DE362457C - Verfahren zur Herstellung schwefelhaltiger Kuepenfarbstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung schwefelhaltiger Kuepenfarbstoffe

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DE362457C
DE362457C DEC27917D DEC0027917D DE362457C DE 362457 C DE362457 C DE 362457C DE C27917 D DEC27917 D DE C27917D DE C0027917 D DEC0027917 D DE C0027917D DE 362457 C DE362457 C DE 362457C
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DE
Germany
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brown
yellow
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dyes
quinone
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Expired
Application number
DEC27917D
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English (en)
Inventor
Dr Richard Herz
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B57/00Other synthetic dyes of known constitution

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung schwefelhaltiger Küpenfarbstoffe. Es wurde gefunden, daß die in der Patentschrift 17507o beschriebenen Thioderivate der p-Chinone und ihrer Halogensubstitutiönsprodukte, insbesondere die Chinonmono-und -dithiosulfosäuren@ die Chinonmerkaptane und die Dichinonmono- und -disulfide sich mit Arylaminen noch zu Körpern vom. Typus der Chinonanilide kondensieren, und dä.ß diese Verbindungen wertvolle Küpenfarbstoffe darstellen, welche insbesondere die tierische Faser in der Hydrosulfitküpe wasch-, walk- und lichtecht anfärben. Die Nuancen der so gewonnenen Farbstoffe schwanken meist zwischen gelb und braun,, dabei hat sich gezeigt, daß sowohl die Natur des Verdünnungs- bzw. Lösungsmittels, in welchem die Reaktion vollzogen wird, als auch die Reaktionstemperatur vorn Einfluß auf die Nuance des entstehenden Farbstoffes sind. Arbeitet man in indifferenten Lösungs- bzw. Verdünnungsmitteln, , wie Wasser, Spiritus, Aceton usw., so entstehen meist gelb bis gelbbraun färbende Farbstoffe; verwendet man hingegen saure Mittel, wie Essigsäure, Eisessig, ünd-vollzieht die Kondensation bei erhöhter Temperatur, so erhält man mehr rotbraun bis tiefbraun färbende Produkte.
  • Das Verfahren wird durch folgende Beispiele erläutert: Beispiel 1.
  • :23,3k,- ehinonmonothiosulfosaures Kalium (Patentschrift 175070, Beispiel 1) und 7,6 kg p-Chloranilin werden in ungefähr Zoo 1 Spiritus eingetragen und das Gemisch q. bis 6 Stunden unter gutem Rühren am Rückflußkühler gekocht. Nach dein Erkalten wird der ausgeschiedene Farbstoff abgesaugt und zur Entfernung der bei der Reaktion: gebildeten Hydrochinonmonothiosulfosäure gut mit Salzwasser von 5° bis 1o° B6 ausgewaschen. Die so gewonnene Plaste kann unmittelbar zum Färben benutzt werden. Getrocknet ist der Farbstoff ein hellbraunes amorphes Pulver, das in Wasser sehr schwer, in verdünnten Alkalien leichter mit gelbbrauner Farbe löslich ist. Die Lösungsfarbe in konzentrierter Schwefelsäure ist tiefviolett. Alkalisches Hydrostxlfit löst den Farbstoff zu einer. schwach gelb gefärbten Küpe, aus welcher Wolle echt in gelben Tönen angefärbt wird.
  • Farbstoffe ganz ähnlichen Charakters werden erhalten, wenn in diesem Beispiel das p-Chloranilin durch äquivalente Mengen Anilin, o-, rn-, p-Toluidin oder homologe Basen ersetzt wird. Der in analoger Weise aus Chinonmonothiosulfosäure und p-Phenetidin gewonnene Farbstoff färbt Wolle gelb bis gelbbraun, während der nach gleichem Verfahren aus ß-Naphtylamin hergestellte Farbstoff eine mehr rotbraune Nuance besitzt. Beispiel 2.
  • z2;3 kg cbinon-a-dithiosulfosaures Kalium (Patenschrift 17507o, Beispiel 2) und 2,2 kg p-Toluidin werden mit 8o kg Spiritus vermischt und das Gemisch mehrere Stunden am Rückflußkühler gekocht; der ausgeschiedene Farbstoff wird abgesaugt und das Sauggut mit verdünntem Salzwasser gewaschen. Getrocknet ist der Farbstoff ein braunes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit blauvioletter Farbe löst. Wolle wird aus der hellgelb gefärbten Küpe in gelbbraunen Tönen angefärbt. Ganz ähnliche Farbstoffe erhält man durch: Kondensation der isomeren Chinon-ß-d'ithiosulfosäure mit p-Chloranilin oder analogen Basen. Beispiel 3. 16 kg 2 # 6 - dichlorchinondithiosulfosattres Kalium', 14 kg p-Bromanilin, 4 kg Natriumacetat (entwässert) werden in ioo 1 Spiritus eingetragen und das Gemisch am Rü.ckflußkühler längere Zeit gekocht, die Aufarbeitung geschieht, wie in den obigen Beispielen beschrieben ist. Der getrocknete Farbstoff löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit schwarzvioletter Farbe und färbt Wolle aus der Küpe braun.
  • Beispiel 4.
  • 7,2 kg Dichinonmonosulfid und 2,5 kg p-Chloranilin werden mit ungefähr ioo kg Spiritus angerührt und einige Stunden am Rückflußkühler gekocht; das Kondensationsprodukt wird nach dem Erkalten abgesaugt und durch Waschen mit Spiritus von der Mutterlauge befreit. Getrocknet ist der Farbstoff ein -braunes in Wasser und Alkalien unlösliches Pulver; konzentrierte Schwefelsäure löst dasselbe mit violetter Farbe, alkalisches Hydrosulfit löst zu einer farblosen Küpe, aus der Wolle gelbbraun gefärbt wird.
  • Verwendet man in .diesem Beispiel an Stelle des Dichinonmionosulfids die äquivalente Menge Dichinondisulfid und arbeitet sonst unter gleichen Bedingungen, so erhält man einen Farbstoff, welcher Wolle aus der Küpe gelb, walk-, potting- und lichtecht anfärbt. Beispiel s. Darstellung eines gemischten Farbstoffs aus Chinonrnonothiosulfos.äure -f- i Molekül p-Toluidin + i Molekül p-Chloranilin. 26 kg chinonmonothioscilfosaures Kalium werden in ungefähr iooo 1 Wasser bei gewöhnlicher Temperatur gelöst, hierzu gibt man unter gutem Rühren eine Lösung von 5,3 kg p-Toluidin in 13 kg Eisessig. Die Bildung des Chinonmonoanilids beginnt sofort und ist nach einigen, Stunden Rührens beendet, dasselbe bleibt mii' kirschroter Farbe in Lösung. Zur Gewinnung, des gemischten Anilids fügt man alsdann eine Lösung von 4 kg p-Chloranilin in io leg Eisessig zu und setzt das Rühren bei gewöhnlicher Temperatur noch einige Zeit fort. Mit fortschreitender Reaktion scheidet sich das Kondensationsprodukt aus, zur völligen Abscheidung desselben wird aasgesalzen, hierauf filtriert und das Filtergut zur Reinigung mit verdünntem Salzwasser gut ausgewaschen. Der so gewonnene Farbstoff färbt Wolle in der Küpe gelb. Beispiel 6. Kondensation von Chinonmonothiosulfosäure mit p-Chloranilin in verdünnter heißer Essigsäure.
  • 4o kg chinonmonothiosulfosaures Kalium werden in et-#va Zoo 1 6o° warmen Wassers gelöst und hierzu unter gutem Rühren eine heiße Lösung von 13 kg p-Chloranilin in ungefähr 16o kg Eisessig zugegeben. Die Kondensation beginnt sofort, zur Beendigung der Reaktion wird noch mehrere Stunden bei 8o bis ioo° C gerührt und nach dem Erkalten der ausgeschiedene Farbstoff abgesaugt, gewaschen und eventuell getrocknet. Derselbe ist in Wasser und verdünnten. Alkalien unlöslich, in konzentrierter Schwefelsäure löst er sich mit tiefvioletter Farbe. Seine alkalische Hydrosulfitküpe ist farblos; im Gegensatz zu dem nach Beispiel i gewonnenen gelbfärbenden Farbstoff färbt er Wolle aus der Küpe schön gelbbraun. Diese Färbungen sind durch sehr gute Echtheitseigenschaften und gutes Egalisierungsvermögen ausgezeichnet. Beispiel 7. Kondensation von Chinonmonothiosulfosäure und p-Phenetidin in Eisessig.
  • i 5,6 kg chinonmonothiosulfosaures Kalium und 5,6 kg p-Phenetidin werden in i5o kg Eisessig eingetragen und- das Gemisch bei 70 bis 8o° C mehrere Stunden im Rühren gehalten. Nach dem Erkalten wird abgesaugt und das Saugglut mit Wasser gut ausgewaschen. Getrocknet ist der Farbstoff ein braunes Pulver, das in konzentrierter Schwefelsäure mit blauer Farbe löslich ist. Die alkalische Hydrosulfitküpe ist farblos, Wolle wird aus derselben tiefrotbraun, walk-, potting-und lichtecht angefärbt. Der entsprechende in alkoholischer Lösung hergestellte Farbstoff färbt Wolle hingegen gelb- bis gelbbraun. In gleicher Weise lassen sich aus den Chinondithiosulfosäitren und Arylaminen in Eisessig tiefbraune, olivebraune bis schwarze Farbstoffe gewinnen.
  • In diesen Beispielen läßt sich das Verhältnis von Chinon zum Arylamin variieren, ohne d0 das Resultat beträchtlich beeinlußt wird. Verwendet man aber anstatt des hier meist angenommenen Verhältnisses von 3 Molekülen Chinon auf 2 Moleküle Arylamin gleiche Moleküle Chinon und Base oder gar i Molekül Chinon auf 2 Moleküle Amin, so ist es zur Erzielung einer guten Ausbeute zweckmäßig, dem Reaktionsgemisch einen Sauerstoffüberträger, z. B. Cersalze, zuzusetzen und während der ganzen Reaktionszeit einen kräftigen Luftstrom durch die Masse zu leiten.

Claims (1)

  1. PATF-NT-ANsrp,UcFI: Verfahren zur Herstellung schwefelhaltiger Küpenfarbstoffe, darin bestehend, daß man die in der Patentschrift 175070 beschriebenen Thioderivate der p-Chinone und ihrer Halogensubstitutionsprodukte mit Arylaminen kondensiert.
DEC27917D 1919-03-25 1919-03-25 Verfahren zur Herstellung schwefelhaltiger Kuepenfarbstoffe Expired DE362457C (de)

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