Pulver dar, das in den meisten organischen Lösungsmitteln sehr schwer löslich ist. Mit alkalischer Hydrosulfitlösung liefert es eine tiefviolett gefärbte Küpe, aus der Baumwolle in bräunlichen Tönen angefärbt wird, die durch Einwirkung der Luft, rascher durch Oxydationsmittel, in ein lebhaftes rotstichiges Orange von hervorragenden Echtheitseigenschaften übergehen.
Beispiel 2.
10 Teile des entsprechend Beispiel 1. A. unter Verwendung von 3-Aminodiphenylketon-2'-carbonsäure hergestellten Kondensationsproduktes werden mit 100 Teilen konzentrierter Schwefelsäure etwa 3/4 Stunden bzw. so lange, bis eine Probe sich in verdünntem Alkali nicht mehr löst, auf etwa 1700 erhitzt. Durch Eingießen in Wasser wird der neue Körper isoliert, der in seinen Eigenschaften im wesentlichen mit dem in Beispiel 1. B. beschriebenen Produkt übereinstimmt. Auf Baumwolle liefert er ein lebhaftes, gelbstichiges Orange.
In analoger Weise kann man bei Verwendung anderer Aminodiarylketoncarbonsäuren, beispielsweise von 2 · 4-Dimethyl-4' (5') -aminodiphenylketon-2'-carbonsäure oder Naphtyl-4 (5)-aminophenylketon-2-carbonsäure oder von 4(5) * 4'-Diaminodiphenylketon-2-carbonsäure verfahren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Weitere" Ausbildung des durch Patent 237236 geschützten Verfahrens, darin bestehend, daß man die Kondensationsprodukte aus i-Halogen- bzw. i-Nitroanthrachinon-2-carbonsäuren und Aminoderivaten von Diarylketon-o-carbonsäuren so lange mit wasserentziehenden Mitteln behandelt, bis die entstandenen Produkte alkaliunlöslich geworden sind.
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