DE42239C - Drehorgel mit durchlochtem Notenblatt - Google Patents
Drehorgel mit durchlochtem NotenblattInfo
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- DE42239C DE42239C DENDAT42239D DE42239DA DE42239C DE 42239 C DE42239 C DE 42239C DE NDAT42239 D DENDAT42239 D DE NDAT42239D DE 42239D A DE42239D A DE 42239DA DE 42239 C DE42239 C DE 42239C
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 51: Musikalische Instrumente.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 14. Juli 1887 ab.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Drehorgel, in welcher die übliche
Stiftenwalze durch ein perforirtes Notenblatt ersetzt ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist:
Fig. ι eine Seitenansicht der Drehorgel mit ausgebrochener Vorderwand,
Fig. 2 ein Längenschnitt,
Fig. 3 eine Vorderansicht und
Fig. 4 ein Grundrifs des Instrumentes.
Der Mechanismus der Orgel und die Bälge sind in einem Kasten A eingeschlossen, dessen
Seitenwände B B mit je einer Oeffnung C versehen sind, durch welche das perforirte Notenblatt
hindurchgeht. Letzteres liegt auf einer Platte D und fällt nach dem Verlassen des
Kastens auf eine zweite Platte E. Der Schallboden F der Windlade ist in üblicher Weise
mit Oeffnungen b versehen, die einerseits durch Zungenstimmen aund andererseits durch Klappenventile
d verschlossen sind. Die Klappenventile d werden durch Federn e angedrückt und stehen
durch Drähte f1 mit Hebeln/in Verbindung,
die in Kämmen h h drehbar gelagert sind. Die Hebel f sind wiederum durch Stifte j mit
Tasthebeln i verbunden, die um Stifte i1 drehbar
sind und deren Enden P beständig durch Federn k, welche auf die Hebel/ wirken,
gegen das perforirte Notenblatt G gedrückt werden. Letzteres setzt die Tasthebel in
Thätigkeit und läuft unter einer mit Ringnuthen versehenen Walze m zwischen den beiden
Zugwalzen w} und m2 hindurch.
Die Handkurbel H, durch welche die Zugwalzen m! m'2 gedreht werden, sitzt auf der
Welle der unteren Walze m2 und setzt mit Hülfe der Kurbel η und Kurbelstangen n1 die
im unteren Theil des Kastens A befindlichen Bälge in Thätigkeit, Fig. 1.
Um die Reinigung des Instrumentes und die Vornahme von Reparaturen zu erleichtern, ist
der Schallboden F mit den Zungenstimmen und Ventilklappen in die Seitenwände des
Windkastens mit Nuth und Feder 0, Fig. 5, verschiebbar eingesetzt, so dafs er aus dem
Windkasten herausgezogen und wieder eingeschoben werden kann. Wenn man den Boden F herausziehen will, so hat man nur
die Platte K, welche mittelst zweier Stifte an dem Kasten A befestigt ist, zu entfernen und
den Boden F mittelst des Drahtes o2, welcher den Boden F an seinem richtigen Platze hält,
herauszuziehen. Jede Ventilklappe d ist mit ihrem zugehörigen Hebel / nur durch einen
Drahthaken/1 verbunden, welcher einfach das Ende des Hebels / umfafst, Fig. 6, so dafs er
beim Herausziehen des Bodens F' kein Hindernifs darbietet.
Um das Notenblatt bequem in das Instrument einlegen zu können, müssen sämmtliche
Tasterhebel i gleichzeitig abwärts gedrückt werden, so dafs ihre Spitzen i2 mit dem Notenblatt
G nicht in Berührung kommen können. Desgleichen müssen die Nuthenwalze m und
die obere Zugwälze in1 gehoben werden. Dies
geschieht mit Hülfe des Hebels L. Die Nuthenwalze m und die obere Zugwalze m1 ruhen
mit ihren passend verlängerten Achsen aufserhalb ihrer Lager auf zwei Schienen pp, Fig. 1,
welche um qq drehbar sind. Die Lager der Achsen werden von den Blattfedern q1 beständig
nach abwärts gedrückt. Eine Achse r,
welche über den Tastenhebeln liegt, drückt die letzteren nach unten, wenn sie mit Hülfe des
Hebels L von links nach rechts gedreht wird. Zugleich aber werden durch diese Drehung
die Achsen von m und m' und somit diese selbst gehoben. Eine Drehung des Hebels L
von rechts nach links hingegen gestattet den Federn q\ die Walzen m und ml wieder in
ihre frühere Stellung zurückzudrücken.
Um die von dem Instrument erzeugten Töne verschiedenartig zur Wirkung brin-gen zu können,
sind auf dem Kasten zwei Deckelklappen 5 und sl angeordnet, welche durch Federn s2 ge
schlossen gehalten werden und vermittelst des Hebels t geöffnet werden können. Der Hebel t
ist auf der Achse i1 befestigt, die zwei Arme u
trägt, welche von unten gegen die Deckelklappen ji1 stofsen und sie dadurch öffnen.
Je nachdem man mehr oder weniger auf t drückt, öffnet man die Klappen mehr oder
weniger.
Vm ein und dasselbe Musikstück mehrere Male hinter einander ohne Unterbrechung
spielen zu können, kann man die Enden des Notenblattes g mit Hülfe einer Klammer χ
verbinden, Fig. 7, und so das Notenblatt zu einem Bande ohne Ende gestalten, welches
continuirlich durch den Orgelkasten gezogen werden kann.
Anstatt den Wind durch die Cancellen hindurchzudrücken, könnte er bei dieser Orgel
auch durch die Cancellen hindurchgesaugt werden.
Damit sich das Notenblatt in der gewünschten Weise zusammenlegt, nachdem es die Zugwalzen
verlassen hat, ist eine einfache Faltvorrichtung angeordnet, welche aus einem Drahtbügel y besteht, der in Oesen % lose
drehbar an dem Kasten A befestigt ist, Fig. 2, 4 und 8. Dieser Bügel j-* wirkt lediglich durch
sein Gewicht, durch welches die Falten eingedrückt werden. Wenn das Notenblatt aus
dem Schlitz C heraustritt, hebt es den Bügelj-'
hoch, und sobald eine Falte an der Kante a, Fig. 2, erscheint, wird der vorstehende Theil
des Notenblattes nach unten umgelegt, wie dies in der Zeichnung durch punktirte Linien
angedeutet ist.
Claims (3)
- Patent-Anspruch:
Eine Drehorgel, gekennzeichnet durch:
ι. Die Anordnung der Zungenstimmen α und Ventile d auf einem in Führungen verschiebbaren Schallboden F, wodurch derselbe mit seiner ganzen Ausrüstung behufs Reinigung oder Reparatur leicht aus der Drehorgel herausgezogen werden kann. - 2. Die Verbindung der Stimmenventile mit den Hebeln f durch Haken _/"', welche in den Ventilen befestigt sind und lose die Enden der Hebel f umfassen, so dafs sie sich auf letztere aufschieben können, um das in Anspruch 1. genannte Herausziehen des Bodens F zu ermöglichen.
- 3. Die Anbringung eines lose drehbaren Bügels y, welcher, nur durch sein Gewicht wirkend, das Notenblatt beim Heraustreten aus dem Instrument zusammenlegt.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE42239C true DE42239C (de) |
Family
ID=317657
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT42239D Expired - Lifetime DE42239C (de) | Drehorgel mit durchlochtem Notenblatt |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE42239C (de) |
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0
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