DE164341C - - Google Patents

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DE164341C
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Germany
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pedal
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DENDAT164341D
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B1/00General design of organs, harmoniums or similar wind musical instruments with associated blowing apparatus

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Tonverlängerung bei Tasteninstrumenten, bei welcher ein unten an der Taste angebrachter Haken beim Tastenanschlag von einem schwingenden Haken erfaßt und gehalten wird, bis die Auslösung beider Haken durch den Anschlag einer anderen Taste erfolgt, und besteht in der Anordnung einer Einrichtung, welche die Tastenhalteleiste im
ίο allgemeinen außer Eingriff hält und sie erst durch Druck auf Pedaltasten in Wirkung treten läßt. .
Die Vorrichtung gestattet daher dem Spieler größere Bewegungsfreiheit in der Wiedergäbe der verschiedenen Teile einer Komposition, in der Auswahl und dem Gebrauch der Register und in der Wirkung des Sostenutopedals eines Pianos; ferner ermöglicht die Vorrichtung, Kompositionen, die für das Piano eingerichtet sind, rascher für Orgelspiel anzupassen, dem Spieler die nötige Zeit zu lassen für das Umwenden eines Notenblattes oder für andere notwendige Bewegungen sowie das Zusammenspiel so vieler verschiedenen Teile (jeden in einer verschiedenen Tonfülle), als die Orgel Manuale hat, wesentlich zu erleichtern. Die Vorrichtung ist geeignet, den Schülern das Studium in Legatopedalübungen dadurch leichter zu machen, daß eine oder mehrere Noten eines Manuals selbsttätig ausgehalten werden, auch wenn der Schüler nicht genau Legato spielt. In Verbindung mit Pianomechanismen ermöglicht die Vorrichtung das Legatospielen von großen Akkorden und Oktaven, ohne den fortdauernden Gebrauch des Pedals sowie das Aushalten der Baßtöne, ohne gleichzeitig andere Töne auszuhalten und eine vermehrte Wirkung der Pedale, ohne daß der Spieler besondere Bewegungen zu machen braucht.
In der Zeichnung ist die Vorrichtung beispielsweise in Verbindung mit dem Mechanismus einer Orgel dargestellt und sind dabei die Manuale und Pedale näher zusammengerückt, als dies nach richtigem Verhältnis der Fall sein müßte.
Fig. ι ist eine Vorderansicht und Fig. 2 eine Seitenansicht der Manuale ,und Pedale einer Orgel, Fig. 3 ein Grundriß der Tragleiste der neuen Vorrichtung, Fig. 4 eine. Rückansicht der Anschlagleiste der Manualtasten, Fig. 5 die Seitenansicht einer Manualtaste, Fig. 6 die Oberansicht der Anschlagleiste, Fig. 7 die Seitenansicht einer vollständig niedergedrückten Manualtaste, Fig. 8 die Ansicht einer einstellbaren Drehzapfenplatte der Anschlagleiste, Fig. 9 die Ansicht einer Anschlagfeder.
Die Manualtasten K sind über einer Leiste B der Vorderwand des Klaviaturkastens zwischen Seitenrahmen A und die Pedaltasten P zwischen Seifenrahmen C wie üblich angeordnet; ebenso schwingen die Pedaltasten P um Drehzapfen N (Fig. 2) in einem Rahmenstück D und werden durch in dem gegenüber befindlichen Rahmenstück D befestigte Federn M nach oben gehalten.
An der Unterseite aller Tasten K oder einer beliebigen Anzahl derselben sind
Blöcke 2 angebracht, deren hakenförmiger, bei 9 abgeschrägter und an seiner scharfen Kante 3 leicht abgerundeter Vorsprung mit der Unterfläche der Tasten eine Nut 4 (Fig. 2, 5 und 7) bildet, in welche die vorspringende. Nase eines auf einer schwingenden Anschlagleiste 5 befestigten Metallstabs 8 eingreift, sobald die Taste ganz 'niedergedrückt ist (Fig. 7). Die mit Zapfen 7 in die Stirnenden der Leiste 5 eingelassenen Drehzapfen 6 sitzen in Platten 38 (Fig. 1 und 8), welche an den Seitenrahmen A mittels in Schlitze 39 eingreifenden Schrauben 40 in ihrer Höhenlage eingestellt werden können.
An der Rückseite der Leiste 5 befindet sich, rechtwinkelig abstehend, eine Zunge 10, deren äußeres Ende mit einem Gewicht 12 belastet ist und einen Filzblock 36 trägt. An der Unterseite des Zungenendes sitzt eine Platte 13 von weichem Eisen, welche von einem Magneten 15 angezogen wird, der auf einer zwischen den Rahmen A befestigten Leiste 16 angeordnet und durch Filzstücke 14 (Fig. 2 und 3) gegen unmittelbare Berührung mit der Platte 13 geschützt ist. Eine an der Leiste 16 mittels Schrauben 46 in Schlitzen 44 (Fig. 9) verstellbare und über dem Filzblock 36 umgebogene Feder 43 begrenzt die Schwingung der Leiste 5 bezw. der Zunge 10 nach oben.
Der obere Arm eines um einen Drehzapfen 23 (Fig. I, 2 und 3) an der Vorderseite der Leiste 16 schwingenden Doppelhebels 22 wird durch eine mit dem Stift 26 auf der Leiste 16 verbundenen Feder 28 gegen die Zunge 10 angedrückt und sucht diese nach oben zu halten (Fig. 5). Die abgeschrägte Kante des unteren Armes des Hebels 22 ruht auf dem linken Arm (Fig. i) eines Doppelhebels 24, der um einen in der Leiste 16 sitzenden Drehzapfen 25 schwingt und dessen rechter Arm an seinem Ende bei 29 gelenkig mit einem Zugmittel, z. B. einer Schnur 30, verbunden ist. Die Schnur 30 ist andererseits bei 31 am hinteren Teil einer Fußleiste 18 befestigt, die um Drehzapfen 19 in den Rahmen C schwingt und durch Gewichte 20, die an ihrer vorderen Kante angebracht sind, so beschwert ist, daß ihre mit einem Filzstreifen 21 bezogene Hinterkante an der Unterkante der Pedaltasten P ansteht. Die Schnur 30 befindet sich unmittelbar neben der Fußplatte 32 (Fig. 7) des Schwellers und steht in Berührung mit der Rolle 48 eines Hebels 35, der bei 42 an die Leiste 16 angelenkt ist.
Ein seitlicher Druck des Spielers mit dem Fuß gegen den Hebel 35 bewirkt eine Schwingung der Hebel 24 und 22, so daß der letztere den Niedergang der Zunge 10 gestattet. Die Verbindung der Pedaltasten mit der Anhaltleiste 5 wird dabei unterbrochen und diese Leiste außer Wirkung gesetzt, indem dieselbe durch den Magneten 15 niedergehalten wird.
Die Manualtasten können demnach entweder durch Niederdrücken der Pedaltasten oder durch Ausbiegen der Schnur 30 mittels des Fußes in niedergedrückter Stellung festgehalten werden.
Um die niedergehaltenen Manualtasten auszulösen, kann man entweder andere Manualtasten anschlagen oder die angeschlagenen Pedaltasten nachlassen oder die Spannung auf das Zugmittel 30 aufheben.
Sobald die Zunge 10 ausgelöst wird, so schnellt dieselbe plötzlich hoch. Die Auslösung der Nase des Stabes 8 aus der Nut 4. der Blöcke 2 erfolgt über die abgerundete Kante 3 und ebenso der Eingriff über die schräge Fläche 9 ohne merkliche Reibung, da die Leiste 5 aus sehr leichtem Material besteht.
Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende:
Sobald eine oder mehrere Manualtasten in ihrer Ruhestellung (Fig. 2) angeschlagen werden, drücken die Blöcke 2 schräg auf die Leiste 5,n so daß die Zunge 10 (Fig. 5) aus dem Anziehungsbereich des Magneten 15 emporgeschnellt wird. Der Filzblock 36 trifft den umgebogenen Teil der Feder 43, wird von diesem zurückgeworfen und dadurch sowie durch das Gewicht 12 gegen den Magneten zurückgeschwungen, der nun die Leiste 5 (Fig. 7) unter Eingriff der Nase des Stabes 8 mit der Nut 4 des Blocks 2 festhält, auch wenn der Fingerdruck auf die angeschlagenen Tasten aufhört. Die Auslösung erfolgt beim Anschlag weiterer Tasten, die in derselben Weise festgehalten werden.
So lange keine Pedaltasten niedergedrückt werden, wird die Leiste 5 durch die Feder 28 und Hebel 22 außer Wirkung gehalten. Wird der Druck des Hebels 22 auf die Leistenzunge 10 entweder durch Anschlagen von Pedaltasten oder durch Anspannen der Schnur 30 aufgehoben, so tritt die vorbeschriebene Wirkung der Blöcke 2 auf die Leiste 5 ein.
Sobald die Schnur 30 außer Spannung gebracht wird, können die Pedaltasten gebraucht werden, ohne daß die Leiste 5 in Wirkung kommt; soll diese Wirkung eintreten, ohne den Gebrauch der Pedaltasten, so wird die Schnur mittels des Fußes stärker gespannt.

Claims (4)

  1. Pate nt-An Sprüche:
    i. Vorrichtung zur Tonverlängerung bei Tasteninstrumenten, bei welcher ein unten an der Taste angebrachter Haken beim Tastenanschlag von einem schwin-
    genden Haken erfaßt und gehalten wird, bis die Auslösung beider Haken durch den Anschlag einer anderen Taste erfolgt, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung, welche die Tastenhalteleiste (5) im allgemeinen außer Eingriff mit den Tastenhaken (2) hält und sie durch Druck auf die Pedaltasten in Wirkung treten läßt..
  2. 2. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Leiste (5) durch Hebel (22, 24) und ein Zugmittel (30) mit einer schwingenden Fußplatte (18) in Verbindung steht, auf welcher die Pedaltasten ruhen und die mit dem Hebel (22) durch eine die Leiste (5) festhaltende Feder (28) verbunden ist, bis die Leiste durch Niederdrücken irgend einer Pedaltaste ausgelöst wird.
  3. 3. Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zugmittel (30) im Eingriff mit der Reibrolle (48) eines an die Tragleiste (16) angelenkten Hebels (35) steht, der durch den Fuß des Spielers bewegt wird, um die Leiste (5) durch Nachlassen oder Anspannen des Zugteils (30) festzuhalten oder auszulösen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1, ge-' kennzeichnet durch die Anordnung eines auf einer festen Tragleiste (16) sitzenden Magneten (15), in dessen Anziehungsbereich eine Zunge (10) der Tastenhalteleiste (5) liegt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19748485A1 (de) * 1997-11-03 1999-05-06 Todor Dimitriev Taste mit regulierbaren Nachklang für Musikinstrumente

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE19748485A1 (de) * 1997-11-03 1999-05-06 Todor Dimitriev Taste mit regulierbaren Nachklang für Musikinstrumente

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