DE211013C - - Google Patents
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10B—ORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
- G10B3/00—Details or accessories
- G10B3/10—Actions, e.g. key actions, couplers or stops
Landscapes
- Physics & Mathematics (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Acoustics & Sound (AREA)
- Multimedia (AREA)
- Toys (AREA)
Description
Gelöscht 29,8,1SiUZ.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 211,013-KLASSE 51 a. GRUPPE
Die vorliegende Erfindung betrifft eine pneumatische Oktavkupplung für Orgeln, Harmonien
u. dgl., welche mittels Saugluft wirkt. Mittels einer solchen Oktavkupplung, kann
der Spieler, wenn er ein besonderes Pedal o. dgl. benutzt, gleichzeitig den Grundton und
den um eine Oktave über ihm liegenden Ton erzeugen, ohne daß er mit den Fingern auf
die der Oktave entsprechende Taste zu drücken ίο braucht.
Die Kupplung ist jedoch derart eingerichtet, daß nur die höchste von mehreren gleichzeitig
angeschlagenen Tasten mit dem um eine Oktave höher liegenden Tonventil zusammengekuppelt
wird.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung in . einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht der Kupplungsvorrichtung
für die beiden Tonventile, wobei alle in Betracht kommenden Teile in eine Ebene zusammengelegt sind.
Fig. 2 stellt dieselbe Ausführungsform in' Aufsicht dar.
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie C-D der Fig. 5,
Fig. 4 ein Schnitt nach der Linie A-B der Fig. 2, und
Fig. 5 zeigt die Anordnung der Luftkanäle an der Rückseite des Harmoniums von oben.
Die Anordnung der Zungen 9 und der zugehörigen, von den Tasten 11 durch Stangen
10 beeinflußten Ventile 6 ist die übliche.
Die Tasten in der eingestrichenen und zweigestrichenen Oktave, auf welcher die rechte
Hand gewöhnlich spielt, und durch welche 40
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die Melodie bestimmt wird, sind mit der Kupplungsvorrichtung versehen.
Die Taste ii ist mittels einer Stange 12
mit einem um den Punkt 13 drehbaren Hebel 14 verbunden, welcher auf dem Registertisch
15 angebracht ist. Der Hebel 14 trägt an seinem hinteren Ende eine gegabelte Feder
16, die um eine mit einer Ventilklappe 18
verbundene Stange 17 herumgreift. Die Klappe 18 schließt, mittels einer Feder 19 belastet,
eine Öffnung 20 ab, die mit einem Raum 21 in Verbindung steht. Dieser Raum
ist wieder mittels eines engen Kanals 22 mit der Außenluft und mittels eines Kanals 23
mit einem kleinen Balg 24 in Verbindung gesetzt. Die Klappe 25 dieses Balges ist mit
dem einen Arm eines um den Punkt 26 drehbaren Hebels 27 verbunden, dessen anderer
Arm ein Gewicht 28 trägt und sich auf einen Anschlag 29 derjenigen Stange 10 legt, welche
die Ventilklappe 6 der nächst höheren Oktave beeinflußt.
Die Ventilklappe 18 ist in einem Raum 30 angebracht, welcher durch einen Kanal 31 mit
einem senkrechten, oben geschlossenen Zylinder 33 in Verbindung steht, dessen Boden
durch eine auf einer Stange 34 angeordnete Ventilklappe 35 geschlossen werden kann.
Beim öffnen dieser Klappe wird der Zylinder
33 mit der Windlade 4 in Verbindung gesetzt. Die Stange 34 ist in geeigneter Weise mit einem Handgriffe oder einem Pedal
in Verbindung gesetzt, welches von dem Spieler leicht benutzt werden kann.
Wird die Stange 34 in die- Höhe gehoben, so wird im Zylinder 33 sowie in den mit ihm
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verbundenen Kanälen und Räumen 32, 31 und 30 eine Luftverdünnung hergestellt. Wenn
also die oben erwähnte Taste 11 unter diesen
Umständen heruntergedrückt und infolgedessen das Ventil 18 geöffnet wird, so wird sich die
Luftverdünnung auf den Raum 21 und auf den Balg 24 fortpflanzen, wodurch letzterer
zusammenklappt. Hierbei wird die Wand 25 in die Höhe gehoben, der Hebel 27 gedreht
und dadurch dessen Stange 10 hinuntergedrückt. Es wird daher derjenige Ton, welcher
um eine Oktave höher ist als der Ton der Taste 11, gleichzeitig mit demselben hörbar
werden.
Sobald die Taste 11 wieder in die Höhe
geht, wird die Ventilklappe 18 geschlossen, und die Luft wird dann von außen nach und
nach durch die Öffnung 22 einströmen und den Raum 21 sowie den Balg 24 füllen, so
daß die Klappe 25 des letzteren infolge ihres Gewichts wieder sinkt, was die Drehung des
Hebels 27 in seine Anfangslage zur Folge hat. Die Ventilklappe 6 wird dann wieder geschlossen.
Um die Geschwindigkeit, mit weleher die Luft in den Balg 24 einströmt, regeln
zu können, ist im Kanal 22 eine Schraube 36 angebracht, durch die der Querschnitt des
Kanals geändert werden kann.
Um den erforderlichen Platz für alle die oben genannten Organe jeder einzelnen Taste
zu schaffen, ist jede zweite Taste, und zwar Ober- und Untertasten, in fortlaufender Reihe
mit einem Hebel 37 verbunden, welcher bedeutend länger ist als der Hebel. 14. Der
Hebel 37 ist wieder durch eine Feder 51 mit einer auf einer Ventilklappe 39 wirkenden
Stange 38 verbunden, die von einer Feder 40 beeinflußt wird. Die Ventilklappe 39 ist in
einem dem Raum 30 entsprechenden Raum 41 untergebracht, welcher mit dem Kanal 31
und durch einen Kanal 42 mit einem Raum 43 in Verbindung steht, welch letzterer Raum
wiederum mittels eines engen, mit einer Regulierungsschraube 45 versehenen Kanals 44
mit der Außenluft und durch einen Kanal 46 mit einem Balg 47 in Verbindung gesetzt ist.
Die bewegliche Wand 48 des Balges 47 ist mit dem einen Arm eines um 49 drehbaren
Hebels 50 verbunden. Dieser letztere ruht mit seinem anderen Arm wieder auf einem
Anschlag 29 einer Stange 10.
Wenn die Ventilklappe 18 oder 39 geöffnet wird, legt sie sich gegen die Oberkante des
betreffenden Raumes 30 oder 41 an, und weil diese Räume in den Kanal 31 der Reihe nach
eingeschaltet sind, schneiden die Klappen dadurch die Verbindung zwischen dem betreffenden
Raum und dem hinter demselben liegenden Teil des Kanals 31 (Fig. 3) ab. Wenn
also mehrere der Ventilklappen 18 gleichzeitig geöffnet werden, so wird doch nur der dem
Zylinder 33 am nächsten liegende Balg 24 bzw. 47 mit dem Zylinder 33 in Verbindung
gesetzt. Beim gleichzeitigen Anschlagen mehrerer Tasten wird also nur die höchste mit
ihrem um eine Oktave höher liegenden Tonventil zusammengekuppelt.
Claims (4)
1. Pneumatische Oktavkupplung für Orgeln,
Harmonien u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß durch Benutzung eines Pedals oder einer ähnlichen Einrichtung eine
Luftverdünnung in einem Räume (33) erzeugt wird, der, sobald die Tasten angeschlagen
und die mit diesen verbundenen Ventile (18 oder 39) geöffnet werden, mit
Hilfsbälgen (25 oder 48) verbunden wird, die ihrerseits mit den Zungenventilen (6)
des dem angeschlagenen Tone entsprechenden nächst höheren oder tieferen Oktavtones
mechanisch verbunden sind.
2. Pneumatische Oktavkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
beim gleichzeitigen Anschlagen mehrerer Tasten nur der Ventilraum (30, 41), der
dem höchsten angeschlagenen Tone entspricht, mit dem Saugraum (33) in Verbindung
bleibt, während die Verbindung der übrigen Ventilräume (30, 41) mit dem
Saugraume (33) durch Ventile (18 bzw. 39) unterbrochen wird.
3. Pneumatische Oktavkupplung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Hilfsbälge (24, 47) und ihre Ventile (18, 39) gegeneinander versetzt angeordnet
sind.
4. Bei dem in den Ansprüchen 1 bis 3 angegebenen Harmonium die Anordnung,
daß die Hilfsbälge (24 und 47) durch enge Kanäle (22 und 44) mit der Außenluft in
Verbindung stehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE211013C true DE211013C (de) |
Family
ID=472855
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT211013D Active DE211013C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE211013C (de) |
-
0
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