DE66144C - Vorrichtung zum Zuwasserlassen von Booten auf ebenem Kiel - Google Patents

Vorrichtung zum Zuwasserlassen von Booten auf ebenem Kiel

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Publication number
DE66144C
DE66144C DENDAT66144D DE66144DA DE66144C DE 66144 C DE66144 C DE 66144C DE NDAT66144 D DENDAT66144 D DE NDAT66144D DE 66144D A DE66144D A DE 66144DA DE 66144 C DE66144 C DE 66144C
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DE
Germany
Prior art keywords
boat
rods
sleeves
roller
joints
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT66144D
Other languages
English (en)
Original Assignee
W. G. CROW und TH. TÜRK, beide in London
Publication of DE66144C publication Critical patent/DE66144C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63BSHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; EQUIPMENT FOR SHIPPING 
    • B63B23/00Equipment for handling lifeboats or the like
    • B63B23/40Use of lowering or hoisting gear
    • B63B23/58Use of lowering or hoisting gear with tackle engaging or release gear

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Load-Engaging Elements For Cranes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung bezweckt eine Verbesserung an den Vorrichtungen zum Herablassen von Booten und ermöglicht ein leichteres Herablassen der Boote sowie ein gleichzeitiges Loslassen derselben an beiden Enden, ohne dafs sie dem Kentern oder dem Hineinschlagen der Wellen ausgesetzt sind. Aufserdem ist der Mechanismus so angeordnet, dafs er von dem Bootsführer, welcher sich in dem Boot befindet,' jederzeit beherrscht wird, so dafs infolge dessen aufgeregte Personen das Functioniren der Vorrichtung durch verfehlte Anstrengungen nicht verhindern können.
Im wesentlichen besteht diese ,Vorrichtung aus zwei aufrechten, im Vorder- und Hintertheil des Bootes vorgesehenen Stangen, an welchen Hülsen oder Stangen entlang gleiten, die durch eine geeignete Hebelvorrichtung gleichzeitig gehoben · oder gesenkt werden können. Die oberen Enden der senkrechten Stangen sind mit Oeffhungen zur Aufnahme von Vorsprüngen versehen, welche an der Innenseite von zweitheiligen Kupplungsstücken angebracht sind. Diese Kupplungsstücke sind an den Hängetauen der Barkunen aufgehängt. Wenn die Vorsprünge der Kupplungsstücke in die Oeffnungen der senkrechten Stangen einr greifen und die Gleithülsen darüber geschoben werden, wird dadurch eine feste Verbindung der Theile erzielt und das Boot hängt vollkommen sicher an den Barkunen. Werden jedoch die Hülsen mittels eines Hebelwerkes zurückgezogen, so bewirkt das Gewicht des Bootes ein Auseinandergehen der zweitheiligen Kupplungsstücke, und es wird das Boot von den Hängetauen losgelöst. Die Einzelheiten der Construction sind in der Zeichnung in Fig. 1 bis 10 dargestellt.
Fig. ι und 2 zeigen die Gesammteinrichtung im Längsschnitt und Oberansicht;
Fig. 3 bis 7 zeigen Einzelheiten der Haupttheile;
Fig. 8 zeigt zwei Ansichten der Kupplungsstücke d;
Fig. 9 zeigt drei Schnitte derselben nach den Linien 2-2, 3-3 und 4-4 in Fig. 8;
Fig. ι ο zeigt die eine Hälfte des Kupplungsstückes.
α α sind die festen senkrechten Stangen, welche mit dem Kielschwein b verbolzt sind, und zwar in möglichster. Nähe der Schotten c. Das obere Ende der Stangen α ist verjüngt, wie bei ax gezeigt, und hat in diesem verjüngten Theil eine Oeffnung a1 zur Aufnahme der Vorsprünge d1 an den Kupplungsstücken d. e e sind die Gleithülsen, welche an dem oberen Ende der senkrechten Stangen α geführt und durch Stangen e'2 mit Führungshülsen e1 verbunden sind, welche sich in der Nähe des unteren Endes der Stangen α befinden. Jede der Hülsen e' ist mit zwei Gelenken f versehen, deren freie Enden mit dem gabelförmigen Ende g1 der Verbindungsstangen g verbunden sind, so dafs die durch Drehen des Handgriffes i herbeigeführte Bewegung der Verbindungsstangen g durch diese Gelenke f den Gleithülsen mitgetheilt wird. Um die geradlinige Hin- und Herbewegung der Verbindungs-
Stangen g zu sichern, wird ein zweites Paar von Gelenken h verwendet, welche hei /21 an dem Kielschwein drehbar befestigt sind; auch sind, wie die Zeichnung zeigt, Ketten g2 vorgesehen, welche um Rollen g3 führen und die Hülsen e1 mit dem Gabelende der Stangen g verbinden; hierdurch wird erreicht, dafs der Zug auf die Hülsen e1 nur in verticaler Richtung erfolgt. Die Gelenke /2 sind mit einem Schlitz versehen, so dafs bei senkrechter Stellung derselben die Stifte g*, welche die Gelenke mit der Gabel verbinden, auf dem unteren Ende der Schlitze aufruhen und dadurch ein zufälliges Heruntersinken der Hülsen e1 und damit auch der Hülsen e verhindern.
An Stelle von geschlitzten Gelenken h können natürlich auch andere Mittel verwendet werden, z. B. kann man die Kette g2 fortlassen und statt geschlitzter Gelenke Vollgelenke verwenden. In diesem Falle würden die Gelenke ' nach Art eines Kniehebels wirken. Ferner können die Hülsen e el und Verbindungsstangen e2 durch eine einzige lange Gleithülse ersetzt werden.
Die inneren Enden der Verbindungsstangen g sind mit dem Drehgriff i vermittelst Gelenke i1 verbunden, so dafs bei Drehung des Hebels i eine gleichzeitige Bewegung der Stangen g und mithin der Gleithülsen e1 und e eintritt. Der Hebel kann auch in seiner Normalstellung so festgelegt werden, dafs nur die dazu berechtigten Personen denselben bewegen können.
Die Kupplungsstücke, welche in Fig. 8 bis ι ο genauer dargestellt sind, bestehen beide aus zwei Theilen, die an ihrem oberen Ende vermittelst eines Ringes d2 verbunden sind. Dieser Ring dient aufserdem zur Befestigung des Bootes an den Hängetauen j. Ein Ring d3 von elastischem Material, wie z. B. Gummi, ist um das obere Ende der Kupplungsstücke d herumgelegt und hat das Bestreben, dieselben zusammenzudrücken, so dafs die Vorsprünge dl in einander greifen, wie Fig. 9 zeigt. Die Oeffnung a1 ist gerade so grofs, dafs sie die an einander geprefsten Vorsprünge d1 aufnehmen kann, welche dann das ganze Gewicht des Bootes tragen.
Um die Kupplungsstücke mit den senkrechten Stangen α zu verbinden, dreht man den Hebel i zuerst in der Richtung des Pfeiles (Fig. 1) und senkt dadurch die Gleithülsen e und e1, so dafs die Oeffnung a1 freigegeben wird. Hierauf drückt man die unteren Enden der Kupplungsstücke d gegen das obere verjüngte Ende der Stangen a; infolge der Abschrägung d* der Vorsprünge d1 werden diese entgegen der Spannkraft des Ringes d3 aus einander gepreist, bis sie der Oeffnung a1 gegenüberstehen, worauf sie durch die Spannung des Ringes d3 in diese Oeffnung hineingeprefst werden. Es ist jetzt eine vorläufige Verbindung der Stangen α mit dem Hängetau j hergestellt. Um diese Verbindung zu sichern, wird der Hebel i wieder zurückgezogen, wobei die Gleithülsen e el gehoben werden und erstere sich um die Kupplungsstücke d herumlegen, so dafs ein Lösen derselben jetzt nicht mehr möglich ist. Die Verbindung ist so lange unlösbar, als die Gleithülse e übergeschoben ist.
Die inneren Enden der Hängetaue j werden über konische Führungsrollen k geleitet, welche in der Nähe der Schotten c sich befinden, und sind auf einer Rolle / aufgerollt, die unterhalb der Ducht m angeordnet ist. . Die genannten inneren Enden der Hängetaue sind mit Gliedern oder Oesenyy2 versehen, welche über Stifte Z1 P gelegt werden, die auf dem Umfang der Rolle Z angebracht sind. Die konischen Führungsrollen k sind bei k1, Fig. 1 und 2, drehbar befestigt, so dafs sie nach Entfernung des Feststellbolzens k2 leicht in die senkrechte Lage gedreht werden können, um das Herumführen der Hängetaue zu erleichtern.
Um den mittleren Theil der Rolle / ist ein zweites Tau η aufgewunden, welches mit seinem inneren Ende an einem Vorsprung lx der Rolle befestigt ist, während sein freies Ende über die auf der Ducht m befindliche Klampe 0 geführt und von dem Bootsführer in der Hand gehalten wird. Durch Zug an diesem Tau η bezw. durch Nachlassen desselben kann der Bootsführer die Drehungsgeschwindigkeit der Rolle / und somit die desAbwindens der Hängetaue j regeln; auf diese Weise hat er es vollständig in seiner Hand, die Bewegung bei dem Herablassen des Bootes je nach Bedarf zu verlangsamen oder zu beschleunigen. Sowie nun das Boot vom Wasser getragen wird, dreht der Bootsführer den Hebel i und zieht dadurch die Gleithülsen e in der beschriebenen Weise herab; zugleich läfst er das Tau η los. Das Gewicht des Bootes, welches vermittels der senkrechten Stangen α fortwährend auf den oberen Theil der Vorsprünge d1 wirkt, öffnet jetzt die Kupplungsstücke d, so dafs beide Enden des Bootes gleichzeitig freigemacht werden und das Boot vollständig horizontal auf das Wasser herabfällt. Unterdessen laufen die Hängetaue j, da sie nicht mehr zurückgehalten werden, frei von der Rolle / ab und lösen sich von den Stiften /1Z2. Das Boot ist alsdann von jeder Verbindung mit den Hängetauen befreit.

Claims (2)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι . Vorrichtung zum Zuwasserlassen von Booten auf ebenem Kiel, gekennzeichnet durch Haken (dl), welche in Augen (a1) der Stangen (a) eingreifen und durch Ueber- bezw. Abschieben von Hülsen (e) vermittels eines gemeinschaftlichen Hebels (i) mit (a) fest verbunden oder davon gelöst werden können.
  2. 2. Bei der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung die Führung der Hängetaue Q) über Rollen (k und I), und die Befestigung der Hängetaue an der Rolle (I) vermittels Öesen (j1/2) einerseits und Stifte (I1 P) andererseits, wobei um die Rolle (I) ein zweites an derselben befestigtes Tau (n) gewunden ist, dessen anderes Ende um eine Klampe (o) geführt und von dem Bootsführer in der Hand gehalten wird, zum Zwecke, die Drehungsgeschwindigkeit der Rolle (I) und somit die Geschwindigkeit des Herablassens des Bootes regeln zu können.
    Bei der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung die Anordnung getheilter Haken (d), welche durch einen Ring (d&) aus elastichem Material zusammengehalten werden.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen..
DENDAT66144D Vorrichtung zum Zuwasserlassen von Booten auf ebenem Kiel Expired - Lifetime DE66144C (de)

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