DE60763C - Pedal-Mechanik an Pianofortes zum Anschlagen von Trommeln, Glocken und dergl - Google Patents
Pedal-Mechanik an Pianofortes zum Anschlagen von Trommeln, Glocken und derglInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10C—PIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
- G10C3/00—Details or accessories
- G10C3/12—Keyboards; Keys
- G10C3/14—Keyboards; Keys for playing by the feet
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung besteht darin, dafs in dem Pianino unter dem Klaviaturkasten
I und hinter dem Unterrahmen II noch eine zweite Hammer-Mechanik angeordnet ist,
welche durch Pedale α in Thä'tigkeit gesitzt wird und deren Hämmer d nach vorn schlagen,
wie aus der Zeichnung ersichtlich ist.
Diese Mechanik hat den Zweck, mittelst Pedale α verschiedene Schlaginstrumente, besonders
Tambourin oder Wirbeltrommel q, Becken, Glocken, Metall- und Holzplatten
durch Anschlagen mitklingen zu lassen.
Das Pedal a, nach vorn geschweift oder gebogen hervortretend, hat seinen Drehpunkt
in dem Lager ρ und ist mit einer auf dem Vorsprung h ruhenden Feder g versehen. Es
reicht im Innern bis kurz vor die Seitenanhängeplalte IV und ist hier mit einem Einschnitt
versehen, durch welchen der Führungsstift k mit stellbarem Knopf oder Leiste geht,
welche in dem auf dem Boden V ruhenden Balken i befestigt ist. Das Pedal kann auch
(tiefer liegend) in oder hinter der Abschlufsleiste III seinen Drehpunkt haben und aus
dieser waagrecht nach vorn heraustreten, im Innern geschweift oder gebogen sein, auch
hier statt vorn eine Feder haben. Ferner kann ; das Pedal, wenn viele Glieder neben einander
zu liegen kommen, wie bei Glocken, Metall- und Holzplatten, auf besonderen Balken mit
Klaviaturstiften gelagert sein. Endlich kann die Feder g statt hinler dem Drehpunkt auch
vorn unter dem Pedal befestigt sein und mit ihrem Ende auf den Einschnitt des so viel
tiefer liegenden Balkens h drücken.
Auf der Abstracte I mit drehbarem Knopf steht der Hebel c mit der Mechanik, und
zwar umgekehrt, wie sonst üblich, so dafs der von Holz oder Metall bestehende Hammerkopf
d durch den Einschnitt 2 im Unterrahmen vor das Fell des hier unter dem Klaviaturkasten I in verschiebbaren durchlochten
Leisten 4 in drehbarer Achse r hängende Tambourin q schlägt und es zum Ertönen
bringt. Durch den Anschlag berührt das Tambourin mit den Kanten die stellbaren Knöpfe 6 und 7. Der letztere ist in einer
verschiebbaren Leiste verstellbar angeordnet.
Die Trommel wird mit ihrer Achse in Leisten 4 unter dem Klaviaturkasten aufgehängt.
Die Achse besteht aus einem Paar Zapfenbänder oder Flügelschrauben. Ein Becken hängt in einer Leiste in einer durch seine
Mitte gehenden Stellschraube zwischen zwei Knöpfen festgeklemmt.
Vor jedem dieser drei Schlaginstrumente stehen zwei Glieder der Mechanik, so dafs man
sie mit beiden gleichzeitig oder abwechselnd anschlägt; jedoch bleibt der durch Punkte angedeutete
Dämpfer s hier ganz weg oder er wird höchstens an einem der beiden Glieder
angebracht.
Für gewöhnlich ist nur ein Tambourin oder eine Trommel mit den zwei Gliedern an den
Pianinos u, s. w. möglichst unten in der Mitte anzubringen.
Werden Glocken, Metall- oder Holzplatten verwendet, so steht vor jeder derselben ein
vollständiges Glied mit Dämpfer s. Die Glocken sind flache Uhrglocken, jede mit eigener oder
mehrere auf gemeinsamer Achse angeordnet. Bei Verwendung von Platten werden dieselben
auf Darmsaiten gezogen und mit Wirbeln festgespannt.
Um den Stöfser m bequemer von vorn reguliren zu können, wird seine Stellschraube η
durch den Balken b in ihren Knopf geführt, wie die waagrechte punktirte Linie in b andeutet.
Die Mechanik wird am Balken b in dem Rahmen ι befestigt und letzterer unter dem
Klaviaturkasten hinter dem Unterrahmen hängend angeschraubt. Sie legt sich mit dem
Balken b an die stellbaren Knöpfe e.
Rahmen ι hat für den Ruhebalken f der
Hammerstiele eine Verlängerung, ist oberhalb der Hammer durch eine Leiste verstärkt und
so eingerichtet, dafs er verschiebbar und wie die anderen Gegenstände leicht herauszunehmen
ist.
Bei Tafelklavieren und Flügeln wird die Mechanik mit Pedalen an der erforderlichenfalls
erweiterten Lyra oder beides auf besondere Rahmen angebracht, ebenso die Schlaginstrumente,
oder letztere unter dem Klaviaturkasten.
Um die Pedale bei chromatisch gestimmten Glocken u. s. w. für ihre betreffenden Töne
kenntlich zu machen, erhalten sie vorn entsprechende Einrichtung und Aufsätze wie die
Orgelpedale und Klaviertasten.
Wird die Vorrichtung statt der Pedale mit Klaviertasten versehen und auf einen Tisch oder
auf Füfse gestellt, so bildet sie — mit den verschiedenen Schlaginstrumenten nach Belieben
versehen — ein neues selbstständiges Instrument für sich und ist wie ein Klavier
zu spielen.
Claims (2)
1. An Pianofortes eine unter dem Klaviaturkasten angeordnete Pedal-Mechanik, bei
welcher der die Stofszunge tragende Hebel (c) und der Hammer (umgekehrt wie
sonst üblich) so zum Pedal (a) oder dessen Abstracte (I) angeordnet sind, dafs der
Hammerkopf (d) beim Niederdrücken des Pedals nach der Vorderwand (II) des Pianofortes
hin schlägt, und zwar durch einen Schlitz in der Vorderwand hindurch auf ein Tambourin, Wirbeltrommel, Becken,
Glocke oder Metall- oder Holzplatte, welche vor der Vorderwand unter dem Klaviaturkasten
hängend angebracht sind.
2. An der Mechanik, Anspruch i., der Ersatz der Pedale durch Tasten, um die Mechanik
mit den zugehörigen Schlaginstrumenten als selbstständiges Instrument verwenden zu
können.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE60763C true DE60763C (de) |
Family
ID=334872
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT60763D Expired - Lifetime DE60763C (de) | Pedal-Mechanik an Pianofortes zum Anschlagen von Trommeln, Glocken und dergl |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE60763C (de) |
-
0
- DE DENDAT60763D patent/DE60763C/de not_active Expired - Lifetime
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