DE57428C - Kombinationszüge für die Register von Orgeln mit Pfeifen- oder Zungenstimmen - Google Patents

Kombinationszüge für die Register von Orgeln mit Pfeifen- oder Zungenstimmen

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DE57428C
DE57428C DENDAT57428D DE57428DA DE57428C DE 57428 C DE57428 C DE 57428C DE NDAT57428 D DENDAT57428 D DE NDAT57428D DE 57428D A DE57428D A DE 57428DA DE 57428 C DE57428 C DE 57428C
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DENDAT57428D
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English (en)
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— J. B. HAMILTON in London, 14 Upper Cheyne Row, Grafsch. Middlesex, England
Publication of DE57428C publication Critical patent/DE57428C/de
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/10Actions, e.g. key actions, couplers or stops

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Pfeifen- oder Zungenstimmen- und ähnliche Musikinstrumente und bezweckt, Vorrichtungen zu schaffen, durch welche auf wirksame und leichte Weise die Verbindung oder Ausschaltung der verschiedenen Orgelzüge des Instrumentes mit den Tastenhebeln durch die Bewegung der Hauptzugstangen ausgeführt werden kann. Zu diesem Zwecke ist jeder Orgelzug mit einer eigenen, getrennten Anzahl von Ventilklappen ausgerichtet und wird die Verbindung mit der Zugstange durch einen Zwischenhebel vermittelt. Die vorliegende Erfindung eignet sich sowohl für Instrumente, bei welchen die Luft geprefst, als auch für solche, bei denen die Luft angesogen wird. Bei der Anordnung Fig. ι hat der Zwischenhebel eine gerade Form, während derselbe in Fig. 2 die Form eines Winkelhebels aufweist.
Die Verbindung oder Ausschaltung der Orgelzüge erfolgt nun in der Weise, dafs der Bewegung der Zwischenhebel, die an den Zugstangen befestigt sind, ein Hindernifs entgegengestellt wird oder nicht, so dafs die Hebel sich entweder um ihren Befestigungspunkt drehen und dadurch mit dem Ende die betreffende Ventilklappe öffnen oder in Ruhe verbleiben und die Ventilklappe geschlossen lassen.
Bei der Anordnung Fig. ι wird die Ein- oder Ausschaltung durch einen Hemmungshebel α erreicht, welcher durch die Wirkung der Hauptzugstange mittelst einer mit einer Scheibe oder einem Knaggen b ausgerüsteten Stange d bethä'tigt wird. Die Regulirung erfolgt durch einen Knopf c, welcher auf dem einen Ende des bei x2 drehbar an der Zugstange j/- befestigten Hebels χ aufgeschraubt ist. Das andere Ende dieses Hebels χ liegt gegen die Ventilklappe an, wie aus der Zeichnung ersichtlich ist. Wenn der Knaggen b sich in der in der Zeichnung gezeigten Stellung befindet, so stöfst, wenn die Zugstange^ sich aufwärts bewegt, der Knopf c gegen den Hebel a, wodurch sich der Hebel χ und χ2 dreht und die Ventilklappe öffnet. Wird jedoch der Knaggen b so gestellt, dafs derselbe den Hebel α freigiebt, so wird dieser durch Einwirkung der Feder α2 nach oben gezogen, so dafs der Knopf c keinen Widerstand findet und infolge dessen der Hebel χ das Ventil auch nicht bethätigen, d. h. öffnen kann.
In der in Fig. 2 dargestellten Anordnung •wird der Hebel a direct von der Stange d bethätigt. Die Regulirung erfolgt durch Einstellung des Knopfes e2 auf dem Zugdraht e. Eine Feder α2 ist bestrebt, den Hebel α nach unten zu ziehen, dessen Abwärtsbewegung durch einen verstellbaren Knopf auf dem Block ■{ begrenzt wird. Der Ansatz a3 des Hebels α drückt auf den einen Arm des für diese Anordnung als Winkelhebel gestalteten Hebels x, dessen anderer Arm durch e mit der Ventilklappe in Verbindung steht.
In Fig. 3 wird die Einrückung durch die Einwirkung einer durchgehenden Daumenwelle &2 bewirkt, welche in derselben Weise wie in Fig. ι von dem Orgelzuge aus mittelst der Stange d bethätigt wird.
Fig. 4 zeigt in Ansicht und Fig. 5 im Grundrifs die Einrichtung für die »Solowirkung«, welche dadurch erlangt wird, dafs man die Scheiben oder Knaggen bB theilt, so dafs jede Zugstange y und Hebel χ seine eigenen Knaggen oder Daumen hat. Die einzelnen Knaggen b% werden auf eine gemeinsame Wellep aufgestreift und durch zwischengelegte Filzscheiben u. s. w. von einander getrennt gehalten. Die Knaggen b3 sind mit Ansätzen bl und b5 ausgerüstet, so dafs das Ganze eine T - förmige Gestalt erhält. Aufserdem ist auf jedem Knaggen b ein gebogener Stift q, Fig..6, befestigt, der mit seinem freien Ende immer den anliegenden Knaggen b3 überragt. Wenn daher ein Knaggen . bewegt wird, so werden sich auch alle die Knaggen derjenigen Seite mitbewegen, nach welcher der Stift q hinzeigt. Durch Neigung der Stifte q gegen die Welle, kann die Drehung der Knaggen vermindert oder vergröfsert wrerden.
An jeder Zugstange^ ist ein »Sporn« r angebracht, der jedoch nicht die zugehörige Scheibe £>3, sondern die der anliegenden Note (nach der Seite, nach welcher der Stiftq hinweist) bethätigt. Wird also irgend eine Zugstange y bewegt, so wird nicht die eigene Note ausgerückt, sondern alle die in Richtung des Stiftes q liegenden. Auf diese Weise wird erreicht, dafs nur die äufserstc Note einer solchen Reihe ertönen kann, und gemäfs der Richtung des Uebergreifens der Stifte q wird das Solo ein tiefes oder ein hohes-sein.
Der Ansatz x3 des Winkelhebels χ ist bei x4 ausgehöhlt, um das Ausrücken zu erleichtern. Zur Verminderung der Reibung trägt die Scheibe b% eine kleine Rolle b6.
Zum Zurückbewegen der Scheibe oder des Knaggens bs dient ein an y befestigter Hebel, der mittelst einer Feder s mit dem Arm b* in Verbindung steht. Der Hebel s wird in derselben Weise durch einen Knaggen b'1 bethätigt, wie bei der Anordnung Fig. 3. Die Feder s bietet dem Ueberneigen der Scheiben b3, so lange die Zugstangey in Ruhe verbleibt, keinen nennenswerthen Widerstand dar, sobald aber die Stangejr bewegt wird, erhält die Feder 5 eine vermehrte Spannung, welche genügt, um die Scheibe oder den Knaggen b3 gegen den Druck der Ventilklappenfeder in die Grundstellung zurückzubringen, wenn eben die Scheiben nicht durch das Ueberdachungssystem der Stifte q zurückgehalten werden. Durch diese Anordnung kann jede Note einer bereits niedergedrückten Reihe von Tasten ihren Ton allein fortsetzen, ohne dafs es eines erneuten Anschlages der betreffenden Taste bedarf, indem nämlich die Note die Endnote jener Notenreihe wird.
Fig. 7 zeigt im Querschnitt so viel von zwei Hand- und Fufsorgelzügen als zur Erläuterung des soeben Angeführten nothwendig erscheint. Bei dem Hauptorgeltheil ist die durch Fig. 2 erläuterte Anordnung angewendet. Der Nebenorgeltheil hat ein gewöhnliches Ventil, welches durch einen Steg oder eine Schieberstange bethätigt wird.
Die Pedaleinrichtung (von der eine Stange»» gezeichnet ist) kann auch zur Ausübung einer unabhängigen Bethätigung des oberen Orgelzuges des Hauptwerkes benutzt werden. Für diesen Fall ist die. Einrichtung Fig. 3 in umgekehrter Anordnung an der Zugstange w anzubringen und durch einen besonderen Zugdraht mit der oberen Ventilklappe zu verbinden. Auf gleiche Weise kann auch die Ventilklappe ν zur unabhängigen Bethätigung des unteren Orgelzuges verwendet werden, wie aus Fig. 7 ersichtlich ist. Aufserdem ist in Fig. 7 noch eine andere Anwendung des in Fig. ι gezeigten geraden Hebels χ veranschaulicht. Die Hebel χ sind an der Zugstange n> des Pedalwerkes befestigt, so dafs sie mit ihren Enden die Tastenhebel h ti2 bethätigen. Durch Bethätigung einer einzigen Reihe von Pedalstangen w werden daher nicht nur die Noten dieser, sondern auch die des Manualwerkes ertönen.
In den Fig. 8 bis 12 sind verschiedene Modificationen der Erfindung für die praktische Ausführung zur Veranschaulichung gebracht.
Bei der Anordnung Fig. 8 sind kurze Stege /2 angewendet, welche sich in einer durchgehenden Rolle oder Walze Z befinden. Für jede Note ist ein Steg vorgesehen, durch welchen die Hebel x, welche die Ventilklappen halten, in oder aufser Verbindung mit einem Zwischenhebel η gebracht werden. Letzterer wird durch einen an der Hauptzugstange befestigten Ansatzj/-2 bethätigt.
. In Fig. 9 ist der Hebel χ in einem an dem Trägerstück m2 befestigten Block m angebracht. Das Trägerstück ist drehbar auf einem Zapfen m% aufgehängt in solcher Anordnung, dafs, wenn sich die Theile in der in der Zeichnung angegebenen Stellung befinden, der Hebel χ durch den Ansatzy2 nicht bethätigt werden kann. Wird jedoch der Träger m2 durch den Knaggen bs vorgeschoben, so kann der Ansatz y2 auf den Hebel χ einwirken und dadurch die Ventilklappe öffnen.
Die in Fig. 10 dargestellte Abänderung zeigt einen verlängerten Knopf e2, der von den Klauen einer durchgehenden, drehbar aufgehängten Schiene α 3 gehoben oder gesenkt wird, wobei die Zugstange e in einem passenden Ausschnitt m5 des Hebels χ gleitet. Das obere Ende des Hebels χ ist abgeschrägt, so dafs, wenn der Knopf e2 gehoben ist, kein Zug auf diesen ausgeübt werden kann, infolge dessen auch die Ventilklappe geschlossen bleibt.
Bei der Anordnung Fig. 12 ist eine durchgehende Schiene a* verwendet, welche mit ähnlichen Ausschnitten m5 für die Zugstangen e versehen ist, wie der Hebel x, Fig. 10. Jede Zugstange ist aufserdem zur Verminderung der Reibung mit einer kleinen Rolle e3 ausgerüstet, Fig. 11. Die Schiene a4 hat an ihrer oberen Kante eine Abschrägung me, so dafs, wenn die Zugstangej>" niedergezogen wird, der Ansatzy2 auf die Zugstange e drückt, wodurch das Rad e3 auf der geneigten Fläche m 6 herniedergleitet und durch Mitziehen der Zugstange e die Ventilklappe öffnet. Die Schiene α4 ist drehbar angeordnet, so dafs, wenn dieselbe in die mit punktirten Linien angegebene Stellung zurückgeneigt wird, eine Betätigung der Ventilklappe durch die sich senkende Zugstange e nicht stattfinden kann.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Bei Pfeifen- oder Zungenstimmen- und ähnlichen Musikinstrumenten die Anordnung direct an den Zugstangen befestigter Hebel x, deren einer Arm die Ventilklappe bethätigt, je nachdem dem anderen Arm, wenn der Orgelzug in Bewegung gesetzt wird, mittelst geeigneter Uebertragung d, b eine Hemmung a, Fig. i, oder &2, Fig. 3, entgegengestellt wird oder nicht, so dais die Verbindung oder Ausschaltung der Orgelzüge des Instrumentes direct durch die Bewegung der Hauptzugstange ausgeführt werden kann.
    Bei der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung die Abänderung der Vorrichtung zum Ausschalten der Hebel x, bestehend in der Anordnung von schwingenden Theilen Z2 bezw. m2 a3 a*, Fig. 8 bis 12, durch deren jeweilige Stellung eine Bethätigung der Hebelarme χ bezw. eine Auslösung der Verbindung derselben mit den Ventilklappen ermöglicht ist.
    Bei der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung die Verbindung der Orgelzüge mittelst der Hebelanordnung χ unter einander, wodurch eine unabhängige Bethätigung der einzelnen Orgelzüge ermöglicht ist, Fig. 7.
    Bei der unter 1. gekennzeichneten Einrichtung die Vorrichtung zur Erzielung einer Solowirkung, bestehend aus der Anordnung von Hemmungsknaggen b 3 in Combination mit den immer den nebenliegenden Knaggen überragenden Stiften q und Ansätzen r, in der Weise, dafs durch die Bewegung einer Zugstange nicht die eigene Note einer bereits angeschlagenen Tastenreihe, sondern die' nebenliegenden Noten ausgeschaltet werden, so dafs dieselbe ihren Ton allein fortsetzen kann, Fig. 4 und 5.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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