DE285252C - - Google Patents

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DE285252C
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Germany
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instrument
pianino
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Special Chairs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 285252 KLASSE 51 d. GRUPPE
LUDWIG HUPFELD AKT.-GES. in BÖHLITZ-EHRENBERG b. LEIPZIG.
Pianino mit pneumatischer Spielvorrichtung. Patentiert im Deutschen Reiche vom 23. Juni 1911 ab.
Bei der Verbindung einer Spielvorrichtung mit einem Pianino werden in der Regel alle Teile in dem Gehäuse des Instruments untergebracht. Diese Art der Unterbringung der Spielvorrichtung macht jedoch einen besonderen Bau des Gehäuses namentlich in bezug auf seine Abmessungen erforderlich. Es ist zwar bereits vorgeschlagen worden, einige Teile der Spielvorrichtung außerhalb des Gehäuses anzuordnen, beispielsweise das Gebläse. Die bekannten Vorrichtungen dieser Art haben aber namentlich hinsichtlich der Verbindung der außerhalb und innerhalb des Gehäuses befindlichen Teile erhebliche Mängel.
Bei dem vorliegenden Instrument sollen die Mängel der bekannten Anordnungen durch die eigenartige Anordnung des Gebläses und dessen Verbindung mit dem Instrument, sowie durch die besondere Anordnung des Gleitblockes, der Windlade und der Verbindung der Spielbälge mit der Hammermechanik beseitigt werden.
Das Instrument ist auf der Zeichnung in einem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 im senkrechten Schnitt dargestellt; Fig. 2 zeigt das Instrument in Vorderansicht.
Die Fig. 3 und 4 zeigen in größerem Maßstabe im senkrechten Schnitt die Sitzbank mit dem Gebläse; Fig. 5 ist eine Vorderansicht von Fig. 3-
Der Notenkasten α mit dem Gleitblock b und den Notenwalzen c ist über dem Deckel des Instruments an einer bei d drehbaren Platte e angebracht. Durch diese Platte führen die Windleitungen, die durch biegsame Verbindungsstücke nach der Windlade f geführt sind.
Die Windlade f, die nur so viel Raum einnimmt, daß sie in dem normalen Oberbau untergebracht werden kann, ist im Gehäuse des Instruments über den Hämmern vor dem Stimmstock angeordnet. Die Verbindung der mit den Spielbälgen g verbundenen Winkelhebel h mit der Mechanik ist durch Zugorgane, etwa Bänder i, bewirkt, die, dicht vor der Mechanik liegend, an einen Arm k der Mechanik angreifen.
Bei dieser Anordnung wird der Raum vor der Mechanik und dem Resonanzboden vollkommen frei gelassen, so daß eine Beeinträchtigung der Klangwirkung ausgeschlossen ist. Es ist ferner auch keine Änderung der normalen Gehäuse erforderlich.
Der Gleitblock mit den Noten liegt bei Nichtgebrauch auf dem Instrumentdeckel, gegebenenfalls in einem dem Instrument angepaßten Aufsatz mit Schiebetüren o. dgl. Zum Gebrauch wird der Notenkasten in die in Fig. ι punktiert dargestellte Lage nach vorn herausgeklappt, so daß das Notenband dem Spieler gut sichtbar wird.
Das Gebläse I ist in an sich bekannter Weise in der Sitzbank untergebracht. Neu ist aber die Art der Verbindung des Gebläses mit den Vorrichtungen innerhalb des Instruments.
Die Sitzbank ist mit einer herausziehbaren, aus gelenkig miteinander verbundenen Tei-
len m, η bestehenden Bodenplatte versehen. Der Teil η bildet hochgeklappt (Fig. 4), die vordere Verschlußwand der Bank, heruntergeklappt (Fig. 3), die Verbindung mit dem Instrument. In der Bodenplatte in, η ist ein Kanal 0 vorgesehen, der die Fortsetzung der von dem Gebläse I ausgehenden Windleitung p bildet und in einem an η vorgesehenen Anschlußstutzen q endet, der bei an das Instrument herangeschobener Sitzbank mit einem am Instrument vorgesehenen Stutzen r dicht verbunden wird. Von dem Stutzen r geht eine Leitung nach der Windlade.
In der Bodenplatte m, η sind bei s Dichtungen vorgesehen. Die vom Gebläse kommende Leitung endet innerhalb der Bank in einem unten mit Dichtung versehenen Klotz t, der mittels eines Hebels u, einer Stange ν und eines drehbaren Daumens in der Gebrauchsstellung auf die Mündung der Leitung 0 in der Bodenplatte dicht schließend gepreßt werden kann, bei Nichtgebrauch aber durch eine Feder etwas von der Bodenplatte abgehoben wird, so daß die Platte frei in die Sitzbank eingeschoben werden kann.
Durch irgendeine Sperrvorrichtung wird die herausgezogene Bodenplatte in ihrer Stellung gesichert, so daß eine feste und dicht schließende Windleitung vom Gebläse nach dem Instrument vorhanden ist.
Ein Vorzug dieser Anordnung ist, daß der Raum zwischen Sitzbank und Instrument vollkommen frei und nicht durch hängende Leitungen u. dgl. verengt ist. Das Instrument wird auch in keiner Weise verunstaltet.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Pianino mit pneumatischer Spielvorrichtung und mit durchgehender, über den Hämmern liegender Windlade, dadurch gekennzeichnet, daß die Windlade unmittelbar vor dem Stimmstock angeordnet ist, und die senkrecht stehenden Spielbälge durch Winkelhebel und in an sich bekannter Weise vor den Hämmern heruntergehende Zugorgane mit der Mechanik in Verbindung stehen, während der Gleitblöck mit Notenkasten sich außerhalb des Gehäuses befindet.
2. Pianino nach Anspruch 1, dadurch ■ gekennzeichnet, daß das Gebläse durch eine in der umlegbaren und herausziehbaren Bodenplatte der Bank angeordnete Windleitung mit der Spielvorrichtung im Innern des Instruments in Verbindung gebracht ist.
3. Pianino nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Windleitung in der Bank beweglich und feststellbar mit Bezug auf die Bodenplatte angeordnet ist.
4. Pianino nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Notenkasten mit dem Gleitblock nach vorn umklappbar auf dem Deckel des Instruments angeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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