DE199418C - - Google Patents

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DE199418C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

U,
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
.- JV* 199418 -KLASSE 51 d. GRUPPE
des Instrumentes untergebracht ist.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. August 1906 ab.
Die Erfindung betrifft mechanisch spielbare Musikinstrumente, die mit einer Klaviatur versehen sind, wie Pianos, Orgeln und Harmonien, und soll insbesondere bei gewöhnliehen aufrechtstehenden Pianinos Anwendung finden, da die Vorrichtung zum mechanischen Spielen so konstruiert ist, daß es möglich erscheint, sie gänzlich in dem Gehäuse eines gewöhnlichen Pianinos mit Unterdämpfung
ίο unterzubringen. Die Höhe eines gewöhnlichen Pianinos beträgt ungefähr 1,3 m und am oberen Ende pflegt es, von vorn nach hinten gemessen, nicht breiter als 33,6 cm zu sein. Auch der Klaviaturdeckel und die darüber befindliche Aushöhlung brauchen weder in der Form noch in den Abmessungen irgendwelche Änderung zu erfahren.
Bei anderen bisher gebauten mechanischen Spielwerken, die im Innern des Gehäuses eines Pianinos untergebracht waren, war es dagegen nötig, ein Gehäuse von besonderer Bauart oder ein größeres Gehäuse zu benutzen.
Gemäß der Erfindung werden die Spielbälge, die die Steuerungsventile enthaltenden Windladen, die Notenblattspulen und der Gleitblock, über den das Notenblatt geht, in dem Gehäuse des Pianinos über den Hämmern angebracht. Die Verbindungen der Spielbälge mit der Pianomechanik sind sämtlich vor der Mechanik und hinter der oberen Vorderwand des Pianinogehäuses angebracht. Die Saugbälge, welche die Windladen auszusaugen haben, liegen wagerecht unmittelbar unter dem Tastenboden oder stehen lotrecht hinter der unteren Vorderwand. Diese Saugbälge sind durch eine Leitung oder mehrere Leitungen mit einem oder mehreren hinter der unteren Vorderwand des Pianinogehäuses befindlichen Luftbehältern verbunden; diese Behälter können auch unter dem Tastenboden angebracht sein und mit der Ventilwindläde in Verbindung stehen.
Fig. ι ist eine Vorderansicht eines Pianinös von gebräuchlicher Größe und Bauart, wobei die obere Wand, der Klaviaturdeckel, der darüber befindliche Teil und die untere Wand entfernt sind und eine gemäß der Erfindung ausgeführte Spielvorrichtung eingebaut ist; Fig. 2 ist ein Querschnitt durch das Instrument nach 2-2 in Fig. 1, Fig. 3 eine einen Spielbalg und einen Schnitt durch eine Ventilwindlade zeigende Einzeldarstellung, Fig. 4 ein Querschnitt durch die Notenblattspulen und den Gleitblock nach 4-4 in Fig. 1; Fig. 5 ist eine Vorderansicht eines Pianinos, das mit einer anderen Ausführungsform der Vorrichtung versehen ist, und Fig. 6 ein Querschnitt nach 6-6 in Fig. 5; Fig. 7 ist eine die Ventilwindlade zeigende Einzeldar-Stellung, die nur wenig von der Ausführungsform in Fig. 3 abweicht; Fig; 8 ist ein Querschnitt durch die Notenblattspulen und den Gleitblock nach 8-8 in Fig. 5, Fig. 9- eine Einzeldarstellung in Seitenansicht einer anderen Ausführungsform von Mitteln zur Bewegung der Mechanik und Fig. 10 ein wagerechter Schnitt nach 10-10 in Fig. 9; Fig. 11 ist -
eine Draufsicht der unterhalb des Tastenbodens angebrachten Saugbälge und Fig. 12 ein Schnitt nach 12-12 in Fig. 9; Fig. 13 ist eine Draufsicht des Tastenbodens mit den unterhalb desselben angeordneten Saugbälgen und Saugluftbehältern, Fig. 14 ein Schnitt des Tastenbodens .nach 14-14 in Fig. 13, Fig. 15 eine zugehörige Vorderansicht; Fig. 16 ist eine Draufsicht der Saugbälge und der Behälter, wobei der Tastenboden entfernt ist; Fig. 17 ist eine Endansicht eines Behälters, und Fig. 18 zeigt schaubildlich die Verbindung der Spielbälge mit der Klaviermechanik.
Die Saugluftbehälter sind durch Rohre a, die an beiden Enden des Instrumentes (Fig. I und 2, in welchen der Deutlichkeit wegen nur ein Rohr dargestellt ist) oder auch anderswo angeordnet sind, mit etwa drei wagerecht und übereinander angeordneten Windladen c, d und e verbunden. Diese Windladen c, d und e an jedem Ende des Instrumentes sind mit Membranen f (Fig. 2 und 3) — eine für jeden Ton — versehen, mit denen je ein Doppelventil g durch eine Spindel k verbunden ist. Jede der Windladen c, d und e ist mit einem an sie angeschraubten Brett / (Fig. 3) versehen, in welchem die Ventilsitze h und i vorgesehen sind.
Die Sitze i sind an vertieften Metallplatten angebracht, die an das Brett / angeschraubt sind, und die Ventilspindeln k sind in Führungen m vor dem erwähnten Brett und in Führungen η innerhalb der Windladen geführt, wobei die Führungsplatten η durch dieselben Schrauben, welche die die Ventilsitze 2 bildenden vertieften Metallplatten halten, befestigt werden.
Unmittelbar an den Windladen sind die Spielbälge 0 angebracht, deren bewegliche Platte durch einen Draht oder eine hölzerne Stange ρ oder ein anderes Verbindungsorgan mit einem Arm eines zweiarmigen Lenkers q verbunden ist, der um eine wagerechte Achse schwingt (Fig. 18). Diese Lenker q sind vorteilhaft aus Draht gefertigt und auf einem Brett r angebracht, das vor der Hammermechanik auf den Vorderseiten der Mechanikträger s befestigt ist. Hierzu können z. B.
vier Schrauben dienen, so daß, wenn die Pianomechanik entfernt wird, sie das die Lenker q enthaltende Brett und die Druckstangen t mitnimmt, so daß die Lenker q und die Druckstangen if sowie die (noch genauer zu beschreibenden) Hebel u, welche auf die Pianinomechanik wirken, zusammen herausnehmbar sind.
Die unteren Enden der Stangen t sind mit den zweiarmigen Hebeln u verbunden, die in gabelförmigen Lagern ν ruhen, welche an der Rückseite des Brettes r angeschraubt sind.
Das innere Ende jedes dieser Hebel kann an einem auf der Wippe der Mechanik angebrachten Ring angreifen oder, wie dargestellt, unmittelbar auf die Wippe 50 o. dgl. wirken (Fig. 18). Eine Schiene n> ist an dem Brett r durch Arme χ (nur in Fig. 1 ersichtlich) und an jedem Ende an den Ständern s befestigt. Die erwähnte Schiene n> trägt eine Anzahl Federny, welche bestrebt sind, die Hebel u in ihrer horizontalen Lage zu halten; in die Schiene sind Regelungsschrauben % einstellbar eingeschraubt, um die Bewegung der Hebel u zu begrenzen, wie Fig. 2 zeigt.
Die Hebel u sind also so eingerichtet, daß sie bei ihrer Bewegung die Wippen 50 anheben, jedoch können letztere auch in üblicher Weise von der Klaviatur aus bewegt werden, ohne daß irgendeine Bewegung der Hebel u veranlaßt würde.
Die Notenblattspulen 1 und 3 und der Gleitblock 5 sind zwischen den Windladen in der Mitte des Instrumentes angebracht. Das Gehäuse oder der Rahmen 7 für die Spulen ist mit Leisten 9 —: auf jeder Seite eine — versehen, an welcher die Windladen c, d, e befestigt sind, die auf der anderen Seite durch Blöcke IO miteinander verbunden sind. Die Windladen c, d,. e liegen auf den oberen Flächen der Blöcke 11 auf, die Zapfen besitzen, um sie an Ort und Stelle zu halten. Oben sind z. B. zwei mit 13 bezeichnete Blöcke aufgeschraubt, die an den Enden des Instrumentengehäuses befestigt sind. Infolgedessen ist es nur nötig, die beiden Schrauben zu lösen sowie die Druckstangen ρ und die zweiarmigen Lenker q außer Verbindung zu bringen, worauf die beiden Blöcke der Windladen mit ihren Spielbälgen und Druckstangen ρ als Ganzes herausgehoben werden können. Wie bereits erwähnt, erfolgt im vorliegenden Falle die Verbindung der Windladen mit den Luftbehältern durch Röhren a, und es ist nur nötig, die Rohren an jedem Ende des Instrumentes ungefähr an der mit 69 (Fig. 1) bezeichneten Stelle (nur am linken Ende) zu lösen. Ebenso ist es klar, daß, wenn das Brett r von den Klaviermechanikständern s entfernt wird, der übrige Teil der Spielvorrichtung entfernt werden kann.
Die Spielbälge 0 sind vorteilhaft in übereinanderstehenden Reihen angeordnet, aber wechselständig, d. h. nicht unmittelbar übereinander, so daß der für sie erforderliche Raum weniger als die Breite des Instrumentes beträgt und daher in der Mitte Platz für die Aufnahmewalze 3, die Notenblattspule 1 und den Notenblattgleitblock 5 bleibt, während jede Membran f, wie Fig. 2 und 4 zeigen, z. B. mittels eines biegsamen Rohres ISi mit einer öffnung in dem Gleitblock 5 verbunden ist.
Damit die Bewegung der Spielbälge ο zu den zugehörigen Tasten geleitet wird, sind die Druckstangen ρ verschieden lang, auch haben die Zapfenteile der vorerwähnten zweiarmigen Lenker q verschiedene Länge, jene Teile sind untereinander auf dem Brett r angebracht, und es besitzen auch die zu den Hebeln u führenden Druckstangen t verschiedene Länge, so daß sie die Verbindung mit
ίο den erwähnten Hebeln u, die alle in einer wagerechten Ebene liegen, in richtiger Weise herstellen. Wenn gewünscht, können jedoch die Zapfen der Lenker q gleich lang sein, aber in diesem Falle ist der wirksame Abstand von den Spielbälgen ein wenig größer, und die Verbindung zwischen dem zweiten Arm eines jeden der zweiarmigen Lenker q und einem Gliede der Klaviermechanik, wie den Wippen 50, erfolgt mittels eines Zugdrahtes t und eines zweiarmigen Hebels u.
Der-Motor 16 (Fig: 1) zum Antrieb der Notenblattspule kann, wie dargestellt, mit drei Bälgen versehen sein, die mit einer Kurbelwelle verbunden sind und einen Sammelbehälter haben, oder er kann in irgendwelcher anderen geeigneten Weise konstruiert sein und ist vorteilhaft hinter der unteren Vorderwand 17 (Fig. 2) des Gehäuses angebracht; auf seiner Welle sitzt ein Kettenrad 18, das die Bewegung mittels einer Kette 19 auf ein anderes, auf einer Welle 21 angebrachtes Kettenrad 20 überträgt. Die Welle 21 hat einen Trieb 22, der in ein Zahnrad 23 eingreift, das auf der Aufnahmewalze 3 angebracht ist. Dieses Ende der Welle 21 liegt in einer Konsole 24, die um einen Zapfen 25 schwingen kann, so daß der Trieb 22 mit dem Zahnrad 23 in oder außer Eingriff kommen kann. Nach Wunsch wird auch die Spule ι angetrieben, damit das Notenblatt wieder aufgewickelt werden kann, und zwar mittels einer Welle 26 mit einem lose daraufsitzenden Rade 27, wobei über letzteres und über ein Kettenrad 28 auf der Welle 21 eine Kette 29 läuft. Das Kettenrad 27 hat eine Nut 30 (Fig. 1) zur Aufnahme eines nicht dargestellten Stiftes, der in bekannter Weise in Zusammenhang mit der schwenkbaren Konsole 24 durch einen Ausziehanschlag oder -hebel bewegt wird, und das andere Ende der Nabe des Kettenrades 27 ist mit einer Kupplungsklaue 31 o. dgl. versehen, die mit einer auf der Welle 26 befestigten Kupplungshälfte 32 in und außer Eingriff treten kann.
Hierdurch wird das Notenblatt in bekannter Weise von der, Aufnahmewalze 3 aufgenommen oder auf die Notenblattspule 1 wieder aufgewickelt. Die Bälge b werden ' mittels Pedale 33 in Tätigkeit gesetzt, die mit einem Rahmen 34, 35, 36 gelenkig verbunden sind, der seinerseits selbst an die Blöcke 37 innerhalb des Pianogehäuses angelenkt ist. Die Pedale 33 (Fig. 1 und 2) stehen mittels Stangen oder Lenker 38 mit den beweglichen Seiten der Blasebälge in Verbindung, und deren Kasten 39 (auch in Fig. 11 und 12 sichtbar) ist auch durch ein Rohr 41 mit dem Sammelbehälter 40 verbunden, der an einen Stützpfeiler 54 angeschraubt oder sonstwie befestigt ist. Der Behälter (es können deren übrigens auch mehrere sein) ist durch ein Rohr 42 mit dem Motor verbunden. Die Blasebälge b werden in ihre normale geschlossene Stellung mittels Federn 43 zurückgebracht, deren jede an einem Ende mit einem Arm 44 an den Blasebälgen und am anderen Ende mit einer Konsole 45 oder sonstwie verbunden ist. In der unteren Tür 17 befindet sich eine Öffnung, die mit einer Klappe 47 bedeckt ist, so daß die Pedale 33 gehoben und an ihrem Rahmen 34, 35, 36 derart aufwärts und zurück verschwenkt werden können, daß sie, wenn sie nicht benötigt werden, innerhalb des Klaviergehäuses sich befinden und nicht im Wege stehen, wobei die Klappe 47 die Pedale nach außen abschließt. Wenn man es wünscht, so wird die Klappe durch einen federnden Haken 48 in ihrer angehobenen Lage erhalten.
Die in Fig. 5 und 6 dargestellte Ausführungsform der Vorrichtung ist der oben beschriebenen sehr ähnlich. Die Hauptunterschiede sind:
1. Die Spielbälge 0 sind unterhalb statt auf der Oberseite der Windladen c, d, e gelagert.
2. Sie steuern die Pianomechanik durch Aufwärtsziehen der zweiarmigen Lenker q statt durch Niederdrücken derselben; deshalb besitzen die Zugstangen ρ an dem unteren Ende je einen knopflochartigen Schlitz, und die gekröpften Enden der zweiarmigen Lenker q sind mit Knöpfen versehen, die gerade klein genug sind, um durch das weite Ende der Schlitze hindurchzutreten, jedoch zu groß sind, um aus dein engeren Teile der Schlitze herausgezogen werden zu können.
3. Die unteren Enden der Zugstangen t sind mit Hebeln 49 verbunden, die an den Stelzen der Wippen 50 angelenkt sind (Fig. 6), statt mit zweiarmigen Hebeln, welche von unten gegen die Wippen stoßen sollen (Fig. 2). Bei dieser Konstruktion sind die Hebel 49 so angeordnet, daß sie bei ihrer Aufwärtsbewegung die Wippen 50 anheben. Letztere können aber auch in der üblichen Weise vom Tastenbrett aus ohne irgendwelche Bewegung der Hebel 49 in Bewegung gesetzt werden.
4. Die Bälge oder Luftzubringer 51 sind senkrecht auf und hinter der herausnehmbaren Vorderwand 17 statt wagerecht unterhalb des
Tastenbrettes 46 gelagert und stehen mit einer Windleitung 52 sowie einem ebenfalls hinter der Wand 17 angeordneten Luftbehälter 53 in Verbindung. Die Bälge 51 sind an der Rückseite der Wand 17 befestigt, und der Behälter 53 ist an einem Wandpfeiler 54 angebracht. Die Pedale 33 (Fig. 5 und 6) sind mit dem an den beweglichen Seiten der Bälge 51 befestigten Arm 55 durch Zwischenstangen 56 verbunden, und der Luftbehälter 53 ist, wie bei der vorerwähnten Konstruktion, durch das Rohr 42 an den Motor 16 angeschlossen (Fig. 5). Die Bälge 51 werden durch Federn 57 in ihre normale Schlußlage zurückgeführt, und eine jede dieser Federn ist mit einem Ende an einem Arm 58 auf auf der beweglichen Seite der Bälge und mit dem anderen Ende an einem an der Vorderwand 17 oder an sonstiger Stelle befestigten
ao Haken angebracht.
Wie bei der vorher beschriebenen Ausführungsforfn besitzt die Vorderwand 17 eine öffnung, welche durch eine Klappe 47 bedeckt ist, die so angelenkt ist, daß sie gestattet, die Pedale aufzuheben und sie auf ihrem Rahmen 34, 35, 36 in das Gehäuse hineinzuschwingen; die Klappe 47 wird in ihrer angehobenen Lage durch eine an der Windleitung 52 angebrachte Federfalle 48 gehalten.
5. Die Bauart der Windladen c, d, e ist der mit Bezug auf Fig. 2 und 3 beschriebenen sehr ähnlich,, nur sind beide Ventilsitze für das Doppelsitzventil g eingestülpt oder vertieft aus Metall hergestellt, wie am besten aus Fig. 7 zu ersehen ist, und wenn man den Ventilsitz 59 sowie die Führung 60 durch Herausnehmen zweier im Brett befestigter Schrauben löst, so kann das Ventil mit Leichtigkeit zwecks Untersuchung oder Einstellung herausgehoben werden.
Fig. 9 und 10 zeigen eine andere Ausführungsform von Hebeln zur Bewegung der Wippen 50; in diesem Falle sind die Zugstangen t mit Hebeln 62 verbunden, die Schlitze 63 besitzen und bei 64 an einer Schiene 65 auf der Rücksei»2 der Wippen 50 drehbar gelagert sind. Zweck des Schlitzes 63 ist, dem Schaft 66 der Wippe 50 zu gestatten, frei hindurchzutreten, damit die Wippe vom Tastenbrett aus in der üblichen Weise bewegt werden kann, ohne die selbsttätige Spielvorrichtung zu beeinflussen. Bei der dargestellten Ausführungsform besteht der Hebei 62 zwecks leichterer Herstellung und Anbringung aus zwei parallelen zusammengeschraubten Teilen.
Statt die Bälge b unter dem Tastenbrett 46 und den Behälter 40 hinter der Vorderwand des Pianogehäuses anzuordnen, wie es Fig. 1 und 2 zeigen, kann das Tastenbrett 46 auch.
wie in Fig. 13 bis 17 dargestellt ist, oben durch ein Brett 67 abgedeckt sein und darunter die Bälge b nebst Behältern 68 besitzen, derart, daß das Tastenbrett 46 selbst die Windleitung bildet und somit alle Bälge unterhalb desselben angeordnet' sind. In Fig. 13 sind die zu den Windladen führenden Leitungen mit α bezeichnet, während das Rohr 42 zum Motor führt, doch können natürlich auch Windkästen an Stelle von Rohren benutzt werden..
Ein ausgesprochener Vorteil soll dadurch erzielt werden, daß die Spielbälge 0 entweder unmittelbar auf der Oberseite oder auf der Unterseite der Windladen angeordnet werden, da durch eine solche Anordnung der für die Spielbälge erforderliche Raum in seiner Ausdehnung von vorn nach hinten nur gleich der Länge der Bälge ist, so daß diese Bälge sowie die die Membranen und die Steuerungsventile enthaltenden Windladen den gewöhnlich unbenutzten Raum hinter der oberen Tür des Pianogehäuses und über den Hämmern der Pianomechanik einnehmen können. Ein weiterer Vorteil soll darin liegen, daß der Abstand eines jeden Spielbalges von seiner Windlade sehr kurz ist.

Claims (10)

Pate nt-Ansprüche:
1. Pneumatische Vorrichtung zum mechanischen Spielen von Pianinos, die in dem Gehäuse des Instrumentes untergebracht ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Windladen (c, d, e), auf oder unter welchen die Spielbälge (o) wagerecht angebracht sind, in Reihen auf beiden Seiten des Notenblattgleitblockes (5) über der Pianomechanik angeordnet sind, so daß die ganze Spielvorrichtung in einem Pianogehäuse von gewöhnlichen Abmessungen untergebracht werden kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die freien äußeren Enden der Spielbälge (0) gegen die Vorderseite des Pianinos gerichtet sind, so daß sich die zur Übertragung ihrer Bewegung auf die Pianomechanik dienenden Teile vorn befinden und beim Einstellen oder Abnehmen leicht zugänglich sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß die Windladen (c, d, e) der Spielbälge (0) miteinander derart verbunden sind, daß die Windladen und die Spielbälge als Ganzes entfernt werden können.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sitze der Doppelventile (g) aus gelochten, vertieften Platten (59) bestehen und mit Führungen
(6o) versehen sind, die durch dieselben Befestigungsorgane oder Schrauben, welche die Platten (59) halten, in ihrer Lage auf beiden Seiten eines Brettes (61) befestigt sind.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bewegung
. der Spielbälge (0) auf die Klaviermechanik mittels einer Anzahl zweiarmiger Lenker (q) übertragen wird, deren Drehachsen zueinander parallel und übereinander angeordnet sind, und welche an einem Ende durch Druckstangen (p) mit den beweglichen Wangen der Spielbälge (0) verbunden sind, während sie am anderen Ende auf die Klaviermechanik wirken.
6. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiarmigen Lenker (q) an einem Brett (r) angebracht sind, das innerhalb des Instrumentes abnehmbar angebracht ist.
7. Vorrichtung nach Ansprüchen 1 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die zweiarmigen Lenker (q) durch Stangen (t) entweder mit Hebeln (u) verbunden sind, die in einem festen Punkte drehbar sind und gegen die Wippen (50) stoßen können (Fig. 2), oder mit Hebeln (49), die an den Wippen (50) drehbar angebracht sind (Fig. 5 und 6), oder mit geschlitzten Hebein (62), die ebenfalls um einen festen Punkt drehbar sind und mit den Wippen
(50) in Berührung treten können (Fig. 9 und 10).
8. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Bälge (b) und der Luftbehälter (68) wagerecht unmittelbar unter dem Tastenbrett (46) und derart angebracht sind, daß sie zum Teil innerhalb des Pianogehäuses und zum Teil außerhalb desselben liegen.
9. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tastenboden (46) durch ein Brett (67) abgeschlossen wird, um eine Windleitung zu bilden, und der Blasebalg (b) sowie der Luftbehälter (68) unmittelbar unter dem Tastenboden (46) angebracht und an diesem befestigt sind.
10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Blasebälge
(51) und der Luftbehälter (53) lotrecht und unmittelbar hinter der unteren Tür (17) des Pianogehäuses angebracht sind.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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