DE541265C - Verfahren zur Darstellung stickstoffhaltiger Kondensationsprodukte - Google Patents

Verfahren zur Darstellung stickstoffhaltiger Kondensationsprodukte

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DE541265C
DE541265C DEI38262D DEI0038262D DE541265C DE 541265 C DE541265 C DE 541265C DE I38262 D DEI38262 D DE I38262D DE I0038262 D DEI0038262 D DE I0038262D DE 541265 C DE541265 C DE 541265C
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DE
Germany
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parts
brown
nitrogen
dye
preparation
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Expired
Application number
DEI38262D
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Ernst Honold
Dr Hugo Wolff
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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Application granted granted Critical
Publication of DE541265C publication Critical patent/DE541265C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings
    • C09B3/02Benzathrones
    • C09B3/06Preparation from starting materials already containing the benzanthrone nucleus
    • C09B3/10Amino derivatives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Darstellung stickstoffhaltiger Kondensationsprodukte In dem Patent 489 957 ist ein Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen ange-. geben, bei dem i'-Anthrachinonyl-6-aminobenzanthron mit Ätzalkalien behandelt wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß man in analoger Weise ebenfalls neue, sowohl als Farbstoffe als auch als Zwischenprodukte wertvolle stickstoffhaltige Kondensationsprodukte erhalten kann, wenn man bei dem Verfahren des Hauptpatents an Stelle des i'-Anthracliinonyl=6-aminobenzanthrons Reaktionsprodukte verwendet, die durch Umsetzung von o Aminoaldehyden oder in der o-Stellung negativ substituierten Aldehyden mit negativ bzw. durch Aminogruppen substituierten Benzantlironen oder deren Substitutionsprodukten, die zur Dibenzanthronbildung befähigt sind, erhalten werden. Für die Umsetzung besonders geeignet sind die Halogen-und Aminoderivate des Benzanthrons einerseits und die o-Aminoaldehyde der Anthrachinonreihe anderseits. Die Darstellung der als Ausgangsmaterial verwendeten Umsetzungsprodukte führt man zweckmäßig in hochsiedenden Lösungs- oder Verdünnungsinitteln und in Anwesenheit von säurebindenden Mitteln und Katalysatoren durch. Sie werden in vielen Fällen direkt in kristalliner Form erhalten, die Ausbeuten sind praktisch quantitativ.
  • An Stelle der Aminoaldehy de können auch solche Aminov erbindungen zur Kondensation herangezogen werden, die gleichzeitig mit der Umsetzung oder nachträglich leicht in Aminoaldehyde übergeführt werden können, z. B. Amino- oder substituierte Aminogruppen enthaltende Azomethine, die am Stickstoffatom noch mindestens ein ersetzbares Wasserstoffatom besitzen, negativ substituierte Azomethine, o-Halogenmethvl- oder o .Aminoinethy lverbindungen.
  • Die Ausgangsstoffe oder auch die Reaktionsprodukte können erforderlichenfalls noch nach den üblichen Methoden, z, B. durch Kristallisation oder durch Reinigung über die Oxoniumsalze, z. B. über das Oxoniumsulfat, oder durch Umküpen oder durch Sublimation gereinigt werden. Sie stellen zum Teil Acridine bzw. Acridone der Benzanthron- bzw. -Dibenzanthron- bzw. Isobenzanthronreihe dar. Durch Kondensation der Ausgangsstoffe mit alkalisch wirkenden Mitteln erhält man neue, höher kondensierte Kondensationsprodukte, die zum großen Teil nach den üblichen Methoden in ihre Leukopräparate, z. B. in ihre Leukoester, übergeführt werden können.
  • Beispiel i 53 Teile 8-Chlorbenzanthron werden in rooo Teilen Nitrobenzol mit 6o Teilen Natriumacetat, io Teilen Kupferoxyd und 5o Teilen i-Aminoanthrachinon-a-aldehyd unter Rühren so lange gekocht, bis das Reaktionsprodukt praktisch chlorfrei ist. Darauf läßt man abkühlen und saugt ab, oder man destilliert das Lösungsmittel, gegebenenfalls unter vermindertem Druck oder mit Wasserdampf oder unter Anwendung beider Maßnahmen, ab. Dabei hinterbleibt das Reaktionsprodukt in Form brauner Kristallnadeln, die durch Auskochen mit verdünnten Säuren von anorganischen Bestandteilen befreit werden können. Die Ausbeute ist ausgezeichnet. Das Reaktionsprodukt, wahrscheinlich ein :2'- i'-Anthrachinon-7 - 8-benzanthronacridon, löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit orangeroter Farbe und grüner Fluoreszenz und liefert auf der pflanzlichen Faser aus brauner Küpe rotbraune Färbungen von ausgezeichneter Echtheit.
  • 5o Teile des erhaltenen Umsetzungsproduktes werden bei i2o bis 13o° in eine Schmelze von 22o Teilen Ätzkali und Zoo Teilen Alkohol eingetragen. Man erhöht die Temperatur der Schmelze auf i4o bis i45°, rührt mehrere Stunden lang, erhöht die Temperatur darauf auf 22o bis 23o° und hält dabei so lange, bis eine entnommene Probe nach dem Aufarbeiten sich in konzentrierter Schwefelsäure mit griiner Farbe löst. Man läßt abkühlen, nimmt mit heißem Wasser auf, fällt etwa in Form seiner Hydroverbindung vorhandenen Farbstoff in der üblichen Weise aus und saugt ab. Das erhaltene Kondensationsprodukt, wahrscheinlich ein Dibenzanthronderivat, stellt eine grünblauschwarze Paste, getrocknet ein schwarzes Pulver dar, und liefert auf Baumwolle aus blauvioletter Küpe graue bis schwarze Färbungen von hervorragender Echtheit.
  • In analoger Weise kann man aus dem Umsetzungsprodukt von 8-Aminobenzanthron mit i-Chloranthrachinon-2-aldehyd den -gleichen Farbstoff darstellen.
  • Beispiel e 26 Teile 6-Chlorbenzanthron werden in 3oo Teilen Nitrobenzol mit 3o Teilen Natriumacetat, 5 Teilen Kupferoxyd und 25 Teilen i-Aminoanthrachinon-2-aldchyd unter Rühren so lange gekocht, bis das Reaktionsprodukt praktisch chlorfrei ist. Dann läßt man abkühlen und arbeitet, wie in Beispiel i beschrieben, auf. Das erhaltene Reaktionsprodukt stellt ein braunes Pulver dar, löst sich in konzentrierter Schwefelsäure mit gelbbrauner Farbe, liefert eine violettstichig braune Küpe, aus der die pflanzliche Faser in braunen Tönen von sehr guter Echtheit gefärbt wird.
  • ioo Teile des erhaltenen Reäktionsproduktes werden bei i2o bis 14o° in einer Schmelze von 40o Teilen Ätzkali und 3oo Teilen Butvlalkohol eingetragen. Man erhöht die Temperatur auf i7o bis iSo°, hält mehrere Stunden lang bei dieser Temperatur, wobei der Alkohol abdestilliert, erhitzt dann noch so lange auf 22o bis 25o°, bis keine weitere Bildung von Farbstoff erfolgt, und arbeitet in der üblichen Weise auf. Man erhält einen Farbstoff, der sich in konzentrierter Schwefelsäure mit braunvioletter Farbe löst und Baumwolle aus braunvioletter Küpe in grauen, .echten Tönen färbt. Der rohe Farbstoff kann gegebenenfalls durch Umküpen gereinigt werden.
  • Ebenso erhält man durch Verschmelzen des Kondensationsproduktes aus Dibrom-2 - 2'-dibenzanthronyl (erhalten durch Bromieren von 2 - 2 -Dibenzantronyl) mit 2 Mol i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd mit Ätzkali .ein grau färbendes Reaktionsprodukt.
  • Das in analoger Weise dargestellte Kondensationsprodukt aus 6-Chlorbenzanthron und o-Aminobenzaldehyd färbt Baumwolle in violettgrauen Tönen.
  • Beispiel 3 _ 5o Teile des nach Beispiel 3 des Patents 498o63 erhaltenen Kondensationsproduktes aus Dibrom-Bzl-Bzl'-dibenzanthronyl mit 2 Mol i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd werden allmählich in eine auf 16o° gehaltene Schmelze von 25o Teilen Ätzkali und ioo Teilen Alkohol eingetragen. Man steigert hierauf die Temperatur innerhalb einer Stunde auf Zoo bis 2:2o' und behält die Temperatur noch eine Stunde bei. Der gebildete Farbstoff wird aus der Schmelze durch Verdünnen mit Wasser und Ansäuern unter Zusatz eines gelinden Oxydationsmittels, wie Wasserstoffsuperoxyd, isoliert. Er färbt Baumwolle aus blauschwarzer Küpe in echten grauen bis schwarzen Tönen an.
  • Zu einem ähnlich färbenden Farbstoff gelangt man, wenn man das im Beispiel 4 des Patents 498 o63 beschriebene Kondensationsprodukt aus Dibrom-Bzl-Bzl'-dibenzanthronyl mit a Mol z-Aninoanthrachinon-z-anil der Einwirkung von alkoholischem Kali unterwirft. Die Lösungsfarbe dieses Farbstoffes in konzentrierter Schwefelsäure ist olivschwarz.
  • Beispiel 4 5o Teile des nach Beispiel 5 des Patents 498o63 erhältlichen Kondensationsproduktes aus Dibrom-dibenzanthronvlsulfid mit 2 Mol i =Aminoanthrachinon-a-aldehv d werden nach Angaben des Beispiels 3 mit alkoholischem Kali behandelt. Der so gebildete Farbstoff färbt aus dunkelblaugrauer Küpe Baumwolle in echten blauschwarzen Tönen an. Die Lösungsfarbe in konzentrierter Schwefelsäure ist dunkelolivgrün.
  • Beispiel s a6 Teile eines Gemisches von 6- und 7-Chlorbenzanthron werden mit 26 Teilen i-Aminoanthrachinon-2-aldehyd, io Teilen calcinierter Soda, 3 Teilen Kupferoxyd und a5o Teilen Nitrobenzol unter Rühren so lange zum Sieden erhitzt, bis die Umsetzung beendet ist. Alsdann wird, wie im Beispiel i beschrieben, aufgearbeitet. Das in guter Ausbeute entstehende Kondensationsprodukt ist ein dunkelbraunes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit brauner Farbe löst und aus brauner Küpe die pflanzliche Faser in rotbraunen Tönen färbt.
  • io Teile dieses Kondensationsproduktes werden bei 16o° in eine Schmelze aus 5o Teilen Ätzkali und 3o Teilen Methylalkohol eingetragen. Man erhöht die Temperatur der Schmelze auf iSo bis 185° und rührt dabei so lange, bis kein unverändertes Ausgangsmaterial mehr nachzuweisen ist. Nach dem Abkühlen wird die Schmelze mit heißem Wasser aufgenommen und in der üblichen Weise aufgearbeitet. Der erhaltene Farbstoff ist ein schwarzer Teil, der aus grauer Küpe die pflanzliche Faser in blaugrauen Tönen färbt. Getrocknet ist der Farbstoff ein schwarzes Pulver, das sich in konzentrierter Schwefelsäure mit trübolivgrüner Farbe löst.
  • Einen ähnlichen, etwas braunstichiger färbenden Farbstoff erhält man, wenn man das Kondensationsprodukt aus 7-Chlorbenzanthron mit i-Aminoanthrachinon-2-aldehy d auf die beschriebene Weise mit methylalkoholischem Kali verschmilzt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Weiterbildung des Verfahrens des Hauptpatents 489 957, dadurch gekennzeichnet, daß man die durch Umsetzung von o-Aminoaldehyden oder in der o-Stellung negativ substituierten Aldehyden mit negativ bzw. durch Aminogruppen substituierten Benzanthronen oder deren Substitutionsprodukten, die zur Dibenzanthronbildung befähigt sind, erhältlichen Produkte mit alkalisch wirkenden Mitteln behandelt.
DEI38262D 1929-06-05 1929-06-05 Verfahren zur Darstellung stickstoffhaltiger Kondensationsprodukte Expired DE541265C (de)

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DE (1) DE541265C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2546138A (en) * 1948-12-31 1951-03-20 Gen Aniline & Film Corp Heterocyclic benzanthrone compounds

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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