DE59175C - Antriebvorrichtung bei mechanischen Musikwerken - Google Patents

Antriebvorrichtung bei mechanischen Musikwerken

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DE59175C
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mechanical musical
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DENDAT59175D
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BERLINER MUSIK - INSTRUMENTEN - FABRIK, AKTIENGESELLSCHAFT, VORM. CH. F. PlETSCHMANN & SÖHNE in Berlin, Brunnenstrafse 28a
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/12Wind-actuated instruments
    • G10F1/14Barrel-organs

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Description

KAISERLICHES PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE Bl: Musikalische Instrumente.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 8. März 1891 ab.
Bei Musikwerken mit durchlochten Notenblättern ist es erforderlich, letztere durch ein darüber angebrachtes Widerlager herabzudrücken und in dieser Lage zu erhalten, damit das Notenblatt dem Druck der Hebel oder, bei Leierkasten ohne Hebelwerk, dem Druck des Windes Widerstand leisten kann. Dies geschieht in den gebräuchlichen Musikwerken dadurch, dafs man einen einfachen, genutheten eisernen Bügel über die Breite des Notenblattes dreht oder denselben herunterklappt und durch, einen Riegel festlegt. .
■ Bei Leierkasten, an denen das Notenblatt durch Gummirollen fortbewegt wird, befindet sich die obere Gummirolle drehbar in dem Widerlager gelagert, während das übrige Getriebe des Notenblattes entweder in Form von Gummiwalzen öder von Zahnrädern im Innern des Instrumentes selbst angebracht ist.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, das ganze Getriebe des Notenblattes und der Windbälge zusammen mit dem Widerlager in einer Vorrichtung bezw. einem Bügel unterzubringen, welcher sich oberhalb bezw. aufserhalb'des Instrumentes selbst befindet, wodurch die Herstellung der mechanischen Musikwerke bedeutend vereinfacht wird.
In der Zeichnung ist Fig. ι ein Längenschnitt durch den Bügel mit dem Getriebe, Fig. 2 ist ein waagrechter Schnitt nach der Linie v-w der Fig. 1, Fig. 3 eine Ansicht gegen das die Kurbel und den Riegel tragende Ende der Vorrichtung und Fig. 4 ein Querschnitt nach der Linie x-y der. Fig. 2.
A ist ein Bügel, der mittelst eines Scharniers α x an der Hinterwand des Leierkastens C befestigt ist und an der Vorderseite des letzteren mittelst eines Hakens α im Eingriff mit einer Oese, Fig. 3, oder durch eine andere beliebige Festhaltung festgelegt werden kann.
Wird die Festhaltung' gelöst, so wird der im Scharnier a1 drehbare Bügel A durch die ' Federn b selbstthätig in die durch Fig. 1 punktirt gezeigte Stellung emporgeschnellt, jedoch nur so weit, als der durch den Deckel des Kastens C geführte, mit Anschlag versehene Stift oder Draht c es gestattet. ,
In dem Bügel A ist eine besondere Abtheilung B, Fig. ι und 2, eingerichtet, in welcher sich der Kurbelzapfen d der Welle g. frei bewegen kann; dieser ist dazu bestimmt,, mittelst der Zugstange e die Luflbälge im Kasten C in Bewegung zu setzen.
Die Triebwelle g ist in den Wänden f1 und f1 des Bügels A gelagert; auf dem einen Ende dieser Welle sitzt die Kurbel d, auf das äufsere Ende wird die Handkurbel d1 aufgesteckt.
Neben dieser Trieb welle g ist eine zweite Welle h gelagert, welche durch Federn i nach unten gedrückt wird. Die Federn lagern gleichzeitig auf der Welle g, so dafs beide Wellen unter Wirkung derselben Federn stehen (s. Fig. 4). Der Abstand der beiden -Wellen g und h von einander ist so gewählt, dafs zwischen beiden entweder die Spitzen der Ventilhebel vorstehen, oder die Luftöffnungen k, Fig. 2 und 3, des Kanalstockes sich befinden,
so dafs das darüber hinbewegte Notenblatt /, Fig. 2 punktirt, zu beiden Seiten der Lochreihe k einen gleichmäfsigen Federdruck nach unten erhält.
Die Handhabung der Vorrichtung ist folgende: Durch Auslösung des Riegels α wird der Bügel A unter dem Druck der Federn b in die in Fig. ι punktirte Lage geschnellt, wob.ei die beiden Welleng· und.h mitgenommen werden. Das Notenblatt wird nun unter dem Bügel eingeschoben und kann durch geeignete, auf dem Deckel des Kastens angebrachte Führungen in gerader Richtung gehalten werden. Dann drückt man den Bügel A wieder herab und schliefst den Haken a, wobei gleichzeitig die beiden Rollen g und h auf das Notenblatt fest aufgeprefst werden. Die Trieb welle g wird dann in gewöhnlicher Weise durch die Handkurbel d l in Bewegung gesetzt. Die Zugstange e ist an der Kurbel d derart befestigt, dafs sie beim Aufspringen des Bügels A entsprechend nachgiebt.
Der gröfste Vortheil dieser Vorrichtung besteht darin, dafs■ durch Fortlassung des Getriebes für das Notenblatt und der Bälge aus dem Innern des Leierkastens der letztere bedeutend kleiner gebaut werden kann, wie überhaupt die Anordnung eine einfachere und leichter zugängliche ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    . In mechanischen Musikwerken die Anordnungen eines in einem Scharnier beweglichen, beim Oeffnen des Verschlusses selbsttätig emporschnellenden Bügels (A), welcher die Antrieb welle- (g) mit der Hand- und Bälgekurbel, sowie eine zweite Welle (h) trägt, die durch Federn (i) gleichzeitig mit der Antriebwelle (g) auf das Notenblatt (I) gedrückt wird, so dafs beide Wellen bei geschlossener Stellung des Bügels (A) zugleich als Widerlager und als Triebwerk für das Notenblatt und die Bälge dienen. '
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