DE22020C - Maschine zur Herstellung viereckiger j flacher Düten - Google Patents
Maschine zur Herstellung viereckiger j flacher DütenInfo
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Description
KAISERLICHES
KLASSE 54: Papiererzeugnisse.
Meine Erfindung bezieht sich auf Maschinen zur Fabrikation von Düten, zu denen das Pa-*
pier von einem fortlaufenden Papierbande entnommen wird.
Die Erfindung besteht:
1. in einer verbesserten Anordnung des
Messers, welches das Papierband in passende Stücke zerschneidet, um daraus' Düten zu
bilden;
2. in der verbesserten Anordnung zweier zusammenwirkender Rollen, von denen die eine
das Messer trägt;
3. in einer verbesserten Zusammenstellung des Mechanismus, welcher das Messer plötzlich
in eine anstofsende Fuge der anderen Rolle und gleich darauf wieder in seine Scheide
zurücktreten läfst;
4. in einer Zusammenstellung des Mechanismus, welcher den Kleisterbottich in der Weise
führt, dafs er sich mit derselben Geschwindigkeit bewegen kann als die Düten, auf welche der
Kleister aufgetragen werden soll;
5. in einer verbesserten Anordnung einer Unterstützungsplatte, welche die Düten gegen
die am Bottich befestigte Kleisterrolle bewegt;
6. in einer verbesserten Anordnung eines Mechanismus zum Senken der Kleisterfläche,
ferner einer elastischen Falzrolle, gegen welche sich ein Messer oder Falzbeil nach einander
durch die verschiedenen Hin- und Herbewegungen des Kleisterbottichs bewegt.
Das fortlaufende Papierband geht von einem Cylinder C von grofsem Durchmesser nach
aufwärts über eine Rolle ax und dann horizontal
weiter. Bei A α ist ein Gefäfs mit Kleister aufgestellt,
wodurch das Papier der Länge nach mit einem Klebrand versehen wird. Alsdann geht das Papierband durch die beiden Walzen
b b1, von denen b auf irgend eine Weise, z. B. durch eine Querwelle, von der Triebwelle
B aus bewegt werden kann, worauf es durch die Rollen D D* hindurchgezogen wird.
Die untere Rolle D wird von der Triebwelle B aus durch Vermittelung der Zahnräder c 2 cs c λ
in Bewegung gesetzt und dreht mittelst der Zahnräder cc, Fig. 3, die obere Rolle D1. Die
Rolle D ist mit umlaufenden Wulsten dd versehen, denen Falze d1 d1 in der Rolle D1 entsprechen.
Hierdurch werden die Querfalten aus dem Papierbande weggeschafft, während sich jedoch gleichzeitig Längsfalten bilden,
welche bewirken, dafs das Papier nicht mit einer Rolle herum-, sondern geradeaus weiter
geht. ■ ■ .
Um das Papierband nach den in Fig. 11 angedeuteten
Schnittlinien zu zertheilen, trägt die obere Rolle D1, Fig. 1 und 3, in einer Fuge
ein Messer e e1, welches in eine entsprechende Nuth in der unteren Rolle D eintreten kann.
Die Länge des Bodenüberschlages a4, Fig. 12
und 13, kann je nach dem verschiedenen Format der Düten verschieden sein, man wird
daher in jedem Fall ein Messer mit einer Klinge von verschiedenem Format gebrauchen.
Eines dieser Messer ist in Fig. 5 bis 10 dargestellt. Es besteht aus einem Tragblech und
einem in der Mitte aufgesetzten, abgebogenen Stück e1, das mehr oder weniger hervorragend
sein kann und welches an seinen Enden in zwei Finger e 2 e 3 gespalten ist. An den
Enden e e des Tragbleches und am Stück e1
sind am unteren Theil Klingen //*, Fig. 10
und 9, befestigt, welche der besseren Wirkung
halber mit kleinen Zähnen versehen sein können. Mit dem oberen Finger e2 ist das
Mittelstück e1 auf dem Tragblech in der Weise befestigt, dafs es leicht abgenommen werden
kann; der untere, mehr nach innen gebogene Finger es, Fig. 8, legt sich gegen das in der
Mitte in zwei Abtheilungen getheilte Tragblech an und bildet die Stützen der hier mit dem
Tragblech zusammenstofsenden Enden der Klinge fx. In Fig. 8 ist ein Mittelstück e1 mit
längeren Fingern angedeutet, mit denen ein Mittelstück von geringerer Länge versehen sein
mufs, ■ um es auf demselben Tragblech befestigen zu können. An den Enden des Tragbleches
befinden sich Kloben /3, mit welchen das Messer durch Schrauben/5, Fig. 3, 4 und 6,
an der Scheibe/4 befestigt wird. Die Scheiben/4, welche in der Mitte ausgeschnitten sind, um die
Naben der Rolle D1 hindurchtreten zu lassen, können an den Führungsleisten/6 auf- und abgleiten.
Am oberen Ende der Scheiben sind die Rollen/8 angebracht, welche im geeigneten
Augenblick, wenn ein Durchschneiden des Papierbandes erfolgen soll, gegen Anschläge /9
schlagen und dadurch/1 mit dem Messer nach abwärts in die entsprechende Fuge der unteren
Rolle bewegen, wodurch ein Durchschneiden des Papierbandes erfolgt. Gleich darauf bei der
weiteren Umdrehung der Rolle gehen die Scheiben/4 mit dem Messer wieder infolge der Wirkung
der auf dem Cylinder Dl eingesetzten Federn/7
aufwärts und das Messer tritt in seine in der Rolle D1 enthaltene Scheide zurück. Die Fuge
in der unteren Rolle D besteht aus drei Thei- len g g und g1, von denen g1 breiter als g ist;
ebenso ist die Uebergangsstelle zwischen den drei Theilen breit gehalten, damit die Fuge für
Messer mit Mittelstücken e1 von verschiedener Gröfse passend sei; man kann demnach leicht
Messer von verschiedenen Abmessungen in die Rolle D1 einsetzen..
Von den Rollen DD1 gelangt das Papier
zwischen den Tisch E und das an den Rollen F1 gehende endlose Band F, um von diesem mitgenommen
zu werden. Eine der Rollen F1 wird von der Betriebswelle B auf irgend eine
AVeise in Umdrehung versetzt und ertheilt dem von Tragrollen h h unterstützten Band F eine
Geschwindigkeit, welche etwas gröfser als die Umfangsgeschwindigkeit der Rollen DD1 ist,
damit die abgeschnittenen Stücke von dem Papierstreifen entfernt werden.
An den Seiten der Maschine sind einstellbare Falzbeine G angeordnet, gegen welche die
Papierstücke treffen, welche sodann nach den in Fig. 12 angegebenen Linien s-s, und zwar
ein Theil über den anderen, umgefaltet werden. In den Fig. 13 und 18 ist die Düte in der Mitte
zusammengefaltet, das Zusammentreffen der Papierenden kann aber je nach der Stellung
der Falzbeine G auch an jeder anderen Stelle stattfinden. Indem hierauf das Papier unter
der Rolle hl hindurchläuft, werden beide Theile über einander geklebt, so dafs es jetzt zur
Fertigstellung der Düte nur noch nöthig ist, den unteren Theil der Düte zu bekleistern,
umzufalten und festzukleben, zu welchem Zweck das Papier zwischen der unter dem Kleisterbottich
H befindlichen Kleisterrolle / und der Falzrolle p 2 hindurch nach dem Walzenpaar ο ο1
läuft.
Der Kleisterbottich H mit der Kleisterrolle / sitzt an dem auf den Führungen H2 hin- und
herbewegten Rahmen oder Schlitten H1, an dessen beiden Zapfen z'1, Fig. 14 und 15,
Pleuelstangen J angreifen, die aus zwei durch eine Muffe vereinigten Theilen zusammengesetzt
sind und deren Länge mittelst dieser Muffe oder durch eine Schraubenmutter mit Rechts- und Linksgewinde veränderlich gemacht
werden kann. Die Pleuelstangen J sind mit den Kurbeln i verbunden, deren Welle von
der Welle P aus durch Vermittelung der Zahnräder P und P eine solche Geschwindigkeit
mitgetheilt wird, dafs sich der Kleisterbottich H mit derselben Geschwindigkeit hin- und herbewegt,
wie das Papier durch Wirkung des endlosen Bandes F weitergeführt wird.
Die Welle der unter der Oeffnung des Kleisterbottichs H sitzenden Kleisterrolle /, mit welcher
der untere Theil der Düte in Berührung kommt, ist an einem Ende mit dem Zahnrädchen j1
versehen, wodurch die Rolle/ umgedreht wird, um stets eine neue Kleisterfläche mit der Düte
in Berührung treten zu lassen.
Während der Schlitten mit dem Kleisterbottich horizontal hin- und hergeht, wird das
Dütenpapier auf- und abbewegt, um nur einen Augenblick bei der höchsten Stellung die
Kleisterrolle zu berühren und; in demselben Augenblick die Falte für den Bodenüberschlag
zu erhalten. Diese auf- und abgehende Bewegung wird dadurch vermittelt, dafs auf den im
Gestell gelagerten und von der Welle P aus durch Wirkung der Zahnräder /2J/1 und K1
getriebenen Wellen M und K die mit Kämmen versehenen Scheiben N und /1Z1 aufgesetzt
sind, deren letztere-/1 ll an dem die Welle K
umgebenden Cylinder L hin- und hergleiten können. Beide Scheiben /1Z1 sind durch ein
Blech P verbunden, welches die Zapfen der aus Kautschuk oder anderem elastischen, weichen
Material bestehenden Falzrolle aufnimmt und oberhalb einen Tisch zur Unterlage für die
Düten bildet. Wenn das Blech /2 mit dem darauf liegenden Dütenpapier durch die Wirkung
der Kammscheiben N und P seine höchste Stellung erreicht, wird der untere Theil der
Düte gegen die mit Kleister überzogene Kleisterrolle / geprefst. Zu gleicher Zeit bewegt
sich aber auch die elastische Falzrolle ρ s
gegen das an der rechten Seite des Kleisterbottichs befestigte und durch die Schraube ρΛ
stellbare Messer /, welches sich in die Falzrolle eindrückt, wodurch die Düte nach der Linie r-r,
Fig. 18, gebrochen und der Bodenüberschlag um 45 ° gegen die Ebene der Düte aufgerichtet
wird. Im nächsten Augenblick treten die Kämme der Kammscheiben aufser Berührung und die beiden Scheiben I1 werden sofort
durch die in der Fuge P des Cylinders L liegenden Federn P abwärts bewegt. Die Düte
bleibt jedoch an der Kleisterrolle j kleben, deshalb ist eine um ein Gelenk η drehbare
und der Kleisterrolle angepafste Zunge m, Fig. 14,
angebracht, welche nach dem Herabgehen der Kammscheiben P durch ihr eigenes Gewicht,
das noch durch die Wirkung der Feder 0 verstärkt wird, abwärts geht, um die Düte von der
Kleisterrolle zu entfernen.
An derselben Seite des Kleisterbottichs ist aufserdem noch ein· durch eine Schraube k *
verstellbarer Schieber oder eine Klinge k angebracht, welche den an der Kleisterrolle etwa
zu viel anhaftenden Kleister zurückhält.
Hierauf wird die Düte von Rollen 0 o1 erfafst,
welche den Ueberschlag auf die bekleisterte Düte aufdrücken. Die erste dieser Rollen ο wird getrieben, während sich die
zweite durch die Wirkung des Druckes und der Reibung mit der Düte umdreht.
Die Düten sind, wie aus Fig. 18 ersichtlich ist, in anderer Weise als gewöhnliche Düten
gebildet, indem kein Theil des Bodenüberschlages innerhalb der Düte befindlich ist,
sondern beide Theile an der äufseren Seite aufgeklebt sind.
Indem die Düte die beiden Rollen ο οΛ verläfst,
wird sie von zwei Rollen PP1 ergriffen,
deren untere wieder eine Rotationsbewegung erhält, welche die Düte von neuem prefst, ebnet
und ganz fertigstellt. Beim Verlassen dieser letzten Druckrollen fallen die Düten nach einander
in einen Kasten, worauf sie in Packete zusammengebunden und sodann getrocknet werden.
Claims (5)
- Patent-Ansprüche:
An Maschinen zur Fabrikation von Düten:
i. Die Anordnung eines Messers, welches aus einem Haupt- oder Tragblech und einem in der Mitte abnehmbaren, darauf befestigten abgebogenen Stück sowie aus einer aus drei Theilen zusammengesetzten Klinge besteht, wobei das mittlere aufgesetzte Stück an seinen Enden in zwei Finger gespalten ist, dessen oberer am Tragblech lösbar befestigt wird, während sich der untere auf den mittleren Theil der Messerklinge auflegt. . - 2. Die Anordnung zweier zusammenarbeitenden, mit Wulsten und entsprechenden Rinnen versehenen Rollen D und D1 für den Durchgang des Dütenpapiers, von denen Σ)1 in einer Fuge das Messer enthält, sowie die Zusammenstellung dieser Rollen mit den gleitenden Scheiben /*, den Reibungsrollen /8, den Federn f und den Kämmen /9, um das Messer an einem bestimmten Punkt plötzlich in die der besonderen Messerform entsprechende Fuge der anderen Rolle D hinein und dann gleich wieder in seine Scheide in der Rolle D1 zurücktreten zu lassen.
- 3. Die Anordnung eines mit Klebrolle, beweglicher Zunge und Falzmesser verbundenen Kleisterbottichs, dessen Rahmen auf horizontalen Führungen mit ungleichmäfsiger, den Horizontalprojectionen des Kurbelzapfens entsprechender Geschwindigkeit derartig hin- und herbewegt wird, dafs er im Augenblick des Bekleisterns der Düte seine gröfste Geschwindigkeit erreicht.
- 4. Die Vorrichtung zum Bekleistern des unteren Dütenrandes, bestehend aus einer Kleisterrolle j nebst der beweglichen Zunge m zum Ablösen des bekleisterten Randes von der Kleisterrolle, sowie der die Düte während des Bekleisterns unterstützenden Platte P, welche mit der durch Kammscheiben N und P auf- und abbewegten Welle / verbunden ist.
- 5. Die Vorrichtung zum Falten des unteren Dütenrandes, bestehend aus dem am Kleisterbottich befindlichen Falzmesser p und der mit der durch Kammscheiben N und Z1 auf- und abbewegbaren Welle / verbundenen elastischen Falzrolle /2.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE22020C true DE22020C (de) | 1900-01-01 |
Family
ID=298680
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT22020D Expired DE22020C (de) | Maschine zur Herstellung viereckiger j flacher Düten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE22020C (de) |
-
0
- DE DENDAT22020D patent/DE22020C/de not_active Expired
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