DE195863C - - Google Patents

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DE195863C
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bellows
wind
reed
valve
chamber
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Reciprocating Pumps (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
195863 KLASSE 51 d. GRUPPE
THE AEOLIAN COMPANY in NEW-YORK.
zu bringenden Zungenstimmen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 12. Juli 1906 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft ein mechanisches Musikinstrument mit Zungenstimmen, bei welchem die Stimmen . zugleich durch Anblasen und durch ein Schlagwerk zum Ansprechen gebracht werden können. Behufs Erzielung einer sicheren Wirkungsweise werden der Erfindung zufolge zwei Balgvorrichtungen unmittelbar sowohl mit dem Schlagwerk für jede Zungenstimme als auch mit ίο dem Zungenventil gekuppelt unter Vorsehung von Einrichtungen zum abwechselnden An-. treiben der Balgvorrichtungen.
Die Einrichtung gestattet, in einfacher Weise das Anblasen der Zungenstimmen ohne Beeinflussung des Schlagwerksantriebes auszuschalten, was durch Absperrung der Zungenstimmenwindkammer von der Windspannungsquelle geschehen kann.
Die Erfindung ist auf den Zeichnungen an zwei Ausführungsbeispielen veranschaulicht, wobei angenommen ist, daß der Betriebswind durch Druckluft geliefert wird.
Fig. ι stellt in wesentlich senkrechtem Schnitt ein der Erfindung gemäß eingerichtetes Harmonium schematisch dar, während Fig. 2 ein Stück eines gegenüber Fig. 1 abgeänderten Harmoniums gleichfalls in senkrechtem Schnitt zeigt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 ist in der Windkammer 1 ein Gleitblock 2 angeordnet, über den ein durchlochtes Notenband 3 hinweggeführt werden kann. Jeder Kanal 4 des Gleitblockes führt durch eine' Leitung 5 nach einer Membran 6, die eine Stange 7 trägt, welche mit zwei Ventilen 8 und 9 ausgerüstet ist. Die Ventile 8 und 9 dienen dazu, eine Leitung 10 abwechselnd in Verbindung mit einer Windsparinungskammer
11 oder mit- der Außenluft zu setzen. In der Leitung 5 ist eine Druckausgleichsöffnung
12 vorgesehen.
Eine Tastatur 13 wird benutzt, wenn das Instrument von Hand gespielt werden soll. Die Tastenbewegung wird durch eine Stange 1.4 auf einen Hebel r6 und von diesem durch eine Stange 15 auf ein Ventil 17 übertragen, welches sich in einer Windspannungskammer 18 befindet, die bei geöffnetem Ventil 17 durch eine Leitung 19 mit der oben erwähnten Leitung 5 in Verbindung steht. Infolge der beschriebenen Anordnungen wird beim Niederdrücken einer Taste 13 die Windspannung aus der Kammer 18 durch die Leitungen 19 und 5 auf die Membran 6 übertragen, so daß diese Membran beim Niederdrücken der Tasten 13 ebenso in Wirksamkeit gesetzt wird wie beim Vorbeigange einer Öffnung des Notenbandes 3 vor einem Kanal 4 des Gleitblockes 2 der Einrichtung zum mechanischen Spiel des Instruments.
Die Leitung 10 führt durch einen Kanal 21 nach einer Windkammer 22 mit darüber angeordnetem Balg 23, dessen bewegliche Wandung einen Arm 24 trägt. Der Kanal 21 steht auch mit einem Relaisbalg 25 in Verbindung, welcher eine Stange 26 in Bewegung setzt, die Ventile 27, 28 trägt. Diese " Ventile 27, 28 dienen dazu, einen Balg 30, der in einer Windkammer 29 angeordnet ist, abwechselnd mit dieser Windkammer oder mit
der Außenluft in Verbindung zu setzen. Die bewegliche Wand des Balges 30 ist ebenso wie die des Balges 23 mit einem Arm 31 ausgerüstet. Die Arme 24 und 31 sind durch eine Stange 32 miteinander und zugleich mit dem einen Ende eines Hebels 33 verbunden, welcher letztere an seinem anderen Ende ein Ventil 34 trägt, welches bei seiner öffnung Druckluft aus der Betriebswindkammer 35 der Zunge 36 ableitet.
An dem Hebel 33 ist außerdem eine Stange
37 befestigt, welche durch die Wand einer Kammer 35 hindurchgeht und einen Stößer
38 trägt, welcher den Hammer 39 zum Anschlagen der Zunge 36 in Wirksamkeit setzt.
Der Arm 40 des Stößers 38 und die Stellschraube 41 zur Einstellung des Stößers sind allgemein bekannt. Die Stangen 15, 32 und
37 sind in üblicher Weise luftdicht durch die Wandungen der Windspannungskammer hindurchgeführt, um Druckverlust zu vermeiden. Bei 42 ist eine Kappe angedeutet, die in bekannter Weise dazu dient, die Mündungen der Kanäle 4 des Gleitblockes zu überdecken, wenn das Instrument von Hand gespielt wird.
Die Wirkungsweise der beschriebenen Einrichtung ist wie folgt: Sobald die Außenluft beim Vorbeigange einer Öffnung des Notenbandes 3 vor einem Kanal 4 oder durch Niederdrücken einer Taste 13 in der beschriebenen Weise in Verbindung mit der Leitung 5 gesetzt wird, werden die Ventile 8 und 9 aus der auf der Zeichnung dargestellten Stellung angehoben, so daß sie die Verbindung der Leitung 10 mit der Windkammer 11 absperren und dagegen diejenige mit der Außenluft herstellen. Es findet somit eine Entlüftung der Kammer 22 nach außen statt.
Die Folge hiervon ist eine Entlastung des Balges 23 und ein Zusammenfallen des Balges 25. Die Folge des Zusammensinkens des Balges 25 ist eine Anhebung der Ventile 27, 28, wodurch das Innere des Balges 30 von der Windkammer 29 abgesperrt und mit der Außenluft in Verbindung gesetzt wird. Infolgedessen sinkt der Balg 30 zusammen und zieht das mit ihm verbundene Ende des Hebels 33 herab, so daß das Zungenventil 34 geöffnet und ein Ertönen der Zunge 36 herbeigeführt wird. Die Senkung des mit der Stange 32 verbundenen Endes des Hebels 33 hat gleichzeitig ein Niedergehen des Stößers
38 zur Folge, wodurch ein Anschlagen des Hammers 39 gegen die Zunge 36 herbeigeführt wird. Sobald der Druck von der Leitung 5 abgesperrt wird, gleicht sich die Spannung in dieser Leitung durch die Öffnung 12 gegen die Spannung der Außenluft aus, was zur Folge hat, daß die Membran 6 und die Ventile 8 und 9 in ihre auf der Zeichnung dargestellte Ausgangsstellung zurückkehren. Die Folge hiervon ist ein Aufblähen des Balges 23, wodurch das Zungen ventil 34 geschlossen und somit das Ertönen der Zunge unterbrochen wird.
Die Zungenwindkammer 35 wird durch den üblichen Luftkanal 51 gespeist, welcher nach einer auf der Zeichnung nicht angedeuteten Windspannungsquelle führt. Der Leitung 51 ist ein Absperrventil 52 zugeordnet, welches von Hand oder in anderer Weise in Wirksamkeit gesetzt werden kann. Wenn die Leitung 51 durch das Ventil 52 geschlossen und somit die Verbindung der Zungenwindkammer 33 mit der Windspannungsquelle unterbrochen wird, so vermag die Zunge 36 nicht anzusprechen, außer durch Schlag des Hammers 39, in welchem Fall ein harfenähnlicher Ton erzeugt wird
Die Fig. 2 zeigt nur einen einzelnen Teil des Instruments in einer abgeänderten Form, während von den anderen auf der Zeichnung nicht dargestellten Teilen, insbesondere von den Teilen 1 bis 19, angenommen ist, daß sie die gleiche Einrichtung besitzen, wie sie in Fig. ι angedeutet ist. Im Falle der Abänderung gemäß Fig. 2 steht die Leitung 10 durch eine Hilfsleitung 5-1" in Verbindung mit dem Innern eines Balges 52", welcher im Innern der Zungenwindkammer 53 angeordnet ist. Der Arm 54 des Balges 52° ist mit einem Stößer 55 gekuppelt, welcher auf den Hammer 56 einwirkt und in ähnlicher Weise wie bei der Anordnung nach Fig. 1 mit einem Auslösearm 57 mit Stellschraube 58 versehen ist. Von dem Stößer 55 geht eine Stange 59 durch eine Wand der Windkammer 53. Diese Stange 59 ist außerhalb der Kammer 53 mit dem einen Ende eines Hebels 60 verbunden, welcher an dem anderen Ende das Zungenventil 61 trägt. Eine Feder 62 ist bestrebt, das Ventil 61 in der Schlußstellung zu halten. Die Zunge 63 befindet sich, ebenso wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1, in der Windkammer 53. Die Vorderwand der Zungenwindkammer 53 wird von einem Brett 64 gebildet, welches bei 65 drehbar ist und durch ein Verschlußorgan, welches in der Form eines Hakens 66 angedeutet ist, geschlossen no gehalten wird.
Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform ist etwas einfacher als die in Fig. 1 dargestellte, was dadurch erzielt ist, daß der Antriebsbalg in die Zungenwindkammer hineingelegt ist unter gleichzeitiger Fortlassung einzelner Teile.
Im Fall,e der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform vertritt der Balg 23 die Stelle einer sonst üblichen Feder zur Schließung des Zungenventils, wie sie bei der Ausführungsform nach Fig. 2' bei 62 angedeutet ist.
Da der Balg 23 in einen indifferenten Zustand gelangt, wenn der Druck aus seinem Innern abgeleitet wird,· so bietet derselbe einer Bewegung durch den Balg 30 keinen Widerstand,' wie es im Falle der Ausführungsform nach Fig. 2 die Feder 62 tut. Wenn der Balg 23 durch die Bewegung der Ventile 8 und 9 wieder aufgebläht wird, so schließt er sofort und sicher das Zungenventil und öffnet den Balg 30, der sich in diesem Falle in indifferentem Zustande befindet, da sowohl in seinem Innern als auch in der Kammer 29, in welcher er angeordnet ist, Druck herrscht.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Mechanisches Musikinstrument mit durch Anblasen und durch Anschlagen zum Ertönen zu bringenden Zungenstimmen, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb jedes Zungenventils und des zugeordneten Schlagwerks durch ein Paar von Antriebsbälgen erfolgt, welche abwechselnd unter Windspannung gesetzt werden, so daß die Öffnungsbewegung des Ventils durch den einen, die Schließbewegung durch den anderen vermittelt wird.
  2. 2. Mechanisches Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es mit einer Einrichtung zum Ausschalten des Anblasens der Zungenstimmen durch Absperrung der Zungenstimmenwindkammer von der Windspannungsquelle ohne gleichzeitige Beeinflussung des Schlagwerkantriebes versehen ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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