DE23271C - Neuerungen an Vorrichtungen zum Aussetzen und zum Detachiren von Booten - Google Patents
Neuerungen an Vorrichtungen zum Aussetzen und zum Detachiren von BootenInfo
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63B—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING
- B63B23/00—Equipment for handling lifeboats or the like
- B63B23/40—Use of lowering or hoisting gear
- B63B23/48—Use of lowering or hoisting gear using winches for boat handling
-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Diese Erfindung betrifft Neuerungen an Vorrichtungen zum Herablassen der von gröfseren
Schiffen mitgefühlten Rettungsboote in das Fahrwasser, sowie Mittel zum automatischen Lösen
der die Verbindung solcher Boote mit dem Hauptschiff herstellenden Organe.
Auf beiliegender Zeichnung bezeichnet A das Schiffsdeck, auf welchem hohle Bootsdavitsständer
B in der erforderlichen Entfernung von einander befestigt sind. Diese Ständer tragen
Ausleger C, deren verticaler Zapfen in die hohlen Ständer eingesteckt ist, wobei ein Bund a
auf das obere Ende des Ständers sich auflegt. Eine in eine umlaufende Nuth des Zapfens eingreifende
Kopfschraube b verhindert eine Verticalverschiebung des Auslegers im Ständer und gestattet
demselben, sich horizontal über die Seiten des Schiffes hinweg zu drehen.
An dem Ausleger C sind Rollen c d beliebiger Construction befestigt, über welche Seile e nach
den Rollen/ am unteren Ende des Ständers führen und von hier aus nach den Trommeln D E,
einer in Fig. 1 und 2 im Grundrifs und in Seitenansicht und in Fig. 6 perspectivisch dargestellten
Bockwinde mit Zahnradvorgelege. Diese Seile können durch eine Schutzkappe g
vor Beschädigungen gesichert - werden und ein jedes derselben ist mit einem auslösbaren Haken
zum Erfassen des zu heifsenden oder zu streichenden Bootes versehen.
Die Trommeln D E der Bockwinde besitzen jede ein Sperrrad h und eine Sperrklinke i,
Fig. ι und 6, welch letztere an dem Rahmengestell zur Lagerung der Trommel- und Zahnradachsen
sitzt. Die Trommel E steht mit einem Zahnrade k in fester Verbindung und
dieses greift in ein Zahnrad / ein, das auf der Achse m der Trommel D verschiebbar angeordnet
ist. Das Zahnrad / kann deshalb in und aufser Eingriff mit dem Rade k gebracht werden, je
nachdem man beide Trommeln oder nur eine benutzen will. Diese Verschiebung des Rades /
auf seiner Achse geschieht mittelst einer Stange G, die man gegen einen Arm η andrückt, der eine
Ausrückkupplung erfafst hält. Mittelst eines durch eine Feder angedrückten Stiftes 0, welcher
sich in Einschnitte der Stange G einlegt, kann man die letztere in der gewünschten Lage
halten. An Stelle dieser Vorrichtung kann irgend eine andere zur Verschiebung des Zahnrades
I geeignete treten.
Mit einem Ende der Achse m steht ein Zahnrad H in fester Verbindung, Welches in ein mit
dem Rade / verbundenes Zahnrädchen j eingreift. Dies Zahnrad / sitzt auf der Achse p
und steht mit dem Zahnrädchen q im Eingriff, auf dessen Achse r das Zahnrad K befestigt
ist. Dieses Rad K greift in ein auf der Achse isitzendes Zahnrad Z,1.
Die Achsen p r s sind in dem Rahmengestell F so gelagert, dafs sie sich, um die
Zahnräder nach Bedarf in und aufser Eingriff zu setzen, in denselben verschieben können.
Sie werden durch passende, am Gestell F drehbare Einklinkhebel t in ihrer richtigen Lage gehalten,
nachdem die gewünschten Radeingriffe hergestellt worden sind.
Geeignete Bremsen L kann man auf die Trommeln D E einwirken lassen. Dies, geschieht
mit Benutzung der am Rahmen F drehbar angeordneten Bremshebel u, deren freie
Enden in geschlitzten Stellbügeln ν ■ durch einen Stift w gehalten werden, um nach Bedarf die
Bremswirkung verstärken oder verschwächen zu können.
Auf dem Boden des Bootes M sind horizontal liegende Stangen JV, welche durch Deckkappen P
geschützt sind, angeordnet; sie stehen mit einer Verticalachse R in Verbindung. Das äufsere
Ende der Stange N ist mit dem unteren Arm von Hebeln O, die um Achsen y, Fig. 3, schwingen
können, gelenkig verbunden. Die oberen Arme der Hebel O tragen Stangen Q, deren
äufsere Enden je durch einen Halter 5, Fig. 4 und 5, hindurchgehen, welcher einen Theil
einer Auslösevorrichtung bildet.
Werden die Auslöser T an den Enden der Kranseile e mit den Haltern S am Rettungsboote
. in Verbindung gebracht, wobei die Haken d1, Fig. 5, der Auslöser unter die Ansätze cl
der Halter sich legen, so werden zur Sicherung dieser Verbindung die Stangen Q unter die
Auslöser vorgeschoben. Dadurch werden die Auslöser verhindert, sich beim Niederlassen des
Bootes in das Fahrwasser von den Haltern abzulösen. Soll nun, wenn das Boot auf dem
Wasser schwimmt, jede Verbindung desselben mit dem Schiffe gelöst werden, so werden die
Stangen Q durch entsprechende Drehung der auf der Verticalachse R, Fig. 3, sitzenden Handkurbel
zurückbewegt, wodurch die Auslöser T den Eingriff mit den Haltern S verlieren und
das Boot frei auf dem Wasser schwimmt.
Die Halter S sind mit Verstärkungsrippen al
versehen, welche zugleich als Führungen für die Stangen Q dienen. Auf diesen Stangen
sitzen Bunde bl, welche verhindern, dafs das Ende der Stangen aus den Haltern heraustreten
kann. An ihren unteren Enden tragen die Auslöser T Haken e\ Fig. 5, welche man nach
Gutbefinden in Ringe/1, Fig. 4, an den Enden des Bootes einhaken kann. Stifte gl, Fig. 5,
sind durch Ketten hx an den Haltern S befestigt.
Dieselben dienen für den Fall, dafs nur eine Person sich in dem auf dem Wasser
schwimmenden Boot befindet. Dieselbe steckt dann zunächst den Stift g1 auf dem einen Ende
des Bootes durch den betreffenden Auslöser T und Halter ^ hindurch. Dadurch werden diese
mit einander fest verbunden. Ebenso wird mit dem Stifte am anderen Ende des Bootes verfahren.
Dann werden die Stangen Q unter das Kopfende der Auslöser T vorgeschoben, so
dafs diese sich von ihren Haltern nun nicht mehr ablösen können. Jetzt kann die Person
von einem Bootende zum anderen gehen und hinter einander die beiden Stifte wieder herausziehen,
indem die Verbindung mit dem Kranseile nun durch die gesicherte Verbindung der Haken dl der Halter T mit den Ansätzen i1
der Halter nun ebenfalls eine zuverlässige ist.
Jeder der Auslöser T ist mit einem . auf einer Feder ruhenden Stifte U versehen, welcher durch
die Knietheile i1 der Halter 5 niedergedrückt
wird, wenn die Auslöser mit den Haltern in Eingriff gebracht werden. Sobald aber das
Boot in das Wasser einsinkt und infolge dessen die Auslöser T die Bootslast nicht mehr zu
tragen haben, werden durch die Federn der Stifte U die Auslöser niedergedrückt, so dafs
das Ablösen der Haken d1 derselben von den genannten Ansätzen cx der Halter £ ' leichter
und mit gröfserer Sicherheit vor sich gehen kann. Unwesentlich ist, ob dieser auf eine
Feder sich stützende Stift an dem Auslöser oder an dem Halter angeordnet ist.
Beim Nichtgebrauche des Bootes ruht dasselbe in den Bootsklampen V, Fig. 1 und 2,
die auf dem Deck oder einem sonstigen Theile des Schiffes so angebracht sind, dafs die Seile
der Schiffskrane bequem damit in Verbindung gebracht werden können.
Mittelst einer Handkurbel W, die auf eine Achse des Schiffskranes, Fig. 1 und 6, aufgesetzt
werden kann, je nachdem ein schnelleres oder langsameres Auf- oder Abwickeln des
Seiles erfolgen soll, wird das Heben bezw. Senken des Bootes bewirkt.
In einigen Fällen ist es vielleicht vorzuziehen, statt von dem in Fig. 1 und 2 veranschaulichten
Ausleger Gebrauch zu machen, die in Fig. 7 und 8 dargestellte Construction zu verwenden,
bei welcher die Streben C an der Schiffswand um Bolzen schwingen können und die Seile
über Rollen an Ständern B nach der \'orbeschriebenen Windevorrichtung geführt werden.
Dieser Ständer B kann dann den Lagerbock V für das Rettungsboot auf der äufseren Seite
tragen, damit dieser nicht hinderlich wird.
Wenn ein Ausleger mit dem Boote niedergelassen wird, gleitet der mit Feder versehene
Sperrstift ί6, an dessen Stelle auch eine Klinke
u. s. w. treten kann, über die Zähne hinweg und hält den niedergelassenen Ausleger in seiner
Position fest. Dadurch wird verhütet, dafs es bei stürmischem Wetter gegen die Seiten des
Schiffes schlägt.
Der . Sperrstift c6 kann aus der auf dem
Träger befindlichen Verzahnung herausgezogen werden, was mittelst einer daran befestigten
Leine vom Boote oder Schiffe aus geschehen kann. Andere Vorrichtungen können natürlich
dazu dienen, den Sperrstift (oder Sperrklinke) c6
in die Verzahnung einzurüclcen.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche: ιAn einer Detachirvorrichtung für Schiffsboote: i. Die mit Bezug auf die Zeichnung beschriebene Bockwinde mit Zahnradvorgelege undden Seiltrommeln D und E, wobei die Achse von E ein festsitzendes Zahnrad k und die Achse von D ein verschiebbares Zahnrad/ besitzt, dessen Lage durch den aus der Stange G, dem Arm η und dem Fixirungsstifte ο bestehenden Kupplungsmechanismus bestimmt werden kann, um nach Belieben eine oder beide Trommeln in Drehung versetzen zu können, in Verbindung mit den beiden Kransäulen B B mit den daran drehbaren Auslegern C C zur Aufnahme der Führimgsrollen für die Trommelseile.Die Auslösevorrichtung für die Kranseile, bestehend aus dem Auslöser T mit den Haken dl d1 für den Anschlufs an die Ansätze cl cl der Halter 5 »S des Rettungsbootes, sowie mit den Haken i1 el für den Anschlufs an die Ringe/1/1 des Bootes, wobei die genannten Halter 5 5 zugleich als Führung für die Stangen Q Q zur Sicherung des Anschlusses der Auslöser T T an die Halter 5 S dienen und eine gleichzeitige Vor- und Rückwärtsverschiebung der Stangen durch die Hebel O O und Stangen NN vermittelst Drehung der Handkurbel auf der Verticalachse R sich bewirken läfst, zum Zwecke der augenblicklichen Ablösung des Bootes von den Kranseilen.
Die Anordnung der von Federn angedrückten Stifte U U an den Haltern SS der Rettungsboote, welche Stifte beim Anhaken der Auslöser T T infolge des beim Heben des Bootes auf sie drückenden Gewichtes eine Lösung der hergestellten Verbindung nicht bewirken können, dagegen beim Einsenken des Bootes in das Fahrwasser durch die Spannkraft ihrer Federn eine Abwärtsverschiebung der Auslöser T T an den Haltern herbeiführen, zum Zwecke der schnellen und sicheren Ablösung der Boote vom Hauptschiffe, sowie die Anbringung der Stifte ^1 ^1 an den Haltern S S der Boote für den provisorischen Anschlufs der Kranseile, und den Fall, dafs eine einzelne Person auf dem Boote sich befindet, welche mit demselben aus dem Fahrwasser herausgehoben zu werden wünscht.'Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE23271C true DE23271C (de) |
Family
ID=299837
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT23271D Active DE23271C (de) | Neuerungen an Vorrichtungen zum Aussetzen und zum Detachiren von Booten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE23271C (de) |
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0
- DE DENDAT23271D patent/DE23271C/de active Active
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