DE48500C - Mit einer Noten-Anzeige-Vorrichtung versehener Apparat zum Spielen von Klavieren und Harmoniums - Google Patents

Mit einer Noten-Anzeige-Vorrichtung versehener Apparat zum Spielen von Klavieren und Harmoniums

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DE48500C
DE48500C DENDAT48500D DE48500DA DE48500C DE 48500 C DE48500 C DE 48500C DE NDAT48500 D DENDAT48500 D DE NDAT48500D DE 48500D A DE48500D A DE 48500DA DE 48500 C DE48500 C DE 48500C
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DENDAT48500D
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A. WIDER in Stuttgart, Augustenstr. 33
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    • G10F5/00Details or accessories
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
und Harmoniums.
Mit Hülfe dieses Apparates, welcher vor die Klaviatur eines Pianos oder Harmoniums gestellt wird, soll jedes beliebige Musikstück eingeübt werden können.
Die zur Aufnahme des Notenblattes bestimmte Walze A, Fig. 1, 2 und 3, besteht im wesentlichen aus einem Gestell von fünf leichten hölzernen Scheiben b . ., die mit drei runden Stäben c . . und einer eisernen Achsenstange a mit einander verbunden sind. Zur Befestigung des Notenblattes sind im Innern zwei Federzüge d mit je einem hervorspringenden Haken e, Fig. 2 und 3, angebracht, welche mit dem linksseitigen Hebel f gehoben oder zurückgelassen werden können. Gleichzeitig dient ein Stab g mit Messingdach, welcher durch vier bewegliche,. schräg stehende Gabeln mit der Achse verbunden ist, zur Bedeckung der Papierkanten. Die Vorführung der Noten geschieht durch das an der Seite der Walze A angebrachte Zahnrad B, Fig. 1 und 2, in welches der Anker C dann eingreift, wenn irgend eine Taste niedergedrückt wird. Letztere haben ihren Drehpunkt in der Mitte. Am hinteren Ende ist an jeder eine verstellbare Stofszunge D befestigt. Mittelst derselben wird das Rähmchen E so hoch gehoben, als zur zeitweisen Sperrung und Freilassung der Walze durch den Anker C nöthig ist. Die Verbindung zwischen letzterem und dem Rähmchen E ist durch den Draht h hergestellt. Der Anker hat unten eine harte Lederspitze i und oben eine verstellbare Stahlzunge k und bewegt sich auf dem verschiebbaren Ständer F. Die oben an letzterem sichtbare, mit Leder garnirte Excenterschraube /, Fig. ι und 2, dient zur genauen Regelung und Feststellung des Ankers, und zwar in der Weise, dafs die Lederspitze i nicht tiefer zwischen die Zahnstifte des Rades B eingreifen kann, als zur momentanen Sperrung der Walze nöthig ist (ungefähr 3 mm). Sobald eine Drehung der Walze durch Hebung des Ankers veranlagst wird, kommt die obere Stahlzunge k zwischen die Zahnstifte des Rades B an der Walze und hält diese oben so lange fest, bis die Lederspitze i unten wieder einen neuen Zahn gefafst hat. Der Stahlzunge k ist unter den beiden Stellschrauben k' k" so viel Raum gelassen, dafs eine Drehung der Walze von Zahn zu Zahn leicht erfolgen kann. Die treibende Kraft besorgt ein ca. 400 g schweres Gewicht. Auf der rechten Seite der Walze befindet sich nämlich auf der hervorstehenden Achse eine drehbare Rolle G mit zwei gezahnten Rändern. Diese Rolle, in welche eine Sperr-falle m an der Walze - eingreift, ist durch eine entsprechend lange Schnur mit dem Gewicht in Verbindung gesetzt und wird von diesem in dem Augenblick zu einer Drehung veranlafst, wenn die Lederspitze i am Anker aus dem Zahnrad herausgedrückt wird. Zum Aufziehen des Gewichtes ist auf derselben Rolle noch eine seidene Schnur befestigt; diese wickelt sich in entgegengesetzter Richtung auf und wird in der Weise durch zwei Leitrollen gezogen, dafs das andere Ende der Schnur, welches an einem Schieberchen η mit Knopf befestigt ist, in einem Kanal der Zierleiste ο seinen
Platz findet. Ist das Gewicht abgelaufen, so ist das Schieberchen η unmittelbar an der Leitrolle angekommen und wird alsdann mit einem Finger durch die ganze Länge des Kanals wieder zurückgeschoben.
Das Lager der Walze besteht aus zwei circa 18 cm langen und 7 cm hohen eisernen Schildern h h', die mit einer der Klaviatur angepafsten eisernen Stange ρ verbunden sind. Auf dem Lagerschild zur rechten Seite ist hinten unten der Lagerzapfen F' für den Ankerständer F und oben in der Mitte die Lagerhülse für die Walze eingenietet. Vorn oben befindet sich die Hülse mit dem Schieberstift q zur Befestigung der Walze während der Einlegung des Notenblattes, ferner eine Gabel J, zwischen welcher sich die zwei Scheeren K L bewegen, ein Klötzchen mit der Stellschraube r und ein Arm s mit zwei Führungsstäbchen s' s".
Die beiden Scheeren K L bewegen sich um den Stift der Gabel J, die obere K ist links mit dem Ankerständer F verbunden, die andere, ι cm länger, ist unten mit einem Stück Leder belegt; am anderen Ende derselben ist die mit Stellschraube r' versehene Zugstange M eingehängt. An der oberen Scheere ist einerseits die gröfsere Schraubenfeder O befestigt; das andere Ende der Feder ist an dem Holzbacken P angebracht. Mit der Zugstange M, von welcher blos der Knopf JV sichtbar ist, wird die In- und Aufsergangsetzung der Walze schnell und sicher bewirkt. Wird dieselbe nun nach vorn gezogen, so gehen die linken Enden der beiden Scheeren nach rückwärts und mithin auch der Ankerständer F mit dem Anker C. In diesem Augenblick hört die Sperrung der Walze auf und das Gewicht dreht dieselbe. Der verstellbare Zapfen Q, der am Zahnrad angebracht ist, setzt derselben aber sofort einen Widerstand entgegen, indem sich demselben die untere Scheere L mit der Lederpolsterung in den Weg stellt. Mit dem Herausziehen der Zugstange M hängt sich gleichzeitig die flache Feder R, die ebenfalls an der oberen Scheere befestigt ist, in den Arm s ein und hält den Anker so lange zurück, bis die Feder R durch einen leichten Druck der Zugstange M nach oben wieder ausgehängt wird.
Die Walze ist nun in eine Stellung gebracht, bei der das Notenblatt bequem und leicht eingelegt und abgenommen werden kann. Zu diesem Zwecke dreht man die Walze ein wenig nach rückwärts und schiebt den Stift q in das am Zahnrad befindliche Loch t. Hierdurch erhält die Wralze wieder einen festen Halt. Man drückt nun zunächst den Hebelgriff/ auf dem Stab g heraus und schiebt den letzteren nach rechts, wodurch er ca. 12 mm aus der Walze heraustritt. Hierauf drückt man den Hebelgriff f so tief hinunter, bis er parallel mit der Walzenachse steht und in dieser Lage stehen bleibt. Durch diesen Druck springen die Haken e aus der Walze hervor. Zwischen diese und die Walze stellt man das einzulegende Notenblatt, und zwar so, dafs der Bruch oder ein Zeichen am Notenblatt mit einem Strich an dem hervorstehenden Stab übereinstimmt. In dieser Stellung läfst man den Hebel f und mithin auch die Haken e zurückspringen, wodurch das Notenblatt einerseits auf der Walze festgeklemmt wird. Gleichzeitig schiebt man den Stab wieder in seine Nuth hinein und drückt den Stift q wieder aus der Walze heraus. Um nun das Notenblatt um die Walze herum und d'as andere Ende unter den Stab bringen zu können, mufs die Zugstange M, ohne jedoch nach oben zu drücken, einen Augenblick zurückgeschoben werden. Durch diesen Druck geht die Scheere L dem Zapfen Q aus dem Wege, diese wird aber von der kleinen Feder O' sofort wieder in ihre frühere Stellung gebracht. Das Gewicht dreht die Walze gleichzeitig um ihre Achse und legt das Blatt um dieselbe herum. Man befestigt nun die Walze nochmals mit dem Stift q, aber in einer höheren und bequemeren Stellung, öffnet den Stab g nochmals und streicht das Ende des Papieres glatt unter das Messingdach desselben. Der Stab wird hierauf wieder in seine Nuth gebracht und gleichzeitig der Stift am Hebel f zur Feststellung des Stabes eingeklappt. Entfernt man nun den Schieberstift q aus der Walze, so fällt dieselbe sofort wieder auf die Scheere, und zwar in der Stellung, dafs der erste Notenaccord genau über die Tasten zu stehen kommt. Der immer noch hervorstehende Zugstangenknopf N wird jetzt ein wenig in die Höhe gedrückt, dadurch verliert die flache Feder R ihren Halt und wird von der gröfseren Schraubenfeder O nach rückwärts gezogen. Gleichzeitig gehen aber auch die beiden anderen Scheerenenden nach vorn, wodurch die obere K den Anker wieder in das Zahnrad einführt und die untere L dem Zapfen Q aus dem Wege geht, und zwar so, dafs die Scheere denselben erst verläfst, wenn die Lederspitze des Ankers denjenigen Stift am Zahnrad bereits schon erfafst hat, welcher den ersten Accord des Musikstückes zu Gesicht bringt. Diese Regelung wird durch die Stellschraube r' bewerkstelligt. Mit der Stellschraube r wird die Entfernung der Stahlzunge k vom Zahnrad geregelt.
Ist nun das Notenblatt in vorbeschriebener Weise eingelegt, so sieht der Spieler die erste Note bezw. den ersten Accord des zu spielenden Musikstückes genau über den zu greifenden Tasten.
Zur besseren Uebersicht ist hinter den Tasten der Zeigerstab S angebracht; derselbe ist auf beiden Seiten auf den Lagerbacken und in der Mitte mittelst des verstellbaren Stiftes u befestigt, Fig. 3. Letzterer wird in den Stab ein-
geschraubt und unter der Klaviatur von einer Gabel u' festgehalten. Damit sich der Stab auch seitwärts nicht verziehen kann, wird der Stift u bezw. Stab S mittelst der unter der Klaviatur angebrachten Feder ν von der Walze hinweggezogen, durch die Stellschraube w mit dem davor befindlichen Stift aber gegen die Walze geschoben. Eine Drehung der Stellschraube w bewirkt daher, dafs der Stab immer in gleichmäfsiger Entfernung von der Walze gehalten werden kann. Ueber dem Zeigerstab S befindet sich der ovale Deckel T; derselbe bewegt sich auf den beiderseits festgemachten hölzernen Gabelstützen x, die auf den Lagerhülsen der Walze ihren Halt haben und mit einem Federhaken am Herausfallen verhindert werden. Eine kleine Stellschraube zwischen den Gabeln χ dient dazu, den Abstand des Deckels von der Walze zu reguliren. Ferner sind oben an den Stützen χ noch Stellschrauben angebracht, die den Zweck haben, dafs der Deckel genau blos so weit heruntergezogen werden kann, dafs immer blos eine Notenreihe in dem Abstand von ca. 7 mm zwischen letzterem und dem Zeigerstab S deutlich sichtbar ist. Nur beim Wechseln eines Notenblattes wird der Deckel zurückgeschoben, wodurch ein Viertel der Walze sichtbar wird. Für solche Musikstücke, die weit mehr Accorde umfassen, als ein einfaches Notenblatt aufnehmen kann, werden Notenrollen verwendet. Letztere sind einfache Papierhülsen, die auf abgedrehte Holzscheibengestelle gesteckt sind und die Länge der Walze A und einen Durchmesser von 5 cm haben. An den beiden Seiten der Hülsen sind Messingplättchen mit Lagerlöchern angebracht. In denselben dreht sich die kleine Walze U in den Lagerstiften, wovon der rechtsseitige festgenietet und der linksseitige mit Federdruck auf dieselbe wirkt, so dafs sich von der kleinen Walze nicht mehr Papier abrollen kann, als von' der grofsen jeweilig hergezogen wird. Das ca. 2 m lange, aus gutem dünnen Papier hergestellte Notenblatt ist einerseits auf der kleinen Walze festgeklebt und wird, vor dem Einlegen der Walze in den Apparat auf diese aufgerollt, zwischen die Lagerstifte gebracht. Das andere Ende des Notenblattes wird von hinten her ein Stück weit unter den ovalen Deckel T geschoben, so dafs man bequem den Anfang des Blattes erfassen und unter die Haken und den Stab der grofsen Walze bringen kann. Die Vorführung der Notenaccorde vollzieht sich genau in derselben Weise, wie bei dem kleineren Blatt der Fall ist.
Ist nun ein derartiges Blatt abgespielt, so kann dasselbe mittelst der auf der linksseitigen Lagerstifthülse befindlichen Aufzugrolle, ähnlich derjenigen an der grofsen Walze, schnell wieder aufgerollt werden. Zu diesem Zwecke mufs aber die grofse Walze gänzlich freigemacht werden, welches sich folgendermafsen leicht bewerkstelligen läfst. An dem Holzbacken, der am rechtsseitigen Lagerschild H befestigt ist, Fig. 2, ist die kleine Ausrückergabel F angebracht. Wird dieselbe durch die Ausrückerstange W, die auf dem Deckelblech X ihre Führung hat, zurückgedrückt, so schiebt sich Gabel V vor einen der an der Aufzugrolle G sichtbaren Zähne und verhindert das Hinabfallen des Gewichtes, wenn die Rolle durch eine Seitenbewegung der Ausrückerstange W nach links von der grofsen Walze so weit weggezogen wird, dafs die kleine Sperrfalle m die gänzliche Umdrehung der grofsen Walze nicht mehr verhindern kann. Dieser Manipulation hat jedoch die Ausrückung des Ankers durch den Knopf N voranzugehen. Mit dem Rückwärtsdrücken der kleinen Ausrückstange W mufs auch gleichzeitig der Knopf N hineingedrückt und festgestellt werden. Die Feststellung ergiebt sich dadurch von selbst, weil an dem Ausrückstängchen W nach unten zu ein Stift eingenietet ist, welcher sich, wenn letzteres nach links gedrückt wird, vor die untere Zugstange M und oben vor ein Klötzcheny stellt und auf diese Weise die Zugstange M zurückhält, dafs auch die Scheere L der Rückwärtsdrehung der grofsen Walze nicht mehr hinderlich ist. In diesem Stadium wird die kleine Walze U mit ihrer Aufzugrolle und Schnur in diejenige Umdrehung versetzt, dafs sich das Notenblatt von der grofsen Walze wieder ab- und auf die kleine aufwickelt, was sich in 2 Sekunden bewerkstelligen läfst.
Ein geringer Druck auf die Ausrückstange W nach rechts bringt die Rolle mit Gewicht wieder unter die Sperrfalle m an der Walze A, gleichzeitig noch ein leichter Druck nach vorn, und die Rolle kann sich wieder frei bewegen.
Die eiserne Verbindungsstange p, Fig. 1, 2 und 3, dient zugleich als Lagergestell für die kleine Walze U, desgleichen für das Rähmchen E und für den Führungsstab Z der Stofszungen D, bei Fig. 3 jedoch noch als Abweiser der Stofszungen. Letztere sind, wie schon erwähnt, bei Fig. 1 auf die Tasten und bei Fig. 3 auf den Waagbalken Y aufgeschraubt, und haben den Zweck, das Rähmchen E, wenn eine oder mehrere Tasten angeschlagen werden, momentan in die Höhe zu drücken und dasselbe aber auch im gleichen Augenblick wieder niederfallen zu lassen. Dieses wird dadurch erreicht, dafs die Stofszungen D die Form eines rechten Winkels haben. Während das senkrecht stehende Ende derselben das Rähmchen E bis auf die nöthige Höhe emporgebracht hat, gleiten sie durch den Widerstand, den sie am waagrechten Ende finden, von dem Rähmchen ab, so dafs dieses sofort wieder zurückfallen kann. Die kleine Feder d1 ·
unter der Winkelzunge bringt diese nach jedem Stofs wieder unter das Rähmchen E. Hierdurch wird bezweckt, dafs jede Note beliebig lang ausgehalten oder sofort weiter gespielt • werden kann. Durch den Rahmen wird der Stofs von jeder beliebigen Taste mittelst des verstellbaren Drahthakens h auf den Anker C übertragen, was die sofortige Umdrehung der Walze zur Folge hat. Da die Bauart eines gewöhnlichen Klaviers den erforderlichen Raum zur Unterbringung des beschriebenen Apparates im Innern nicht bietet, so wird letzterer einfach mit einem gewöhnlichen Tischchen von entsprechender Höhe vor die Klaviatur eines Pianos gestellt; die Uebertragung des Anschlages vermittelt der Waagbalken F, Fig. 3, dessen bewegliches Ende jeder Klaviatur angepafst werden kann. Durch die Stellschraube^' mit beledertem Kegel wird die Verbindung beider Klaviaturen regulirt. Das mit dem Waagbalken Y verbundene Glied \ mit Stellschraube sitzt lose in der am hinteren Ende der Tasten sichtbaren, mit Leder garnirten Vertiefung \'. Das Herausspringen aus letzterer verhindert das Lederbändchen ^". Der Schwerpunkt der Tasten und Waagbalken ist derart regulirt, dafs diese immer nach jedem Schlag an ihren beiden Enden wieder in die Höhe gehen.
Beim Vierhändigspielen ist es nöthig, dafs die linksseitige Hälfte der Stofszungen D ausgelöst wird, was mittelst der Hebel 1, 2... bewerkstelligt werden kann. Der Hebel 1 drückt, mit Ausnahme der ersten, sämmtliche linksseitigen Stofszungen mittelst des Stiftes 3 und der Klappe 4 von dem Rähmchen hinweg. Letztere acht Hebel 2 ... besorgen dieses Ausrücken je einzeln bis zum mittleren eis, indem sich die unten am Hebel angebrachte Ringschraube 5 direct über den Kegel 6 an der Stofszunge stellt und hierdurch den Stofs auf den Rahmen E verhindert.
Der Zweck dieser Vorrichtung ist folgender: Da zwei Spieler nicht im Stande sind, ihre Tasten gleichzeitig anzuschlagen, was zur regelmäfsigen Umdrehung der Walze unbedingt nöthig ist, dem zweiten Spieler, welcher die Melodie zu begleiten hat, seine Noten durch den Anschlag des ersten Spielers vorzuführen, indem jetzt nur dessen Tasten Einfiufs auf die Umdrehung der Walze haben. Für den Fall aber, dafs in der Begleitung einzelne Noten oder Accorde weiter gespielt werden müssen, während im Discant Töne auszuhalten sind, ist eine Taste im Bafs vorgesehen, die in der Begleitung nie mitzuwirken hat, aber die Umdrehung der Walze bewirkt, indem deren Stofszunge nicht ausgelöst wird. Diese eine Taste hat der Spieler jedesmal mit seinen Übrigen Begleitungsnoten anzuschlagen, wenn weiter gespielt werden mufs, während Töne im Discant auszuhalten sind. Diese Stellen, wo in der Weise verfahren werden mufs, sind im Notenblatt mit einem kleinen durchstrichenen Ring angedeutet. Mit einem leichten Druck auf den unter der Klaviatur befindlichen Hebel 7 nach oben und zugleich nach vorn wird der Stöfser 8 unter der betreffenden Taste von der Tonklappe des Harmoniums hinweg und auf das bewegliche Trägerchen. 9 mit der Feder 10 übergeführt; die Taste wirkt dann blos noch auf die Umdrehung der Walze, nicht aber auf die Tonklappe des Stimmstockes.
Mittelst des Hebels 12, Fig. 3, kann das ganze Werk abgestellt werden, indem der Rahmen E von diesem hochgehoben werden kann.
Bei solchen Apparaten, mit denen man das Harmonium und zugleich auch . das Klavier spielen will, sind an'"' sämmtlichen Tasten bewegliche Stöfser 8 angebracht. Zu diesem Zwecke ist in dem schon erwähnten Tischchen der Stimmstock mit Windlade angebracht, deren Tonklappen durch die Stöfser 8 geöffnet werden können. Der benöthigte Wind wird durch einen Tretschemel unter dem Tisch mit einem Gummischlauch in die Windlade eingeführt. Soll nun z. B. die Melodie eines Musikstückes auf dem Harmonium, die Begleitung hierzu aber auf dem Klavier vorgetragen werden, so werden die Stöfser derjenigen Tasten, die auf das Klavier wirken sollen, mit einem Ausrücker von den Tonklappen entfernt und die Tasten im Discant am Klavier durch eine Excenterstange an der Rückenwand des Apparates niedergehalten.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein mit Noten - Anzeige - Vorrichtung versehener Apparat zum Spielen von Klavieren und Harmoniums, bestehend aus:
    a) dem zum Ausrücken des Ankers C aus dem Rad B und zum Anhalten der durch ein Gewicht in Bewegung gesetzten Notenwalze A dienenden Mechanismus, und zwar: der Ausrückgabel V und dem Hebel W zum Aus- und Einrücken der Schnurrolle G, der Zugstange M, Feder R und den Scheeren K und L, den Stellschrauben r und r1, den Schraubenfedern 0 und o1 und dem Arm s mit dem Führungsstiftchen s' s"\
    b) der Einrichtung der Notenwalze A, um mittelst Hebels /, Federzuges d, Hakens e und Messingstabes g die Notenblätter auf der Walze zu befestigen ;
    c).der Anordnung des Ankerständers F und der Scheere K zum Ausrücken des Ankers C und an letzterem eine Lederzunge c zwecks geräuschlosen Ganges und einer beweglichen, mit-
    telst zweier Schrauben k' k" einstellbaren Zunge k;
    d) der Anordnung einer durch den ganzen Apparat gehenden und in beiden Seitenschildern H H1 befestigten Stange p, an welcher das Rä'hmchen E, die kleine Walze U und der Führungsstab Z gelagert sind;
    e) der Uebertragung der durch die Tasten und die Stofszungen D dem Rä'hmchen E mitgetheilten Bewegungen durch das Häkchen h auf den Anker C, wodurch die Walze jedesmal zur Vorwärtsbewegung um einen Zahn veranlafst wird;
    f) der Ein- und Ausschaltung einzelner Tasten vermittelst der Hebel 2, der Ausschaltung der - linksseitigen Tasten beim Vierhändigspielen mittelst des Hebels 1 und der .Klappe 4 mit Stiften 3 und der Ausschaltung des ganzen Apparates durch Heben des Rähmchens E mittelst der Hebel p.
    2. An dem unter 1. gekennzeichneten Apparat:
    a) die Anordnung, eine Taste im Bafs mittelst des'Hebels 7, Stöfsers 8 und Trägers 9 derart auszulösen, dafs sie wohl auf die Drehung der Notenwalze, nicht aber auf die betreffende Tonklappe des Stimmstockes einwirkt;
    b) die Regulirungsvorrichtung für den Zeigerstab S, bestehend aus dem Stiftw, der Feder ν und der Schraube »>;
    c) die Anordnung der Aufzugschnur mit Leitrollen und Schieberchen η an der Zierleiste 0;
    d) bei der in Fig. 3 gezeigten Anordnung des Apparates zum Spielen auf dem Klavier die Anordnung eines verstellbaren Endgliedes an dem Waagbalken Y, Fig. 3, um den Apparat jeder Klaviatur anpassen zu können.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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