DE211013C - - Google Patents

Info

Publication number
DE211013C
DE211013C DENDAT211013D DE211013DA DE211013C DE 211013 C DE211013 C DE 211013C DE NDAT211013 D DENDAT211013 D DE NDAT211013D DE 211013D A DE211013D A DE 211013DA DE 211013 C DE211013 C DE 211013C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
octave
valves
pneumatic
bellows
keys
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT211013D
Other languages
English (en)
Publication of DE211013C publication Critical patent/DE211013C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/10Actions, e.g. key actions, couplers or stops

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

Gelöscht 29,8,1SiUZ.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 211,013-KLASSE 51 a. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. April 1908 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine pneumatische Oktavkupplung für Orgeln, Harmonien u. dgl., welche mittels Saugluft wirkt. Mittels einer solchen Oktavkupplung, kann der Spieler, wenn er ein besonderes Pedal o. dgl. benutzt, gleichzeitig den Grundton und den um eine Oktave über ihm liegenden Ton erzeugen, ohne daß er mit den Fingern auf die der Oktave entsprechende Taste zu drücken ίο braucht.
Die Kupplung ist jedoch derart eingerichtet, daß nur die höchste von mehreren gleichzeitig angeschlagenen Tasten mit dem um eine Oktave höher liegenden Tonventil zusammengekuppelt wird.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in . einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht der Kupplungsvorrichtung für die beiden Tonventile, wobei alle in Betracht kommenden Teile in eine Ebene zusammengelegt sind.
Fig. 2 stellt dieselbe Ausführungsform in' Aufsicht dar.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 5,
Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2, und
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Luftkanäle an der Rückseite des Harmoniums von oben. Die Anordnung der Zungen 9 und der zugehörigen, von den Tasten 11 durch Stangen 10 beeinflußten Ventile 6 ist die übliche.
Die Tasten in der eingestrichenen und zweigestrichenen Oktave, auf welcher die rechte Hand gewöhnlich spielt, und durch welche 40
45
die Melodie bestimmt wird, sind mit der Kupplungsvorrichtung versehen.
Die Taste ii ist mittels einer Stange 12 mit einem um den Punkt 13 drehbaren Hebel 14 verbunden, welcher auf dem Registertisch 15 angebracht ist. Der Hebel 14 trägt an seinem hinteren Ende eine gegabelte Feder 16, die um eine mit einer Ventilklappe 18 verbundene Stange 17 herumgreift. Die Klappe 18 schließt, mittels einer Feder 19 belastet, eine Öffnung 20 ab, die mit einem Raum 21 in Verbindung steht. Dieser Raum ist wieder mittels eines engen Kanals 22 mit der Außenluft und mittels eines Kanals 23 mit einem kleinen Balg 24 in Verbindung gesetzt. Die Klappe 25 dieses Balges ist mit dem einen Arm eines um den Punkt 26 drehbaren Hebels 27 verbunden, dessen anderer Arm ein Gewicht 28 trägt und sich auf einen Anschlag 29 derjenigen Stange 10 legt, welche die Ventilklappe 6 der nächst höheren Oktave beeinflußt.
Die Ventilklappe 18 ist in einem Raum 30 angebracht, welcher durch einen Kanal 31 mit einem senkrechten, oben geschlossenen Zylinder 33 in Verbindung steht, dessen Boden durch eine auf einer Stange 34 angeordnete Ventilklappe 35 geschlossen werden kann. Beim öffnen dieser Klappe wird der Zylinder 33 mit der Windlade 4 in Verbindung gesetzt. Die Stange 34 ist in geeigneter Weise mit einem Handgriffe oder einem Pedal in Verbindung gesetzt, welches von dem Spieler leicht benutzt werden kann.
Wird die Stange 34 in die- Höhe gehoben, so wird im Zylinder 33 sowie in den mit ihm
70
verbundenen Kanälen und Räumen 32, 31 und 30 eine Luftverdünnung hergestellt. Wenn also die oben erwähnte Taste 11 unter diesen Umständen heruntergedrückt und infolgedessen das Ventil 18 geöffnet wird, so wird sich die Luftverdünnung auf den Raum 21 und auf den Balg 24 fortpflanzen, wodurch letzterer zusammenklappt. Hierbei wird die Wand 25 in die Höhe gehoben, der Hebel 27 gedreht und dadurch dessen Stange 10 hinuntergedrückt. Es wird daher derjenige Ton, welcher um eine Oktave höher ist als der Ton der Taste 11, gleichzeitig mit demselben hörbar werden.
Sobald die Taste 11 wieder in die Höhe geht, wird die Ventilklappe 18 geschlossen, und die Luft wird dann von außen nach und nach durch die Öffnung 22 einströmen und den Raum 21 sowie den Balg 24 füllen, so daß die Klappe 25 des letzteren infolge ihres Gewichts wieder sinkt, was die Drehung des Hebels 27 in seine Anfangslage zur Folge hat. Die Ventilklappe 6 wird dann wieder geschlossen. Um die Geschwindigkeit, mit weleher die Luft in den Balg 24 einströmt, regeln zu können, ist im Kanal 22 eine Schraube 36 angebracht, durch die der Querschnitt des Kanals geändert werden kann.
Um den erforderlichen Platz für alle die oben genannten Organe jeder einzelnen Taste zu schaffen, ist jede zweite Taste, und zwar Ober- und Untertasten, in fortlaufender Reihe mit einem Hebel 37 verbunden, welcher bedeutend länger ist als der Hebel. 14. Der Hebel 37 ist wieder durch eine Feder 51 mit einer auf einer Ventilklappe 39 wirkenden Stange 38 verbunden, die von einer Feder 40 beeinflußt wird. Die Ventilklappe 39 ist in einem dem Raum 30 entsprechenden Raum 41 untergebracht, welcher mit dem Kanal 31 und durch einen Kanal 42 mit einem Raum 43 in Verbindung steht, welch letzterer Raum wiederum mittels eines engen, mit einer Regulierungsschraube 45 versehenen Kanals 44 mit der Außenluft und durch einen Kanal 46 mit einem Balg 47 in Verbindung gesetzt ist. Die bewegliche Wand 48 des Balges 47 ist mit dem einen Arm eines um 49 drehbaren Hebels 50 verbunden. Dieser letztere ruht mit seinem anderen Arm wieder auf einem Anschlag 29 einer Stange 10.
Wenn die Ventilklappe 18 oder 39 geöffnet wird, legt sie sich gegen die Oberkante des betreffenden Raumes 30 oder 41 an, und weil diese Räume in den Kanal 31 der Reihe nach eingeschaltet sind, schneiden die Klappen dadurch die Verbindung zwischen dem betreffenden Raum und dem hinter demselben liegenden Teil des Kanals 31 (Fig. 3) ab. Wenn also mehrere der Ventilklappen 18 gleichzeitig geöffnet werden, so wird doch nur der dem Zylinder 33 am nächsten liegende Balg 24 bzw. 47 mit dem Zylinder 33 in Verbindung gesetzt. Beim gleichzeitigen Anschlagen mehrerer Tasten wird also nur die höchste mit ihrem um eine Oktave höher liegenden Tonventil zusammengekuppelt.

Claims (4)

Pate nt-An Sprüche:
1. Pneumatische Oktavkupplung für Orgeln, Harmonien u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß durch Benutzung eines Pedals oder einer ähnlichen Einrichtung eine Luftverdünnung in einem Räume (33) erzeugt wird, der, sobald die Tasten angeschlagen und die mit diesen verbundenen Ventile (18 oder 39) geöffnet werden, mit Hilfsbälgen (25 oder 48) verbunden wird, die ihrerseits mit den Zungenventilen (6) des dem angeschlagenen Tone entsprechenden nächst höheren oder tieferen Oktavtones mechanisch verbunden sind.
2. Pneumatische Oktavkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beim gleichzeitigen Anschlagen mehrerer Tasten nur der Ventilraum (30, 41), der dem höchsten angeschlagenen Tone entspricht, mit dem Saugraum (33) in Verbindung bleibt, während die Verbindung der übrigen Ventilräume (30, 41) mit dem Saugraume (33) durch Ventile (18 bzw. 39) unterbrochen wird.
3. Pneumatische Oktavkupplung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hilfsbälge (24, 47) und ihre Ventile (18, 39) gegeneinander versetzt angeordnet sind.
4. Bei dem in den Ansprüchen 1 bis 3 angegebenen Harmonium die Anordnung, daß die Hilfsbälge (24 und 47) durch enge Kanäle (22 und 44) mit der Außenluft in Verbindung stehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT211013D Active DE211013C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE211013C true DE211013C (de)

Family

ID=472855

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT211013D Active DE211013C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE211013C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP1909259A2 (de) Harmonika oder Akkordeon
DE211013C (de)
DE604495C (de) Tastatur fuer Zwecke der Klangausloesung, der Klangaufzeichnung und fuer Registrierzwecke, insbesondere bei orgelartigen Instrumenten
DE243012C (de)
DE138818C (de)
DE35058C (de) Windkasten für Orgeln mit pneumatischer Traktur
DE3712706A1 (de) Klappenmechanismus und tonlochanordnung an klarinetten
AT151098B (de) Mit Zungeninstrument kombiniertes Klavier.
DE158681C (de)
DE510975C (de) Doppelklarinette
DE142483C (de)
DE492565C (de) Einrichtung zum Registrieren einer Orgel oder aehnlicher Pfeifeninstrumente
DE47582C (de) Oboe
DE297485C (de)
AT98215B (de) Klaviator für Tasteninstrumente.
DE125159C (de)
DE604261C (de) Ziehharmonika
DE9963C (de) Harmonika mit Zungen- und Flötenwerk
DE150349C (de)
DE320767C (de) Spielwerk fuer Orgeln
DE615161C (de) Chromatische Handharmonika
DE250642C (de)
DE128111C (de)
DE226654C (de)
DE104459C (de)