DE185342C - - Google Patents

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DE185342C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Auxiliary Devices For Music (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Vr 185342 -KLASSE 5\d. GRUPPE
KUHL & KLATT in BERLIN.
Gegenstand der Erfindung ist ein Pianino oder ein ähnliches Musikinstrument, bei welchem die Tasten von den Händen eines Spielers oder auch mittels einer Spielvorrichtung mechanisch angeschlagen werden können. Das Neue bei diesem Instrument liegt in diesem Fall in der Einbauweise der Spielvorrichtung, die an sich mit bekannten Mitteln hergestellt ist und mittels Saug- oder Druckluft betrieben wird. Es sind bereits Vorrichtungen bekannt, deren Notenbandrollen und Gleitblöcke im oberen Teil des Instrumentes eingebaut sind, während die Hebel zur Veränderung von Tempo und Modulation in der Nähe der Tasten liegen. Die Einrichtung hat den Nachteil, daß der Spieler in sitzender Stellung nicht gleichzeitig das Notenband im Auge behalten und auf die erwähnten Hebel achten kann. Außerdem werden bei dieser Einbauweise die von dem Gleitblock nach den Relais führenden Kanäle durch die Tasten oder in weitem Bogen um dieselben herumgeführt, wodurch, da dieselben fest vor den Saiten liegen, eine Reparatur, Stimmen
o. dgl. erst nach vollständiger Zerlegung der Spielvorrichtung erfolgen kann, weil sonst die auszubessernden oder zu untersuchenden Teile nicht erreichbar sind.
Die Einbauweise nach vorliegender Erfindung ermöglicht im Gegensatze zu den bisherigen Einbauarten eine bequeme Handhabung der Register, die zur Veränderung von Tempo und Modulation den einzelnen Musikstücken entsprechend eingestellt werden müssen, und gleichzeitig die Beobachtung des mechanisch bewegten Notenbandes und der auf demselben etwa befindlichen Anweisungen bezüglich jener Veränderungen, wobei der vor dem Instrument sitzende Spieler bei normaler Körperhaltung die Register stellen und die Pedalbälge zum Betriebe des Werkes treten kann. Außerdem gestattet die Einbauweise die vollständige Freilegung der die Saiten des Instrumentes schlagenden Hämmer und aller zur Bewegung derselben dienenden Mechanismen, und weiter sind, ohne daß die Spielvorrichtung oder andere Teile eine Lageänderung erfahren, die Tasten für das Spielen von Hand ständig frei und allzeit zugängig. Dies wird dadurch erreicht, daß die Notenbandrollen, de.r Gleitblock und die von demselben ausgehenden Luftkanäle der Spielvorrichtung in der Hohlkehle des Instrumentes herausziehbar eingebaut sind.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform des Instrumentes nach vorliegender Erfindung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen Querschnitt nach Linie Z-Z der Fig. 2,
Fig. 2 eine Ansicht mit Längsschnitt durch die Vorrichtung nach Linie x-x der Fig. i, wobei die Abwickelrolle des Notenbandes fortgelassen ist, und
Fig. 3 einen wagerechten Schnitt nach Linie y-y der Fig. 1 ohne Rollen und Gleitblock.
Die Bodenplatte e des Rahmens, deren vordere umklappbare Längsleiste ρ den Verschlußdeckel der Tastatur stützt, ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel in Nuten und Federn verschiebbar zwischen den beiden
Seitenwänden u des Instrumentes ο gelagert, so daß sie nach vorn verschoben und nach Bedarf auch vollständig aus dem Instrument herausgezogen werden kann. Diese Platte e trägt an ihren Enden zwei Seitenwände /, auf welchen eine ebenfalls mit Federn in Quernuten der Wandungen u eingreifende Platte r gehalten wird. Mehrere Querleisten s auf der Platte e tragen die Brücke t, welche
ίο den Tasten α als Auflager dient. Auf der Platte r sind zwei Wände Z1 vorgesehen, welche zur Lagerung der beiden das gelochte Notenband g bewegenden Walzen c, c1 und des zwischen diesen Walzen angeordneten Gleitblocks b dienen. Dieser Gleitblock ist in bekannter Weise mit einer der Zahl der Stimmen des Instrumentes entsprechenden Anzahl nebeneinander liegender Längsbohrungen h versehen, die ihrerseits gesondert in einen der in der Platte r befindlichen Kanäle einmünden, die wieder durch Bohrungen k der Wandungen / mit der Bodenplatte e vorgesehenen Kanälen f in Verbindung stehen. Diese Kanäle f schließen sich luftdicht in bekannter Weise an die in der Vorderwandung des Ausbaues i befindlichen Leitungen, in welchen die verschiedenen Register zur Regelung von Tempo und Dynamik der Tonfolgen eingebaut sind, und münden schließlieh in die durch Pedalbälge (nicht gezeichnet) betriebene Pneumatik η der Vorrichtung. Unmittelbar hinter der vorderen Längsleiste ρ der Bodenplatte e liegen die Handgriffe d,. die durch Hebel oder Schieber (nicht gezeichnet) mit den einzelnen Registern des Werkes verbunden sind.
Nach Abnahme des die Tastatur schützenden Deckels kann das Spiel von Hand ohne weiteres in üblicher Weise erfolgen. Hierbei heben sich die auf die Hammermechanik ν einwirkenden Tasten α von den in ihren Anfangsstellungen bleibenden Druckstangen des Spielwerks frei ab. Für das mechanische Spiel werden die Pedalbälge seitens des Spielers getreten, der auch das wechselnde Einstellen der Register bewirkt, deren Handgriffe d durch vorheriges .Umklappen der Leiste ρ freigelegt sind. Die Bewegung der Tasten erfolgt dabei durch die mit den Spielbälgen verbundenen Druckstangen, welche in bekannter Weise unter dem Einfluß des über die Lochungen des Gleitblocks b hingezogenen, gelochten Notenbandes g gehoben und gesenkt werden.
Bei etwa notwendig werdenden Untersuchungen, Ausbesserungen oder dergl. an den Mechanismen der Hämmer oder Register wird die Bodenplatte e samt allen mit ihr verbundenen Teilen einschließlich der Tasten und Stellhebel nach vorn gezogen oder erforderlichenfalls vollständig aus dem Instrument entfernt.
Im übrigen kann die Bodenplatte e auch fest mit dem Instrument verbunden bleiben. In diesem Fall trägt sie eine besondere verschiebbare Platte, die alsdann alle bisher von der Bodenplatte getragenen Teile und auch die zum .Vorbau i führenden Luftkanäle aufnimmt.

Claims (4)

Pate nt-An Sprüche:
1. Tasteninstrument mit Vorrichtung zum mechanischen Spielen, dadurch gekennzeichnet, daß die Notenbandrollen, der Gleitblock und die von diesem ausgehenden Luftkanäle der Spielvorrichtnng in der Hohlkehle des Instrumentes herausziehbar eingebaut sind.
2. Tasteninstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Notenbandrollen (c, c1), der Gleitblock (b) und die von diesem ausgehenden Luftkanäle der Spielvorrichtung von einem Rahmen fr, I, e, I) getragen werden, der mittels Nuten und Federn oder dergl. in der Hohlkehle des Instrumentes verschiebbar gelagert ist.
3. Tasteninstrument nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der aus einer Decken- (r) und einer Bodenplatte (e) mit dazwischenliegenden Seitenwandungen (I) bestehende Rahmen in einem Aufbau (I1,I1) die Notenbandrollen (c, c]) und den zwischen diesen hindurchragenden Gleitblock (b) trägt, dessen Kanäle (h) in der Deckplatte (r), den Seitenwänden (I) und der Bodenplatte (e) weitergeführt sind und in die Kanäle der in einem Ausbau (i) unter dem Rahmen angebrachten Spielwindlade münden.
4. Tasteninstrument nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß. die Tasten auf einer Brücke (t) des Rahmens (r, I, e, I) gelagert sind und mit ihren vorderen Enden unter der Deckplatte (r) des Rahmens hervorragen, so daß sie von Hand angeschlagen werden können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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