DE20970C - Neuerungen an Maschinen zur Herstellung von Bindedrähten - Google Patents

Neuerungen an Maschinen zur Herstellung von Bindedrähten

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DE20970C
DE20970C DENDAT20970D DE20970DA DE20970C DE 20970 C DE20970 C DE 20970C DE NDAT20970 D DENDAT20970 D DE NDAT20970D DE 20970D A DE20970D A DE 20970DA DE 20970 C DE20970 C DE 20970C
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DENDAT20970D
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English (en)
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O. R. CHAPLIN in Boston, Mass. (V. St. A.)
Publication of DE20970C publication Critical patent/DE20970C/de
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21FWORKING OR PROCESSING OF METAL WIRE
    • B21F45/00Wire-working in the manufacture of other particular articles
    • B21F45/04Wire-working in the manufacture of other particular articles of elements, e.g. levers or links, for bottle stoppers

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Basic Packing Technique (AREA)
  • Wire Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Herstellung der durch Fig. 18 und 19 in zwei verschiedenen Formen dargestellten Drähte wird durch die neue Maschine auf folgende Weise bewirkt:
Von einer Drahtrolle werden die erforderlichen Drahtlängen abgeschnitten, an letzteren werden die Schlingen gebildet, jeder Draht wird passend zusammengewunden, und es werden die fertigen Drähte dann in einen Behälter gebracht) der eine bestimmte Anzahl derselben aufnimmt, so dafs die Drähte direct von der Maschine aus zum Versandt fertig kommen.
Die Arbeitsweise der neuen Maschine zerfällt in fünf Abschnitte, nämlich:
1. das Einbringen einer gegebenen Drahtlänge von der Drahtrolle in die Drahtführung;
2. das Abschneiden der so eingeführten Drahtlänge;
3. das Ergreifen des Drahtstückes in der Mitte und die Herstellung der Schleife oder Schlinge;
4. das Drehen des gebogenen Drahtstückes, um den gewundenen Theil desselben herzustellen, und
5. das Ergreifen des mit einer Schleife versehenen und gewundenen Stückes und Abführen desselben in den Sammelbehälter.
A1 Fig. ι und 2, stellt eine Rolle oder Spule von beliebiger Form dar, welche den aufgewundenen Draht in entsprechender Entfernung von den Drahtspeiserollen hält. Der Umfang der unteren Speiserolle B, Fig. 1 und 4, ist seiner Breite nach theilweise gezahnt und im übrigen glatt, wobei der gezahnte Theil in die obere Speiserolle C eingreift. Die Rolle B hat an ihrem glatten Umfang einen Metallring b, der beim Rotiren der Rollen in eine Nuth c im glatten Theile des Umfanges der oberen Rolle C eingreift. Der Draht liegt bei seiner Vorwärtsbewegung in dieser Nuth c und wird hier durch den Rand des Stahlringes b eingeklemmt. Die obere Speiserolle C sitzt auf einer Achse c', welche in einem beweglichen Arm c" liegt, der durch die Feder c'" niedergedrückt wird und den Rollen B und C gestattet, ihre bezüglichen Stellungen zu einander zu ändern und so verschiedene Drahtstärken durchzulassen, ohne dafs eine vorherige Justirung dieserhalb nothwendig wird. Die Länge des eingeführten Drahtstückes hängt von der Anzahl der Umdrehungen der unteren Speiserolle B ab, indem die obere Speiserolle C durch die untere in Bewegung gesetzt wird.
Die untere Speiserolle B wird' durch das auf der Welle E festsitzende Zahnrad D, Fig. 4, bewegt. Die Zähne des letzteren greifen in die gezahnte Nabe B1 der fest mit der letzteren verbundenen unteren Speiserolle B ein. Es erhellt hieraus, dafs die Anzahl der von der. unteren Speiserolle gemachten Umdrehungen (und folglich auch die Länge des eingeführten Drahtes) bei jeder Umdrehung des Zahnrades D von der Länge des Zahnkranzes auf diesem letzteren abhängt und dafs die Drahtlänge durch Vergröfserung oder Verkürzung dieses Kranzes regulirt werden kann. Zu diesem Zweck besteht das Rad D aus zwei Scheiben, von denen jede eine gleiche Anzahl Zähne hat und welche mittelst einer Flügelschraube P mit einander verbunden sind. Wenn die gezahnten Abschnitte der Scheiben zusammenfallen, so ist der Zahnkranz des Rades D und folglich auch
die bei jeder Umdrehung vorgeschobene Drahtlänge am kürzesten. Um dieselbe zu vergröfsern, braucht man nur die Flügelscheibe b2 zu lösen und die beiden Scheiben des Rades D gegen einander zu verdrehen, so dafs also eine gröfsere Anzahl von Zähnen des Rades D mit den Zähnen der Nabe B1 in Eingriff kommen und dadurch eine gröfsere Anzahl Umdrehungen der unteren Speiserolle B hervorrufen. Um eine Rückwärtsbewegnng der Speiserolle B zu verhindern, ist die Sperrklinke b3 angebracht, die bei b* am Rahmen F drehbar befestigt und mit einem einzigen Zahn b5 versehen ist, der in die gezahnte Nabe jB1 eingreift und dort so lange festgehalten wird, wie die Speiserolle B in unbeweglicher Lage gehalten werden soll. Die Bewegung dieser Sperrklinke wird durch die Spiralfeder be controlirt, die mit dem einen Ende an der Sperrklinke und mit ihrem anderen an der Drahtführung festgemacht ist und die Klinke gegen die gezahnte Nabe B1 zieht. Die Sperrklinke wird aus der letzteren ausgerückt, indem die Verstärkung b7 des Zahnrades D gegen ihr unteres Ende stöfst. Der Bolzen b10 sitzt fest am Rahmen F und ist mit einer Oeffhung versehen, welche der Draht vor seinem Eintritt in die Speisewalzen zu passiren hat; diese Einrichtung dient zur Geradführung des Drahtes zwischen den Rollen. Von den letzteren geht der Draht durch Oeffnungen zu den Messern KK\ Fig. 2, 6 und 7, von denen K feststehend und K1 beweglich ist, in die röhrenförmige Drahtführung G, welche ihn nach dem Mundstück G2 führt. Die Drahtführung G ist mit einem .Deckel G\ Fig. 1, versehen und ruht an ihrem einen Ende auf dem am Rahmen F angebrachten feststehenden Messer K, während sie an ihrem anderen Ende von dem Ständer F1 getragen wird, der auf der Grundplatte F2 steht. Der Deckel G1 reicht über die ganze Länge der Führung hinweg und bleibt bei der Einführung des Drahtes in die Führung geschlossen. Er bildet also hierdurch mit der Drahtführung eine Röhre, durch welche der Draht läuft, wenn die Rollen ihn vorschieben. G2 ist ein fest an die Drahtführung angegossenes Mundstück, in welches der schnabelförmige Theil d, Fig. 8, der die Drahtschlingen bildenden Krampen d2 d2, Fig. 8 und 11, eintritt, um den Draht zu fassen.
Wenn also die Schlinge in der Mitte der Drahtlänge hergestellt werden soll, so wird der Draht so weit nach vorn geschoben, dafs die eine Hälfte des abzuschneidenden Stückes aus dem Mundstück G2 heraustritt, so dafs also die Mitte des Drahtes gerade in dieses letztere zu liegen kommt, während die andere Hälfte noch in der Röhre dz der Führung liegt. Sobald nun die Krampen d2 in das Mundstück G2 eintreten und den Draht in seiner Mitte erfassen, wird der Deckel G' durch das freie Ende des beweglichen Hebelmessers Kx emporgehoben, welches unter einen Ansatz am Ende dieses Deckels greift. Während das Messer diese Bewegung ausführt, schneidet es gleichzeitig den Draht ab, und unmittelbar darauf gehen die Krampen G2 G2 mit dem Drahtstück nach oben. Durch das Oeffhen des Deckels G1 kann der Draht bequem aus der Führung herausgezogen werden. Das bewegliche Hebelmesser Kx ist an seinem Drehungspunkt K3, Fig. 2, 6 und 7, mit einem Zapfen drehbar am feststehenden Messer K befestigt. Das Ende des Hebelmessers ist mit einer Verbindungsstange K1, Fig. 4 und 5, verbunden, welche an ihrem unteren Ende an dem von einer Curvenscheibe L bewegten Hebelarm Kh sitzt. Die Curvenscheibe L sitzt fest auf der Welle E, Fig. 2, während der Hebelarm K^ mit seiner Mitte drehbar am Rahmen F befestigt ist. Durch ein Hochheben des Hebelarmes Kh mittelst der Curvenscheibe L wird also das bewegliche Messer Kl durch die Verbindungsstange Ki niedergezogen und hebt auf diese Weise den Deckel G1 hoch und schneidet gleichzeitig den Draht ab. Die Vorrichtung zum Schlingen und Drehen des Drahtes, Fig. 8 und 11, sitzt auf der Hauptwelle E1, Fig. 1, 2, 3 und 8, die durch die konischen Getriebe//1 Bewegung auf die Nebenwelle E überträgt, Fig. 4. . ■
Diese Welle E1 ist in zwei Ständern E2 und E3 der Grundplatte F2, Fig.. 3, gelagert und mit der Treibwelle in der Büchse H, Fig. 1 und 2, durch das Getriebe H1 der Hauptwelle und das Getriebe H2 der Antriebswelle verbunden. Die letztere ist im Ständer Hz gelagert.
Auf der Hauptwelle E1 liegt der Rahmen J, welcher eine umgekehrte Y-Form hat und auf der Welle durch Büchsen h, Fig. 1, aber nicht fest auf derselben gelagert ist. Der einfache Arm/, Fig. 8, reicht von dem Joch J nach oben und ist in Bezug auf das fest an der Drahtführung angebrachte Mundstück G2 so angeordnet, dafs eine durch die Mitte des Armes/ und rechtwinklig zur Achse der Welle E1 gelegte Ebene auch durch die Mitte des Mundstückes G2 geht. Der Arm / und das Joch J sind aus einem Stück gegossen und bilden einen Stützrahmen für die Vorrichtung zum Schlingen und Drehen des Drahtes und für die Theile, welche diese mit den doppelt wirkenden Curvenscheiben M und N, Fig. 9 und 10, verbinden, die innerhalb des jochförmigen Rahmens J fest auf die Hauptwelle E aufgekeilt sind. Der aufrechte Arm theilt sich oben in zwei knieförmige Träger /'/', Fig. 11, die als Lager für die hohle Welle in dienen. Die letztere dreht bei ihrer Rotation durch die krampenförmigen' Backen d2 d2 den Draht, indem die Welle m durch das konische Getriebe/3/4 von der stehen-;
den Welle ;«' aus Bewegung erhält. in1 ist im Kniestück/1, Fig. ii, und an ihrem unteren Ende in einem Ansatz am Arm / gelagert; unten hat sie das konische Getriebe/6, welches von dem Zahnkranz /'r, Fig. io, der fest auf dem Umfang der Curvenscheibe M angebracht ist, getrieben wird. Es erhellt, dafs die Länge des Zahnkranzes /7 die Anzahl der Umdrehungen der aufrechten Welle M1 und folglich auch der Welle M und die Anzahl der Drehungen des Drahtes bestimmt; es kann also die Anzahl solcher Umdrehungen durch Verlängerung oder Verkürzung des Zahnkranzes /7 vermehrt oder vermindert werden. Die Sperrklinke /8 ist im Innern" des Joches J bei /9, Fig. ii und 14, durch einen Zapfen drehbar befestigt und greift mit ihrem Sperrzahn /I0 unter der Einwirkung der Blattfeder/11 in das Kammrad /e ein, sobald die Verstärkung /1S auf dem Umfang der Curvenscheibe M das freie Ende der Sperrklinke passirt hat. Diese Verstärkung/12 ist mit Rücksicht auf den Zahnkranz /7 so angeordnet, dafs, sowie der Zahnkranz beim Getriebe /6 vorüber geht, die Verstärkung das freie Ende der Sperrklinke passirt hat und die Feder/11, Fig. 14, die letztere also in das Rad/6 eindringen kann, um jede unzeitige Bewegung des letzteren und des mit ihm verbundenen Mechanismus zu verhindern. Die Welle n, Fig. 3 und 8 bis 10, befindet sich unterhalb der Hauptwelle E1 in der Nähe der Grundplatte Fi und ist mit ihrem einen Ende in dem Ständer Ez und mit ihrem anderen in dem Block E*1 gelagert. An dieser Welle η sitzt der Hebelarm O, der mit seinem einen Ende bei O1 auf derselben befestigt und mit seinem anderen Ende mit dem durch Zapfen am Jochy bei O2 drehbar angebrachten Gelenkstück O10 verbunden ist. Dieser Hebelarm ist bei O3 mit einer Führungsrolle versehen, die in der Führung O4 der Curvenscheibe M läuft. Wenn also die Curvenscheibe durch Drehung der Hauptwelle E1 bewegt wird, so wird infolge der Form der Curvenführung O1, Fig. 8, der Hebel O nach unten auf die Grundplatte zu geführt und nimmt den lose auf der Hauptwelle gelagerten Rahmen J, den Arm / sowie den damit verbundenen Mechanismus mit nach unten und läfst den Schnabel der Krampen d2 d2 in das Mundstück G2 eintreten und hier das Drahtstück ergreifen. Eine weitere Umdrehung der Curvenscheibe M wirft den Rahmen J und den dazu gehörigen Mechanismus wieder in die verticale Lage über der Hauptwelle zurück, in welcher Stellung diese Theile verweilen, bis der Draht gewunden ist und sie durch den von dem Ständer P getragenen und unten noch beschriebenen Mechanismus weiter geführt werden. Die Hebel/ und r, Fig. 8 bis 10, dienen zum Inthätigkeitsetzen der die Drehkrampen d"' d2 schliefsenden Gelenkstücke und des Gelenkstückes, welches die Festhaltungskrampen d3 d% schliefst. Die letzteren ergreifen den gebogenen Draht und halten den einen Theil desselben fest, während sein anderer Theil durch die Krampen d2 d2 gedreht wird. Der Hebel /, Fig. 8, 9 und 11, ist bei p1 mit einem Zapfen drehbar am Arm /5 des hin- und hergehenden Rahmenstückes / und mit seinem oberen Ende fest an der Stange /2 befestigt, die durch die hohle Welle m geht und beweglich mit den Gelenkstücken p3pi verbunden ist, welche die Krampen bei Vorwärtsbewegung der Stange /2 öffnen und beim Zurückziehen derselben schliefsen. Das untere Ende des Hebels / trägt die Führungsrolle/6, die in der Curvenführung/, Fig. 9, der Curvenscheibe JV läuft.
Es ist ersichtlich, dafs jede Umdrehung dieser Curvenscheibe das obere Ende des Hebels / auf den Rahmen / zu und von demselben weg bewegt und hierdurch die Stange m und folg^ lieh auch die Krampe d2 d2 in Thätigkeit bringt, so dafs die letzteren sich schliefsen und öffnen und den Draht fassen, festhalten und freilassen können.
Der Hebel r, Fig. 8 und 10, ist bei rl mit einem Zapfen drehbar am Rahmen J befestigt und an seinem oberen Ende durch das Gelenkstück r1 mit dem Gleitstück r3 drehbar verbunden. Das letztere gleitet auf einer Achse /·*,■ die fest an dem knieförmigen Ansatz /a des Rahmens / angebracht ist.
Das untere Ende des Hebels r ist mit einer Führungsrolle r5 versehen, die in der Führung rs der Curvenscheibe M, Fig. 10, läuft und das obere Ende des Hebels r bei jeder Umdrehung der Scheibe auf den Rahmen / zu und von demselben ab bewegt. Da der obere.Theil des Hebels r das gelenkartige Verbindungsstück r2 bewegt, so ruft seine Bewegung auch die entsprechende Bewegung des Gleitstückes r3 auf seiner Achse rl hervor. Das Gleitstück r3 dient als Träger für die Festhalturigskrampen d3 d3, zwischen denen das eine Ende des Drahtes während der Windung des anderen gehalten wird. Die Krampen d3 dürfen während der Bewegung der Krampen d* nicht direct vor diesen letzteren liegen, sondern müssen dieselben beim Erfassen des Drahtes frei passiren lassen. Aus diesem Grunde gleitet das Stück r3 auf seiner Achse r* in Uebereinstimmung mit dem Hebel r, und es sind die Gelenkstücke der Krampen d3 (wie weiter unten noch zu beschreiben) so angeordnet, dafs kein Druck auf die Gelenkstücke stattfindet und die Krampen d3 offen sind und aus einander stehen, während sie keinen Draht zu halten haben, so dafs also der Schnabel der Krampen durch sie hindurchtreten kann (s. Fig. 8). Die Krampen d3 bleiben in dieser Lage, während der Rahmen J nach vorn geworfen wird und die Krampen d2 d2 den Draht im Mund-.
stück G2 erfassen und während der Rahmen mit dem von den Krampen d2 ergriffenen Drahtstück sich wieder in seine verticale Lage zurückbewegt. Sobald der Rahmen seine aufrechte Stellung, Fig. 8, wieder eingenommen hat, wird das Gleitstück r3 mit den Festhaltungskrampen d3 nach vorn geschoben, welch letztere hierdurch um den Draht fassen und denselben in ihren Nuthen r* zusammenbiegen und festhalten, während die Krampen d2 ihn umdrehen. Die Krampen d3 werden durch die Gelenkstücke s, Fig. 13, geöffnet und geschlossen. Die Verbindungsstange s1 verbindet sie mit dem Hebelarm s2, Fig. 9, mit dem die erstere bei s3 durch einen Zapfen drehbar verbunden ist.
Der Hebel s2 ist in seiner Mitte durch einen Zapfen drehbar in der Innenseite des Rahmens J befestigt, und sein anderes Ende trägt die Führungsrolle r4, welche durch den Hebling i6 auf dem Umfang der Führungsscheibe N in Thätigkeit gesetzt wird. Die am Rahmen J angebrachte Blattfeder ss, Fig. 9, drückt in der Nähe der Führungsrolle s* auf das Ende des Hebels s2 und hält diese Rolle federnd gegen den Hebling se. Wenn daher bei Umdrehung der Führungsscheibe N die Rolle s* über den Hebling se läuft, so wird die Verbindungsstange s niedergezogen, und es werden die Krampen d3 d3 geschlossen. Sobald dagegen die Rolle: über den Hebling weggegangen ist, drückt die Feder sie auf die ebene Peripherie der Scheibe N herab und hebt so das Ende s3 des Hebels s2 mit der Stange s1 wieder empor und öffnet die Krampen d3 d3.
Der Ständer P, Fig. 1 und 15, dient als Träger für das Kopfstück P1 zum Abnehmen und Ablegen der fertigen Bindedrähte. Der obere Theil des Ständers besteht aus einem hohlen Cylinder mit schief abgeschnittenem Kopfstück v. Der untere Ständertheil ist in zwei'Füfse vl v2 getheilt. In dem oberen Theil steckt eine hohle Welle w5, die an ihrem oberen Ende, Fig. 1 und 3, Arme v% trägt, zwischen denen das hin- und hergehende, eine halbe Drehung machende Kopfstück P1 durch einen Zapfen drehbar befestigt ist. Dieses Kopfstück besteht aus einem Rahmen g, zwischen dem die doppelten Gelenkstücke g^g1 und^·3^-4 drehbar angebracht sind.
Die Gelenkstücke g1 sitzen am vorderen Ende von g3, während g3g4 bei g5 festgemacht sind. Das äufsere Ende des Stückes g* ist mit einem Schraubenbolzen gs versehen, der aus dem Rahmenstück g hervorsteht und mit zwei Stellschrauben versehen ist, um den Druck der Krampen ds ds reguliren zu können. Die Blattfeder g12 ist am Ende des Rahmens festgeschraubt und unter denselben gebogen. Sie drückt auf einen Bolzen g13, der im oberen Ende der Welle vs sitzt. Durch ihren Druck wird das Ende des Rahmens g, in dem die Krampen ds sitzen, auf die schiefe Fläche des Kopfstückes ν herabgeprefst, auf welcher jenes Ende mit der Führungsrolle g 14 läuft. Hierdurch wird das Niedersinken der Krampen hervorgebracht, wenn sie sich öffnen > um den Draht in den Sammelbehälter fallen zu lassen, Fig. i, punktirte Stellung. Die Bolzen g9 dienen zur Geradführung der Krampen ds im Rahmen^. Die Gelenkstücke g3g4 sind durch das Stück g10 mit der Verbindungsstange g n verbunden, welche durch die hohle Welle v% und unten durch das Ende des Hebels q, mit dem sie durch die Stellmuttem q' q2 verbunden ist. Der Hebel q ist bei q3, Fig. 16, zwischen den oberen Enden des Y-förmigen Trägers / durch einen Zapfen drehbar befestigt und an seinem anderen Ende mit der Führungsrolle qi versehen, die in der Führung qs der Führungsscheibe Z läuft, welch letztere so eingerichtet ist, dafs bei jeder Umdrehung der Hauptwelle die Stange ,f11 gehoben und gesenkt wird und so die Klemmbacken ds ds öffnet und schliefst. Das untere Ende der Welle vs ist, Fig. 1, 2, 3 und 15, mit dem Zahnrad v6 versehen, welches' in die Zahnscheibe ν7 eingreift. Dieselbe hat ihren Drehungspunkt bei vs an der unteren Seite des am Ständer P angebrachten Armes Vs und ist hinten mit einem Ansatz v10 versehen, der durch eine Führungsrolle in der Führung z/n der Führungsscheibe L geführt wird. Bei jeder Umdrehung der Scheibe L wird die Zahnscheibe am Zahnrad ve vorübergeführt und dreht also so die stehende hohle Welle »5 und folglich auch das daran angebrachte Kopfstück halb herum. Bei derselben Umdrehung der Scheibe L wird die Zahnscheibe ν1 auch in entgegengesetzter Richtung wieder am Zahnrad v6 vorüber geführt und dreht also die Welle vs mit ihrem Kopfstück P1 wieder zurück. Auf diese· Weise schwingt also das Kopfstück nach Ergreifung des mit einer Schlinge versehenen oder gewundenen Drahtstückes halb herum, läfst den Draht in'den Sammelbehälter fallen und schwingt dann wieder zurück, um das nächste Stück zu ergreifen.
Der Sammelbehälter R, Fig. 1, 2 und 3, kann von beliebiger Form sein; er besteht aus einem Ständer mit darüber gelegter Querstange, an deren Ende die vier Arme Rx sitzen, zwischen welche ein beliebiger, auswechselbarer Sammelkasten eingeschoben wird. Die dem Sammelbehälter zugeführten Drähte werden mittelst des Sperrrades R2, Fig. 15 bis 17, gezählt, welches auf dem Arm s* am Ständer / aufgesteckt ist. Ungefähr die Hälfte der Breite dieses Rades R* ist mit Sperrzähnen versehen, während der andere Theil glatt ist. Der Mitnehmer w ist an einem Ende des Hebels q befestigt und wird durch die Feder w2 gegen das Sperrrad gehalten. Sobald sich der Hebel nach unten bewegt, schiebt der Mitnehmer das

Claims (12)

  1. Sperrrad um einen Zahn voran, wobei die aus einer Blattfeder gebildete Klinke w1, Fig. 16, ein Zurückgehen des Rades R2 verhindert.
    Es erhellt also, dafs jedesmal, wenn ein Draht in den Sammelbehälter gebracht wird, das Sperrrad i?2 um einen Zahn voran geschoben wird. Im glatten Theil des Umfanges von R 2 ist ein Einschnitt w3, in welchen bei jeder Umdrehung des Sperrrades die Sperrklinke wi einschnappt. Wenn das Rad also ioo Zähne hat, so wird es sich einmal zu ioo Umdrehungen der Hauptwelle oder bei ioo fertig gestellten und abgelieferten Drähten drehen. Die Sperrklinke wi sitzt fest auf der horizontalen Schaukelwelle w5, die in Lagern auf der Grundplatte liegt. Die mit ihrem einen Ende an der Welle wh und mit ihrem anderen an der Grundplatte befestigte Spiralfeder w6*, welche die Welle w5 umgiebt, drückt die Klinke w4, Fig. 17, gegen den glatten Theil des Umfanges von i?2, sobald bei Umdrehung dieses Rades der Einschnitt der Sperrklinke gegenüber zu liegen kommt. Sobald dies geschieht, wird der an der Welle ze*5 angebrachte Hebel wß gegen das freie Ende des Ausrückers T geworfen, so dafs die Riemscheibe lose auf der Treibwelle rotirt und dadurch die Maschine still setzt.
    Das Stück T1, Fig. 17, dient dazu, den Mitnehmer w durch den Stift t' am Arm / aus dem Sperrrad auszurücken, wenn die Sperrklinke wl in den Einschnitt w3 einschnappt, indem die letztere dann auf den anderen Arm t" des Stückes T1 drückt. Der Stift t' hält den Mitnehmer w dann so lange aufser Eingriff mit den Zähnen des Rades R2, bis die Sperrklinke wl aus dem Einschnitt herausgehoben ist, und verhindert so jede Beschädigung des Mechanismus, falls das Sperrrad zu drehen versucht werden sollte, während es durch die Sperrklinke w4 festgehalten wird. Das Stück t'" dient zur Herstellung des Gegengewichtes mit den Armen t und t".
    Beim Antrieb der Maschine ist es nur noth-
    wendig, den Griff des Hebels w6 zu heben und so das Ende des Ausrückers T frei zu setzen und die Riemscheibe auf der Treibwelle ein-'zurücken.
    . Der Betrieb der Maschine geschieht wie folgt: Der Draht tritt von der Rolle durch die Geradführung zwischen die Speisewalzen und die Messer und dann durch die Drahtführung in das Mundstück. Sobald die erforderliche Drahtlänge eingeführt ist, treten die Speiserollen aufser Wirkung; die offenen Drehkrampen bewegen sich alsdann nach vorn in das Mundstück, schliefsen sich um den Draht, und das Messer schneidet die erforderliche Länge ab und öffnet den Deckel der Drahtführung. Die Drehkrampen bewegen sich hierauf mit dem erfafsten Draht wieder zurück und nehmen ihre frühere aufrechte Stellung wieder ein, worauf die Festhaltungskrampen, sich nach vorn bewegen und mit ihren Backen die Drahtenden zusammenbringen und sie festhalten, während die Drehkrampen den Draht winden. Während derselbe gewunden wird, fassen die Ablegekrampen den Draht und führen, nachdem die Dreh- und Festhaltungskrampen sich geöffnet haben, mit ihrem Kopfstück die beschriebene halbe Drehung aus und öffnen sich über dem Sammelbehälter, so dafs der fertige Draht in denselben hineinfällt.
    Die Haupt- und Nebenwellen sind durch Winkelräder mit einander verbunden und drehen sich mit gleicher Geschwindigkeit.
    Paten τ-An Spruch:
    Die durch Zeichnung dargestellte Maschine zur Herstellung von Bindedrähten, besonders gekennzeichnet durch:
    ι. die Zuführung des Drahtes durch Walzen C und B;
  2. 2. die Regulirung der Zuführung durch die beiden gegen einander verstellbaren, nur theilweise gezahnten Radsegmente D;
  3. 3. die Abschneidevorrichtung mit Messer K und K1;
  4. 4. die Drahtführung G mit Deckel und Mundstück C2;
  5. 5. die Drehkrampen d2 d2 und deren Verbindungen zum Winden der Drähte;
  6. 6. die Festhaltung der Drähte durch die Krampen d3 d3 während des Windens;
  7. 7. den hin- und hergehenden Rahmen Jj;
  8. 8. die Ablegung der fertigen Drähte durch die Krampen d^d*;
  9. 9. das drehbare Kopfstück P1 in Verbindung mit der Welle z>5 und der Scheibe Z;
  10. 10. den Rahmen G und dessen Verbindungen zum Oeffhen und Schliefsen der Krampen db;
  11. 11. die aus dem Sperrrad R2 mit Einschnitt w3 gebildete Zählvorrichtung;
  12. 12. die Sicherung des Sperrrades R2 durch das Stück TK ■
    Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
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